U-Bahn: Verlängerung U5 bis Römerhof und Frankfurter Berg

  • SEBV Baustellenführung zur U5-Verlängerung – Teil 4

    Und schon naht unser kleiner Abendteurtrip seinen Ende entgegen. Es geht noch mal rückwärts durch die fabelhafte Tunnelröhre, aber dann ist bei uns und auch auf der Baustelle Feierabend angesagt.

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    Allerdings hatte ich Euch ja auch noch versprochen, dass wir am Ende wieder auf die Musterpaneele für die Station zurück kommen. Die kennen die Meisten von uns sicher schon und sind diverse Male an einer anderen prominenten ÖPNV-Station in Frankfurt daran vorbei gelaufen. Ich hatte die tatsächlich selbst vor einigen Jahren schon mal entdeckt, mit euch geteilt und fälschlicherweise für ein anstehendes Upgrade der Konstabler Wache gehalten. Den Original-Post von damals seht ihr hier im Thread „Frankfurter Nahverkehr I - konkrete Planungen“. Das Datum des Posts ist der 9. August 2019 – die Musterpaneele für die Station Güterplatz sind hier nun also bereits seit knapp 5 Jahren (vor unser aller Augen) im Testeinsatz. Dabei wird geschaut, wie sehr Verschmutzungen, mögliche Graffiti aber auch der Gebrauch der Reinigungsmittel der Station den Elementen zusetzt. Und ich würde sagen sie haben sich sensationell gut gehalten, hier ein paar Aufnahmen aus der letzten Woche:

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    Die „güldenen Paneele“, werden sich also sicher super an den Wänden der neuen Station machen.

    Die Station „Güterplatz“ wird
    im übrigen auch die tiefste Station der VGF werden (bezogen auf die Schienenoberkante liegt die Station 20,10 Meter unter dem Gelände) und damit den aktuellen Spitzenreiter, die Station „Schweizer Platz“ (da ist die Schienenoberkante 18,80 Meter unter Gelände) vom Thron stoßen. Einige S-Bahn-Stationen wie zum Beispiel die Station „Ostendstraße“, liegen auch noch tiefer, aber im Bezug auf das U-Bahn-Netz, wird die neue Station der Rekordhalter in puncto Stationstiefe sein.

    Wer jetzt Lust auf einen kleinen Trip durch diesen Teil der Frankfurter Unterwelt bekommen haben sollte
    , hat demnächst evtl. Gelegenheit dazu: Am Samstag, den 20.09.2025, wird es zum Anlass des deutschlandweiten Tags der Schiene, ein Tag der offenen Baustelle stattfinden und man kann dieses tolle Projekt selbst in Augenschein nehmen. Die Öffnungszeiten werden voraussichtlich von 10 bis 16 Uhr sein, weitere Infos und Details dazu folgen ab Mitte August.

    Und last but not least, möchte ich mich hier auch noch mal offiziell und ganz, ganz herzlich bei unseren beiden fachkundigen, sehr offenen und geduldigen Hosts/Tourguides von der SEBV bedanken. Die Präsentation, wie auch der Weg durch die Baustelle waren super spannend und das Ganze ein aufregendes und tolles Erlebnis mit einzigartigen Einblicken. 1.000 Dank dafür – mindestens.


    Das war dann aber jetzt auch erst mal von der jüngsten SEBV Baustellenführung zur U5-Verlängerung.
    Ggf. gibt es jedoch in den folgenden Tagen noch den einen oder anderen Fun-Fact als Nachtrag. So stay tuned. 8o

    Alle Fotos in diesem Post sind wie immer vom mir und dürfen ohne ausdrückliche Genehmigung weder vervielfältigt noch anderweitig weiterverwendet werden.

  • U5 zum Römerhof - Verlängerung der Verlängerung

    Seit kurzem finden wir auf der Webseite der SBEV die Vorplanung für die Streckenverlängerung zum Gymnasium am Römerhof; an sich steht darin nichts Neues, aber wir erfahren, dass das Projektteam der SBEV an der Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung für das Projekt „Stadtbahnstrecke B, Teilabschnitt 4, Verlängerung U5 bis ‚Am Römerhof‘“ (so der offizielle Projektname) arbeitet. Es ist wohl vorgesehen, die Verlängerung Platz der Republik <> Römerhof insgesamt in Betrieb zu nehmen.

