Neubauprojekte in Marzahn-Hellersdorf

  • und die auch keine Katzen, Kleintiere oder Kleinkinder haben, die durch die groben Maschen fallen können

    Die Berliner Bauordnung schreibt bei Neubauten zumindest Folgendes vor (bei h > 12m wie hier): Mindesthöhe der Umwehrung 1,10 m, Öffnungen dürfen 0,12 m in mindestens einer Richtung nicht übersteigen, vom Boden zur Umwehrung dürfen maximal 0,04 m frei bleiben. Überklettern muss erschwert werden.


    Die Maschen sind also ebenso klein zu halten wie z.B. die Gitterabstände üblicher Geländer aus Holz oder Metall. Ob das Netz dann bis zur Decke gespannt ist, spielt keine Rolle, sofern die Mindestmaße bis auf 1,10 m Höhe eingehalten werden. Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht nicht.

    Denn Kleinkinder sind natürlich wie immer zu jeder Sekunde zu beaufsichtigen, wenn sie sich auf Balkonen befinden, völlig unabhängig von der Art und Gestalt der Balkonbrüstung.

  • Die Berliner Bauordnung schreibt bei Neubauten zumindest Folgendes vor (bei h > 12m wie hier): Mindesthöhe der Umwehrung 1,10 m, Öffnungen dürfen 0,12 m in mindestens einer Richtung nicht übersteigen, vom Boden zur Umwehrung dürfen maximal 0,04 m frei bleiben. Überklettern muss erschwert werden.

    Wie 12 cm Maschenweite sieht mir das aber nicht aus auf den Renderings. Eher wie 30x30 im Brüstungsbereich.

    Da wurde die Optik wohl wieder mal etwas aufgehübscht, damit es nicht ganz so nach Käfig aussieht...

  • Die 0,12 m sind das umgangssprachlich "Kinderkopfkriterium" genannte Maß, welches das Einklemmen von Körperteilen vermeiden soll. Ist allgemeingültig auch im Straßenbau und ÖPNV bei Umwehrungen bindend.

  • Fertigbau-Ghetto: Man sehe sich die Banlieus in Paris an. Es ist doch genau diese Beton-tristesse, die letztendlich dafür sorgt das über Angebot & Nachfrage in relativ kurzer Zeit ein sozialer Brennpunkt entsteht.

    Da muss man nicht mal in die Banlieus der Île de France schielen. Ich sage nur Heerstraße Nord.

    Es sind nur wenige Gebäude in der Millionenstadt Berlin, die so gebaut werden.

    Ist das so? Der Anteil von Betonklötzen in uniformer Kubatur mit Fertigbauteilen an Neubauten dürfte recht groß sein. Ziegel und Holz muss man erst mal suchen. Dahingehend finde ich das hölzern geplante Schumacher-Quartier recht interessant.

    Etwas Abwechslung tut Berlin schon ganz gut.

    Zwischen Abwechslung und Fremdkörper liegen halt meist Welten...

    Und ich glaube nicht, dass die Wohnungen leer stehen werden.

    Natürlich nicht, dafür sorgt der Wohnungsmarkt von ganz alleine. Wurde btw eigentlich schon etwas zu den vorgesehenen Mietpreisen gesagt? Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass das preislich alles andere als sozialer Wohnungsbau wird. Der Kapitalismus versteht sich der sehr gut darin, Bedürfnisse immer wieder neu zu erfinden bzw. zu generieren, sodass heute eine Betonkiste am Plattenbau-Stadtrand marketingtechnisch als mega in verkauft werden kann. Mit entsprechenden Preisen. Genug Akademiker, die sich die Innenstadt nicht mehr leisten können oder wollen, gibt es dank der Gentrifizierung ja genug. Kurioser Weise haben sich dadurch vor allem die Außenbezirke besonders stark in den letzten 10 bis 15 Jahren vermischt.

    dass das Stahlseil, zumal aus einer Entfernung betrachtet

    Von draußen vielleicht nicht, aber von drinnen kann ich mir die Assoziation schon ein wenig vorstellen.

  • Während vor ein paar Jahren (2005) Plattenbauten z.T. abgetragen wurden (Ahrensfelder Terrassen). Gibt es jetzt ein Projekt der HOWOGE, bei dem Plattenbauten aufgestockt werden.


    In der Seefelder Straße 34-46 in Alt Hohenschönhausen werden auf einem 6-geschossigen WBS 70 Haus durch zwei zusätzliche Stockwerke 28 Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen (alle mit Balkon oder Terrasse) in nachhaltiger Holz-Hybrid-Bauweise entstehen.


    Architekten sind Sahlmann und Partner in Potsdam.


    Baustart soll noch im Januar, Bezug im Mai 2022 sein.




