Kleinere Projekte Tiergarten/Hansaviertel

  • Studentenwohnungen Siegmunds Hof

    Das "Studentendorf" Siegmunds Hof zwischen S-Bf. Tiergarten und Spree wurde in den letzten Jahren sukzessive saniert. Als eines der letzten großem Maßnahmen wurde kürzlich die Modernisierung des Hochhauses an der Kurve Siegmunds Hof / Schleswiger Ufer fertiggestellt:





    Siehe auch hier

  • Was für ein Klotz...und was für eine Dichte.....:-/ Und von den Preisen möchte ich gar nicht sprechen.....Für Familien, die nicht im Lotto gewonnen haben ist das sowieso nichts mehr....


    Als ich vor 10 Jahren nach Berlin gezogen bin, wollte man in der Ecke "nicht tot über dem Zaun hängen"....und jetzt sowas......

  • Ich finde das Konzept und die Visualisierung auch nicht überzeugend. Dagegen nimmt sich die links parallel verlaufende Flotwellpromenade ja geradezu kleinteilig und heimelig aus.

  • Die Fans des der Vormoderne müssen jetzt aber echt ein bisschen aus dem Häuschen sein. Das ist doch laut Vermarktung genau was sie wünschen:


    "• Hier wird eine architektonische Tradition wiederbelebt und neu interpretiert – die neuen Berliner Höfe: nachhaltig und ökonomisch mit abwechslungsreichen Fassaden
    • Drei modern gestaltete Innenhöfe verbinden den vorderen Büroteil mit den zurückgezogenen Wohngebäuden. Jeder Hof ist individuell an die heutigen Bedürfnisse angepasst und ein kleiner Mikrokosmos."


    Endlich wird das Stadtbild nicht mehr durch aufgelockerte Wohnanlagen verschandelt. Und da die Wohnungen "hocheffizient" (klein) gestaltet sind, können sich auch mehr Käufer die hohen Preise leisten.

  • Die Fans des der Vormoderne müssen jetzt aber echt ein bisschen aus dem Häuschen sein.


    :lach: :D :cool:
    Naja - wie Du schon sagst: "laut Vermarktung"! ;)


    Die "Fans der Vormoderne" sind da schon etwas anspruchsvoller, als dass man sie mit ein paar Unregelmäßigkeiten in den Fensterachsen, Balkonen und
    einem (gefühlt) hundert Meter langen Klinker-Sockel aus der Reserve locken könnte.

  • Die Kubatur finde ich auch völlig in Ordnung, ist aber halt ein Klotz ohne große Abwechslung.


    Natürlich wäre das als Jugendstilbau schöner, aber immerhin Gewerbe im Erdgeschoss, dazu noch Büros - das wird schon funktionieren.

  • Ein ganz schöner Brocken!


    Aber richtig interessant wird das erst, wenn auch noch das südlich gelegene Grundstück bis zur Pohlstraße irgendwann bebaut wird. Die Brandwand mit dem 3 Höfe Logo, deutet bereits an, dass da noch was kommt.


    Das mit der wiederelebten und neuinterpretierten Tradition bezieht sich wohl eher auf die Dichte, als auf die Gestaltung.


    M.E. ist der mittlere Hof "zuviel des Guten". Da wird es zig Wohnungen geben, in die kein Tageslicht rein scheint.


    Ich kann auch bei diesen massenhaft drangeklatschten Balkonen, die es auch bei etlichen anderen neuen Gebäuden gibt, keinen wirklichen Mehrwert erkennen. Wären es Loggien, oder gäbe es irgendwelche Sichtschutzeinrichtungen, würden sie etwas Privatsphäre bieten. Aber so sind es nur Freisitze, zum rauchen und Wäsche trocknen.

  • Neubauprojekt am Lützowufer?
    Auf der Brache am Landwehrkanal, die bisher als Abstellplatz für Bierbikes dient, wurde die geamte Vegatation entfernt. Sieht so aus, als würde ein Bauvorhaben vorbereitet.


    Weiß jemand etwas darüber?

  • Genthiner Straße 40 / BV Schönegarten

    Zuletzt (?) hier bzw. hier


    Ich hätte schwören können, dass es hier schon aktuellere Bilder gab... Wie auch immer:


    Die Neubauten an der Genthiner Straße 40 (gegenüber Möbel Hübner) sind fertig:







    Hier noch ein Update zum Rohbau des BV Schoenegarten (Kurfürstenstr. / Genthiner Str.):


  • Zu den Neubauten an der Genthiner Straße 40:
    Farbe, Fassadengestaltung und Materialien wissen zu gefallen.


    Klar, man könnte die übliche Kritik anbringen, wonach das Erdgeschoss zu niedrig ist und daher die Proportionen nicht stimmen. Dieses Problem wird aber dadurch gelöst, daß man nicht nur das Erdgeschoss in die Sockelzone einbezieht. Vielmehr wird die Sockelzone aus zwei Geschossen gebildet. Dadurch passt es bei den Proportionen wieder halbwegs.


    Bei Altbauten der Jahrhundertwende hat der Sockel oft nur aus dem Erdgeschoss bestanden. Dieses Erdgeschoss hatte eine größere Deckenhöhe. Heute ist das Erdgeschoss deutlich niedriger als früher, weil man den vorhandenen Raum effizienter nutzen möchte. Die Folge ist, das die Proportionen der Fassade nicht mehr stimmen, weil der Sockel im Vergleich zum Rest der Fassade zu klein ist. Und dieses Problem wiederum löst man heute, indem man nicht nur das Erdgeschoss, sondern auch das darüber liegende Geschoss in den Sockelbereich integriert. Beim roten Gebäude (links) und beim weißen Gebäude (Mitte) kann man schön erkennen, daß die Sockelzone aus den beiden unteren Geschossen gebildet wird.

  • ^ Gebe Dir im Wesentlichen recht. Vor allem der rote Bau hat was. Allerdings ist mir die Dachkante viel zu gleichförmig. Und die Sache mit dem Doppelstock-Sockel finde ich auch problematisch. Sie führt bei vielen neuen "Gründerzeitlern" dazu, dass die Balkone erst ab dem 2. OG beginnen. Das gibt der Fassade eine seltsame Unwucht. Hier geht das noch, weil sich die Fassadenfarbe vom Sockel bis zur Traufe durchzieht. Wenn aber der Sockel auch noch eine andere Farbe hat, wie bei den Neubauten in der Rigaer, dann wirkt das m.E. wirklich fehlproportioniert.


    Ich fände es besser, wenn man die Balkone bis zum 1. OG runterzieht, dieses Stockwerk und das Erdgeschoss aber dafür farblich abhebt. Das sähe, glaube ich, harmonischer aus.

  • ^
    Bei den Neubauten in der Rigaer Str. wird die Sockel-Problematik auf die Spitze getrieben. Denn dort ist das Erdgeschoss ohnehin bereits höher als die darüber liegenden "normalen" Stockwerke. (Zumindest sieht es für mich so aus). Es wäre gar nicht unbedingt notwendig gewesen, ein zweites Geschoss in den Sockelbereich einzubeziehen. Das zweite Geschoss im Sockelbereich wird für die Proportion nur dann benötigt, wenn das Erdgeschoss in etwa gleich hoch ist wie die Regelgeschosse.