    Wer sich für Details inteessiert, findet sie hier:

    Das Projekt „U5 zum Römerhof“ – die Verlängerung der Verlängerung

  • Neues zur Station Güterplatz aus dem Bautagebuch, kurz zusammengefasst: von den insgesamt 39 Wandabschnitten bis zur Unterkante der zweiten Steifenlage wurden bisher 33 hergestellt. Seit Ende Juni wird die zweite Steifenlage zurückgebaut nachdem die ersten temporären Stahlsteifen eingebaut wurden. Ebenfalls wird ein Wald aus Traggerüsten aufgebaut auf denen die Steifen aufliegen, die dann sicher zersägt und ausgebaut werden können. Danach wird der Wandabschluss bis zur Endhöhe hergestellt. Die Traggerüste werden sodann entsprechend weiter nach oben ergänzt und dienen schließlich als Schaltische für die Decke. An den jeweiligen Enden der Station entstehen zur Zeit ebenfalls die Treppenhäuser und das Technikbauwerk.

  • So ganz klar ist mir die Gemengelage bezüglich Steifen & Co. nicht, von oben kann man auf jeden Fall Armierungs- und Betonierungsarbeiten an den Wänden sehen:

    Detail:

    Derweil erobert sich die Natur rund um die Tunnelrampe auf der Europaallee den zuvor freigeräumten Raum zurück:

    Bilder: epizentrum

  • Zusätzlich zu unseren wunderbar bebilderten Beiträgen gibt es hier ein schönes Video zu sehen:

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  • Die Geduld der Anwohner wird nach wie vor auf die Probe gestellt, aber wenn man als Zaungucker auch meinen könnte, die Baustelle komme nicht voran, ist beim Blick von oben in die Stationsgrube doch Fortschritt zu erkennen. Einen Monat nach den Aufnahmen des Vorvorbeitrags:

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    Einer der beiden in der Tiefe eingesetzten Gerüsttürme wird gerade herausgehoben. Der andere dürfte gefolgt sein. Ob bald die Aussteifungen entfernt werden können? Detail:

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    Ein paar Meter weiter westlich sind noch jede Menge Gerüst- und Stützkonstruktionen verbaut. Ein Teil der Zwischendecke ist gegossen:

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    Bilder: epizentrum

  • Danke für die Fotos.

    Die Betonfläche links in Foto 1 und 2: Ist das schon die Stationsdecke? Die zweite Steifenlage ist zwar darüber, aber die Seitenwand, an der das grüne "Steifenrohr" anliegt, scheint in der Höhe auf einer Flucht mit der erhöhten Seitenwand liegen (in Bild 1 rechts oben bzw. Bild 3)

  • Ebenfalls vielen Dank für die Einblicke :)

    An den Stationsenden liegen die Technikräume, Abgänge, B-Ebene. Dort wird die Station bis an die Oberfläche gebaut. Vermutung: es ist eine Zwischendecke zur B-Ebene (?) mit aussteifender Wirkung, so dass in dem Bereich ebenfalls die zweite Steifenlage entfernt werden kann.

    Schön zu sehen auf epizenturm's ersten Bild rechts, dass in Teilen die Stationswände um weitere 2,5 Meter auf Endhöhe betoniert wurden, so dass nach Aufstockung der Gerüste im Mittelteil mit der Stationsdecke begonnen werden kann.

  • Fertigstellung 2029 ist jetzt nichts wirklich Neues; oben war ja zu lesen, dass es aus verschiedenen Gründen zu einem Fertigstellungsverzug von mindestens drei Jahren gekommen ist. Die große Frage wird sein, ob auf die aktuelle Ausschreibung für den unter- und oberirdischen Fahrweg vergabefähige Angebote eingehen. Das Vergabeverfahren ist bekanntlich schon einmal eingestellt worden, nachdem keine Angebote eingegangen sind. Die Kapazitäten der Bauindustrie in diesem Sektor werden derzeit in sehr starkem Umfang von der Deutschen Bahn in Anspruch genommen. Und Schienenwege kann halt nicht jeder bauen.

  • Heute teilten auch der Mobilitätsdezernent der Stadt und die Geschäftsführer der SBEV mit, dass sich die zuletzt für 2027 erwartete Fertigstellung der U5-Verlängerung ins Europaviertel um mindestens zwei weitere Jahre verzögern wird. Dazu auch ein aktueller Bericht der FAZ.