    Copyright: HOWOGE (Sahlmann und Partner)

  • Streit gibt es in Mahlsdorf wegen eines Mietwohnungsbaus der DEGEWO hier zwischen der Biesamstraße und der Landsberger Straße. Dort sollen statt Einfamilienhäuser auf Wunsch von Senat und Bezirk nun auch und 200 Mietwohnungen gebaut werden. Eine Bürgerinitiative hat sich auch schon gebildet und spricht sogar von 320 Wohneinheiten.


    In einer Pressemeldung erläutert die DEGEWO das Vorhaben und geht von 200 Mietwohnungen (davon 100 gefördert) auf einem Teil des Grundstücks aus. 44 Grundstücke in Erbpacht für Einzelhäuser soll es auch geben. In Ihrem Flyer stellt die Bürgerinitiative das Bauvorhaben deutlich umfangreicher dar, von den Einzelhäusern spricht sie nicht, dafür von 40 Mehrfamilienhäusern.


    Hier dazu noch ein kleiner Artikel in der Berliner Woche.

  • Die Degewo schreibt in der oben genannten Pressemeldung von ca. 200 Wohnungen (davon die Hälfte sozial gefördert), genossenschaftliches Wohnen mit rd. 80 Wohnungen und 44 Grundstücke für EWH. Also passt es mit den ca. 320 Wohneinheiten, die die Bürgerinitiative nennt. Wie die BI auf 40 Mehrfamilienhäuser kommt, ist mir aber ein Rätsel...

  • Das Marzahn-Hellersdorfer Bezirks-Journal (Web) berichtet in seiner Druckausgabe vom 08. April über die Wohnungsbauaktivitäten im Bezirk. Demnach wurden in 2020 insgesamt 1.400 Wohneinheiten errichtet und damit so viele wie in den letzten 30 Jahre nicht mehr. Außerdem gibt es eine Aufstellung über neue und bereits genehmigte Bauvorhaben.


    Aus Interesse habe ich mir diese Bauprojekte mal (soweit möglich) online angeschaut und dabei ist diese Aufstellung entstanden, die ich hier einfach zur Info mal poste:


    Letztes Jahr genehmigt und bereits im Bau:

    • Gut Hellersdorf, 1.2001 Wohnungen (Gesobau, lt. Projektwebseite 1.500 Wohnungen)
    • Karl-Holtz-Straße, 4381 Wohnungen (Degewo, Projektwebseite)
    • Marchwitzastraße 29-31, 2371 Wohnungen (T&T Grundbesitz, zuletzt hier, Projektseite)
    • Mittenwalder Straße 10, 1731 Wohnungen (Kondor Wessels, dazu einige Infos hier)
    • Hoyerswerdaer Straße 27-41, 1381 Wohnungen (Stadt und Land, Projektseite zur Mittenwalder Str. 33, sonst keine Infos gefunden)
    • Mehrower Allee 28-32, 1081 Wohnungen (Degewo, lt. Projektseite inkl. Mehrower Allee 24 insg. 126 Wohnungen)
    • Alte Hellersdorfer Straße 108, 1331 Wohnungen (keine weiteren Infos gefunden2)


    Genehmigt, aber noch nicht im Bau:

    • Tangermünder Straße 2, 1801 Wohnungen (keine weiteren Infos gefunden2)
    • Am Schlosshof 8-18, 1841 Wohnungen (keine weiteren Infos gefunden2)
    • Lion-Feuchtwanger-Straße 63, 1241 Wohnungen (keine weiteren Infos gefunden2)
    • Pöhlbergstraße 35, 2191 Wohnungen (Stadt und Land, Projektseite)
    • Senftenberger Straße 12-22, 1501 Wohnungen (keine weiteren Infos gefunden2)


    Auch wenn ich zu einigen Bauprojekten keine näheren Infos gefunden habe war ich echt ziemlich überrascht wie viel in Marzahn-Hellersdorf gebaut wird. Einige kleinere und größere Projekte wie bspw. die knapp 600 Wohnungen inkl. Hochhaus mit 21 Etagen in der Trusetaler Straße (zuletzt hier) kommen zu der Liste noch dazu.


    1 Anzahl der Wohnungen lt. Bezirks-Journal

    2 Teils Projekte im Umfeld gefunden, aber nicht mit dieser spezifischen Hausnummer

  • An der Ecke Allee der Kosmonaten / Marzahner Chaussee entstehen zwei Hochhäuser mit insgesamt 441 Wohnungen. Im ersten Hochhause entstehen auf 16 Geschossen 146 Wohnungen, im zweiten mit 10 Geschossen 295 Wohnungen als Micro-Apartment. Quelle: MTN Hochbau


    Visualisierung habe ich leider keine gefunden. Die Arbeiten laufen bereits seit einiger Zeit, Bislang ist man aus der Baugrube aber noch nicht herausgekommen.

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