Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Sipaq, bin der gleichen meinung Forster war hier ein super Projekt mit Stil. Jetzt kommt der nächste Vorortsblock. Ich finde das Projekt von Dietz primitiv im Vergleich zu Forsters. Wow, was für ein Verlust für die Stadt...


    Was ist das für ein Rasen/Haufen direkt neben dem Gebäude was in dem letzten Bild unter dem Hand von dem Typen mit Brillen sich zeigt? Soll da Wein gebaut werden oder was? Wo ist die Stadt verschwunden wieder - die bauen Vorortblocks!

  • Ich muss mich der Meinung ebenfalls anschließen.
    Die Rundungen des Forster Entwurfes haben das Gebäude dynamsich und irgendwie harmonisch wirken lassen. Eine sehr flüssige Eingliederung.
    Der Siegerentwurf wirkt durch die Kasteform irgendwie wie ein Fremdkörper.
    Schade.

  • Ursprünglich war dieser Alptraum von Gebäude noch langweiliger und da hat man sich wohl noch schnell entschlossen entlang des exakt ausgemessenen goldenen Schnitts einen Knick einzufügen - tja, hat nichts genützt. Das Teil ist immer noch um Längen schlechter als der Forster Entwurf

  • Man kann es so sehen: der Neubau wird nun wieder hervorragend ins jetzige Europaviertel passen. Der Forster-Entwurf wäre ein urbanes Leuchtfeuer gewesen. Der jetzige Entwurf könnte dagegen auch in irgendeiner chinesischen Industriestadt stehen.

  • Beide jetzt bekannten Entwürfe haben Ihre Schwächen, der Forster Entwurf eindeutig weniger.
    Der Dietz Entwurf ist in meinen Augen einfach nur scheusslich, abweisend, steril.
    Fassade unregelmässig, der Knick völlg überflüssig, gerade das Strickte des Boulevards macht Ihn doch aus, dieses Bauteil wirkt nun wie ein Fremdkörper.


    An beiden Entwürfen mag mir der lange Ost-West Trakt nicht gefallen, ist mir in der Länge zu massiv, eine leichte Abstufung gen Osten hätte beiden Entwürfen gut getan.
    Immerhin wirkt der Forster Entwurf durch seine Rundungen, durch die wärmere Fassade um Längen einladender als der ausgewählte. Hier hätte nach einer Überarbeitung ein neues Beispielprojekt fürs Europaviertel entstehen können, so bleibt es bei beliebiger Investitionsarchitektur ohne Charme und gänzlich ohne Wärme und der Vergleich mit Platte (gerade in Bezug auf die Nordseite bei beiden Entwürfen!) lässt sich leider nicht ganz leugnen.

  • JA, der Foster-Entwurf war zweifelsfrei hübscher anzuschauen. Könnte mir kaum vorstellen, daß irgendwer anderer Meinung sein könnte!


    Fürchte es könnte mal wieder am Geld gelegen haben, sprich, die fein ausgebildeten "Rundungen" bei >Foster könnten evtl. teurer zu bauen sein, als der Dietz-Entwurf.


    Wie auch immer: Auf den Tag, an dem Investoren sich von den "Strömungen", sprich Meinungen der DAF-Mitglieder leiten lassen, warte ich noch!;)


    Freuen würd`ich dafür umso mehr!!:)

  • Die "Idee" hiner dem Knick hat sich mir erst bei den letzten beiden Renderings erschlossen: Aus den Wohnungen wird man ein hübsches, vermarktbares Skylinepanorama haben. Der Preis hierfür ist eindeutig zu hoch, dem Boulevard wird hier viel Wirkung genommen!


    Dass der Entwurf von "Dietz Joppien" deulich günstiger würde als der Foster denke ich eher nicht. Somit bleibt es mir größtenteils ein Rätsel, warum er gewonnen hat. Einziger Lichtblick ist die Rückseite - die Straßenfront ist weitgehend uninspiriert und schaut mir sehr nach einem zu groß geratenen Riedberger aus... gerade im Vergleich mit dem, was hätte kommen können, eine herbe Enttäuschung.

  • Ein Wohnhochhaus wie den Foster-Entwurf, durchaus auch etwas höher, könnte ich mir sehr gut auf dem seit über 20 Jahren brachliegenden Bosch-Telenorma-Grundstück am Güterplatz vorstellen. Gerade weil ja auf dem Wohnungsmarkt offensichtlich eine große Nachfrage besteht.

  • ^


    Ja, das stimmt. Der Platz ist ideal für ein Wohnhochhaus. Ich fürchte aber, das Grundstück bleibt weiterhin als Brache liegen. Für die Eigentümer besteht einfach keine Notwendigkeit, das Gelände zu entwickeln.

  • Noch zwei Baufelder für Hochhäuser im Angebot!

    Aurelis Real Estate hat zwei weitere Grundstücke an der Emser Brücke von der Deutschen Bahn AG erworben. Jetzt sucht der Quartiersentwickler Investoren, die auf den beiden Flächen Hochhäuser bauen. Die Baufelder liegen links und rechts der Europaallee und schließen bisherige Planungslücken im Quartier "Boulevard Mitte" (auf dem Quartiersplan gut zu sehen).


    Das nördlich der Europaallee gelegene Grundstück hat eine Fläche von 3.382 m² und ermöglicht bis zu 41.000 m² BGF für Büro und Dienstleistung, das südliche Grundstück umfasst 3.215 m² für maximal 33.000 m² BGF. Beide Baufelder sind Bestandteil des rechtskräftigen Bebauungsplans "Europaviertel West" und können mit Hochhäusern bebaut werden; das nördliche bis 100 m, das südliche bis 80 m Höhe.


    Mit den beiden Hochhäusern will aurelis auch am Ostende des Europaviertels West eine Art Stadttor schaffen, ähnlich wie im Westen auf den Baufeldern 3a und 4a vorgesehen. Weshalb die Flächen nicht gleich mit dem restlichen Rangierbahnhof an Aurelis gegangen sind, ist mir nicht ganz klar.



    hier auf diesem Bild von Schmittchen aus einem vorangegangenen Beitrag sind die beiden Hochhäuser schon als graue Klötze zu sehen (nicht der Blaue Pfeil, sondern ganz rechts unter dem Wörtchen "Ost").

  • Sehr interessant, danke. Wenn man ein bisschen spekulieren möchte: Gut möglich, dass Aurelis bereits Abnehmer oder zumindest ernsthafte Interessenten für die Baufelder hat. Einfach so auf gut Glück wird man die gewiss nicht billigen Grundstücke eher nicht gekauft haben. Wenn ich mich recht erinnere, hat die Bahn die beiden als besonders wertvoll erachteten Hochhausbaufelder damals mit Bedacht im Portfolio behalten, also bewusst weder an Vivico noch an Aurelis (beide zu der Zeit noch Unternehmen des Bahn-Konzerns) gegeben, El Kremada.


    Die Grundstücke auf einem Ausschnitt aus dem Bebauungsplan B850 - die Sockelbebauung darf demnach jeweils sieben Geschosse hoch werden, südlich der Hochhausstandorte ist der historische Wasserturm mit "D" wie Denkmalschutz eingezeichnet:



    Plan: Stadt Frankfurt am Main (amtliches Werk)

  • Kinder- und Jugendbibliothek in den Wasserturm?

    Über die künftige Verwendung des alten Wasserturms wurde hier im Forum schon gerätselt. Es läuft nun offenbar auf eine öffentliche Nutzung hinaus, was sicher eine gute Nachricht ist. Andere ehemalige Wassertürme auf dem Stadtgebiet, wie zum Beispiel die =32940"]Rödelheim oder Eschersheim, sind in Privatbesitz und für die Öffentlichkeit leider unzugänglich.


    Schüler des Bockenheimer Oberstufengymnasiums Max-Beckmann-Schule hatten im Juni 2011 im Rahmen eines Innovationsspiels "Jugend denkt Zukunft" bei aurelis in Eschborn die Idee zu einer Umnutzung des Turms zu einer Kinder- und Jugendbibliothek. Diese Idee wurde dann anhand der Pläne des denkmalgeschützten Turms und der Freifläche zu einem konkreten Konzept für den Umbau weiterentwickelt, das neben der äußeren Gestaltung auch die Innengestaltung und -ausstattung sowie ein Betriebskonzept inklusive des Rahmenprogramms vorsieht. Im November 2011 stellten die Schüler ihr Vorhaben erstmals dem Stadtplanungsamt der Stadt vor. Dort wurde es positiv aufgenommen.


    Die Firma aurelis Real Estate als Eigentümerin des zur Zeit ungenutzten Turms hat nach eigenem Bekunden großes Interesse an diesem Konzept. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es: "Da die Grundfläche des Turmes sehr klein ist, wurden bisher alle Ideen zur Verwendung verworfen. Mit einer Bücherei jedoch lässt sich die gesamte Höhe des Gebäudes gut nutzen. Auch das auf junge Menschen zugeschnittene Leseprogramm begeistert uns, so dass wir die Umsetzung des Vorschlags gerne unterstützen". Demnach möchte aurelis nicht nur das Gelände zur Verfügung stellen, sondern auch eine Anschubfinanzierung von 100.000 Euro beisteuern.


    Ein Photo von 2010:



    Bild: Schmittchen

  • Baufeld 28 - Le Quartier Parigot

    Rund um das Areal des Projekts "Le Quartier Parigot" wird eine Schlitzwand ausgehoben und wie üblich mit einem langsam aushärtenden Tonbrei gefüllt. Sinn dieser Aktion könnte zum einen die Erstellung der Baugrubenwand sein, zusätzlich werden in den noch flüssigen Brei aber auch noch lange, bereits auf dem Gelände liegende Betonpfeiler mit genopter Oberläche eingelassen. Diese werden so fixiert, dass noch ca. ein Meter herausragt. Oben befinden sich Befestigungsanschlüsse (für den Hochbau?).


    Areal mit Schlitzwanderzeugungsmaschine (rechts):



    Ca. 8 Meter lange Fertigbetonteile zum Versenken:



    Das Versenken ist eine ziemlich matschige Angelegenheit, zum Glück hingen die Planen am Bauzaun:


  • Baufeld 28 - Le Quartier Parigot

    Hallo,


    auf dem oberen Bildern wird keine Schlitzwand erstellt, sondern man sieht die Herstellung einer Dichtwand mit Tragelementen. Dazu wird mit dem am Seilbagger befindlichen Schlitzwandgreifer der Schlitz ausgehoben. Der "Brei" der dabei in die Wand gepumpt wird ist die Bentonit-Zement-Suspension. Dies ist die Stützflüssigkeit der Wand. In das flüssige Material kommen dann die Betonfertigteile. Nach dem erhärten der Dichtwandmasse kann die Baugrube ausgehoben werden.


    Bei einer Schlitzwand wird der Schlitz mit einer Bentonit-Suspension gestützt, der kein Zement hinzugefügt ist. Nach dem eine Schlitzwandlamelle ausgehoben wurde, wird ein Bewehrungskorb und ein Fugenelement in die flüssige Bentonit-Suspension eingelassen. Sind diese eingelassen, wird die Schlitzwand betoniert und gleichzeitig die Bentonit-Suspension abgepumpt. Dannach beginnt der Vorgang bei der nächsten Schlitzwandlamelle von vorne.


    Ich hoffe das ging jetzt nicht so weit vom Thema ab und hat den ein oder anderen interessiert.


    Gruß Jan

  • Wohnhochhaus "WestPark1" im Quartier Boulevard Mitte

    Das Projekt wurde hier vorgestellt. Inzwischen wird auf dem Baufeld 22/23 eine Grube ausgehoben. Foto von heute Vormittag:



    Bild: Schmittchen


    Laut Pressemitteilung von Dezember 2013 soll aber erst im ersten Halbjahr 2013 Baubeginn sein. Daher eher nur ein Teil der immer noch laufenden Erschließungsarbeiten, wofür auch die Bagger des damit betrauten Bauunternehmens Faber sprechen.

  • Boulevard Mitte

    Auf dem Grundstück des zukünftigen Wohnhochhauses "WestPark1" wurde das Gelände zwei bis drei Meter tief ausgehoben. Schmittchen hat die Arbeiten hier dokumentiert und schon die Vermutung geäußert, dass es sich eher um Erschließungsarbeiten handelt. Die Arbeiten sind nun abgeschlossen, der umgekippte Bauzaun wurde wieder aufgerichtet. Seitdem passiert dort (erst einmal) nichts weiter.



    Beim Projekt "Le Quartier Parigot" ist die Baugrubensicherung abgeschlossen und der Erdaushub läuft von West nach Ost. Auf dem ersten Bild scheint es, als ob der eine Bagger die Grube aushebt, und der andere sie wieder zuschaufelt:




    Auch wenn ich die Arbeitsteilung nicht verstanden habe, scheint die Sohle auf dem zweiten Foto rechts erreicht zu sein. Für zwei Tiefgaragenebenen sieht mir die Grube etwas flach aus, ich bin gespannt. Die Baugrubeneinfassung schein feuchtigkeitsempfindlich zu sein und wird mit Planen geschützt. Oder ist es wieder anders als ich denke und die Planen dienen als Schutz gegen Austrocknen?




    Bilder von mir.

  • Baugrube Le Parigot

    Weiß jemand, welchen Zweck die Betonwände um die Grube erfüllen? Beim Setzen der Wände konnte man beobachten, dass die Baugrube sehr feucht war. Außerdem sind entlang der Mauern Vorrichtungen installiert, die vermuten lassen, als ob die Wände ein Eindringen von Wasser von außen verhindern sollen. Werden die Mauern nach dem TG-Geschoss wieder entfernt?

  • Die Betonwände dienen als Baugrubensicherung. Sie verhindern, dass Erdreich und auch zum Beispiel das Stellwerk in die Baugrube rutschen. Die Vorrichtungen entlang der Mauern, von denen Du schreibst, sind die Ankerköpfe. Damit die Baugrubensicherung sich nicht zu sehr verbiegt, wird sie verankert. Du kannst Dir das wie einen Dübel vorstellen, der statt in eine Wand ins Erdreich geht.


    Ausführlich wurde diese spezielle Art der Baugrubensicherung hier und hier diskutiert. Schmittchen hat in seinem Beitrag noch weitere Infos von Franki verlinkt. Ich hoffe, da wird auch irgendwo Deine letzte Frage beantwortet.