Kleinere Projekte Tempelhof-Schöneberg

  • ^ Ich wollte ja nur darauf hinweisen, dass hier fast jedes mal "gegengekreischt" wird, wenn eine Bürgerinitiative kreischt. Würde dadurch im DAF nicht jedesmal auf solche Proteste aufmerksam gemacht werden, bekäme man sie meist gar nicht mit. :)

  • Haus Crelle vs. 3 Linden

    Zur umstrittenen Bauprojekt Haus Crelle (bzw. Crellestr. 22a, siehe auch #105) hier mal zwei Bilder von der Baustelle. Es dominieren Protestschilder, gearbeitet wurde nicht. Ob das an einem Baustopp liegt oder am Feierabend, weiß ich nicht:



  • Monumentenstraße

    Noch mal Schöneberg.


    Kleist hatte schon dreimal darüber berichtet, und zwar hier: #25, #42 und #103 (zweites Foto). Aber da war die Turnhalle noch nicht fertig, das Wetter grauer und die blauen Sonnenblenden nicht zu sehen. :)


    Westlich der Monumentenbrücke, ungefähr gegenüber der Hochkirchstraße wurde dieses Wohngebäude errichtet. Zumindest die Sonnenblenden bringen Farbe ins Spiel. Zudem wurde südlich daneben eine Sporthalle gepimpt. Sieht ganz okay aus:





  • Marienfelde

    Sportanlage Baußnerweg


    Von der Marienfelder Allee gut sichtbar ,etwa 300 vor der Stadtgrenze bei der Stadtausfahrt über die B 101 befindet sich die Neubebauung der Sportanlage Baußnerweg. Die Aussenanlagen inclusive der Lauf/ Sprintbahnen sind noch nicht fertig.






    Waldsassener Straße
    degewo Neubau von Mietwohnungen im sog.Mariengrün Viertel.Nach Norden erstreckt sich die Großsiedlung Mariengrün,auf der südlichen Seite stehen Einfamilienhäuser.






    eigene Fotos gemeinfrei,hochgeladen mit http://abload.de/

  • Anwohner-Protest im Crelle-Kiez

    [...] die Leute dieses "Forder"-Miljöhs sind scheins nicht reif für das, was sie fordern.


    Ich spreche ihnen also nicht ihr demokratisches Recht zum Protest ab, halte so einen Aufriss wegen 3 Bäumen aber schlicht für Kinderkacke sich profilierender und damit eitler Gutmenschen. [...]


    Gunnar Schupelius von der BZ sieht das offenbar ganz genauso - er kann den Kampf der betreffenden Anwohner um den Erhalt der drei Linden ebenfalls nicht verstehen.


    Ich persönlich kenne die Gegebenheiten vor Ort zwar nicht (beispielsweise, was den "Crelle-Urwald" betrifft), finde die Argumentation von Herrn Schupelius in diesem Fall aber absolut nachvollziehbar. Insofern hoffe ich, dass hier möglichst bald mit dem Bau begonnen werden kann, zumal die Rechtslage ja ebenfalls eindeutig zu sein scheint.

  • Oje...
    Jetzt bin ich also auf Stammtischniveau :cheers: angekommen, wenn die BZ das auch so sieht. Wie unakademisch von mir... ;)


    Schlagwort "Soziale Entmischung":
    Wenn nicht 75 Prozent (wie in dem Artikel attestiert) der Neubewohner aus dem Viertel kämen, sondern es sich wirklich, wie nach Ansicht der Protestierer, um fiese reiche baumtötende Westbonzen (meine Worte) handeln würde, entspäche das doch keiner Entmischung, sondern im Gegenteil einer Mischung des Sozialgefüges im Viertel ?!


    Nur das regt mich an der Sache auf - dümmliche Argumentation mit Schlagworten aus Dampf statt Sachbezogenheit - die Bäume selbst und ihre scheinbare Qualität sind das einzige Argument, was zählt. Das Drumherum mit der üblichen Instrumentalisierung von Kindern ist nur ein Nachbarschafts-Happening von "mutigem zivilen Ungehorsam"...gäääähn.

  • Anwohner-Protest im Crelle-Kiez

    Auch die Süddeutsche berichtet u.a. über den kleinlichen Protest in der Crelle Straße: http://www.sueddeutsche.de/leb…sanierung-krieg-1.1737847


    Ich teile die Meinung des Artikels. Man kann gerne für oder gegen Neubauten und Nachverdichtung sein. Insbesondere wenn sie vor der eigenen Haustüre stattfinden. Was mich stört ist jedoch die Wahl der fadenscheinigen Argumente, die bei solchen Protesten häufig ins Feld geführt werden.
    Der Erhalt von drei Bäumen ist dann gleich aktiv praktizierter Umweltschutz.
    Das Fällen von drei Bäumen ist dann eine negative Veränderung des Mikroklimas...
    Das Verhindern von notwendiger Nachverdichtung ist dann Freiraumschutz.
    Und das vergrätzen von potentiellen neuen Kiezbewohnern nennt sich Bestandsschutz der Sozialstruktur.


