Tiergarten und Hansaviertel | Kleinere Projekte

  • Schade, fürn Headquarter der UFA als Emblem deutscher Unterhaltungs und Kreativwirtschaft, reichts bei Bertelsmann nur für son Raster.


    Aber starke Auftritte, Pop-Corn Unterhaltung und Kreativität ist in den letzten 20jahren bisher sowieso nur seltenst Stärke der UFA gewesen, - da kann die Zentrale dann auch wie die übliche Buchhalterstallung der letzten 20 Jahre aussehen.


    Nur witzig dass man zum kreativen Networking und zur Nähe am urbanen Puls der Zeit von Potsdam aus, sich direkt in so ne altbackene Sterilisationsstube am urbanen Totpunkt des Kulturforums begibt/ der erhoffte Input dürfte überschaubar sein. Bisher steppt da jedenfalls nicht unbedingt der Bär

  • ^ Ausser man geht ein paar Schritte um die Ecke in die Potsdamer. Da steppt dann der Bär. Das werden die UFA-Angestellten auch schon mitbekommen. Da habe ich keine Zweifel.

  • Ich halte die hierzu relativ großzügig, als überschaubar bemessene Distanz von „ein paar Schritten“ trotzdem nicht wirklich für ein „mittendrin statt nur dabei“.


    Wirklich Puls, hat die Potsdamer noch nicht mal am potsdamer Platz. selbst.

    Spannend wird’s eigentlich erst kurz vor Höhe Kurfürstenstraße.

    Da gibt’s dann die volle Ladung zwischenmenschlicher Interaktion mit vollem körperlichen Einsatz.

    Bis zum Brunch bei Zimt und Zucker oder den hübschen ECO Holz-Toiletten als Highlight urbaner Stadtmöblierung ist das Umfeld auf dieser Seite des Schöneberger Ufers aber eher komatös. Standortentscheidung und Architektur für die UFA erscheinen mir seltsam.


    Warum nicht gleich Potsdamer Platz, oder „Media Spree“ , warum so ein austauschbares architektonisches Neutrum und keine Architektur als selbstbewusste Markenadresse?

  • ^ Ach, Sie haben einfach keine Ahnung. Vom Kumpelnest bis zur Joseph Roth Diele. Alles innerhalb von 5 Minuten zu erlaufen. Aber egal. Meine Frau arbeitet im Filmbusiness. Vom Produzenten über Beleuchter, Caster*innen, Regisseure und Regieseurinnen und nicht zu letzt Schauspieler*innen treffen sich zur Anbahnung von Geschäften sehr oft in Cafés und Kneipen. Und die gibt es dort zu Hauf.


    Hier mal zur Veranschaulichung das Objekt ohne Baugerüst.


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    Die nachfolgenden Beiträge wurden ins Off verschoben. Bitte beim Thema bleiben und keine Kneipenszenen oder Gebäude in anderen Stadtteilen vorstellen. Danke.

  • Riverside Berlin bzw. BE.YOND Office

    Schöneberger Ufer 69


    Zuletzt ^


    Anbei weitere aktuelle Aufnahmen der abgerüsteten Straßenfront des mE nach sehenwerten, aber auch austauschbarem Büroneubaues.


    [Bilder © bauhelmchen 2025]

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  • Ich arbeite seit Jahren in der Ecke und das nur 7min entfernt vom Kumpelnest.


    Ich denke mal mir ist dieses Gebiet eigentlich recht gut bekannt und ich bewerte die entwickelte Situation für mich als wenig begeisternd.


    Grundsätzlich hab ich Nichts gegen die Ansiedelung der UFA, aber ich störe mich mittlerweile sehr an der vorausgehenden Form von giftigen Investitionen, die flächig, einsilbige Stadtraumaneignung durch reine Bürogebäude betreiben.


    Das ist eben jene enttäuschende Entwicklungskultur, die mit entsprechender Funktionsarchitektur, zur Verödung von zentralen Stadtlagen erheblich beitragen und gegen deren Attraktionsmangel, Leblosigkeit und Tristesse man dann

    im Nachgang irgendwelche fruchtlosen, mehr selbstreferenziellen, teuren Belebungsprogramme initiiert.