    Die Gründe sind uns nach den Beiträgen oben schon bekannt: Auf Ausschreibungen der SBEV finden sich kaum Unternehmen, die zur Ausführung des jeweiligen Auftrags bereit sind. Nach Aussage des kaufmännischen Geschäftsführers passen auch die Preise nicht. Zum Teil lägen diese beim Zweieinhalbfachen der kalkulierten Kosten. Bei der Kostenerhöhung um 141,5 Mio. auf 515 Mio. Euro, der die Stadtverordneten 2024 zugestimmt hatten, wird es nicht bleiben.

    Einzelheiten finden sich in einer Pressemitteilung der SBEV (Link) von heute:

    Stadtbahn Europaviertel: Angespannte Marktlage beim Schieneninfrastrukturbau – Inbetriebnahme für 2029 geplant

    Die angespannte Marktsituation mit Lieferengpässen, nicht ausreichend verfügbarem Personal in vielen Bereichen sowie baulichen Unwägbarkeiten stellt viele private und öffentliche Bauprojekte vor große Herausforderungen. Besonders im Schieneninfrastrukturbau trifft eine anhaltend hohe Nachfrage nach Gleisbau und bahntechnischen Anlagen sowie nach entsprechenden Fachfirmen auf ein vergleichsweise geringes Angebot. Die Auswirkungen sind auch im Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ spürbar. „Wir spüren deutlich, wie stark wir vom Markt abhängig sind“, sagt Florian Habersack, kaufmännischer Geschäftsführer der SBEV – Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH.

    Seit 2023 mussten vier Vergabeverfahren für sogenannte Schlüsselgewerke – Baulogistik, oberirdischer Fahrweg, elektrische Anlagen, unterirdischer Fahrweg – im Projekt „Stadtbahn Europaviertel“ aufgrund von fehlenden, nicht wertbaren oder unwirtschaftlichen Angeboten aufgehoben und neu ausgeschrieben werden. Dabei gilt: „Kommt es zu Vergabeausfällen, führt dies zu Verzögerungen im gesamten Projekt. Wenn wir Schlüsselgewerke nicht vergeben können, hat das weitreichende Auswirkungen, denn für eine Inbetriebnahme müssen alle Fachgewerke ineinandergreifen,“ führt Habersack weiter aus.

    Diese Situation auf dem Markt wirkt sich auf das Datum zur Inbetriebnahme der U5 Verlängerung ins Europaviertel aus. Unter Berücksichtigung der bisherigen Verzögerungen kann 2029, nach heutigem Stand, erstmals die Stadtbahn auf dieser Stecke fahren.

    „Diese Nachricht ist ernüchternd für alle Frankfurterinnen und Frankfurter, die auf die Stadtbahnverbindung ins Europaviertel warten. Zugleich stelle ich fest, dass alle Beteiligten mit Hochdruck an der bestmöglichen Lösung arbeiten. Die aktuelle Situation verlangt von der öffentlichen Hand Flexibilität und Kreativität – und genau das erlebe ich bei den Projektbeteiligten,“ so Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert.

    Schlüsselgewerke konnten jetzt vergeben werden

    „Wir beobachten und analysieren das Marktgeschehen fortlaufend und passen unsere Vergabestrategie an. Müssen wir eine Leistung erneut ausschreiben, aktualisieren wir die Unterlagen entsprechend der Marktlage und passen Zeitpläne an. Je nach Komplexität der Ausschreibung umfasst eine Vergabe bis zu 2.000 Seiten kaufmännische und technische Unterlagen, dazu kommt noch eine Vielzahl an Plänen,“ erklärt Florian Habersack.

