Neubauprojekte in Marzahn-Hellersdorf

  • „Mein Falkenberg“

    Ein ziemlich großes Wohnungsbauprojekt (laut CD Deutsche Eigenheim AG eines der größten Wohnbauprojekte der Hauptstadt!) realisieren die drei kommunalen Wohnungsbaugesellschaften Gewobag, GESOBAU und HOWOGE nördlich der Ahrensfelder Chaussee, nahe dem Bf. Ahrensfelde, als Gemeinschaftsprojekt. (Lage siehe DAF-Karte.)

    Insgesamt entstehen dort 1.240 Wohneinheiten. Nach Fertigstellung im Jahr 2023 wird sich dadurch die Einwohnerzahl Falkenbergs fast verdreifachen.

    Es entsteht ein neuer kleiner Stadtteil auf einer Fläche von über 13 ha, der städtisches und ländliches Wohnen verbindet. Teils werden 2 bis 3-geschossige Reihenhäuser gebaut, teils 4-geschossige Mehrfamilienhäuser plus Staffelgeschoss. Ein kleiner Stadtplatz mit Gewerbeflächen im EG wird es auch geben.

    Auf Google Earth ist zu sehen, dass die Bebauung im westlichen Bereich des Gesamtbaufelds (Gewobag) vor einem Jahr schon weit fortgeschritten bzw. in Teilen bereits fertiggestellt war:

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  • Wenn man diesen Riegelhaufen sieht wird einem wahrlich schlecht. Hier wird keine Stadt gebaut sondern eine Ansammlung moderner Bauernhäuser mit dem ebengleichen Horizont. Reines Wohnen, keine Funktion, keine Aufenthaltsqualität, kein bisschen "smart city". Alles dafür gemacht um den täglichen Bedarf nicht fußläufig erledigen zu können. Kein Gewerbe für alltägliche Funktionen wie Friseur, Apotheke, Arzt, Supermarkt, Gewerbe, etc.

    Gestalterisch muss man das auch gar nicht mehr kommentieren, da es sich eh um rein funktionale Riegel ohne jeglichen Anspruch handelt..

  • Wenn man das mit dem Projekt Friedenauer Höhe vergleicht, entstehen dort ähnlich viele Wohnungen, aber auf einer Fläche die hier allein der HOWEGE zugeschlagen wird.

    Natürlich kann man argumentieren, dass hier ist Stadtrand, da kann man nicht so dich bauen - aber Wedding, Prenzlauer Berg & co waren auch mal Stadtrandsiedlungen.

    Ich bin ja froh, dass das Projekt hier zumindest von Mehrfamilienhäusern mit kleinen Läden im Erdgeschoss eingerahmt wird, aber im Kern ist es doch eine Reihenhaussiedlung.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Neubau HOWOGE Wittenberger Str. 40

    Die HOWOGE plant an der Wittenberger Str. 40 (s. DAF-Karte) einen nach eigenen Angaben architektonisch anspruchsvollen Neubau mit 133 Mietwohnungen und hohen Wohnstandards.

    Mir fällt seit längerem auf, dass sich die Howoge von den anderen städt. WohnBauGes. vom gestalterischen Anspruch deutlich abhebt. Architektonische Wunderwerke wurden zwar noch nicht geliefert, die erwarte ich jedoch auch nicht beim Budget einer städt. Gesellschaft. Aber dass günstig immer auch billig aussehen muss (leider zu oft bei der WBM gesehen) wird von der Howoge klar widerlegt.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Wenn man diesen Riegelhaufen sieht wird einem wahrlich schlecht. ...

    Über dieses Phänomen habe ich mir auch schon häufig Gedanken gemacht. In den letzten Jahrzehnten hat man sich das Potenzial für eine Stadterweiterung durch die Suburbanisierung regelrecht verbaut. Analog zur mittelalterlichen Stadtmauer legt sich ein suburbaner Gürtel aus Reihen-, Einfamilienhäusern und sonstigen suburbanen Strukturen um die Innenstadt, der ein Wachstum der urbanen Bezirke verhindert. Deswegen auch die Debatte um die innerstädtische Verdichtung durch Hochhäuser: Die Erweiterung dichter Blockrandbezirke ist meist keine Option mehr.