    Nach Aussage der COO Clausen haben viele der 130 Beschäftigten die nun mit der UFA umziehen schon jetzt ihren Lebensmittelpunkt in Berlin und müssen eh bereits nach Potsdam pendeln.


    Diese dürften ihre soz. Anlaufpunkte längst andernorts kultiviert haben.


    Natalie Clausens äußerte zudem dass man auch mehr Nähe zum aktuellen Zeitgeist, und zur Gesellschaftlichen Mitte sucht.

    Man verspricht sich außerdem verwertbahren Input, durch die vermeintliche Nähe zu pulsierenden, kreativen Pools der Stadt.


    Ich bezweifle dass das in diesem Umkreis, mit nem

    10min Fußweg zur Kneipe getan ist.


    Der Wander-Weg zu derartigen Vorzeige- Destinationen wie den genannten Lokalen bietet m.A.n. Vom Ufer her kommend zwischen Kluckstrasse und Potsdamer jetzt auch nicht sonderlich viel kreativen und geschweige denn soz. ergiebigen Input.


    Ich erfahre da einfach eher ein trauriges, weiträumig unattraktives Umfeld.


    Baul. bietet sich eher eine hässliche, deprimierende Mixtur aus

    architekt. Nachkriegsprosa und mehr oder weniger gut erhaltenen Resten aus der Zeit vor der urbanen Depression.


    In den Jahrzehnten der Teilung stand das Gebiet der Potsdamer Str. unter dem Eindruck, Sackgasse im Zonenrandgebiet zu sein.


    Das wirkt m.M bis heute nach und hat sich auch mit der Nachbarschaft zur anschlussunfähigen Entwicklung der selbst kränkelnden Invest- Blase am Potsdamer Platz und dem unauslöschlichem, ewig baulich bedokterten Authismus des Kulturforums nicht wirklich geändert.


    Es wäre gerade hier schön gewesen, wenn die UFA selbst, mit ihrem Umzug mehr positiven Einfluss auf ihr Umfeld hätte nehmen können und durch Anwesenheit mehr angeboten hätte als stummes Bürolaborieren.


    Ne UFA- Kneipe/ Café /Kino ?! im Haus, hätte schon einen synergetischen und Schwellenlosen Begegnungsraum anbieten können der sich mit der urbanen Außenwelt verknüpft.


    Das hätte mit „Talent ?“ und „Kreativität?“ ein fruchtbarer, werbender Zielpunkt sein können.

    Stattdessen wieder nur ein Funktions-Gebäude mit toter Erdgeschosszone, ohne wirkliche Aussenwirksamkeit.


    Dazu braucht es weder die UFA noch weitere Büros in Innenstadtlagen.


    Zur aktuellen schwierigen Situation des Gebietes, rund um die Potsdamer Straße gibt es im übrigen, bereits ein offizielles Bürgerbeteiligungsformat.


    Die 2te öffentl. Sitzung fand am 17. Juli im Huzur,Bülowstrasse. 94.


    Eine Kooperation der

    Bezirke Mitte und Tempelhof-Schönebergs bemüht sich zusammen mit Vertretern des Gebietes Potsdamer Strasse Um Steigerung der Attraktivität und damit Zukunftstauglichkeit.


    Unter dem Namen ISEK- (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) ist man unter notwendiger Bürgerbeteiligung, dabei eine strategische Grundlage zur Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm „lebendige Zentren & Quartiere“ zu entwickeln.


    Ich denke nicht dass es hilfreich ist, für die hierzu notwendige Rück-Entwicklung zu einem Interessanten soz. Begegnungsraum - den Stadtraum mit weiteren reinen Bürogebäuden zu besiedeln.


