Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Ok danke für die Analyse, ich war zu faul den B-Plan zu lesen. Nichtsdestotrotz gibt es einen Grund, warum auf den zur Messeerweiterungsfläche gelegenen Baufeldern die Wohnnutzung nur ausnahmsweise zulässig ist (= amtsdeutsch für nicht zulässig). Entweder es hängt wirklich mit der Messenutzung zusammen (dafür steht der Platzhalter EU-Sowieso Richtlinie, ob es eine EU-Richtlinie ist oder aus der BauNVO kommt ist ja zweitrangig) oder es die Ausnahme der Wohnnutzung ist eine rein städtebauliche Überlegung der Stadt FFM. Es macht auf jeden Fall Sinn, die nördliche Hälfte als Büronutzung zu deklarieren und die südliche Bebauung wird durch die Bürogebäude vor Lärm und mangelnder Ästhetik der Messe geschützt.


    ABER: Wenn es eine rein städtebauliche Überlegung ist, dann sollte man sie meiner Meinung nach überdenken, wenn die Ausnahme der Wohnnutzung womöglich dazu führt, dass die Baufelder in den nächsten 5-10 Jahren nicht bebaut werden, weil der Bedarf/Markt dafür nicht vorhanden ist. Eine Brache kann nämlich nur bedingt die oben beschriebene Schutzfunktion der Wohnbebauung übernehmen. Vom Erscheinungsbild/Lebendsgefühl des Boulevards und der in Frankfurt herrschenden Wohnungsproblematik mal ganz abgesehen...

  • Das ist keine städtebauliche Überlegung im eigentlichen Sinne. Die Messe hat die älteren Rechte, auch bezogen auf die Erweiterungsfläche. Die Stadt hat bei der Aufstellung des Bebauungsplans die Belange der Nachbarn zu berücksichtigen. Das hat sie damit getan.


    Vergleichbar ist das mit der Geschichte damals um die Offenbacher Hafenrevitalisierung und den Betrieben mit 24-Stunden-Betrieb gegenüber im Frankfurter Osthafen, darunter UPS und Schenker. Wer einmal etwa den hektischen Abbau nach Ende einer Messe mitbekommen hat, der kann sich vorstellen, was es bedeuten würde, wenn ein Querulant Anwohner beispielsweise ein gerichtliches Verbot erwirken würde, wonach Gabelstapler nach 18 Uhr nicht mehr und an Wochenenden gar nicht fahren dürften.

  • Wenn man Gerüchten Glauben schenken darf, gibt es für einen der geplanten Bürotürme einen Ankermieter. In den nächsten Tagen wird man mehr erfahren.
    Schöne Entwicklung, hoffe ja das es der hohe Turm an der Emser Brücke wird.

  • Baufeld 29

    Beim Stöbern in den Unterlagen zu den noch nicht verkauften Baufeldern am Boulevard Mitte fiel mein Blick auf den Vorschlag, auf Baufeld 29 einen Wohnturm zu errichten. Laut B-Plan 850 ist dieses Areal (bezeichnet mit MK- 7) wie auch Baufeld 42a aber nicht für Wohnbebauung vorgesehen - oder habe ich da etwas übersehen?
    (Ich beziehe mich auf "Planungsrechtliche Festsetzungen 1.4.4")

  • Westpark1 (Quartier Boulevard Mitte)

    Die Vermarktung der Wohnungen im geplanten Hochhaus Westpark1 startet offenbar demnächst. Beauftragt ist Mattheußer, hier die noch fast leere Website.


    Weiterhin als Vorentwurf bezeichnet, aber höhere Auflösung als bisher:



    Bild: Dietz Joppien Architekten / NH ProjektStadt


    Zur Erinnerung: Baustart für das zweite Quartal 2013 angekündigt, 66 Meter, 19 Vollgeschosse, Wohnfläche rund 25.000 m², 225 Wohnungen, zweigeschossige Gastronomie im Sockel.

  • Tower 26

    Ein weiteres Wohnhochhausprojekt im Europaviertel steht in den Startlöchern:


    Tower 26 (Arbeitstitel)


    Geplant sind hier 114 Luxuswohnungen, 129 TG Parkplätze, 17.360 BGF


    Es soll sich an ein Green Building angenähert werden.