    Es gibt derzeit zahlreiche Quartiersentwicklungen am Stadtrand, doch die meisten davon haben gemeinsam, dass der suburbane Charakter des Ortes durch aufgelockerte Wohnbebauung ohne Urbanität zementiert wird. Stadterweiterungen im frühen 20. Jhd. erfolgten noch durch dichte Blockrandbebauung auf der grünen Wiese. Dieser Kontrast an der Grenze von Blockrand zu Acker mag damals skurril ausgesehen haben, doch nur dadurch haben wir heute eine derart große innerstädtische Fläche, die ein selbstverständlicher Teil der Stadtstruktur ist. Daran hätte man anknüpfen müssen, doch nun bleibt fast nichts mehr übrig als das Wachstum der Stadt durch weitere antiurbane Vorort-Siedlungen aufzufangen.

    [mod]Unnötiges Vollzitat gekürzt. Bitte sparsam zitieren. Danke [/mod]

  • Bauprojekt HOWOGE Seehausener Straße 33-39

    210 z.T. geförderte Wohnungen baut die HOWOGE zur Zeit westlich der Falkenberger Krugwiesen in Neu Hohenschönhausen, also hier. Jetzt wurde laut Berliner Woche Richtfest für die ersten Typenhäuser gefeiert. Bezugsfertig sind sie schon im kommenden Jahr. Die Hauser sollen Fotovoltaikanlagen und viele z. T. überdachte Fahrradabstellplätze bekommen. Mehr Infos dazu auf der Seite der HOWOGE

    Und so sollen das Gebäude aussehen:

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    Copyright: HOWOGE/Goldbeck

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Update: »Biesdorfer Stadtgärten"

    ^ Zwischenzeitlicher Baubeginn auch bei den "Biesdorfer Stadtgärten" direkt gegenüber (zuletzt hier). Hier wurden und werden erst einmal unzählige Tonnen Erde und Sand bewegt:

    Gut Alt Biesdorf

    Seltsam, dass ich über die Bebauung südlich der B1/B5 in Biesdorf hier keinen aktuellen Beitrag mehr gefunden haben. Wie das Luftbild zeigt, ist das Gelände nun weitestgehend bebaut. Inklusive Wohnungen zur B1/B5 hin, die in Maßstab und Dachgestaltung sich an die historische Bebauung anlehnen. Ob man an der Stelle allerdings überhaupt 1 x im Jahr die Fenster öffnen kann, wage ich zu bezweifeln.

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    Quelle: Google Earth

    Bauherr ist zum großen Teil Stadt und Land, die auf der verlinkten Webseite das Bauprojekt »Gut Alt Biesdorf« nennt und von 515 neuen Wohnungen berichtet. Dazu hier auch ein Film. Innerhalb des Geländes sind auch historische Gebäude, wie der historische Kuhstall, die gerade renoviert werden und dann ein Stadtteilzentrum und wohnungsnahe Dienstleistungen beherbergen sollen.

    Historischer Kuhstall:

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    Ich war letzte Woche dort und habe auch ein paar Bilder gemacht:

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    Aufgefallen sind mir vor allem die völlig fehlgeplanten Miniterrassen zur Weißenhöher Straße hin, wo die Bewohner/innen mit allerlei lustigen Konstruktionen versuchen, etwas Privatsphäre zu schaffen.

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    Gegenüber dem Biesdorf-Center ist noch eine größere Brache unbebaut. Dort wurde der Frostkauf abgerissen. Hier werden jetzt 88 neue Wohnungen gebaut, der Frostkauf wird in die Wohnbebauung integriert. Infos dazu auf dieser privaten Webseite.

    Das ist das noch unbebaute Grundstück:

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    Backstein Könnte man dieses doch etwas größere Projekt in die DAF-Karte eintragen? [mod]Erledigt: DAF-Karte[/mod]

    Alle Fotos von mir.