    Letztlich kann man die ganzen Wortdrechseleien, die auf ein ach so gut gemeintes Allgemeinwohl abziehlen, in einen Sack packen und egoistische Einzelinteressen (NIMBY) draufschreiben. Nur, das vermarktet sich dann halt nicht so gut.

  • Also ich halte von dem Artikel der Süddeutschen Zeitung überhaupt nichts, vor allem, weil er eine komplexe Problematik sehr verkürzt darstellt.
    Einerseits ist es so, dass ein Großteil der Bauvorhaben in Berlin kaum auf Widerstand stoßen. Selbst große Projekte, wie das Quartier 216 an der Frankfurter Allee mit 430 Wohnungen oder das derzeit im Bau befindliche Quartier 100 in der Gehrenseestraße mit 325 Wohnungen, sind ohne Proteste realisiert worden. Daher kann man kaum davon reden, dass in Berlin ein baufeindliches Klima herrschen würde und dass hier ein "Häuserkampf" toben würde.


    Konflikte gibt es nur, wenn Investoren Projekte planen, die mangelhaft geplant sind und unzureichend in das Quartier eingebunden sind. Die Konflikte, die dann auftreten, lassen sich in der Regel nicht in das Schema "veränderungsfeindliche Altbürger gegen Neubürger" pressen, sondern es geht um sehr konkrete Probleme. Beispielsweise werden Neubauten in Gebieten errichtet, in denen es schon jetzt einen Mangel an Schul- und Kindergartenplätzen gibt, und in denen es auch kaum freie Flächen für entsprechende Neubauten gibt. In dieser Situation ist es dann tatsächlich verantwortungslos, wenn Investoren dann noch mehr Wohnungen bauen, weil dann auch die Neubürger kaum die Möglichkeit haben, ihre Kinder in nahegelegene Schulen oder Kindergärten zu schicken. Wenn es gegen solche Projekte Proteste gibt, dann nutzt das auch den Neubürgern.


    Ähnliche Konflikte treten auf, wenn in Gebieten, in denen es kaum Frei- und Spielflächen gibt, diese wenigen Freiflächen auch noch bebaut werden. Auch diese Proteste halte ich für berechtigt, denn es ist kaum zumutbar, wenn Kinder zum Spielen erst mehrere Kilometer fahren müssen, weil es im Wohngebiet keine Spielplätze gibt.


    Ich denke also, es bringt überhaupt nichts, wenn einige Medien jetzt "Häuserkämpfe" herbeischreiben, sondern es geht vielmehr um die Suche nach Lösungsansätzen, die allen Seiten gerecht werden. Es geht um lebenswerte Quartiere sowohl für Alt- als auch Neuberliner, denn letztendlich habe beide die gleichen Interessen. Ein paar interessante Ansätze in diese Richtung bietet ein kürzlich beschlossenes Positionspapier der CDU, nach dem allein in Spandau in den nächsten zehn Jahren 15.000 neue Wohnungen gebaut werden könnten, und zwar ohne Verdichtung von verdichteten Gebieten und ohne die Räumung von Kleingärten.


    http://www.kai-wegner.de/wp-co…eubau_Positionspapier.pdf


    In die gleiche Richtung zielt das "Lichtenberger Bündnis für Wohnen". Demnach gibt es in Lichtenberg Potenziale für 12.500 Neubauwohnungen.


    http://www.berlin.de/ba-lichte…20130801.0915.387419.html


    Fazit: Wohnungsneubau ganz ohne Krawall ist möglich, und viele seriöse Investoren nehmen ja auch auf die Interessen des gesamten Quartiers Rücksicht. Es sind nur ein paar schwarze Schafe, die für Ärger sorgen.

  • Auch diese Proteste halte ich für berechtigt, denn es ist kaum zumutbar, wenn Kinder zum Spielen erst mehrere Kilometer fahren müssen, weil es im Wohngebiet keine Spielplätze gibt.


    In welchen Gebieten findet man diese Situation vor, die durch erst vor Kurzem fertiggstellte Neubauten hervorgerufen wurden?

  • Klarenbach


    dir ist schon bewusst, dass deine beiden Beispiele irgendiwe nicht passen wollen?


    Wer sollte denn gegen eine Renovierung von einem BahnBlock (Q216) demonstrieren? Das war Bestand und kein Neubau.


