Bauprojekte im Rudolfkiez (Friedrichshain)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Der Senat will den Bau des 167 Meter hohen Wohnturms ermöglichen.

    Jetzt kann man zeigen, ob die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen wirklich effektiv helfen, Großprojekte deutlich schneller umzusetzen. Der Wahltermin im Herbst dürfte die Deadline sein, falls Rot-Rot-Grün dann übernimmt. Das wird spannend.

  • Das Edge sieht an der Stelle schon im positiven Sinne massig aus, der Turm als schlankeres, höheres Gegenstück trifft den Nagel auf den Kopf. Hoffentlich kommt der auch wenigstens so ähnlich.

  • ... mich stört mehr, das die Sockelbebauung nicht einheitlich ist. Nichts gegen den Kopfbau mit seinen abgerundeten Ecken, aber der größere Teil hinter dem Turm sieht dagegen gestalterisch sehr vernachlässigt aus. Sie ist auch viel zu lang.

    Besser wäre es die umgebende Bebauung kurz vor Turm zu unterbrechen und so eine Solitärstellung zu erreichen. In Berlin ein großes Tabu, ich weiss. Auch wie der Turm aus seinem etwas größeren Sockel kommt, ist noch nicht stimmig gelöst. Ich verstehe auch die Kritik von Arty Deco am Design des Turms. In Deutschland gibt es keine große Tradition im Wohnhochhaus-Bau. Meine erste Reaktion war... sieht ein bisschen aus wie Lübeck-Travemünde Maritim Hotel .. 1974

    https://de.wikipedia.org/wiki/Maritim_Travemünde

    … im Grunde könnte man das gesamte Volumen der immensen unattraktiven Sockelbebauung in einen zweiten Turm daneben unterbringen.

    Einmal editiert, zuletzt von Camondo (16. Januar 2026 um 19:22)

  • Ich finds (vermutlich) deutlich besser als Camondo aber die Form des Hochhauses hat auch mich zum Nachdenken gebracht.

    Die Struktur des Turms mit vier Elementen mit gleicher Grundfläche erinnern mich irgendwie an den Willis Sears Tower. Wenn man die Röhren rhythmisch verschieden hoch machen würde, entstünde ein interessanter Staffeleffekt.

    Leider erzielen meine Blender-Experimente hier gerade kein Ergebnis, das mathematisch aufgeht, ohne entweder den Turm höher oder breiter zu machen oder auf BGF zu verzichten. ^.^

    Aber sei's drum. Ein spannendes Projekt und Bereicherung der Stadtlandschaft ist es allemal.

  • Damit wird die Einwohnerzahl des Rudolfkiezes geschätzt grad mal verdoppelt, oder? Einerseite werden in der Ecke Wohnungen dringend benötigt, andererseits geht Stadtentwicklung irgendwie anders.

    Die Fassade aus roten Betonfertigteilen mit runden Ecken ist Alexa 2.0. Wie Arty Deco schreibt, sollte man hier bitte gestalterisch den Backstein aus der Umgebung aufnehmen anstatt den Alexanderplatz zu imitieren.

    Ich scheitere gerade daran, mir die Zugangssituation von der Warschauer Strasse aus vorzustellen. Auf der Visualisierung strömen Menschen ungehindert, in der Realität hat man dort momentan ein irrgartenähnliches Konstrukt mit mehreren Höhenebenen und jeder Menge toten Winkeln.

    PS: Doch, das würde über den Lückenschluss Tamara-Danz-Strasse zu Rudolfstrasse funktionieren.

    2 Mal editiert, zuletzt von mmork (17. Januar 2026 um 20:27)

  • Die Berliner Architekten haben seit mehr als 20 Jahren kein Händchen bei der Sockelgestaltung im Hochhausbau. Entweder man verhunzt die Türme mit seltsamen Anbauten oder die ersten Geschosse wirken wie Fremdkörper. Auch der Ansatz bewusst heterogen im Einzelnen Baukörper zu gestalten gibt es wohl nur in Berlin und sonst nirgends auf der Welt. So auch hier.

    Wieso gibt es hier Niemanden in der Stadt oder in der Architekturkritik der diesen sich widersprechenden Eklektizismus anprangert und offen bekämpft ?

  • ^ So wie am Kollhoff-, am Bahn-, am Estrel Tower oder am Mynd. Schlimme Sockelgestaltung. Schaun wir uns doch mal um. Die wunderbare Sockelgestaltung am Four FFM. Oh wait. Das Ensemble steht ja gar nicht in Berlin.

    Es gibt keine Architekturkitik diesbezüglich, weil dieser vermeintlich flächendeckende Mangel nur in Arty Decos Welt vorkommt.

    Einmal editiert, zuletzt von DerBe (18. Januar 2026 um 08:43)

  • Kollhoff, Bahn und Estrel sind die einzigen von vielleicht 5 gelungenen Hochbauten seit 1990. Demgegenüber stehen 30 Projekte, die es nie zum Vorbildcharakter geschafft haben. Ich bin seit 20 Jahren in internationalen Architekturforen unterwegs und lese regelmäßig die führenden Architektur Magazine von Rang. Berlin (und Deutschland insgesamt) ist ganz sicher keine Referenz im Turmbau. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

  • ^

    Interessant ist auch der neue Stadtplatz.

    Wenn man an diesem Wohngebäude Richtung Warschauer Straße geht:

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    © Henning Larsen Architects

    kommt man zu einem begrünten Stadtplatz an der Rudolfstraße mit Gastronomie und Geschäften im Erdgeschoss.