  • Hier noch ein kleines, feines Bauprojekt nördlich der B1/B5 Höhe Gnadenkirche, also hier. Für die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde Biesdorf baut neben dem alten Gemeindehaus (Alt Biesdorf 59) das Architekturbüro Paul Böhm ein neues Gemeindezentrum. Vor 2 Wochen war Grundsteinlegung.

    Hier Bilder von mir:

    Und so soll es nach Fertigstellung aussehen:

    Copyright: Architekturbüro Paul Böhm

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Am Münsterberger Weg 91-95, also hier, wird ein alter, hässlicher Gewerbekomplex abgerissen und durch Wohnungsneubau ersetzt.

    Bauvorhaben Münsterberger Weg

    Inzwischen sind auf der Seite der BUWOG etwas aussagekräftigere Visualisierungen. Außerdem wird da von

    Deutschlands größtes Holzbauprojekt mit 18 Reihen- und Doppelhäuser, 7 Mehrfamilienhäuser, insgesamt 166 Mietwohnungen und einem großen Spielplatz gesprochen. Die Wärmegewinnung im Quartier soll überwiegend mit erneuerbaren Energien durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlagen erfolgen.

    Außerdem wird der Boden entsiegelt: Ein vorher zu 100 Prozent versiegeltes Grundstück wird im Zuge der Quartiersentwicklung nur mit 35 Prozent neu versiegelt. Dies ermöglicht, dass das Niederschlagswasser vollständig auf dem Grundstück versickern oder durch Verdunstung in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgelangen kann und künftig keine Einleitung von Regenwasser in das öffentliche Abwassernetz mehr nötig ist.

    Insgesamt deutlich ansprechender und anspruchsvoller (wenn auch nicht ganz vergleichbar), als das WBM-Gebäude an der Fischerinsel, das manche ja gerne eher in Marzahn-Hellersdorf gesehen hätten.

    So soll es aussehen:

    Copyright: BUWOG

  • Nachverdichtung an der Bodo-Uhse-Str. (Stadt und Land)

    KaBa1 hatte hier über das BV erwähnt. Es handelt sich um das erste der beiden dort vorgesetellten Pojekte, also dieses. Lage OSM

    Es wird bereits gebaut. Blick von der Bodo-Uhse-Str. nach Osten über die Baustelle:

    hellersdorf_01.jpg

  • BV Ludwigsluster Straße 100

    Zwischen Spreecenter und Schwimmhalle Kaulsdorf, also hier, wird auf der bisherige Freifläche Ludwigsluster Straße 100 gebaut. Ein Bauschild konnte ich nicht entdecken.

    Nach ältere Infos im Netz, z. B. dieser Facebook-Eintrag, könnten hier zwei Baukörper mit 168 Wohnungen von der BUWOG gebaut werden. Keine Ahnung, ob das noch der aktuelle Stand ist.

    Die Baustelle, Blick nach Norden:

    hellersdorf_spreecenter01.jpg

    Rechts die Rückseite des Spreecenters:

    hellersdorf_spreecenter02.jpg

  • BV Lion-Feuchtwanger-Straße / Teterower Ring

    Zuletzt hier

    Das BV (siehe auch diesen Beitrag) ist mittlerweile gut vorangekommen und der Rohbau nähert sich der Fertigstellung.

    Blick von der Grünanlage östlich der Baustelle auf das BV, diese Visu zeigt die gleiche Perspektive:

    lion01.jpg

    lion02.jpg

    Die Nordseite am Teterower Ring (Ecke Tollenseestraße):

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    Die Westseite des BV:

    lion04.jpg

    Detailansicht:

    lion05.jpg

    Südwestlich der Baustelle gibt es einen Showroom. Dort kann man das künftige Balkonfeeling hinter dem Draghtgitternetz testen:

    lion06.jpg

  • Für ein Bauprojekt an der Rabensteiner Straße 46, also hier, wurde jetzt die Baugenehmigung erteilt.