    Darüberhinaus sagt der Artikel doch genau das aus, was in der Crellestraße passiert. Alteingesessene Anwohner instrumentalisieren Umweltschutz und fehlende Schulen für ihre NIMBY Vorstellungen. Die Bäume intressiert kein Mensch - sonst wäre der bereich unter den Bäumen nicht so verwahrlost und hätte mehr Aufenthaltsqualität.

  • Und andere Beispiele werden von Klarenbach natürlich verschwiegen, wie bspw. die Cuvry-Brache oder Pettenkofer Ecke Dolziger Straße in Friedrichshain-Kreuzberg... von komischen Typen immer noch nicht akzeptierten und deswegen von diesen regelmäßig "verschönerten" Bauten ganz zu schweigen (Neubauten Choriner Straße und Rigaer Straße bspw.)


    Langsam nervt diese Art der Diskussion (wenn wenigstens eine zustande käme).


  • Konflikte gibt es nur, wenn Investoren Projekte planen, die mangelhaft geplant sind und unzureichend in das Quartier eingebunden sind.


    Wenn es nur so wäre. Gegen fundierte Kritik die über "uns wird der Blick bis an die Ostsee zugebaut" hinausgeht, hat keiner was. Der Artikel richtet sich aber gegen dezidiert irrationale Kritik wie sie aus der linksradikalen Ecke kommt. Deren Aktionen fallen bei mir mit der Motivation wie sie offensichtlich durchgeführt werden übrigens nicht mehr unter "Proteste" sondern unter Landfriedensbruch bis hin zu Terrorismus.


    Es sind nur ein paar schwarze Schafe, die für Ärger sorgen.


    Schlimm genug. Leider gibt es wohl nirgendwo so viele "schwarze Schafe" wie in Berlin, vieleicht noch in Hamburg. Was aber sicherlich ein spezifisches Berliner Problem darstellt, ist die stille Akzeptanz und Sympathiebekundung der Gewalt durch das an den betroffenen Orten meist dominierende links-alternative Milieu.

  • Hier mal ein Foto des betroffenen Bereiches in der Schöneberger Crellestraße. Das Baugelände war vorher abgezäunt und nicht öffentlich zugänglich.Es standen soweit ich mich erinnere ein heruntergekommener,nicht bewohnter Wohnwagen und Unrat herum.
    Seit Ende 2012 ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite,an der Ecke zur Langenscheidtstraße,viel saniert und die Dachgeschoße sind ausgebaut worden.


    Ich halte die Kritik an dem Projekt für überzogen.



    eigenes Foto gemeinfrei

  • Zu Artec: Es gibt natürlich auch jede Menge Neubauvorhaben, bei denen mir Proteste zumindest nicht bekannt sind, z.B. Greta-Garbo-Straße Pankow, Kreuzpfuhl Weißensee, Neubau Einbecker Straße Lichtenberg, Robert-Uhrig-Straße, Carree Parkaue Lichtenberg (Umnutzung und Neubau), Sandino-Hofgärten Sandinostraße, Wasserstadt Spindlersfeld (Umnutzung und Neubau), Truman-Plaza Zehlendorf und und und. Daher meine ich schon, dass in Berlin keine baufeindliche Haltung vorherrschend ist.


    Was ich besonders ärgerlich an dem Artikel finde, ist, dass er Alt-und Neuberliner gegeneinander auszuspielen versucht. Ich nehme überhaupt keine Schwabenfeindlichkeit oder ähnliches war, sondern ich erlebe immer wieder, dass Alt- und Neuberliner ganz ähnliche Vorstellungen von einem lebenswerten Quartier haben und dass sie sich oft gemeinsam in Bürgerinitiativen engagieren. Ich hatte ja schon mal in einem anderen Thread erwähnt, dass beispielsweise der Sprecher der Bürgerinitiative Thälmannpark ein Neuberliner aus Baden-Württemberg ist. Daher finde ich schon die ganze Fragestellung des Artikels zweifelhaft.


    Weiterhin finde ich es fragwürdig, dass in dem Artikel alle Investoren über einen Kamm geschoren werden, als ob alle Investoren gleichermaßen für Ärger sorgen würden. Das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Seriöse Investoren, die einen Neubau in einem bestehenden Quartier errichten wollen, nehmen durchaus Rücksicht auf ihre Umgebung. Sie informieren sich zunächst über das Quartier, prüfen, ob es z.B genug Schul- und Kindergartenplätze gibt, ob es ausreichend Grün- und Spielflächen für Kinder gibt, ob der Neubau von den Bewohnern der Nachbarschaft akzeptiert wird. Das tun sie schon deshalb, weil nur dann sich die Bewohner ihres Neubaus wohlfühlen. Nur ein paar schwarze Schafe, die auf den schnellen Euro aus sind, knallen ohne Rücksicht auf Verluste Neubauten in bestehende Quartiere und nehmen dabei auch Anwohnerproteste in Kauf. Die versuchen dann, ihre Objekte an ortsunkundige Kapitalanlager zu verkaufen und überlassen diese dann ihrem Schicksal. Diese Vorhaben sorgen dann für Ärger, aber sie sind nicht die Regel.


