Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Danke Adama für die Bilder.


    In der Tat ist es also nicht der Vorschlag geworden auf der Thread-Seite zuvor, was auch gut ist. Dieser Vorschlag gefällt wesentlich besser, als der sehr simpel aufgebaute Vorschlag von gruber + kleine.
    Durch die Staffelung wirkt der Entwurf spannender, auch wenn ich gerne ein Render der Ostseite gesehen hätte. Die Glasbänder um die einzelnen Stockwerke lassen das Gebäude hochwertiger erscheinen als die direkt angrenzenden GWH Gebäude westlich davon. Bin gespannt was für ein Material für die Fassade genommen wird; in den Rendern wirkt es ja bisher so, als ob es vielleicht nur verputzter Beton bzw. verputze Wärmedämmung ist.


    Beim zweiten Preis wirkt der Sockelbau rechts im Renderbild auf den ersten Blick wie aus den 80ern mit Waschbeton verkleidet - was ich natürlich nicht hoffe, dass es das ist was die Architekten im Sinn hatten...

  • Warum 19 Etagen/Geschosse? Mit EG. zähle ich 20 und ich sehe keinen Grund, weshalb man das EG., welches physisch vorhanden ist, nicht mitzählen soll.

  • Die bei einigen Entwürfen, auch beim ersten Rang von KSP, vorgesehene Abtreppung des Hochhauses ist laut heutiger FAZ eine Folge der nach Westen zu wahrenden Abstände. Was sich noch aus dem Artikel ergibt:


    • Bauherr ist ein Joint Venture der Projektentwickler Noctua Real Estate (Frankfurt) und 6B47 (Wien)
    • weitere Teilnehmer am Architekturwettbewerbs waren Axthelm Architekten (Potsdam), Gruber + Kleine-Kraneburg und msm Meyer Schmitz-Morkramer (beide Frankfurt)
    • beim erstplatzierten Entwurf von KSP ist eine Fassade aus Weißbeton vorgesehen
    • hauptsächlich Wohnungen mit zwei und drei Zimmern, 60 - 85 Quadratmeter Wohnfläche
    • alle Wohnungen haben große Loggien zur Südseite
    • an der Nordseite sind die beiden Erschließungskerne vorgesehen; diese Fassade soll noch überarbeitet werden, gewünscht ist eine stärkere Betonung der Treppenhäuser
    • Überarbeitung auch der niedrigeren Flügel nach Süden, diese sollen separat erschlossen werden
    • Bezugsfertigkeit im Jahr 2018 geplant


    Es fehlt hier noch der dritte Rang von Braun Canton - das Preisgericht lobte die aufgelockerte Nordfassade (nicht im Bild), beurteilte den Entwurf aber insgesamt als zu unruhig:



    Bild: B & V Braun Canton Volleth Architekten


    Nachzutragen eine Gesamtansicht des zweiten Rangs (nochmals höhere Auflösung durch Anklicken). Fassadenmaterial ist offenbar Klinker in verschiedenen Farben. Laut FAZ kritisierte die Jury die Fassadengestaltung als zu heterogen. Das Gebäude sei nicht eindeutig als Wohnhochhaus wahrzunehmen, es wirke nicht wie ein zeitgemäßes Wohnhochhaus.



    Bild: HPP Hentrich–Petschnigg & Partner

  • Baufeld 27

    Auf dem Baufeld 27 - Apartment Block mit pseudo-Paris-Flair Teil 2? - finden übrigens Bodenerkundungsmaßnahmen statt.

  • Ausstellung zum Wettbewerb im Planungsdezernat:


    Alle 6 Entwürfe sind interessant, einen Favoriten habe ich jetzt, der ist allerdings nicht der KSP Entwurf. Die Höhen betragen bei allen zwischen 60m (Minimum) und etwas über 66m (Maximum).
    Welche genaue Höhe der Siegerentwurf hat konnte ich in der Ausstellung leider nicht herauslesen, denke aber er wird sich im 60m Bereich ansiedeln, einige andere sind über 60m und sehen auch im Modell höher aus.


    Informationen zum Gewinnerentwurf des Büros: KSP Jürgen Engel Architekten GmbH, Frankfurt am Main


    Beginnen möchte ich mit Modell des Wettbewerb-Gewinners (KSP Architekten) im Arealspezifischen Kontext:







    Nun einige abfotografierte Schautafeln des Gewinner Entwurfs, Renderings und alle Schautafeln: (c) Jeweilige Architekturbüros.
    Letztes Bild von diesen 4 ist vergrösserbar um besser lesen zu können.







    Kommen wir nun zum 2. Plazierten, dem Büro HPP Hentrich–Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG, Düsseldorf


    Etwas höher, aber dafür wikrlich kaum als Wohnhochhaus zu erkennen, mit 66,63m Gesamthöhe.








