Tanzende Türme + Arcotel Onyx [realisiert]

  • ...also mir, (meine meinung), ist an diesem ort momentan ALLES lieber als dieser schandfleck von fixxer-bowlingbahn und wenn hier jetzt schon von verschattung angefangen wird...


    Wir sind uns doch wohl im Forum alle einig, DASS entwas an diese Stelle geschehen muss. Nur ist damit ja nicht automatisch klar WAS passieren soll. Ich will auch die olle Bowlingbahn weghaben. Nur wenn ich die Wahl zwischen einer schnellen Loesung die ich fuer schlecht halte habe und zwischen einer guten Loesung spaeter, dann soll von mir im Notfall die Bowlingbahn noch ein bisschen vor sich hin gammeln.


    "Schlimmer als jetzt kann's nicht werden" ist kein besonders tragfaehiges Argument im Staedtebau, mit dessen Folgen wir uns ja in der Regel ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte herumschlagen muessen.


    Tobert, du heiratest ja auch nicht spontan eine pott-haessliche Frau mit dem Argument "Ja, aber ihre Schwester solltest Du mal sehen - Oha! - die ist noch viel viel haesslicher". ;) So aehnlich sehe ich den Fall hier.

  • Stimmt! Daher auch mein Schlusssatz.

    "etwas mehr liebe zum detail und eine etwas kreativere gestaltung hätten dem projekt dennoch nicht geschadet! "


    Aber schöner Vergleich mit den Frauen.

  • Ich bin gestern an der ehem. Bowlingbahn vorbeigefahren und sie war komplett umzäunt. Irgendwo wurde auch schon was weggerissen, worauf die Schuttberge schliessen liessen. Bagger und anderes Arbeitsgerät stehen bereit, es geht nun also definitiv los mit den Abrissarbeiten !!

  • Ich zitiere: "Die Bewohner eines Altenheims befürchten Lärm wegen der neuen Tiefgarage."


    Also ich glaube nicht, dass es zu erhöhter Lärmbelastung kommt, wenn da ab und zu ein paar Autos in die Tiefgarage fahren. Außerdem müssten die Bewohner doch sowieso aufgrund der vielen Reeperbahncruiser abgehärtet sein.
    Immerhin wurden im Artikel noch 2 Höhenangaben gemacht, nämlich 80m und 90m. Also wird das Gebäude ähnlich hoch wie das Atlantic-Haus, keine 100m entfernt. Wobei mir 90m bei 24 Etagen recht wenig vorkommt...

  • das bestätigt meinen eindruck nur wieder! wenn niemand mehr etwas zu meckern findet dann kommen eben die rentner wieder daher...


    ich würde mir an deren stelle eher meine gedanken zu kotze in vorgärten und gegröhle auf der straße, als zu einer lärmgewaltigen tiefgarage, machen...


    beim atlantic-haus hat diese bürgerproteste einfach niemand groß beachtet... und siehe da... jetzt steht es und keiner meckert mehr!
    solche querulanten muss man manchmal einfach ignorieren!

  • Hi Schiffsjunge,
    alles aktuelle steht hier im Strang und sobald jemand etwas neues erfährt, wird es hier bekanntgegeben.
    Letzter Stand ist also der beginnende Abriss des Gebäudes. Ob das Gebäude allerdings schon komplett abgerissen ist, wissen wir nicht, bis dort wieder jemand vorbeikommt. :)

  • Schlagermove, ein nerviger "Aufpasser" konnten mich nicht davon abhalten,, einen Blick über den Zaun zu werfen! Auf jeden Fall steht der Bau noch!


    Beweise.....






    Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das alte Bowlingcenter "gefallen" ist.

  • Wenigstens tut sich dort was... auch wenn ich von den Türmen noch nich so begeistert bin, besser als die jetzige Situation ist es - meiner Meinung nach - auf alle Fälle

  • Ich stelle bei diesem Gebäude das gleiche Problem wie bei allen anderen mir bekannten brt-Bauten fest: es gibt eine übergeordnete gestalterische Idee für die Großform, dafür wird die Detailgestaltung vernachlässigt. Siehe das Dockland, bei dem der eigentliche Clou in der Rautenform liegt, die Fassadengliederung aber enttäuscht, oder die gläserne Bisquitrolle am Berliner Tor, die zwar konstruktiv und flächenökonomisch raffiniert daherkommt, aber dann mit diesen entsetzlich ungeschlachten Parabelbogen an den Stirnseiten erschreckt.