    1,75mill. qm Bürofläche sind aktuell bei fortlaufenden BVs zur Büronutzung in Berlin ungenutzt also überzählig, dazu dürfte noch ein erblicher Leerstand von Ladenlokalen kommen die auch in einer unausgeglichenen und unempathischen Entwicklung der Standortentwicklung begründet ist

    Im Gegensatz dazu fehlt es deutlich an vernünftig entwickelten Mischkonzepten und überhaupt MIET-Wohnungen aller Niveaus.


    Der Kasten hier mag formal ansprechender sein, ist aber in der Urbanen Verwertbarkeit genauso unbrauchbar wie auch das nahe gelegene Investgeschwür 77. in dem sich nun ein Ministerium eingemietet hat.


    Zur Erinnerung - Für diesen austauschbaren Büro- Nutz-Bau 77 musste man allen Ernstes, das neoklassizistische hist. Gebäude des Flugverbandes von Heino Schmieden abreißen.


    Ein Gebäude das sowohl gestalterisch, historisch, in seinem Flair, als auch in seiner soliden Qualität deutlich qualifizierter war als der ersetzende Bürokrebs in edeltapezierter Rasteroptik.

    Einmal editiert, zuletzt von Endell ()

  • ^^ Riverside Berlin bzw. BE.YOND Office


    Ein Blick am Abend. Verzeihung für die etwas schlechte Bildqualität . Das Gebäude ist noch nicht eröffnet bzw. Zugänglich.


    © Johannes_9065


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    &


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    &


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  • Dieses Bauvorhaben habe ich hier nicht gefunden. Es sei denn, es hatte einen anderen Namen:


    Wurde in diesem Beitrag erwähnt (als leerstehendes Bürogebäude)

    BV Karlsgärten

    Das Am Karlsbad 11, also hier

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    stehende Bürogebäude soll aufwendig umgebaut und aufgestockt werden. Zunächst dachte ich, es ist schon wieder so ein Abriss eines funktionierenden Gebäudes, aber auf der Webseite www.karlsgaerten.de ist zu lesen, dass Sanierung statt Abriss, Aufstockung in Holzhybrid-Bauweise statt Neubau im Vordergrund steht. Außerdem sollen bestehende Materialien, etwa Teile der Natursteinfassade, integriert und gezielt weiterverwendet werden.


    Eigentlich sollten die Umbauarbeiten in diesem Jahr noch starten und 2027 abgeschlossen sein. Architekten sind AUKETT + HEESE.


    So sieht es jetzt (bzw. 2022) aus:


    Bildschirmfoto-2025-10-09-um-20-23-14.png


    Und so soll es aussehen:


    Bildschirmfoto-2025-10-09-um-18-09-52.png


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    Karlsgaerten-Home-garden.webp


    Karlsgaerten-Home-aerialview.webp


    Copyright: CA Immo


    Eintrag DAF-Karte

  • Tor zum Hansaviertel



    In der heutigen 111. Sitzung des Baukollegiums wurde das Hochhausvorhaben

    am S-Bahnhof Tiergarten vorgestellt.


    Um es vorwegzunehmen, dieses Grundstück neben dem denkmalgeschützten Berlin Pavillon

    ist nicht bebaubar und lt. Herrn Gothe (Bezirksstadtrat) bleibt das auch so.

    Ich werde das Projekt deshalb nur kurz vorstellen.


    Der denkmalgeschützte Berlin Pavillon, z.Zt. genutzt von Burger King:


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    Der Hamburger Immobilienentwickler Garbe will das Grundstück von der

    HPC Germany GmbH & Co. KG abkaufen. Hinter der Firma HPC steht

    Hasso Plattner.


    Im Auftrag von Garbe hat David Chipperfield Architects zwei Hochhäuser entworfen

    und heute vorgestellt:



    5olrkpgk.jpg



    aequhjs4.jpg



    6vzpa5jd.jpg

    Bilder © Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen | David Chipperfield Architects Berlin


    Quelle:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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  • Ganz ehrlich: Auf ein Hochhaus an der Stelle kann ich gerne verzichten. Passt eh nicht in den beschaulichen Tiergarten und auch die schöne Sichtachse vom Brandenburger Tor die Straße des 17.Juni hinab, die aktuell von der Siegessäule geziert wird, würde durch den Hochbau auf der einen Straßenseite aus dem Gleichgewicht geraten. In Berlin gibt es schon genug pittoreske Ansichten, die von irgendeinem Hochhausbolzen verstellt werden.