    Hier sieht man auch die Fassade des Wohnhochhauses besser, die aus hell pigmentierten Betonfertigteilen besteht

    (glasfaserverstärkter Beton GRC):

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    © Henning Larsen Architects


    Von oben gut zu erkennen der begrünte Stadtplatz und rechts daneben der begrünte Innenhof:

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    © Vogt Landschaftsarchitekten AG

  • Der RBB berichtet recht ausführlich: https://www.rbb24.de/politik/beitra…eteiligung.html

    Gestreift wird der allgemeine Konflikt zwischen dem Senat, der im Bezirk einige größere Projekte vorantreibt und der Blockadehaltung des Bezirks personifiziert durch Baustadtrat Florian Schmidt.

    Schmidt hofft darauf, dass der Senat nach der Wahl Bauvorhaben streicht.

    Wenn dies nicht passiert und unser Regierender der blasse Herr Wegner die Kurve kriegt, so scheint der 165m Turm an der Warschauer realistisch zu werden.

  • Abgesehen von dem Streit zwischen Bezirk und Senat finde ich die Pläne gut. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass Friedrichshain-Kreuzberg sich der Entwicklung als Zentrumsbezirk entziehen darf, auch wenn die dortige Bevölkerung die Baublockade in großen Teilen unterstützt. Berlin muss als Ganzes entwickelt werden.

    Die Fortsetzung der Reihe von Türmen an der Südseite der Stadtbahn finde ich konsequent und passend. Der Entwurf erscheint erstmal interessant, der Turm wirkt angenehm schlank. Die enorme Investition zu stemmen wird sicher anspruchsvoll und dabei sollte die Politik etwas ermöglichen und eben nicht blockieren.

    Allerdings müsste die Verkehrsinfrastruktur auch verbessert werden. Wie lange hält die Warschauer Brücke eigentlich noch? Irgendwann wird bestimmt der ganz große Umbau starten.

  • Direkte Betroffenheit (vor allem wenn mobilisiert) schlägt abstrakten Nutzen. Not in my backyard effect. Potenzielle Gewinner (Mieter) existieren ja noch nicht. Gesellschaftlicher Nutzen wird nicht erkannt oder möchte nicht gesehen werden.

    Somit kann man politisch mit „Pro“-Einstellung nur verlieren, vor allem wenn Übergeordnete ein Gefühl von demokratischen Kontrollverlust generieren.

    Persönlich finde ich die mittlerweile vorherrschende Blockadehaltung gegen alles und jeden unschön. Es kann jedoch auch nicht der richtige Weg sein, demokratische Prozesse auszuhebeln.

    Eventuell sollte man Mieter-Bewerber-Listen schon mit Projektstart ausgeben, um so ein seriöses Pro-Lager im nicht politischen Sinne zu schaffen.

  • BV "Forty 4

    Zuletzt hier

    Nach ca. 3 Monate kurzes Update heute.

    Heute wurde betoniert. Immernoch ist man am UG beschäftigt.

    © Johannes_9065

    Mindestens ein 2 Turmdrehkran kommt noch. ( Nr. 2 ) Auf der Hinterseite .

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    Ersatz Kran Nr . 3 / Rückseite

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    Blick auf der gesamte Baustelle.

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  • ^ Übrigens sind auch zwei Fassadenmuster auf der Westseite des ehemaligen Autohauses zu begutachten.

    Anhand der hier zuletzt gezeigten Visualisierungen scheint es sich bei der ersten um die Fassade des Staffelgeschosses auf der Ostseite der entstehenden Wohnbauten zu handeln.

    [Bilder © bauhelmchen 2026]

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  • THE HUB

    In der heutigen Berliner Morgenpost äußert sich Jan Kienappel
    (COO und CFO der Anschutz Entertainment Group AEG) zu den Plänen der AEG.
    Er zeigt sich sehr zufrieden mit der Entwicklung des Areals rund um den Uber Platz.
    Der AEG gehören die Uber Arena und die Uber Eats Music Hall.
    Letztes Jahr haben 7 Millionen Menschen den Uber Platz besucht.
    Für die Zukunft engagiert sich die AEG besonders für Olympia in Berlin (und in den eigenen Hallen)
    und für ein Hochhaus an der Warschauer Brücke.
    Obwohl der Bezirk das Hochhaus ablehnt und auch das Baukollegium nicht begeistert war,
    laufen derzeit die Verhandlungen mit dem Land Berlin.
    Die Anschutz Entertainment Group hat ein Angebot gemacht und hält am Bau des Hochhaus fest.

    Auf einer ehemaligen Buswendeschleife soll das Bürogebäude entstehen:

    28tfoxqp.jpg

    Das Hochhaus gegenüber dem Edge East Side Tower mit einer Höhe von ca. 120 Meter:

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    Entwickelt wird das Projekt vom Architekturbüro MAFEU Berlin in Zusammenarbeit mit der COBE Berlin GmbH:

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    Die Besonderheit des Projekts ist die Lage am Verkehrsknotenpunkt Warschauer Straße.
    Das Hochhaus erweitert die Warschauer Brücke mit neuen Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer.
    Ein öffentliches Atrium wird zur öffentlichen Bahnhofshalle und ermöglicht einen barrierefreien Zugang
    zur U- und S-Bahn. Im öffentlichen Atrium sind auch ein Café, Serviceeinrichtungen und Ruhebereiche geplant:

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    Alle Bilder © MAFEU Projektmanagement GmbH | Anschutz Entertainment Group

    Quelle:
    https://mafeu.de/thehub

    Artikel der Berliner Morgenpost (hinter Paywall):
    https://www.morgenpost.de/berlin/article…eue-vision.html