Kleinere Projekte Tempelhof-Schöneberg

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    Das Thema hatten wir eine Seite zuvor schonmal.
    Im Netz findet sich zudem die Website der BI. Das mit dem unsicheren Baugrund steht dort an letzter Stelle. Ich schätze mal, dass es der BI in erster Linie um den Erhalt der Bäume geht. Und noch mehr Touris wolle man auch nicht im Viertel.


    Im rbb-Beitrag wird die Sache mit dem Baugrund dennoch gerne aufgenommen. Das klingt noch eine Spur wichtiger als die Rettung von Bäumen.
    Ob man für den Neubau nun extra einen vorhabenbezogenen B-Plan braucht? Das mit dem Baugrund lässt sich doch sicherlich im Vorfeld der Baugenehmigung regeln.


    PS Seit wann berechnen Statistiker die Statik eines Gebäudes? :D

  • Interessant ist, dass die im dürftigen Impressum genannte Verantwortliche der BI nicht einmal in Schöneberg wohnt. Hier soll wohl eher politisiert werden, als tatsächliche Anwohnerinteressen vertreten werden.

  • ^ grausig! Gegen jede Stadtreparatur und sei sie noch so sinnvoll, gründet sich gerade in Schöneberg oder Kreuzberg eine Bürgerinitiative. Die sollten sich mal für eine schöne Fassade an dieser prominenten Ecke einsetzen! Die Eckbebauung ist hier geradezu ein Muss!

  • PS: Seit wann berechnen Statistiker die Statik eines Gebäudes? :D


    Seit sich Leute beim Sprechen einfach mal verhaspeln.


    Eine Bebauung ist keineswegs ein Muß. Dieser Freiraum dort hat durchaus Atmosphäre. Könnte vielleicht noch verbessert werden.

  • Natürlich ist die Bebauung ein Muß. Warum sollte es an jeder dritten Ecke ein Brache geben? Die Bebauung würde für weitere Urbanität, wofür Berlin teilweise als größte Stadt Deutschlands steht, sorgen und gleichzeitig Steuergelder einbringen.

  • Die Bebauung ist kein Muß, da Brüche ebenfalls typisch für das Berliner Stadtbild sind. Viele der Nachkriegslücken wurden bereits geschlossen. Zudem ist diese Ecke recht stimmig eingerichtet und hat Tradition. Einspruch abgelehnt.

  • An so einer großen Kreuzung hat eine Bebauung nahezu nur Vorteile. Wenn man Bombenlücken mit Brandwänden überhaupt als Grünflächen erhalten sollte, dann nur in sehr dichten Kiezen und in Nebenstraßen, wie es teilweise im Prenzlauer Berg und Friedrichshain speziell für Spielplätze o.k. ist. Ansonsten sind andere Lösungen, wie kleine öffentliche Grünflächen innerhalb von Blöcken städtebaulich vorzuziehen. Oder man schafft wenn möglich Platzsituationen mit Grünflächen, indem man Brandwände zustellt und zur Straße hin öffentlichen Raum freilässt. Dies wäre auch hier gut möglich, jedoch an der Verkehrsschneise nicht attraktiv.


    Man muss sich ja nicht künstlich blind geben gegenüber eindeutigen städtebaulichen Nachteilen und sie als charakteristische Brüche idealisieren. So eine Position erscheint mir eher primitiv. Natürlich hat Berlin viele Brüche. Mit den Brachen sollte man jetzt aber langsam mal aufräumen, wenn es denn tatsächlich ein nennenswertes Wachstum in der Stadt gibt.

  • Schöneberg - Crellestraße 22 - Ecke Langenscheidtbrücke

    Beim Bau des Haus Crelle geht es sichtbar nicht bedeutend voran. Seit Backsteins Beitrag vom 30.07. hat sich äusserlich nichts getan, die Baustelle sieht von außen betrachtet sehr aufgeräumt und leer aus. Ich wohne in der Nähe, komme aber meist erst am Abend dort vorbei, so dass ich zu Bauaktivitäten nicht viel sagen kann. Ein Bekannter und eine Nachbarin sagten, dass dort z.Z. nur wenig sichtbare Bautätigkeit stattfindet.