    Hinzu kommt, dass dieses aktuelle Projekt, nachdem der Entwurf jetzt auch noch dahingehend überarbeitet wurde, dass der Knick weniger ausgeprägt ist, noch mehr wie gewollt und nicht gekonnt bzw. einfach nur unentschlossen wirkt...


    Darüber hinaus mache ich mir auch Sorgen darüber, wie sich dieses Gebäude auf das gewachsene soziale Milieu vor Ort auswirkt, bereits das Bavaria-Gelände wurde ja nicht ausschließlich mit Kusshand begrüßt... Und wen man Milieus schon zertrümmern muss, sollte man dabei einen etwas höheren ästhetischen Anspruch verfolgen als mit diesem hier vorgestellten Projekt und diesem entsetzlich langweiligen, drögen und in Materilität und Gestaltung unschlüssigen gmp-Beitrag zum Bavaria-Gelände...

  • Oh, das Bild kannte ich bis jetzt noch gar nicht..... viel Glas und, wie beschrieben wird, dem Halbedelstein "Onyx" nachempfunden.... eine interessante Idee, wie ich finde.
    Bin gespannt, wie es nach Fertigstellung wirkt, auch in Bezug auf die Tanzenden Türme.

  • Ich stelle bei diesem Gebäude das gleiche Problem wie bei allen anderen mir bekannten brt-Bauten fest: es gibt eine übergeordnete gestalterische Idee für die Großform, dafür wird die Detailgestaltung vernachlässigt. Siehe das Dockland, bei dem der eigentliche Clou in der Rautenform liegt, die Fassadengliederung aber enttäuscht, oder die gläserne Bisquitrolle am Berliner Tor, die zwar konstruktiv und flächenökonomisch raffiniert daherkommt, aber dann mit diesen entsetzlich ungeschlachten Parabelbogen an den Stirnseiten erschreckt.
    (...)
    Darüber hinaus mache ich mir auch Sorgen darüber, wie sich dieses Gebäude auf das gewachsene soziale Milieu vor Ort auswirkt, bereits das Bavaria-Gelände wurde ja nicht ausschließlich mit Kusshand begrüßt... Und wen man Milieus schon zertrümmern muss, sollte man dabei einen etwas höheren ästhetischen Anspruch verfolgen als mit diesem hier vorgestellten Projekt und diesem entsetzlich langweiligen, drögen und in Materilität und Gestaltung unschlüssigen gmp-Beitrag zum Bavaria-Gelände...


    Ich halte sowohl den Berliner Bogen als auch das Dockland für -wie fast immer bei BRT, und da spricht kein Mitarbeiter sondern eher der Neid hehe- sehr anspruchsvolle, detaillierte Gebäude
    (siehe nur Dockland-Treppe/Geländer und Parkplätze unter dem Haus etc. - Einzige Kritik wäre vielleicht die Pupslochähnliche Eingangssituation am Berliner Bogen hehe, so sind Eingänge des öfteren ein Schwachpunkt bei BRT gewesen.)


    Bei den tanzenden Türmen bin ich etwas anderer Meinung, hier ist architektonisch einfach nicht der Witz wie zB der "Ginger&Fred" Türme von Gehry rübergekommen, was ja meines Wissens der eigentliche Entwurfsgedanke der "Tanzenden" war. Zudem ist die Wirkung für den Stadtteil natürlich eine andere als wenn man am Hafenrand oder in Hammerbrook baut, aber das ist BRT (und auch allen anderen Architekten) ja herzlich egal.


    Zu dem Atlantic-Haus: Der Entwurf ist glaube ich von Thomas Herzog, nicht von GMP. Außerdem sollte "dröge, langweilig" kein Kriterium für einen Neubau sein, oder sollen alle Neubauten "fetzig und spannend" sein? Time will tell. Hier wäre die richtige, einfache Kritik "zu hoch, zu viel Büro" passend, was wieder einmal den offensichtlich unwirksamen Regulierungsinstrumenten der Behörden anzukreiden ist.



    beim atlantic-haus hat diese bürgerproteste einfach niemand groß beachtet... und siehe da... jetzt steht es und keiner meckert mehr!