    Auf diese Weise konnten mittlerweile drei der vier Schlüsselgewerke nach einer zweiten Ausschreibung beauftragt werden: Baulogistik, oberirdischer Fahrweg und elektrische Anlagen (oberirdisch). Im Falle der elektrischen Anlagen zeigt sich, dass die angepasste Strategie der SBEV, Vergaben teilweise in kleinere Pakete aufzuteilen, erfolgreich ist. Denn bei der erneuten Ausschreibung wurde die Vergabe in jeweils ein Los geteilt, also in getrennte Pakete – eines für den oberirdischen und eines für den unterirdischen Streckenabschnitt: „Um unsere Ausschreibungen für den Markt so attraktiv wie möglich zu gestalten, teilen wir Vergaben, dort wo möglich, in kleinere Pakete auf. Dadurch entsteht für die SBEV zwar ein höherer Aufwand im Vorfeld, jedoch gelingt es so, einen größeren Bieterkreis anzusprechen. Denn kleinere Lose sind für Firmen besser zu kalkulieren, da die zu erbringende Leistung überschaubarer wird,“ führt Ingo Kühn, technischer Geschäftsführer der SBEV, weiter aus. Nun arbeitet die SBEV daran, bis Ende des Jahres 2026 einen Großteil der noch ausstehenden 20 Vergaben von insgesamt rund 30 Vergaben auf den Markt zu bringen.
  • Unter dem Platz der Republik, in 17 Meter Tiefe, wurden heute die beiden Bestandswände, welche die zwei neuen Tunnelröhre vom bestehenden Tunnel im Hauptbahnhof trennten, durchbrochen (PM). Aus Richtung Güterplatz wurden die beiden Tunnelröhren bereits im Juli 2022 bis zu den Bestandswänden

    fertig gestellt. Indessen blieben die jeweils 40 Zentimeter starken Wände als sogenanntes Havarieschott stehen. Dies, um bei einem Störfall, etwa Feuer oder eindringendes Grundwasser, sowohl den Bestand als auch die neuen Tunnelröhren zu schützen.

    Inzwischen sind die Arbeiten an der Station Güterplatz so weit fortgeschritten, dass ein mögliches Risiko für Grundwassereintritt erheblich gesunken ist. Es wird also kein Havarieschott mehr benötigt und die Bestandwände konnten zurückgebaut werden. Jede Stahlbetonwand wurde händisch mit einer Betonsäge in neun Teile zerlegt und die einzelnen Blöcke werden anschließend auf einen Arbeitszug geladen. Mit einer E-Lok wird das Material aus dem Tunnel in die Zentrale Gleiswerkstatt Infrastruktur der VGF in der Hanauer Landstraße gebracht. Bevor die Wände zurückgebaut werden konnten, wurden vorab 25 Tonnen Stahlträger demontiert. Diese sicherten die Bestandswände während der bergmännischen Vortriebsarbeiten.

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    Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert für die Fotografen am Vorschlaghammer ...

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    Tunneldurchbruch unter dem Platz der Republik mit Einblick in den Bestandstunnel während einer Vorbeifahrt der U4:

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    Bilder: Klaus Helbig / SBEV

  • Hier nun ein kleiner Nachtrag zum Thema Muster-Elemente für die zukünftige Station Güterplatz.

    Vielleicht erinnert euch ja noch an meinen Beitrag vom Sommer (via Klick zum Beitrag 662) in diesem Thread, dort hatte ich euch unter Anderem eine Übersicht der möglichen zukünftigen Wandpaneele aufbereitet.

    Daraufhin hatte ich netter Weise noch weitere Infos bezüglich der dazugehörigen Muster-Elemente für die Böden von Team der SEBV-Baustellenführung erhalten. Sie befinden sich ebenfalls in der Station Konstablerwache, allerdings an derer Stelle und zwar in der Verteilerebene (B- Ebene) am Abgang zu den Linien U4/U5 auf der C&A-Seite.

    Zur Bemusterung des Bodenbelages wurden zwei Musterflächen mit je vier Farbmustern hergestellt. Eine Musterfläche wurde mit einer UV-Lackbeschichtung beschichtet und die andere Fläche zum Vergleich nur mit der üblichen Imprägnierung nachbehandelt.

    Hier die Musterfläche mit der UV-Lackbeschichtung (auf der Seite mit dem Fotoautomat):

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    Bilder von mir.

    Und hier die Musterfläche mit der Standard-Imprägnierung (auf der Seite mit dem Yildrim-Brot Backstore):

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    Bilder von mir.

    Die Fotos wurden natürlich an einem beliebigen Tag und im laufenden Stationsbetrieb geschossen – der Verschmutzungsgrad ist daher relativ ähnlich. Um zu beurteilen welche der beiden Versiegelungen einen besseren Job macht, muss man die Flächen wahrscheinlich direkt nach der Reinigung der Station vergleichen. Ich gehe mal davon aus, dass eine der beiden Testflächen dann heller / sauberer ist als die andere.