    Die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land plant gegenüber der Grünanlage Eichepark ein elfgeschossiges Wohnhaus mit 137 Mietwohnungen, davon 69 barrierefrei, sowie 48 Parkplätze. Mehr als die Hälfte der zu errichtenden Wohnfläche wird durch das Land Berlin gefördert. Baubeginn soll ANfang 2023 sein. Die Fertigstellung ist für 2025 geplant.

    Mehr Informationen gibt es auf der Seite von Stadt und Land. Ein kleiner Artikel dazu steht in der Berliner Woche.

    So soll das Gebäude einmal aussehen:

    95ce312e7ac8e81f7ca1cvseyo.jpg

    Copyright: Stadt und Land

    Eintrag DAF-Karte

  • Tja... so schnell kann es gehen.

    Durch die (sicherlich nur äußerliche) Betonung eines Sockels, Balkone und Staffelgeschoss wir aus einem modernen Klotz ein durchaus ansehnliches Wohnhaus. Mit der Asymmetrie der weißen Rahmen um die Fenster werde ich nicht ganz warm, aber an sich trägt auch diese farbliche Akzentuierung zum positiven Gesamtbild mit bei.

    Einmal editiert, zuletzt von JimmyMcGill (29. Dezember 2022 um 12:10)

  • Die Visu hat man ohne weiteres von diesem Projekt hier in der Mittenwalder übernommen.

    Das in der Mittenwalder steht bereits ... hier ... wie "ansehnlich" dieses Wohnhaus ist, muss wohl jeder für sich entscheiden.

  • Richtig, und trotz der Fallrohre und Berliner Wintergrau bleibe ich bei meinem Urteil.

    Mit "durchaus ansehnlich" impliziere ich ja nicht das gelbe vom Ei, aber für mich ist das solider Wohnungsbau und vernünftig umgesetzte Nachverdichtung. Neben dem bereits genannten, fügt sich das Gebäude auch noch gut in die Umgebung ein. Kann sich qualitativ sicherlich etwas abheben, ohne mit zu starken Stilbrüchen Verwirrung zu stiften (da hat natürlich - wie immer - auch die Anforderung an den Energie-Effizienzstandard mit reingespielt).

  • Ich finde, sowas ist immer irgendwie Etikettenschwindel. Man malt die Fassade etwas an, um von der Reizlosigkeit der Architektur abzulenken. Immerhin hat man nicht das Zebramodell gewählt, wo die Langeweile der Fassade mit Streifen strukturiert werden soll. Der Bezirk ist so geprägt und sowas passt gut in den Bestand, außerdem sind es erschwingliche Wohnungen. Aber es ist so, als wenn man auf ein ungetoastetes Toast ein bisschen Butter draufschmiert.

  • ^^

    Etikettenschwindel wäre es, wenn das Gebäude vorgebe etwas zu sein, dass es nicht ist. Das sehe ich nicht so. Das Gebäude scheint mir seinem einfachen Anspruch gerecht zu werden. Ich kann JimmiMcGills Ausführung ganz gut folgen.

    Natürlich ist eine farblich etwas abwechslungsreiche Gestaltung ein einfaches, kostengünstiges Mittel einer Aufwertung aber ich würde das nicht einfach abtun. Ein Gründerzeitbau ist nach der Philosopbie auch nur ein rechteckiger Kasten, an den unnützer Zierrat angeklebt wurde um von der Uniformität der Nachbarbauten aus der Hobrechtplanung abzulenken...

    Einmal editiert, zuletzt von Friedward (31. Dezember 2022 um 20:42)

  • ^ Okay, aber ich würde dem Einsatz von Stuck oder dem Strukturieren durch unterschiedliche Materialien schon einen anderen visuellen und emotionalen Stellenwert zugestehen, als dem simplen Anpinseln einer Putzfassade. Das eine schafft eine Plastizität, das andere halt nur oberflächliche Farbigkeit. Aber wie gesagt: ist auch nicht zu erwarten bei dem Projekt.