    Unqualifizierter Beitrag! Soll ein Bombenkommando die obersten Stockwerke des zu hoch geratenen Gebäudes sprengen? Was sollen die inzwischen auch von dieser Maßnahme aus dem Quartier vertriebenen Mieter jetzt noch tun? Das Haus besetzen? Etwas mehr Weitsichtigkeit wäre angebracht.


    Beiträge zusammengeführt! Bitte achte auf deine Wortwahl und auf deinen Umgangston! Gruß, Dykie

  • Ganz schön dicke Hose! Was tobert da ansprechen wollte ist die Tatsache, dass die Menschen sich an Dinge gewöhnen, die sich in der Realität als positiv erweisen, während man sie im Vorfeld einfach mal aus Prinzip abgelehnt hat, nach dem Motto: Igitt, Veränderung, bäh, mag ich nicht.
    Das ist letztlich der Gang der meisten Bürgerinitiativen, die gescheitert sind, und somit ein Grund für alle, sich bei Protest ein bisschen am Riemen zu reissen.
    Mal abgesehen davon, dass das Atlantic-Haus auf der Fläche einer ehemaligen Brauerei gebaut wurde (nein, keine Angst, keine Vernichtung historischer Bauten), und dafür niemand vertrieben, umgesiedelt, deportiert, rausgeekelt, weggemobbt o.Ä. wurde.

  • @mr fahrenheit:


    Ich empfehle dir in diesem Zusammenhang den Film "Empire St. Pauli", der von einer Bürgerinitiave aus St. Pauli gemacht wurde.


    http://www.empire-stpauli.de/


    Für das Atlantic Haus wurde im ersten Schritt niemand vertrieben, aber Gentrifizierung und die Folgeeffekte sind es, was den Leute (berechtigt) Angst macht.


    vertrieben, umgesiedelt, deportiert, rausgeekelt, weggemobbt


    Das ist Gentrifizierung. Aber egal, hier sind einige Termine zum Anschauen, jedem nur zu empfehlen:


    http://www.empire-stpauli.de/filmtermine.php

  • Der Film einer Bürgerinitiative ist das Gegenteil von objektiv und ist somit als Instrument zur Meinungsbildung so wenig geeignet wie die Homepage eines Investors oder die Bild-Zeitung.
    Dass du Gentrifizierung mit Vertreibung gleichsetzt, zeigt doch nur, wie wenig dir an einer ausgewogenen Beurteilung gelegen ist. Jede große Stadt lebt von ihren Entwicklungsprozessen. Diese laufen in einer freien Gesellschaft von selbst und werden nicht von einer bösen Verschwörung gegen eine hilflose Gemeinschaft total guter Bürger geführt. Es kann nicht angehen, dass an einem bestimmten Punkt gesagt wird: Dies ist der Endzustand von St. Pauli (oder Schanze, Ottensen, St. Georg, Wilhelmsburg etc.), so bleibt es, von jetzt ab nur noch Stillstand bitteschön. Das ist die Definition von Spießertum.
    Natürlich haben Entwicklungsprozesse auch negative Effekte, manches gehört besser gesteuert und die Schwachen müssten bei der Bewältigung der ihnen entstehenden Probleme unterstützt werden. Ich selbst bin weder mit dem Prozess noch dem Ergebnis der Neubebauung rundum zufrieden, da gibt es einiges zu bemängeln (zu hoch ist es aber keinesfalls).
    Aber die Veränderung von Einwohnerstrukturen (Gentrifizierung) als Vertreibung zu bezeichnen, ist zynisch. Bedenke, was Vertreibung eigentlich heisst.

  • Vertreibung heißt in diesem Fall, dass die Stadt wissentlich zugelassen hat, daß der Mietspiegel von St.Pauli inzwischen fast das Niveau von Eppendorf hat (jetzt erst kommen so langsam Überlegungen, das zu ändern) und sich die Alteingesessenen das nicht mehr leisten können und gezwungen sind, umzusiedeln.
    Natürlich ist die Sichtweise auf solche Prozesse zB in diesem Film tendenziös, aber schließlich ist es auch das gute Recht der Betroffenen, sich der Investorenwalze zu widersetzen.


    ... manches gehört besser gesteuert und die Schwachen müssten bei der Bewältigung der ihnen entstehenden Probleme unterstützt werden.


    und natürlich passiert so etwas NICHT!