    Zu Saxonia: Woher hast Du Deine Informationen? Ich kenne niemanden, der Brandanschlägen etc. irgendwelche Sympathien entgegenbringt, sondern ich kenne nur Leute, die sich über solche Aktionen ärgern, weil sie eine sachliche Debatte über Verdrängung und soziale Entmischung erschweren. Ansonsten habe ich mir mal die Hompage der Crellekiez-Initiative angeschaut, und da habe ich keinerlei Hinweise auf einen linksradikalen Hintergrund oder Sympathien für kriminelle Aktionen gefunden. Ich denke, man sollte so fair sein, und Initiativen keine Haltungen unterstellen, die sie nicht vertreten.

  • Dass die Nicht-Protest-Baustellen alle ausserhalb des S-Bahn-Ringes liegen und die vermeindlichen Verhinderungsbaustellen alle im Zentrum, möglichst in den beliebtesten Stastteilen, ist aber schon aufgefallen, oder?


    Es sind im Crellekiez sicher keine Linksradikalen sondern klassische NIMBYS (Not in my backyard), die aber - stadtteiltypisch - das Ganze politisch durchwirken. So ist nach der Website des Crellekiezes schon eine Baugenehmigung nach § 34 BauGB "neoliberal" und die Aufstellung eines vorhabenen Bebauungsplanes (ein Instrument, das im übrigen 1990 aus dem DDR-Baurecht übernommen wurde) "forciert neoliberal". NIMBY-typisch ist die Erklärung die Ansichten der Vorhabenträger, die sich auf geltendes Baurecht berufen, seien "objektiv" falsch, gegen die Bevölkerung gerichtet, ungerecht. Der Irrsinn wird in der Kritik des vorhabenen B-Planes deutlich, der der planaufstellenden Kommune ja MEHR Gestaltungsmöglichkeiten gibt, als ein normaler B-Plan: "Ein Verfahren, das sich die Lobby der Immobilienwirtschaft nach einer Experimentierphase auf dem ehemaligen Territorium der DDR in den 90er Jahren in das Baugesetzbuch hat eintragen lassen." (Crellekiez-Seite).


    Zur Spielplatzthematik: Im Umfeld der Crelle 22 sind öffentliche Spielplätze:


    - Crellestraße 18 (120 Meter)
    - Hohenfriedbergstraße 26 (240 Meter)
    - Neue Steinmetzstraße 5 (380 Meter)
    - Crellestraße 24 (300 Meter) und
    - Kurt-Hiller-Park mit Spielplatz (350 Meter)


    Hier davon zu sprechen, dass nach Realisierung des Projektes Crelle 22 die Kinder "mehrere Kilometer fahren müssen, um zu einem Spielplatz zu kommen" (Klarenbach) ist schiere Demagogie.

  • Zu Artec: Es gibt natürlich auch jede Menge Neubauvorhaben, bei denen mir Proteste zumindest nicht bekannt sind, z.B. Greta-Garbo-Straße Pankow, Kreuzpfuhl Weißensee, Neubau Einbecker Straße Lichtenberg, Robert-Uhrig-Straße, Carree Parkaue Lichtenberg (Umnutzung und Neubau), Sandino-Hofgärten Sandinostraße, Wasserstadt Spindlersfeld (Umnutzung und Neubau), Truman-Plaza Zehlendorf und und und. Daher meine ich schon, dass in Berlin keine baufeindliche Haltung vorherrschend ist.



    Ab welchem Verhältnis zwischen baufeindlichen und nichtbaufeindlichen Aktionen darf man dann sagen, ob man es problematisch findet? 1:10? 50:50?


    Ich kann mir langsam denken, warum Du dich auch nicht mehr zum Thema "Gentrifizierung in Plattenbauten" mehr äußerst...

  • Anwohner-Protest im Crelle-Kiez

    "Bei einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland ist immer irgendwas bei irgendwem vor der Tür."


    3 Linden vs. Wohnungsnot: Constance Frei wendet sich im Tagesspiegel gegen die "Schöneberger Wutbürger in der Crellestraße" sowie gegen das Ausspielen von Partikularinteressen auf Kosten des Allgemeinwohls. Im Wesentlichen keine neuen Argumente die Frau Frei ins Feld führt; aber nun...


    Zum Artikel: http://www.tagesspiegel.de/mei…-olle-brache/8753810.html