    Sorry für die ziemlich zeitverzögerte Veröffentlichung, das ganze Thema ist leider im Trubel der letzten Wochen/Monate bei mir irgendwie untergegangen. Allerdings liegen die beiden die Musterflächen ja auch schon über 6 Jahre vor Ort, so viel frischer wären die Infos also im Sommer auch nicht gewesen. ;)

    Und natürlich auch nochmals besten Dank für den tollen Support durch das Team der SEBV. :love:

  • Meilenstein: Deckenbetonage hat begonnen

    Während in den Presseberichten der letzten Tage im Wesentlichen der Durchbruch unter dem Platz der Republik thematisiert wurde, hat der Stationsbau einen weiteren Meilenstein erreicht, nämlich die Betonage der Stationsdecke am Güterplatz. Der erste von 14 Betonierabschnitten der 2,30 m starken Decke wurde am 18.9.2025 betoniert, die gesamte Deckenherstellung wird sich bis Mai 2026 hinziehen.


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    Um die baubetrieblichen Lasten, nämlich das Eigengewicht der Decke und das Gewicht der zurückzubauenden Stahlbetonsteifen zu tragen, wurde die über 100 m lange Stationshalle mit einem mehr als 1.000 Tonnen schweren Schwerlastgerüst ausgefüllt.

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    Unterhalb der 2. Aussteifungsebene ist auf die Rohre umgesteift worden, so dass die zweite Steifenlage für die Deckenbetonage komplett ausgebaut werden kann. Nach Fertigstellung der Stationsdecke ist nur noch die oberste, ummantelte A-Steifenlage statisch erforderlich, die ausgebaut werden kann, wenn die Stationsbaugrube oberhalb der Decke verfüllt wird.

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    Die Belichtung der Station und Entrauchung im Fall des Falles erfolgt über 5 Lichtdome bzw. Entrauchungsbauwerke, deren Unterteile in der Decke, zu erkennen an der schrägen Schalung, jeweils mitbetoniert werden. Die aufgehenden Pyramidenbauwerke werden dann ab Frühjahr auf der geschlossenen Decke errichtet. Der Stationsrohbau wird voraussichtlich noch das ganze kommende Jahr hindurch dauern.

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    alle Bilder: SBEV

    Die Decke selbst besteht aus wasserundurchlässigem Beton, bedarf also keiner zusätzlichen Abdichtung, etwa durch Bitumenbahnen oder -anstrich; ausgenommen sind sehr hochliegende, geländenahe Bauteile (z.B. in den Kopfblöcken auf der West- und Ostseite) mit wenig Erdüberdeckung. Solche Bauteile erhalten eine zusätzliche bituminöse Abdichtung, um den Schutz vor Tausalzen aus dem späteren Straßenbetrieb zu gewährleisten.

    Im kommenden Frühjahr beginnt dann dann von Ost nach West die Verfüllung der Grube, die dann an der tiefsten Stelle (in der Mitte der Station) noch ca. 6,30m tief ist. Insgesamt werden für die Verfüllung ca. 17.000 m³ Material, also etwa 31.000 t benötigt.

    Derzeit wird geprüft, wo im Rhein-Main-Gebiet geeignetes Material im nächsten Jahr anfällt. Da spielen umwelttechnische, qualitative, abfallrechtliche, vertragsrechtliche und letztendlich auch wirtschaftliche Aspekte mit rein. Das ist ein recht komplexes Thema.

    Natürlich hätte die SBEV gern kurze Wege, wo aber diese große Menge an Verfüllmaterial im fraglichen Zeitraum und in der erforderlichen Qualität anfällt, ist derzeit offen. Leider ist es meistens nicht so, dass genau im benötigten Zeitraum der Aushub auf anderen Großbaustellen läuft, aber die SBEV steht in Kontakt mit großen sog. Erdbörsen. Aus Laiensicht fallen uns spontan diverse RTW-Baustellen, der Riederwaldtunnel und die Nordmainische S-Bahn ein, scheint aber alles nicht so einfach zu sein.