  • ^ … das sehe ich ganz anders, da fast genau gegenüber ein weiterer Hochhausstandort projektiert ist, im Zusammenhang mit dem TU- Campus.

    Somit würde sich eine interessante Interaktion über die Straße des 17. Juni hinweg ergeben. Auch der Tiergarten würde besser als jetzt gefasst.

    Nur zu, es kann nur besser und urbaner werden … und hoffentlich kann der anbetungswürdige Berlin- Pavillon seiner ursprünglichen Nutzung wieder zugeführt werden, nämlich der Funktion als Ausstellungsort des Berliner Baugeschehens.


    Ps. Interessant ist das rote Klötzchen ganz im Vordergrund am Los Angeles Platz und das höhere hellblaue dahinter positioniert … was ist dazu zu erfahren?

  • Interessant ist das rote Klötzchen ganz im Vordergrund am Los Angeles Platz und das höhere hellblaue dahinter positioniert

    Ich befürchte hier haben die Mitarbeiter von David Chipperfield Architects auf ein älteres städtebauliches Modell

    zurückgegriffen. Das rote Türmchen ist, wenn ich mich nicht irre, das zweite Hochhaus beim Karstadt-Gebäude beim damaligen

    Siegerentwurf von Henning Larsen für Signa. Das kann dann weg. Übrig bleibt das hellblaue Hochhaus, hier könnte Stumpf Development ein Hochhaus bauen.

    Einmal editiert, zuletzt von Merlin ()

  • Berlin braucht dringend Wohnungen, aber bei der Entscheidungsfindung reden alle immer nur über Sichtachsen und Denkmalschutz. So wird das nichts.

    Sehr schade - Was ich aber grundsätzlich finde und nicht nur auf dieses Projekt beziehe.

  • ^ … das sehe ich ganz anders, da fast genau gegenüber ein weiterer Hochhausstandort projektiert ist, im Zusammenhang mit dem TU- Campus.

    Was heißt denn "fast gegenüber"? Mir waren die Pläne nicht bekannt und ich kann auch kein geeignetes Grundstück ausfindig machen.

    Meiner Meinung nach kommt es auf die Beziehung zum TU Turm an. Sollten der Wohnturm und der Campusturm eine Art Torsituation ausbilden können, fände ich die Idee schon deutlich attraktiver. Allerdings nur, wenn die beiden Türme auch architektonisch aufeinander abgestimmt werden.

  • ^ … alles wissenswerte zum Thema Hochhauscluster Hertzalle findest Du im passenden Strang oder hier:


    … im übrigen würde ich es fatal finden wenn die Bebauung links und rechts der Straße des 17. juni aus einer Hand stammen würde oder aufeinander abgestimmt würde, wie Du schreibst. Vielseitigkeit macht Urbanität. Es soll ja kein Denkmal entstehen. Und es gibt nicht einfallsloseres als aufeinander abgestimmte Torsituationen, die es zur Genüge in der Stadt gibt.

  • ... Passt eh nicht in den beschaulichen Tiergarten und auch die schöne Sichtachse vom Brandenburger Tor die Straße des 17.Juni hinab...

    Da die Hochhäuser zurückversetzt hinter der Baumreihe der Ost-West-Achse stehen würden wären sie vom Brandenburger Tor oder der Siegessäule aus nicht sichtbar. Erst wenn man sich dem Pavillon nähern würde oder direkt vom West her kommt wären diese sichtbar.


    Man muss den Architekten und dem Entwickler zugestehen, dass sie sich ernsthaft um das Grundstück samt Pavillon Gedanken gemacht haben. Zudem haben sie auch erkannt, dass das Hansaviertel mehr einer depressiven zu dunklen (teilweise verwahrlosten) Schlafstadt Marke Friedhof ähnelt als das was die Erbauer ursprünglich erreichen wollten.