    Haus Crelle by Kleist D, on Flickr



    Haus Crelle by Kleist D, on Flickr



    Haus Crelle by Kleist D, on Flickr

  • G86 - Bauprojekt Gottlieb-Dunkel-Str. 68 Tempelhof/Neukölln

    Es wurde hier einmal kurz erwähnt, aber nicht weiter verfolgt oder kommentiert:


    http://www.mrp-berlin.de/G68.html


    Hier entstehen 3 Wohnhäuser mit insg. ca. 33 Wohnungen. Ich plane dort zu kaufen und es wird gerade begonnen zu bauen. Für mich ein tolles Projekt - gibt es andere Interessenten und Meinungen?


    Insbesondere die Stadtentwicklung ist hier natürlich ein wichtiges Thema. Noch ist es einigermaßen traurig dort, vor allem was die leerstehenden Gebäude des ehemaligen Neuköllner Frauenkrankenhauses betrifft. Doch auch dort soll in Zukunft gebaut werden:
    http://www.comerhomes.de/projektbeschreibung.php?id=5#


    Ich freue mich über Kommentare und Meinungen dazu!

  • Na, da muss man schon ziemlich ästethisch schmerzfrei sein, wenn man sich im Eigentum für so einen 70er-Jahre-Bunker entscheidet. Aber der Steuerer ist erfahren und hat bis dato seine Projekt im Finanzrahmen umgesetz, so dass keine Dramen wie beim Möckernkiez zu erwarten sind.


    Neben der Ästethik muss man natürlich damit rechnen, dass die Fassadenplatten nach 10 Jahren oll aussehen und ggf. nach 20 Jahren ersetzt werden müssen. Aber damit müssen Käufer einer Patzschke-Styropor-Fassade im Gründerzeitstil ja auch rechnen, nur mjs da ggf. das Polysterol runter.

  • Naja, ich glaube die Visualisierung auf der Projektseite entspricht auch nicht ganz dem derzeitigen Planungsstand - ich finde die Gestaltung eigentlich ansprechend und modern. Natürlich ist das Neubau und sieht auch irgendwie aus wie Neubau. Und das Ganze ist natürlich auch ganz stark eine Geschmacksfrage.


    Den Hinweis zur Fassade nehme ich aber dankend an und spreche das mal an. Ich glaube das ist noch nicht abschließend entschieden, wie genau die Fassade aussehen wird. Das hier sagt die Baubeschreibung:


    1.10 Fassade
    Die Außenwände erhalten eine Bekleidung mit einem Wärmedämm-Verbundsystem, Dicke der Dämmung ca. 12-20cm nach Erfordernis des Wärmeschutznachweises. Die Beschichtung des Dämmstoffes erfolgt mit einem mineralischen Oberputz. Die Anstriche der Schlussbeschichtung werden systemkonform ausgeführt.


    Auf der Gartenseite kommt zwischen den Fenstern im Bereich der Terrassen und Balkone nach gestalterischer Erfordernis Alternativ eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade zur Ausführung. Die Fassadengestaltung erfolgt in Abstimmung zwischen Verkäufer und Architekt.


    Der Sockel wird im Spritzwasserbereich in Perimeterdämmung ausgeführt. Der Verlauf der Perimeterdämmung an den Kelleraussenwänden und seine Weiterführung im Bereich erdberührter Teile wird nach Erfordernis des Wärmeschutznachweises ausgeführt.


    Bemessungswerte und Materialstärken folgen dem Wärmeschutznachweis und den Brandschutzanforderungen.

  • Marienfelde "Mariengrün"

    In der Siedlung Mariengrün, einer typischen 60er und 70er Jahre Großsiedlung am Stadtrand, hat die Degewo einen Neubau errichtet und einen Großteil ihrer Bestandsbauten saniert.