    Hier nun der 3. Rang im Wettbewerb, das Büro: B & V Braun Canton Volleth Architekten GmbH, Frankfurt am Main


    Leider wenig zu sehen an den Schautafeln, später aber auch dieser Entwurf im Stadtmodell...





    Jetzt zu den Entwürfen ohne Plazierung, zuerst meinen persönlichen Favoriten, das Büro: Axthelm Architekten (Potsdam)


    Erinnert mich ein wenig an das Rheinkilometer 740 in Düsseldorf, aber gerade interessant. weil der Entwurf diese Europavierteltypischen harten Linien und die Stringenz der bisherigen Entwürfe aufweicht, Höhe 60m:








    Jetzt der Entwurf von Büro: msm meyer schmitz-morkramer rhein gmbh , Köln









    Nun der bereits bekannte Entwurf vom Büro: gruber + kleine-kraneburg architekten, Frankfurt







    Bilder: Adama

  • ^ Danke Adama für die ganzen Entwürfe. Ich bin von dem Entwurf, den Du gut findest, auch sehr angetan, hätte diesen wohl auch auf #1 gewählt. Wahrscheinlich ist er finanziell kostspieliger und der Gewinnerentwurf einfacher zu realisieren. Diese geschwungenen Brüstungen sind ein ziemlicher Hingucker. Erinnern an die Bänder vom "Maison Claire", die aber wohl nur simpel aufgebracht sind. Bei diesem Entwurf scheinen sie Teil der Baumasse zu sein. Schade, dass der Entwurf nicht realisiert wird.


    Der Entwurf von Hentrich–Petschnigg & Partner ist ernsthaft sehr langweilig, aber unterboten wird es immer noch von gruber + kleine-kraneburg, deren Entwurf ist im Vergleich zu allen anderen einfach nur am lieblosesten.


    Der msm meyer schmitz-morkramer Entwurf ist hingegen sehr interessant, auch wenn er man direkt von Norden draufblickend wohl nur eine spärlich ausgesparte Fassade sehen würde, weiss die Ansicht aus Nordwesten zu gefallen. Diese Auskragungen an der Nordseite mit den Fenstern.. interessant interessant, denn dadurch haben innenliegende Wohnungen wohl auch Fenster nach Westen hin, und bekommen Abendsonne ab.

  • Als Abschluss noch Bilder von dem kleinen Stadtmodell, mit den Modellen aller Wettbewerbsteilnehmer, für das Modell von den KSP Architekten, siehe Beitrag #310, ganz oben.


    2.Preis, HPP Hentrich–Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG, Düsseldorf:





    3. Preis, B & V Braun Canton Volleth Architekten GmbH, Frankfurt am Main:





    Axthelm Architekten (Potsdam):





    msm meyer schmitz-morkramer rhein gmbh , Köln:





    gruber + kleine-kraneburg architekten, Frankfurt:






    Bilder: Adama


    Danke für die Aufmerksamkeit, das war es fürs Erste, später gibt es noch einen kleinen HD Film zum Modell. :)

  • Ich finde es bedauerlich, dass das solche langen Riegel sein müssen. An den Schmalseiten erkennt man, was es für elegante Türme sein könnten, aber die Straßenfronten werden in ein paar Jahren aussehen wie die grauenhaften Wohnblocks, die man jetzt gelegentlich wegreißt. Dann doch lieber zwei schlanke Türme. Aber da macht dann wohl die Rendite nicht mit. Lösung: höher bauen!

  • Ein großes "Dankeschön" auch von mir, Adama!


    Mir geht es genauso, der Entwurf von Axthelm Architekten ist auch bei mir mit Abstand der Favorit! Die geschwungenen Formen würden ein bisschen Abwechslung in das Viertel bringen. Im Augenblick entstehen zu viele Gebäude ohne spezifischen Wiedererkennungswert.

  • Vielen Dank, Adama. Ich haette auch Axthelm bevorzugt, wobei sich KSP auch sehen lassen kann. Aixois Einwand zu den langen Gebaeude-Riegeln schliesse ich mich aber an. Die Axis-Breitseite ist massiv, Praedium wird das auch und Baufeld 26 nicht anders.


    A propos Praedium: Die Grube ist nun fast vollstaendig ausgehoben und zwei Kranstuempfe stehen:





    Gegenueber geht es weiter nach oben:





    Die Europa-Allee sieht noch wuest aus. Allerdings scheint man recht weit vorangeschritten. Die abgedeckten Kanaldeckel jedenfalls zeugen von den bereits neu verlegten Rohren:


  • Europaallee / Europatunnel

    Auf der nördlichen Seite der Europaallee beginnt nun der Aufbau:



    Etwas erschrocken bin ich von dem Betonungetüm am Tunnelmund, das ich auf den Plänen zumindest nicht erinnere:



    Bilder von mir.