    Das Objekt befindet sich momentan in der Vorplanung, Stand 2013.



    P.S. Ich fände es persönlich wirklich schön, würde man den Hochhausprojekten im Europaviertel West ein eigenes Thema gönnen, es wird hier wirklich unübersichtlich. Vielleicht kann man darüber mal nachdenken.

  • Der Arbeitstitel bezieht sich auf das Baufeld mit dieser Nummer. 60 Meter Höhe lässt der Bebauungsplan in der nordöstlichen Ecke des Areals zu (das zuvor jahrzehntelang von der Bahn für eine Erweiterung ihres Verwaltungssitzes vorgehalten wurde). Die auf der Abbildung im Vorbeitrag deutlich erkennbare Abstufung nach Westen dürfte sich ebenfalls aus dem B-Plan ergeben: An der östlichen Kante der Hochhauses sind laut Steckbrief von aurelis Real Estate 18 Geschosse möglich, in drei Stufen soll sich diese Zahl bis auf neun Geschosse an der Baugrenze im Westen vermindern.


    Eine Hochhaus-Studie wurde bereits vom Büro Albert Speer & Partner gefertigt, zu sehen in der Mitte eines Ausschnitts daraus:



    Bild: AS&P / aurelis RE


    PS: Gelegentlich wird der Strang geteilt; es soll einen Thread für "Boulevard Mitte" und einen für die anderen Quartiere im Europaviertel West geben. Eine Trennung nach dem Kriterium Bauhöhe erscheint nicht sinnvoll, ebenso wenig wie zusätzliche Threads für einzelne Projekte.

  • Altes Stellwerk westlich Emser Brücke

    Die ole zufolge an Ostern vorgesehene Umschaltung auf das neue elektronische Stellwerk Galluswarte liegt einigermaßen im Zeitplan. Inbetriebnahme ist am kommenden Sonntag (Q). Demnach sollte es auch bei der weiteren Zeitplanung bleiben.

  • Beim Projekt Parigot geht es weiterhin sehr gemächlich zu. Diese Betonwände ohne Schalung mit herausstehender Bewehrung machen mich allerdings sehr misstrauisch. Hoffentlich stockt es hier nur weil Geschosswohnungsbau unglaubliche Anforderungen an Statik und Bauausführung stellt und nicht aus ganz anderen Gründen... ;)


  • Und jetzt nochmal in einer Auflösung, in der man irgendwas erkennt:



    (Klicken zum Vergrößern)


    P.S.: An die Nase, die mir für diesen Beitrag eine rote Laterne gegeben hat – auch die Kamera des Vorposters schafft 1600x1200 Pixel. Das hat nix mit meiner Kamera zu tun, sondern der fragwürdigen Tatsache, dass selbst jedes Handy ein Megapixelmonster ist, hier aber weiter von manchen Bilder in Auflösungen wie Anfang der 1990er gepostet werden.

  • Parigot

    Von der mäßigen Geschwindigkeit an der Parigot-Baustelle hatten wir es in den Vorvorvorbeiträgen ja. Es geht weiter voran. Hier ein Blick vom Anfang der Pariser Straße auf die Nordwestseite:



    Bild: epizentrum

  • Offenbar wurde das Projekt Westpark1 wieder leicht überarbeitet:



    Bild: dietz-joppien architekten


    Es sieht nun deutlich verspielter aus, jedoch leider auch etwas unruhiger.

  • Ich finde das Gebäude hat zu starke Ähnlichkeit mit einem Hochhaus aus den 60/70ern. Die Assoziation wird dem Image Wohnhochhaus möglicherweise nicht gut tun.

  • Wohnhochhaus Europa-Allee

    Ich finde das Wohnhochhaus der NH schrecklich. Mitten am Boulevard solch ein einfallsloses Gebäude. Anscheinend versucht die NH durch die x-te Überarbeitung das Wohnhochhaus der Wilma bloß zu stellen. :lach::lach: No chance project developments!!


    Die schicke Natursteinfassade von Axis (Wilma) wird auch in 20 Jahren am Boulevard Eindruck schinden.


    We hope for more projects like Axis in the future!! :daumen::daumen: