Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • Ich bin mittlerweile überzeugt, dass Sparda-Tower und später mal ehem. Porsche Design Tower das ganze richtig gut abrunden werden. Die Europaallee wird zwar noch etwas Belebung brauchen aber später sehr großstädtisch wirken.

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    Kommen wir mal wieder zum FAZ-Turm, einer der, nicht nur meiner Meinung nach, besten Neuzugänge der letzten Jahre im Viertel. Das kann man bereits jetzt eindeutig feststellen. Abgesehen von der Form des Baukörpers der auch an gestapelte Bücher erinnert oder einer aufgeschlagenen Zeitung, gemäß dem Motto der FAZ: "Dahinter steckt immer ein kluger Kopf".


    Insofern passt der Turm perfekt zur FAZ.


    Am Südturm wird bereits das vorletzte Regelgeschoss gebaut, über dem dann noch verbleibenden Regelgeschoss wird dann noch die Techniketage, die einem Regelgeschoss optisch ähnelt errichtet.

    Am Überhang des Nordturms wurde bereits die Schiene der Fassaden-Befahranlage eingebaut, wir haben uns gestern nur gefragt wo die Gondel verstaut wird wenn diese nicht im Einsatz ist. Ich glaube ja im Spalt zwischen den Türmen. Man wird es sehen. Evtl. könnte es da aber auch eine ganz andere Lösung geben.


    Dazu einige Übersichtsbilder:


    Bild: https://abload.de/img/faz_0020lkgg.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_003auki4.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_004gmkc6.jpg


    Bild: https://abload.de/img/faz_006xsjy2.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_007mpjed.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_008fekok.jpg


    Hier das sich formende neue Stadttor im Überblick:


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    Ein besonderes Augenmerk würde ich gerne auf die Fassade lenken wollen. Mit die optisch am ansprechendste (Femininum der starken Deklination des Superlativs des Adjektivs ansprechend...kleiner Joke. Gruss an K.) seit einigen Jahren. Die Fassade wirkt aus jedem Blickwinkel (in Kombination mit der außergewöhnlichen Form des Turms) komplett anders. Erstaunlich wenn man bedenkt, dass die Fassade nur die "Farben" Schwarz, Grau und Weiß beinhaltet. Diese sind in unterschiedlich breiten Netz-, und Gitterlinien als auch Flächen ausgestaltet. Sie wirkt edel, wertig und zeitlos. Das Glas wirkt dunkelgrün, ist aber extrem spiegelnd, sodass eher (natürlich je nach vorherschendem Lichtverhältnis) ein bläulicher Ton entsteht.


    Bild: https://abload.de/img/faz_009fyj06.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_010jhk0j.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_0110dkc3.jpg


    Bild: https://abload.de/img/faz_013y5jta.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_012makjz.jpg Bild: https://abload.de/img/faz_01418jgm.jpg



    Stark die Vertikalität betonend, zieht es den Baukörper aufgrund der Fassadengestaltung regelrecht nach oben; der Baukörper wirkt höher als er ist. Stellt man sich vor, der Architekt hätte die Horizontale betont, wäre ein optisch ganz anderes Gebäude enstanden. Und nicht zu dessen Vorteil.



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    Zum Abschluß noch ein Bild aus der Fussgängerperspektive aus Westen. Die Nord-, und Südseite wurde bereits in #902 gezeigt, daher erst das wieder das nächste Mal.


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    Bilder: Adama

  • Weiter geht es mit dem Neubau den Deloitte anmieten wird.

    Die dunkel gestrichene Fassade macht sich in der Umgebung des Boulevards Mitte sehr gut. Nur die massiven Technikgeschosse stören (gut, immerhin sind diese verkleidet), kennen wir aber schon vom Brick gegenüber.

    Jetzt wird die Frage sein, welches Material und welche Farbe die Bänder am Deloitte Neubau bekommen werden. Die Halterungen dafür sind nun fast vollständig angebracht; und das Solid macht auch in der 2. Reihe einen guten Eindruck:


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    Bild: https://abload.de/img/deloitte01rkkam.jpg Bild: https://abload.de/img/deloitte02cekh7.jpg Bild: https://abload.de/img/solid02r5ker.jpg


    Ein kurzer Blick zum Ex-Porsche Design Tower Areal, hier wird für GuP ... ;-)


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    Bilder: Adama

  • Was Adamas Bild zeigt aber was nicht explizit erwähnt wird ist, dass seit mehreren Tagen die Stützkonstruktionen unter den Auskargungen im Westen und im Osten abgebaut wurden:


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    (Bilder von mir)

  • RAW (Stephensonstraße 1)

    Update zur Repositionierung der ehemaligen Deutsche-Bahn-Zentrale Stephensonstraße 1 und zu Beitrag #849: Quest Investment Partners hat dem Projekt den Namen "RAW" gegeben. Eine Anlehnung an den Sichtbeton, der reichlich für die denkmalgeschützte Architekturikone verwendet wurde.


    In einer heute herausgegebenen Pressemitteilung steht ein wenig zum Vorhaben: "Brutal modern und zeitlos: Ziel der Repositionierung ist, die Immobilie [...] zu einem Multi-Tenant-Objekt mit Campus-Charakter umzuwandeln. Die Eingangshalle soll als Kommunikations- und Service-Mittelpunkt dienen, zeitgemäße Gastronomie, Co- Working- und Konferenzflächen das Angebot ergänzen."