  • Parkend, Kassenärztliche Vereinigung Hessen

    Auf dem Parkend-Areal wird der nächste Bauabschnitt in Angriff genommen. Die Grube ist ausgehoben, ein erster Kransockel steht schon.



    Das Bürogebäude der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen wächst enorm schnell nach oben.


  • Rundgang Europaviertel, Teil 1

    Bei dem schönen sonnigen Tag heute morgen, habe ich mich wieder auf einen Rundgang durch das Europaviertel gemacht. Alle Bilder sind wie immer durch einen Klick vergrößerbar.



    Zu erst die nördliche Europa-Allee, die in großen Schritten ihrer Fertigstellung naht, die Ansicht nach Osten...:





    ... und hier der Blick nach Westen. Links im Bild fällt auf, dass der alte Straßenbelag noch vorhanden ist, der muss noch abgetragen werden.





    Ein Blick auf den Rohbau der Kassenärztlichen Vereinigung. Interessant ist dabei, dass das Gebäude in absteigenden Stufen gebaut wird, und nicht komplettes Stockwerk für Stockwerk.





    Ein Blick auf die enorme Baugrube des Praediums. Sehr wahrscheinlich wird das Gebäude drei, wenn nicht sogar vier Untergeschosse haben. Inzwischen ist auch die Erde im östlichen Bereich der Baugrube komplett abgetragen und das Fundament gelegt worden:




    Hier sieht man den Sockel des ersten Krans und ich nehme an eine Betonpumpe:





    Ein schöner Blick über die gesamte Länge der Baugrube von Westen in Richtung Osten. Wird eine massive, rieseige Wand, wenn das Gebäude steht. Ich hoffe darauf, dass die Fassadengestaltung gefälliger ist, als die recht nackten Renderbilder:




    Damit schliesst sich der erste Teil des Rundgangs ab,den zweiten Teil des Rundgangs könnt ihr euch hier ansehen.

    Einmal editiert, zuletzt von redxiv () aus folgendem Grund: Link hinzugefügt.

  • Ein Blick auf den Rohbau der Kassenärztlichen Vereinigung. Interessant ist dabei, dass das Gebäude in absteigenden Stufen gebaut wird, und nicht komplettes Stockwerk für Stockwerk.


    Das nennt sich Betonierabschnitte, um die Arbeiterkolonnen für Bewehrung, Betonieren, usw. effizienter einsetzen zu können und die Menge an vorzuhaltender Schalung zu minimieren.

  • Zebra

    Aurelis hat die Website europaviertel.de nicht etwa nach beinahe abgeschlossener Vermarktung abgeschaltet, wie hier vermutet wurde. Vielmehr wurde der Auftritt grundlegend überarbeitet. Die vermissten Webcams sind dort wieder zu finden, allerdings derzeit nicht aktuell. Nähere Informationen zum Tunnelbau unter dem Park gibt es als PDF (Download beginnt sofort).


    Die wohl wichtige Neuigkeit ist, dass Aurelis neben dem Vorhaben "The Brick" offenbar auch das Projekt "Zebra" selbst entwickelt. Das Bürogebäude mit der markanten Fassade, zwischen dem projektierten Wohnhochhaus auf Baufeld 26 Nord und dem Boulevard gelegen, wurde hier schon als Nebenerscheinung des Projekts "La Maison Claire" bekannt. Die Eckdaten des Vorhabens:


    • Architektur und Ausstattung: Büro- und Geschäftshaus mit Tiefgarage (Läden, Kantine und Konferenzbereich im EG)
    • Bruttogrundfläche: 18.307 m² (o. i.) / 26.844 m²
    • Mietfläche (EG—6. OG): 16.050 m²
    • verfügbar ab ca. 400 m²
    • lichte Raumtiefe ca. 13,20 m
    • lichte Höhen EG / OG ca. 3,00 m
    • bezugsfertig ca. zwei Jahre nach Mietvertragsunterzeichnung
    • mögliche Varianten: Einzel-, Kombi-, Großraumbüros
    • Stellplätze: 212 Parkplätze in der Tiefgarage
    • Fassaden- u. Ausbauraster: 1,30 m
    • Erschließungskerne: 4 (2 Haupt / 2 Neben)


    Lageplan:



    Plan: Aurelis Real Estate


    Auch eine Visualisierung in hoher Auflösung fehlt nicht (Klick vergrößert):



    Bild: Aurelis Real Estate / msm Meyer Schmitz-Morkramer


    Schließlich können große und einigermaßen aktuelle Luftbilder des Europaviertel heruntergeladen werden. Hier sind zwei davon, dem Dateinamen zufolge im September 2014 aufgenommen:





    Bilder: Aurelis Real Estate