    Die Argumente des Denkmalschutzes sowie Baukollegium waren vorhersehbar wie austauschbar. Anstatt wieder einmal Stadtentwicklung zu verhindern hätte man an der Stelle dem Hansaviertel einen neuen Eingang oder Übergang zur restlichen Stadt geben können (oder ist das flächenmäßig ausufernde Hansaviertel so unantastbar wie das antike Rom?).

    So bleibt der Berlin-Pavillon halt eine Burger-King-Filiale samt Parkplatz und Schotterwiesen. - Eine niveauvolle Nutzung samt Interaktion mit den vorgestellten Hochhäusern entfällt.

    Warum das Tiergartenhochhaus und das Hochhaus Klopstockstraße kein Anknüpfungspunkt sein sollen bleibt genauso ein Geheimnis dieses obskuren Gremiums wie die Aussage, dass eine S-Bahn-Station vor der Haustür keine adäquate Verkehrserschließung für solche Wohnhochhäuser sei.


    Vielleicht klopft Herr Plattner die Tage an die Tür des Regierenden und es kommt noch Bewegung in die Sache, dem Hansaviertel wäre es zu wünschen.

  • Man muss den Architekten und dem Entwickler zugestehen, dass sie sich ernsthaft um das Grundstück samt Pavillon Gedanken gemacht haben.

    Ja Sie haben sich Gedanken gemacht, aber das eigentliche Ziel hat weniger mit Architektur und Städtebau zu tun, sondern es

    geht mehr darum eine Immobilienspekulation zu retten.


    Dazu muss man die Geschichte des Grundstücks kennen.


    Das Grundstück samt Berlin-Pavillon gehörte dem Land Berlin.

    2003 wurde es vom Liegenschaftsfonds für 575.000 Euro verkauft.

    Im Kaufvertrag damals steht ausdrücklich:

    - der Berlin-Pavillon ist denkmalgeschützt

    - die Grünfläche ist nicht bebaubar.


    In der Zwischenzeit wurde das Grundstück mindestens 4 mal weiterverkauft, zuletzt

    für einen zweistelligen Millionenbetrag, lt. Ephraim Gothe (Baustadtrat Mitte).

    Der letzte, aktuelle Eigentümer ist die Firma HPC von Hasso Plattner.


    Alle Käufer haben darauf spekuliert doch noch bauen zu können, einer hat den Rechtsweg beschritten.

    Das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin (vom 19. November 2014) bestätigt, dass das Grundstück

    im Prinzip nicht bebaubar ist.

    Im Prinzip bedeutet laut Gericht, Neubauten dürfen den Berlin-Pavillon nicht gleichsam erdrücken,

    verdrängen, übertönen. Auch die Freifläche um den Berlin-Pavillon ist unzweifelhaft prägend.


    Zur jetzigen Präsentation im Baukollegium:

    Ab 1:13:00 wirds interessant. Auf Nachfrage von Hr. Gothe

    bestätigt Thomas Frank von der Immobilienfirma Garbe, dass Sie das Grundstück von Hasso Plattner nur

    abkaufen wenn Sie ein Baurecht bekommen.

    Damit die Firma HPC von Hasso Plattner also nicht auf einem überteuerten Grundstück sitzen bleibt müssen Sie

    es irgendwie schaffen ein Baurecht zu organisieren.


    In der Senatsverwaltung hat man die Wünsche des Immobilienentwicklers Garbe diskutiert, sagt aber klar die

    Zuständigkeit liegt beim Bezirksamt Mitte.

    Der Bezirk Mitte will das Baurecht nicht möglich machen, aufgrund der gültigen Rechtsprechung ist eine Bebauung nicht zulässig.


