Europaviertel West: Quartier Boulevard Mitte

  • ^Das sollen sie auch gar nicht. Bei einer Gesellschaft wie Deloitte sind die besten Mitarbeiter die, die nie im Büro sind (sondern beim Kunden).


    Diese Sicht der Dinge ist etwas überholt. Seit der drastischen Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) im April 2017 werden externe IT-Berater zunehmend räumlich von internen Mitarbeitern getrennt. Das führt vor allem dazu, dass ganze Projektteams mittlerweile aus den Räumlichkeiten der Beratungen arbeiten. Je zentraler diese Räumlichkeiten umso besser also für die Mitarbeiter. PwC hat es in Frankfurt ja mit ihrem Turm vorgemacht.


    Zudem ist zu beachten, dass Beratungsfirmen externe Schulungen / Workshops / Kongresse ausrichten und ihre Räumlichkeiten auch untervermieten können. Dieser Gesichtspunkt hat sicherlich auch dazu geführt einen größeren und zentraleren Standort in Betracht zu ziehen. Die Lage im Europaviertel macht die Beratung zudem sichtbarer in der öffentlichen Wahrnehmung. In der zweiten Reihe der City-West an der Franklinstrasse war diese Sichtbarkeit jedenfalls nur mit Abstrichen vorhanden, für die weltgrösste Beratungsgesellschaft sicherlich nicht ideal.


    Für das stark im kommende City-West ist der Wegzug verschmerzbar, da die Commerzbank sich gerade durch seinen Digital Campus ausbreitet, wie man es zuletzt bei der Cielo-Anmietung zu sehen bekam.

    Einmal editiert, zuletzt von Golden Age () aus folgendem Grund: Wort vergessen

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    Glaub mir, die allermeisten Berater verbringen immer noch die meiste Zeit beim Kunden. Das wird sich sicher graduell ändern, v.a. durch die Digitalisierung. Aber die meisten Kunden wünschen das so und bis sich mal die digitale Millenial-Generation (die das jetzt schon anders sieht) auf den Chefsesseln ausgebreitet hat, ist der Deloitte-Mietvertrag sicher schon längst abgelaufen.


    Bei PwC im Tower 185 darfst Du nicht vergessen, dass PwC in Deutschland deutlich größer ist als Deloitte. PwC hat man Standort Frankfurt fast 3.000 Mitarbeiter und somit deutlich mehr als Deloitte.


    Was die City-West angeht, mache ich mir da auch keine Sorgen. Im Zweifelsfall werden die Gebäude abgerissen oder umgebaut für eine Wohnnutzung. Ein Kindergarten ist ggü. der Franklinstraße 46 schon da und direkt hinter dem Gebäudekomplex zur Voltastraße hin stehen eh schon Mehrfamilienhäuser. Da könnte man eine schöne Blockrandbebauung schaffen.

  • The Brick, DB Tower

    Auf einem Abschnitt der Brick-EG-Decke könnte man schon spatzieren gehen, die Arbeiten sind auf Straßenniveau angekommen.



    Zu den drei Kränen werden sich in der Nachbarschaft noch weitere hinzugesellen.



    Auf dem Areal für den Tower ist der Kampfmittelräumdienst präsent. In einer Ecke scheint es dadurch zu Verzögerungen zu kommen. An einem anderen Teil sind die Arbeiten schon weiter, hier werden gerade die ersten Gründungspfähle freigelegt.



    Interessante Farben, nicht das übliche betongrau:


  • FAZ Tower

    Vor gut einer Woche bin ich dort noch gemütlich spazieren gegangen, heute werden nach dem Fund einer amerikanischen Fliegerbombe rund 16.000 Menschen evakuiert. Schon verrückt, an was man manchmal unbemerkt in wenigen Metern Abstand vorbeigeht. Die Entschärfung soll gegen Mitternacht abgeschlossen sein.


    Etwa an der Stelle mit dem gelben Bagger wurde die Bombe gefunden.