    Der Neubau befindet sich in der Waldsassener Straße, Ecke Phabener Weg und fällt auf den ersten Blick gar nicht als solcher auf.
    Die Fotos sind von Oktober, ich hatte sie bisher nur noch nicht gepostet.


    Der Neubau.



    Siedlung Mariengrün by Kleist D, on Flickr


    Die Umgebung mit den sanierten Bestandsbauten.



    Siedlung Mariengrün by Kleist D, on Flickr



    Siedlung Mariengrün by Kleist D, on Flickr

  • Sehr ärgerlich, dieser Neubau! Warum diversifiziert man das Angebot in der Gegend nicht, baut etwas zeitgemäßeres und versucht die (offenbar) gesichtslose Gegend aufzuwerten? Stattdessen baut man in dem überholten 70er-Jahre-Abstandsgrün-Wohnmaschinen-Stil weiter. Sehr einfalls- und ambitionslos.

  • ^ Wieso, ist doch nicht schlimm. Passt in die Gegend und sieht nach zweckmäßigen und bezahlbaren Wohnungen aus. Soll man da jetzt eine Fellini-Residenz oder ein Cantian-Eck dazwischensetzen? Wenn man schon an der Peripherie ist, muss man nicht auch noch zu sehr verdichten.


    Manch ein Hofbereich der Neubauten in der Gegend Inselstraße/Wallstraße (Luisenstadt) sieht auch nicht so sehr anders aus.


    Hier noch die degewo-Webseite zur Wohnanlage Mariengrün.

  • Nein, natürlich nicht, es geht mir eher um die Gestaltung / Wirkung des Gebäudes. Wird denn der Wohnraum unbezahlbar, sobald die Gestaltung über vier Wände und weiße Farbe hinausgeht? Nein, natürlich nicht, die Gestaltung ist wohl eher Absicht in Anbetracht der Umgebung. Aber gerade hier hätte eine markantere, persönlichere und schönere Getaltung gut getan. So bleibt es eine Ansammlung weißer eigenschaftsloser Kisten, die alle gleich aussehen (den Fotos nach zu urteilen). Ich habe auch das Gefühl, in vielen Köpfen ist noch verankert, dass bezahlbarer Wohnraum auch so aussehen muss (und nicht weil es notwendig wäre).

  • Dieses Einheitliche wird ja z.T. (will heißen: von manchen) sogar geschätzt. Ich fände es aber dennoch wünschenswert, wenn zumindest einige subtile Akzente gesetzt werden. Gerade dieser Bau wirkt eher noch liebloser als die sanierten Bestandsbauten. Theoretisch hätte man ja innerhalb eines gewissen Kostenrahmens sicher alle Möglichkeiten gehabt, um dann bis auf den zart angedeuteten Minisockel und die Rahmen an den Eingangsbereichen keine davon zu nutzen...

  • Baubeginn Gottlieb-Dunkel-Straße

    In der Gottlieb-Dunkel-Straße wird nun gebaut, 8 der 11 Wohnungen im ersten der drei Häuser (Haus A) sind bereits verkauft.



    G86 - Bauprojekt Gottlieb-Dunkel-Str. 68 von Konradin Resa auf Imgur



    G86 - Bauprojekt Gottlieb-Dunkel-Str. 68 von Konradin Resa auf Imgur



    G86 - Bauprojekt Gottlieb-Dunkel-Str. 68 von Konradin Resa auf Imgur



    G86 - Bauprojekt Gottlieb-Dunkel-Str. 68 von Konradin Resa auf Imgur

  • In der Kolonnenstraße 5-6, nahe der S-Bahn Julius-Leber-Brücke sind so eben die Gerüste gefallen. Zum Vorschein kommt ein wahres Kleinod der Berliner Jugendstilarchitektur. Zum Glück ist die Fassade nicht unter einer dicken Isolierschicht verschwunden.