    Quelle (hinter Paywall):

    https://www.tagesspiegel.de/be…z-bauverbot-14982515.html

  • Merlin, danke für die Auflistung der Historie der letzten Dekade des Grundstücks. Herr Gothe gab diese auch beim Baukollegium zum Besten. Herr Frank von der Firma Garbe sprach diese Entscheidung des Gerichts von 2014 auch an und meinte, dass von ihren Anwälten die Rechtsauffassung vertreten wird, dass das Grundstück doch entsprechend bebaubar wäre. In diesem Zusammenhang sollte man das Schneller Bauen Gesetz und die Vereinfachung des Baus von Wohnhochhäusern und eine völlig veränderte Gemengelage zehn Jahre nach dem Urteil nicht ganz außer Acht lassen. Hier könnte sich im Fall des Falles doch auch politisch (wie rechtlich) eine neue Situation ergeben haben.

    Zudem finde ich den Vorwurf der "Spekulation", der in Berlin immer gerne gegen jeden etwas strategisch aufgestellten Bauherrn geworfen wird als abgenutzt. Im Grunde ist jede Art von Immobiliengeschäft eine Art Spekulation. Am Alexanderplatz hatte man es dreißig Jahre mit Spekulation zu tun bis jetzt doch die Türme kommen. Und natürlich weckt jedes Grundstück (vor allem direkt an einem S-Bahnhof im direkten Stadtzentrum) Begehrlichkeiten.

    Man will ja keine klare Hochhauskartierung im Hochhausleitbild für Berlin vornehmen, da man angeblich der "Spekulation" entgegen möchte. Da aber nach aktuellem Leitbild jedes Grundstück in der Innenstadt Potential für ein Hochhaus haben könnte darf man sich über die Folgen nicht wundern.

  • Schwammkopf dann hast du das YouTube-Video aufmerksamer geguckt als ich.


    Hier könnte sich im Fall des Falles doch auch politisch (wie rechtlich) eine neue Situation ergeben haben.

    Politisch hat sich nichts geändert und auch beim Schneller Bauen Gesetz müsste die Gemeinde, hier das Bezirksamt Mitte zustimmen.

    Das Bezirksamt Mitte will das Bauprojekt nicht möglich machen.

    Rechtlich siehts noch schlechter aus, das Urteil von 2014 bezog sich auf einen 17-Geschosser. Das Gebäude war

    also halb so hoch wie das jetzt vorgestellte 130 Meter Hochhaus.

    Ein doppelt so hohes Hochhaus ergänzt durch ein eineinhalbmal so hohes Hochhaus würden den Berlin-Pavillon

    noch mehr "erdrücken, verdrängen, übertönen" als damals der 17-Geschosser.

    Für die Diskussion einer Bebauung fehlt jede rechtliche Grundlage.


    Mir wäre es lieber gewesen das Baukollegium verschwendet seine Zeit nicht für so ein Wolkenkuckucksheim, sondern

    befasst sich mit dem geplanten Hines-Hochhaus am Alex wenn doch schon Vertreter von Hines anwesend sind.

    Die zwei Hochhäuser von Garbe kann man von mir aus am Rand des Tempelhofer Felds verwirklichen, hier gibt es

    zumindest politisch (noch) mehr Rückenwind für ein Baurecht.

  • Schwammkopf dann hast du das YouTube-Video aufmerksamer geguckt als ich.


    Politisch hat sich nichts geändert und auch beim Schneller Bauen Gesetz müsste die Gemeinde, hier das Bezirksamt Mitte zustimmen.

    Das Bezirksamt Mitte will das Bauprojekt nicht möglich machen.

    Rechtlich siehts noch schlechter aus, das Urteil von 2014 bezog sich auf einen 17-Geschosser. Das Gebäude war

    Ich versteh die Denke nicht. Schneller Bauen heißt doch nicht, daß Du deine Lieblingsprojekte bekommst. Es wird hier in einem demokratischen Verfahren unter den Beteiligten Gremien abgestimmt.

    Wie verstehe ich diese Darstellung? Bitte mal um Klärung was die Wunschvorstellung ist. Politische Veränderung in deinen Aussagen sieht so aus, daß alle Projekte die Dir gefallen umgesetzt werden egal ob zu teuer, zu wenig durchdacht etc. ?