    Auch das Bauschild habe ich fotografiert:


  • Büro- und Hotelkomplex Europaallee 92 (F.A.Z. / Leonardo Hotel)

    Bereits Mitte Juli wurde hier gemeldet, dass das östlich des Hochhauses für die Frankfurter Allgemeine Zeitung geplante Hotel eines der Marke Leonardo werden soll. Das stand damals auf der Website des Projektentwicklers Paulus. Dieser Eintrag verschwand kurz darauf wieder. Heute folgt nun die offizielle Pressemitteilung der Verpachtung an die Kette Leonardo Hotels. Das sind die Daten:


    • Drei-Sterne-Superior-Hotel
    • 348 Zimmern auf acht Etagen
    • Nutzfläche 14.900 Quadratmeter
    • drei Untergeschosse, Pkw-Stellplätze im ersten Untergeschoss
    • Restaurant, Bar, Terrasse im 2. Obergeschoss für Hotelgäste
    • zwei große Tagungsräume mit insgesamt 500 Quadratmetern
    • Interior Design von Andreas Neudahm
    • Fertigstellung im 3. Quartal 2021


    Visualisierung, gegenüber der bisher bekannten Ansicht wurde der Entwurf weiterentwickelt:



    Bild: Eike Becker Architekten / Bloomimages

  • Danke!
    Positiv: Eingang analog zum Faz Tower an der Kante, Fassadenfarbe, Staffelgeschoss
    Negativ: Versetzte Fenster, wirkt daher wieder unruhig und liebe Architekten: Es ist out.

  • Auch von mir ein Danke fürs Einstellen!
    Das Staffelgeschoss "beißt" sich etwas im Bereich des Übergangs zum/mit dem FAZ-Tower, vor allem weil der Turm dort auch noch einen Überhang hat.
    Für mich fällt das Projekt im Vergleich zum Nachbarn qualitativ eher ab.

  • DB Brick und Tower

    Auf der Fläche des zukünftigen FAZ Towers lohnt es sich noch nicht zu fotografieren, daher ein Blick in die recht tiefe Baugrube des DB-Towers, im Hintergrund das EG des Bricks:


    Bild: https://abload.de/img/008unfvt.jpg


    Bild: Adama

  • Solid Home

    Bin über eine Visualisierung des Solid Homes gestolpert, die wir glaube ich hier noch nicht hatten. Blick von Nord-Ost die Niedernhausener Straße runter:



    Bild: KSP Jürgen Engel Architekten / Bauwerk Capital GmbH & Co. KG


    Ich werde irgendwie nicht warm mit diesem Gebäude... Die Fassade ist zum Glück ruhiger gestaltet als die des Praedium gegenüber, wo sich z.B. ohne Grund unterschiedliche Fensterformate miteinander abwechseln. Aber Materialität, Farbgebung und Fassadengliederung erinnern mich doch sehr an den von mir nicht so gemochten Nachbarn des Solid.
    Die Gliederung durch breite vertikale und horizontale Bänder hätte ich mir bei beiden Gebäuden filigraner gewünscht.

  • Endlich was gewagtes, ein wenig Big-City-Stimmung mit einem hohen Blockrand. Das Gebäude in sich ist jetzt nichts besonders aber es fügt sich gut ein. Bisher finde ich wurden die Strassen hinter der Europa Allee ordentlich vernachlässigt. Versprochen wurde ein urbanes und lebendiges VIERTEL, aber bisher war die Bebauung eher bescheiden und mehr wie in einem Vorort, kaum wenn überhaupt Einzelhandel. Hoffentlich werden wir mehr davon sehen. Auf jedem Fall ist mehr Einzelhandel ein Muss, sonst wird das ganze nie mehr als eine schlafende Vorstadt/Stadtteil von Frankfurt.

  • ^ Kann ich leider nicht zustimmen. Wenn man das überhaupt als einen Blockrand sehen kann, ist es ein sehr liebloser Blockrand. Hier treffen zwei monotone Fronten nach Norden versetzt auf einander. Zum Glück wird das Zebra im Baufeld davor den Blick teilweise auf diese "Wand" versperren und den Blick von der Nordseite der Europa-Allee zum Süden hin gefälliger machen.


    Ich kann nicht nachvollziehen wie man diesem Gebäude, das zumindest auf den Renderbildern sehr viel von der Farbtonalität vom Praedium übernimmt, überhaupt etwas abgewinnen kann.