    Quest handelt als Asset Manager für einen Dachfonds eines berufsständischen Versorgungswerks. Die Stephensonstraße 1 wird so beschrieben: "Als Sohn des Betonbaumeisters Gottfried Böhm hat der Architekt Stephan Böhm eines der Hauptwerke des Brutalismus in Frankfurt geschaffen. Sechs mit Pavillons verbundene Flügel sowie ein 65 Meter hoher Turm im Zentrum bilden den imposanten Gebäudekomplex aus Beton, Stahl und Glas. Mit seinem ausgeprägten Sichtbeton-Tragwerk, flexiblen Raumkonfigurationen und eindrucksvollen Sichtachsen weist dieser eine hohe architektonische Qualität auf."


    Eine recht interessante Website zum Projekt gibt es inzwischen auch. Demnach sollen auch begrünte Dachterrassen entstehen:


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    Bei den Visualisierungen wurde offensichtlich Wert auf ein besonders kühles Ambiente gelegt. In Sommern mit reichlich Regen sollte es grüner werden.


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    Die Gesamtmietfläche wird mit 51.000 m² angegeben. Die sogenannte Magistrale:


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    Bilder: Stephenson GmbH & Co. / Quest Investment Partners / beyond visual arts GmbH

  • Mit kleinen Mitteln viel erreicht. Es sieht jetzt teilweise sogar gut aus. Aber bitte merken, gezeigt werden nur die Sahnehäubchen. Wie immer, Renderings sind gefährlich. Mit guten Renderings hätte man sogar aus dem Technischen Rathaus eine Perle zaubern können.


    Die grosse Frage hier ist wie das ganze am Strassenrand fuktionieren wird. Bleibt es ein lebloser und in sich geschlossener Koloss (und damit das ganze Viertel tot) oder wird es dort Chancen für Leben geben? Wenn die Architekten das hinkriegen würden, dass der Strassenbereich lebendig, ungeschlossen und menschenfreundlich wird, gäbe es hier noch Hoffnung sogar in der längeren Sicht. Gastronomie etc. müsste dort platziert werden.


    Übrigens ohne die schwarzen Fensterrahmen wäre es besser gewesen. Die neuen filigraneren Rahmen sind deutlich besser, aber minimalistischer wäre wahrscheinlich hier noch besser gewesen.


    Aber egal was passiert, immer wenn ich das Ding mit eigenen Augen sehe denke ich so sah wahrscheinlich Darth Vaders Sommerresidenz aus :lach:

  • Da freu ich mich aber. Schön, dass sich jemand dieser Perle annimmt und die Stärken des Entwurfs hervorheben möchte, statt den Charakter zu verändern. Sowas könnte auch in London, Paris oder New York stehen. Dort wären wahrscheinlich die ganzen Tech-Konzerne Mieter einer solchen Immobilie.


    Fettucine stimme ich was die Wirkung nach außen angeht grundsätzlich zu. Wie man das bewerkstelligen könnte, kann man sich auch denken. Ob es so kommt und ob das im Interesse der Eigentümer liegt wage ich mal vorsichtig zu bezweifeln. Schauen wir mal

  • Ich bin ehrlich froh dass sie dem Gebäude neues Leben geben und es nicht abreissen, wie es, wenn ich mich richtig erinner, mal geplant war.Ich mochte das Gebäude immer und finde dass es mit seiner Mischung aus Postmoderne und Brutalismus ziemlich einzigartig ist.

  • ^ Für mich persönlich ordne ich das Bauwerk dem Bereich "Science Fiction" zu. Mit seiner Formgebung könnte es fast unverändert in einem Film dieses Genres eine Rolle spielen. Durch den Einsatz relativ weniger Mittel wäre das Versetzen des Ensembles in einen optisch wertigen Zustand möglich. Was mich schon seit zig Jahren stört, sind die Verunreinigungen bzw. Vermoosungen auf den Betonpfeilern. Ein paar Reinigungsmittel und Betonfarbe (ich würde "stahlblau" wählen), könnten mit relativ geringem finanziellen Einsatz die optische Eleganz wieder herstellen. Das Design ist einmalig und erhaltenswert. Langweilig geht anders.

  • Ich war nur 1* im Gebäude, kann mich aber daran erinnern das es kalt und zugig war, wird sicher eine Herausforderung das auch energetisch auf einen modernen Stand zu bringen.

  • Update zu den derzeitigen Bauvorhaben - zunächst, da für viele wahrscheinlich interessanter, zum


    FAZ-Tower samt Riegelgebäude


    Das Regelgebäude, bekanntlich zu wesentlichen Teilen ein Holzbau, wächst, wobei derzeit eben auch eher in Form von Beton.




    Die Torfunktion vor der Tunneleinfahrt wird immer besser erkennbar, hier aus Richtung des Lotte-Specht-Parks:



    ZEBRA (Deloitte-Zentrale)


    Mittlerweile sind auch die letzten Gerüste gefallen, daher zunächst ein Bild von der "Rückseite", die Niedernhausener Straße entlang:



    Dann noch einmal die Vorderseite auf der Europa-Allee, mit den Halterungen für die "weißen Zebra-Streifen" ist man mittlerweile ziemlich fertig: