Charlottenburg, Charlottenburg Nord, Westend | Kleinere Projekte

  • ^ Die Verwendung von Lisenen als Gliederungselement gefällt mir, aber die Proportionen wirken auf mich etwas unstimmig. Die Fenster sind klein und liegen dicht beeinander, wodurch der obige Teil sehr gedrungen wirkt. Die Rundbögen im Sockel gefallen mir, aber man hätte vielleicht anderswo auf der Fassade die runde Form wieder aufnehmen müssen. Und mir ist aus den Renderings unklar, welche Farbe die Fensterrahmen oberhalb des Sockels haben. Grau? Weiß? Ich finde, ein dunkles Grau wie im Sockel würde wohl am elegantesten und stimmigsten wirken. Insgesamt nicht schlecht, aber da wäre noch etwas Luft nach oben gewesen, wie ich finde. Die Wirkung des fertigen Gebäudes wird freilich auch sehr stark von der Qualität des Putzes abhängen... hoffen wir auf das Beste. Gegenüber dem Vorgängerbau ist es jedoch auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung. :)

  • Die Kantstraße ist wirklich ein Trauerspiel. Da blutet einem immer das Herz. In weiten Teilen wirklich sowas von Hässlich, Grau und heruntergekommen. Wenn nicht einige wunderschöne Gründerzeitbauten und Highlights wie der Savignyplatz die Kantstraße säumten - würde ich da für Geld nicht lang laufen. Ich finde wenn Stadtreparatur dann doch besonders in der Kantstraße nötig und sinnvoll und würde West-Berlin gut tun. Es gibt natürlich den Ku-Damm - aber gerade in anbetracht dieser Prachtstraße ist mir es bis heute ein Rätsel warum man viele Häuser gerade am Ku-Damm und in der Kantstraße in diesen teils armseligen Zuständen belässt. Haus Marianne ist da ein schönes Beispiel wie Stadtreperatur aussehen kann, allerdings auch hier wieder "Luxus-Segment Only" (Mir ist klar das das nur bedingt beeinflussbar ist, aber offensichtlich ist es, daß etwas getan werden muss)

  • Ich bin gern auf der Kantstrasse unterwegs und zumindest bis zur Wilmersdorfer ist sie über die letzten Jahre hübscher geworden und viele Gründerzeitler wurden schon saniert. Der Bau der hoffentlich nun weicht ist einer der "Schandflecke" auf der Strecke. Leider geht's auch bei den Kantgaragen nicht weiter und was Corona übriglässt sei dahingestellt...

  • Ich halte die Kantstrasse neben der Tor- und Potsdamer Strasse für eine der spannendsten und zukunftsträchtigsten Strassen Berlins. Dort ist jeweils eine originäre, lokal verwurzelte urbane Mischung entstanden. Das hat viel mehr Zukunft als die durchfilialisierten, standardisierten Angebote eines Tauentzien oder eines Kurfürstendamm. Was es dort gibt, gibt es in identischer Form überall auf der Welt. Nein, in den wirklich internationalen Einkaufsstrassen sogar in wesentlich besserer Form. Die letztgenannten Strassen werden obendrein sehr stark und sehr viel mehr unter dem Wachstums des E-Commerce leiden. Man kann also nur hoffen, dass sich die Kantstrasse mit ihrer Mischung aus Trash und Stil, aus Verfall und Luxus, aus Entertainment und Shopping weiter so entwickelt wie in den letzten Jahren. Dazu darf es dort nicht zu schnell zu teuer werden. Teil der Mischung in allen drei Strassen ist übrigens auch die relative Co-Existenz von Radfahren, Bus, Fussgängern und Individualverkehr (von den Flächen her neu verhandelt). Ich kenne keine Fussgängerzone in der Welt, in der sich eine solche urbane Mischung je entwickelt hätte. Daher halte ich übrigens auch die "Fussgängerzone" für den Sargnagel für die Friedrichstrasse. Ein "Dadacafe", zum Beispiel, gibt es in der Kantstrasse - niemals in einer Friedrichstrasse.

  • Die Kantstraße assoziiere ich mit Stilwerk (siehe Bild), Theater des Westens (siehe Bild) und Kantdreieck (nix Bild). Zumindest der östliche Teil der Straße, der nicht zu weit vom Breitscheidplatz entfernt ist, erscheint belebt, attraktiv und urban.


    Bilder: Architektur-Fan

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    Mehr Bilder aus Berlin gibt's hier:

    Berlin by Architektur-Fan

  • Die Kantstraße assoziiere ich mit Stilwerk (siehe Bild), Theater des Westens (siehe Bild) und Kantdreieck (nix Bild). Zumindest der östliche Teil der Straße, der nicht zu weit vom Breitscheidplatz entfernt ist, erscheint belebt, attraktiv und urban.

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    Aber das was Du meinst sind doch nur ca. 100 m einer doch ähnlich langen Strasse wie der KuDamm eine ist, wenn man im oberen Bereich auch noch die Neue Kantstrasse miteinbezieht, was man recht eigentlich auch muss. Für mich ist die Kantstrasse die kleine Schwester des KuDamms mit tollen Garten und Parkanlagen wie Lietzensee und Savigny Platz nicht zu vergessen die Anlage und repräsentative Bebauung um das Amtsgericht herum. Das ist wirklich altes großbürgerliches Westberlin. Auch wenn nicht alle Gebäude mehr dem Historismus entsprimgen, es finden sich auch fantastische Vertreter der 50er bis 80er Jahre darunter.

  • Neubau UW Charlottenburg / Servicepoint Darwinstraße
    (Bürogebäude mit integrierter Schaltanlage)

    Zuletzt hier


    Und noch ein weiteres kleines Update im Charlottenburg-Strang:

    A diesem aus meiner Sicht gar nicht mal so schlecht gestalteten Neubau geht es gut voran, auch der Sockelbereich wird allmählich fertig:


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  • Bau einer Verbindungsbauwerks (Brücke) für die JVA Plötzensee über den Friedrich-Olbricht-Damm

    Ein interessantes kleines Projekt: Die bauvorbereitenden Arbeiten laufen schon ziemlich lange, auch das Bauschild steht hier schon seit geraumer Zeit. Jetzt geht es aber richtig los. Der Friedrich-Olbricht-Damm ist deshalb zurzeit für Kfz gesperrt.


    Die stegartige Verbindungsbrücke für Personal (und Insassen?) wird in der Mitte schwenkbar, damit gelegentliche Schwertransporte darunter her fahren können, wie das Bild auf den Bauschild zeigt:


    knastbruecke_fod02.jpg


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    knastbruecke_fod03.jpg


    knastbruecke_fod04.jpg

  • Die im Forum schon an mehreren Stellen diskutierte Überbauung von Supermärkten mit Wohnungen im innerstädtischen Bereich, scheint nicht überall auf Gegenliebe zu stoßen. Hier an der Gervinusstraße könnte der Lidl mit immerhin 143 Wohnungen überbaut werden. Jetzt hat sich eine Bürgerinitiative dagegen ausgesprochen mit dem Argument, dass der Kiez schon "genug verdichtet" sei.


    Ein kleiner Artikel dazu auch in der Berliner Woche und der Morgenpost (Bezahlschranke)

  • Echt jetzt? Ich kenne die Ecke zwar nicht und kann mir die Lage vor Ort schwer vorstellen aber das klingt doch sehr nach Besitzstandswahrern, die um ihre angestammten Rechte fürchten, bauen ja aber bitte nicht bei mir.


    Ich finde die Bebauung auf Trümmergrundstücken mit Lebensmittel- und Tankstellenbungalows eher völlig Zeitfern und in Zeiten knapper werdender innerstädtischer Baulandflächen empfinde ich solche Haltungen die diesen Flächenfrass konservieren wollen eher egozentrisch und ignorant.

    Man müsste mal Grafiken vom Istzustand sehen um die Lage hier richtig einschätzen zu können, die Argumente der Initiative gegen die Bebauungspläne ließen sich sicherlich auch architektonisch lösen oder abmildern.

  • Also, ich habe in Madrid lange in Embajadores gelebt, 43.000EW/km2- ich frage mich, wie ich das ausgehalten habe, wenn da schon bei 12.000EW gejammert wird.