    Einmal editiert, zuletzt von tunnelklick (26. September 2025 um 14:08) aus folgendem Grund: inhaltliche Korrektur

  • Verlängerung U5 bis S-Bahn-Station "Frankfurter Berg"

    Die geplante Verlängerung der U-Bahnlinie 5 nach Norden (dazu auch oben die Beiträge #634 ff. mit Projektinformationen und Grafiken) war gestern Thema im Verkehrsausschuss. Die FR berichtet. Das erscheint mir wesentlich:

    • der Ausschuss hat der einschlägigen Vorplanungsvorlage (PDF) zugestimmt
    • als Formsache gilt die Verabschiedung durch die Stadtverordnetenversammlung im kommenden November
    • in der Folge beginnt die Detailplanung, dazu gehört, einen neuen Standort für die seit 1957 bestehende Pizzeria "Da Angelo" zu finden
    • die Bauarbeiten könnten 2031 beginnen und zwei bis drei Jahre dauern, so dass eine Inbetriebnahme 2034 möglich erscheint
    • Streckenlänge 1,5 Kilometer
    • drei Haltestellen, nämlich August-Schanz-Straße, Berkersheimer Weg und Frankfurter Berg mit Verbindung zur S-Bahn
    • fünf-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit, Takt außerhalb sieben oder acht Minuten
    • wie oben erwähnt, soll die Option einer weiteren Verlängerung nach Harheim oder Bonames eingeplant werden
    • die Gesamtkosten werden aktuell auf 90 Millionen Euro geschätzt
  • Ein Blick gestern Abend in die Baugrube auf die Bewehrung des östlichsten Deckensegmentes der Station Güterplatz.

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    Bild: main1a

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    Und ein Bild von einem der fünf Lichtdome / Lichtschächte dessen Bewehrung im September hergestellt wurde. Anhand der Personen lassen sich die Dimension erst einschätzen.

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    Bild: SBEV - Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH

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    Edit.: Am 03.12.2025 wurde das im 1. Bild gezeigte Deckensegment, hat eine Höhe von 2,3 Meter, betoniert und bis in den Abend hinein geglättet. Ca. 900 Kubikmeter Beton wurden verarbeitet und die Überschreitung der Regelarbeitszeit bei dieser bzw. bei den Großbetonagen bedurfte einer Genehmigung. Insgesamt sind sechs Großbetonagen bis Ende August 2026 genehmigt (Q).

    4 Mal editiert, zuletzt von main1a (3. Dezember 2025 um 20:58)

  • Die Arbeiten für den unter- und oberirdischen Fahrweg im Tunnel und der Europa-Allee beginnen!

    Wie die SBEV im Bautagebuch schreibt, beginnen mehrere ARGEs mit der Baustelleneinrichtung.

    Die ARGE GP LOG und CBB wird für die Baustellenlogistik verantwortlich sein und baut eine dreistöckige Containeranlage auf der Fläche, die bisher für den Tunnel und Rampenbau genutzt wurde.

    Leonard Weiss richtet ab der Emser Brücke in Richtung Westen seine Baustelle ein.

    Die ARGE Wayss & Freitag und Rhomberg Sersa ist für den Ausbau des unterirdischen Fahrwegs verantwortlich.

  • Die Arbeiten am Güterplatz laufen auf Hochtouren: Über die Hälfte der 2,30 Meter dicken Stationsdecke ist bereits fertiggestellt, der Abschluss ist für das späte Frühjahr 2026 geplant. Parallel dazu schreitet der Innenausbau der Treppenhäuser und des viergeschossigen Technikbauwerks voran. Auch oberirdisch tut sich was: Seit Januar laufen die Vorbereitungen für das Zugangsbauwerk „Südost“, dessen Aushub ebenfalls im Frühjahr 2026 beginnt.

    Ergänzend dazu zeigen drei Bilder im Bautagebuch den aktuellen Stand der Arbeiten.

  • Passend zu den beiden Vorbeiträgen noch ein paar Bilder zum aktuellen Stand.

    In der östlichen Hälfte der Station "Güterplatz" wurden nahezu alle Beton-Steifen der obersten Lage herausgetrennt, die verbliebenen Stummel sind noch gut zu erkennen.

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    Die fertiggestellte Stationsdecke kann man am deutlichsten am östlichen Ende betrachten.

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    Meist ergibt sich jedoch ein uneinheitlicheres Bild, da auch Ausgänge und andere Aufbauten gebaut werden müssen.

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    Aus dem Loch vis-à-vis eines Haupteingangs des Skyline Plaza könnte einmal ein Stationseingang werden.

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    Im westlichen Abschnitt ist die obere Steifenlage noch komplett.

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    Fotos: Beggi

  • Bei dem vorletzten Foto ist einer der Lichtschächte zu erkennen. Diese sind trichterförmig und an zwei Schrägen abgestuft. Dazu gibt es eine entsprechende Aufnahme im Bautagebuch vom 02.02. mit Blick nach oben.