  • Solid Home

    Auf der Baustelle zum Solid Home wurde ein Fassadenmuster aufgebaut, das ich euch nicht vorenthalten möchte. Heute früh aufgenommen:
    (Vergrößerbar durch klicken)


  • ^ Die weißen Fassadenflächen dürften demnach aus den altbewährten Faserzementplatten bestehen, wie sie auch am Praedium verbaut wurden. Die altern nicht wirklich mit Grazie, und die Montage mit breiten Fugen und leicht sichtbarem Gestänge hinterlässt bereits frisch errichtet einen Baumarkt-Geschmack. Aus profiliertem Alublech dürfte die Balkonumrandung bestehen. Immerhin ist die Brüstung aus Glas.


    P.S.: Immerhin fällt laut Vertriebsseite die Innenausstattung hochwertig aus: Eiche-Parkett gebürstet/geölt, Gira-Schalterprogramm, elektrische Sonnenblenden, Fußbodenheizung, Küchen von SieMatic etc. Die Glasbrüstung soll ein Edelstahl-Profil erhalten, das auf dem Fassaden-Muster bereits zu sehen ist.

  • Ich finde übrigens, dass die im Hintergrund zu sehende ehemalige DB-Hauptverwaltung eines der wenigen erhaltenswerten „Beton-Brutalismus Bauten“ ist. Irgendwie befürchte ich das diese nach einem DB-Neubau an der Europa-Allee abgerissen werden soll.
    Ich finde diesen Bau charaktervoll und irgendwie beeindruckend - wie ein großer Krake.

  • ^genau, wie eine große Krake oder ein Steam-Punk Kraftwerk, vollkommen fehl am Platz und somit eines Abrisses würdig.


    Kann der Fassade des Solids wirklich nichts abgewinnen, wird der des Praediums sehr ähnlich sehen...

  • DB-Tower

    Im neuen LUPP-Report für das Jahr 2018, bei dem es sich nach eigener Aussage um eines der Besten in der 108-jährigen Firmengeschichte handelte, habe ich einige Infos ausgesiebt, von denen ich hoffe, dass sie noch nicht alle bekannt waren:


    • Auftrag für die schlüsselfertige Erstellung des DB-Towers hat die Arge Lupp, Prinzing Elektro- u. Gebäudetechnik und Schmid Innenausbau (noch von Aurelis) Ende September erhalten
    • Die ca. 12 m tiefe und mit Schlitzwand umschlossene Baugrube soll im Januar 2019 vom Tiefbauunternehmen übernommen werden (inwieweit sich der Termin ggf. i. S. Kampfmittelräumung verzögert, entzieht sich meiner Kenntnis)
    • Die Andienung muss über die viel befahrene Europa-Allee erfolgen
    • Bruttogeschossfläche von 47.000 qm
    • 3 UG mit TG für 213 Stellplätze
    • HH sowie die Blockrandbebauung erhalten in den aufgehenden Geschossen tragende Bauteile aus Ortbeton für Wände und Stützen sowie Fertigteile in der Fassade
    • Ca. 28.000 Kubikmeter Beton und 5.000 Tonnen Betonstahl werden verbaut
  • DB-Tower, The Brick, FAZ-Tower

    Die Baugrube für den DB-Tower ist nun wohl weitgehend fertig, soweit ich als Laie das beurteilen kann. Ich versuchs mal: Die Schlitzwand ist rundherum fertig, die Sauberkeitsschicht soweit auch, denke ich. Die Anschlusseisen auf den Bohrpfählen ragen gut sichtbar heraus. Die Bodenplatte könnte also in den nächsten Wochen "gegossen" werden:

    Das Grundturmstück für den ersten Kran ist ebenfalls bereits in der Grube verankert:


    Das "The Brick" im Rohbau:



    Beim FAZ-Tower/Leonardo-Hotel geht es so langsam zur Sache, zumindest kündet die am Bauzaun angebrachte Baustellenordnung nun vom "Baugrubenvoraushub", der nun auch gut ersichtlich ist:

  • Danke für das Update, skyliner. :daumen:
    Der aufgeständerte Kran zeigt die zur erwartende Dicke der Bodenplatte.
    Ich vermute mal das die Bodenplatte für den DB Tower nicht geteilt wird um baulich zwei getrennte Gebäude zu erhalten. Deshalb müsste m. E. die Sauberkeitsschicht noch nach vorne verlängert werden damit die Bewehrung für die Bodenplatte komplett gefertigt bzw. die Bodenplatte in einem Stück gegossen werden kann. Oder liege ich da falsch?