Breslau und Schlesien: Bauprojekte und Stadtplanung

  • EKZ am Dominikanerplatz

    Am Ostende der Olawska-Straße (am Dominikanerplatz) wird derzeit ein Einkaufszentrum errichtet. Das auf der Google-Karte und auf den Fotos 2./3. sichtbare heruntergekommene Gebäude ist eine alte Adelsresidenz:







  • B&B-Hotel am Dominikanerplatz

    ^ Auf dem dritten Foto sieht man links die Fassade eines neu errichteten B&B-Hotels - zwei Fotos aus der Nähe (auf dem ersten links - ein Gymnasiumsgebäude aus der Vorkriegszeit):







    In Deutschland werden die Hotels der B&B-Kategorie meist weniger anspruchsvoll gestaltet. Der Wille, sich dem benachbarten Schulgebäude anzupassen, ist unübersehbar.

  • Musiktheater Capitol

    Das zuletzt unter #13 gezeigte Musiktheater Capitol ist inzwischen fertig. Ich finde vor allem das Atrium, in das einige Altbau-Wände integriert wurden, großartig:









  • Narodowe Forum Muzyki

    Das zuletzt unter #15 gezeigte Kulturzentrum hat inzwischen Fenster bekommen, doch fertig ist es noch nicht:







  • Bürobau in der Altstadt

    ^ Wenige 100 Meter westlich vom Narodowe Forum Muzyki, ebenfalls in der Altstadt, wurde in den letzten Jahren dieser hier noch nicht gezeigte Neubau errichtet. Zuerst bereitete er mir als unpassend Bauchschmerzen, inzwischen habe ich mich ein wenig gewöhnt:







    Der Blick vom Hof in die Richtung der Altstadtpromenade:





    Die Straßenseite:



  • Aquarius Business House

    Das Büroensemble wurde zuletzt unter #14 gezeigt - auf dem ersten Foto links war ein Teil noch eingerüstet und verhüllt. Inzwischen sind die Gerüste weg, die Büros bezogen:







    Die hintere Seite - an die blinde Wand muss wohl noch etwas angebaut werden:



  • Geschäftshaus an der Olawska-Straße

    Aus der zuletzt unter #20 gezeigten Baustelle ist ein nettes postmodernes Geschäftshaus mit Fassaden aus Naturstein und Glas geworden - die entstandenen horizontalen Fensterbänder sollten wohl zum benachbarten Haus im Stil der frühen Moderne passen - tun es auch. Besonders toll finde ich die Skulptur über der gerundeten Ecke - so werden die Moderne und die Postmoderne gekonnt verbunden:



  • Universitätsbibliothek

    Noch nie gezeigt - die neue Universitätsbibliothek am Oderufer, dahinter ein Bürogebäude:





    Das Bürogebäude näher - die gleiche Rasterfassade wie überall in Deutschland:



  • Hotel am Dom

    ^ Wenige 100 Meter weiter westlich von der zuletzt gezeigten Stelle, am Dom, wurde ein Gesundheitszentrum aus den 1970er Jahren im typischen Look abgerissen - dort soll ein *****-Hotel gebaut werden. Die Bauarbeiten beginnen erst:



  • U-Bootbunker und Rasterfassade. Ich war immer der Meinung in Polen baue man Traditionsbewusster. Jetzt nähert man sich anscheinend auch in Polen dem deutschen Stil.

  • ^ Es ist wohl ein internationaler Stil, der in Deutschland besonders einfallslos umgesetzt wird - was man in Polen vielleicht kreativer tun könnte, aber tatsächlich oft Vorbilder aus Deutschland nachgeahmt werden (wegen der Nähe). Ich bin gespannt, wann Profilleisten usw. in Polen ankommen.


    Kurz nach der Wende gab es in Breslau eine Zeit der bewußt bunten Postmoderne - es hiess, die Stadt sei grau und düster (ganz zurecht). Ein typisches Wohnhaus im Süden der Innenstadt aus dieser Zeit:





    Das Kaufhaus Solpol von Wojciech Jarząbek aus dem Jahr 1993 an der Schweidnitzer Straße inmitten der Altstadt:





    Die Millennium Towers aus den Jahren 2004-2014 im Westen der Stadt:







    Für viele gegenwärtige Projekte ist der lokale Stararchitekt Mackow typisch - einige sind zumindest ordentlich, die anderen Architekten bewegen sich beim ähnlichen Stil auf niedrigerem Niveau. Zu den mE gelungenen Entwürfen Mackows gehört die Erweiterung des Renoma-Kaufhauses - der Teil rechts von den bunten Glasflächen (Seiteneingang) wurde im Moderne-Stil bis 1930 errichtet:





    Der Anbau im Inneren:



  • EKZ am Dominikanerplatz

    Unter #21 wurde der begonnene Neubau eines Einkaufszentrums am Dominikanerplatz gezeigt - inzwischen ist der Rohbau fertig. Die Visualisierungen auf dem Bauzaun zeigen eine schwarze Fassade mit langen horizontalen Fensterbänden, die ich für eine Altstadt unpassend finde. Mir ist klar, dass man an die Kaufhäuser der Moderne anzuknüpfen versucht, die in der Nähe vor fast 100 Jahren entstanden sind, doch diese waren kleiner dimensioniert - es ist nicht nur die Fassadengestaltung, sondern auch das Fehlen der Kleinteiligkeit. Außerdem - damals war ähnliche Gestatung Weltneuheit, heute ist es nur Kopieren der Nachahmung des Abklatsches:









    Zwischen der Kirche und dem Neubau sieht man den sanierten und umgebauten Palast:





    Bei Gelegenheit sieht man, wie störend Durchgangsstraßen durch eine Altstadt wirken - die Ost-West-Straße wurde Anfang der 1970er durchbrochen, dabei wurden einige alten Häuser zerstört, die die Festung Breslau überlebt haben. Theoretisch ist derzeit ein Rückbau geplant, doch bislang passiert nichts.

  • Hotel- und Bürokomplex Wisher Enterprise am HBf - Endzustand

    Das Projekt wurde zuletzt unter #16 gezeigt - inzwischen ist es fertig; ein Hotel und Büros sowie ein Lebensmittelmarkt im KG sind eingezogen:











    Unter #16 habe ich auf dem vierten Foto eine alte Werbesäule gezeigt und gerätselt, wie lange diese überleben könne. Sie überlebte nicht nur, sondern wurde als Zierde vor den Haupteingang versetzt:





    Passende Leuchten:





    Hier spürt man die Dynamik der interessanten Form:













    Auf dem vorletzten Foto sieht man ganz gut die bunten konischen Säulen im Frühstücksraum des Hotels (1. OG).

  • Sky Tower

    Wie ich festgestellt habe, den 2012 fertiggestellten Wolkenkratzer Sky Tower sieht man auf vielen Fotos im Hintergrund, doch er wurde hier noch nie vorgestellt. Er hat 50 Geschosse und 212 Meter Höhe, womit die Wikipedia ihn momentan auf der 26. Position der Liste der höchsten Hochhäuser Europas auflistet. Über einem Einkaufszentrum gibt es Büros und 236 Wohnungen sowie eine Aussichtsplattform. Der Segel ist 54 bis 92 Meter hoch:











    Der Eingang mit einer Skulptur von Salvador Dalí:





    Die Fassadengestaltung des EKZ-Sockels wirkt mE bunkerartig:







    Der Seiteneingang (vom Westen) zum EKZ, links davon der eher unscheinbare Zugang zum Turm:





    Die suboptimale Fassadengestaltung des Sockels ist besonders gut vom Süden sichtbar:







    Im Inneren:









    Der Blick durch das EKZ-Glasdach auf den Turm:





    ...und auf den Segel:





    Die Fernwirkung - aufgenommen vom Dach eines Kulturbunkers im Westen der Stadt. Die weißen Galeriehäuser mit Aufzugsschacht-Türmen links sind bis zu 16 Geschosse hoch - man sieht sie besonders gut unter #6 auf dem zweiten Foto links:





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    Einige Fotos von der Endphase der Bauarbeiten Anfang 2012 findet man hier

  • Finanzamt-Hochhaus an der Straße Powstańców Śląskich

    Das Projekt wurde zuletzt unter #18 gezeigt, inzwischen ist das Gebäude fast fertig:









    Die Wirkung zwischen zwei anderen Hochhäusern - die doch etwas interessanter gestaltet scheinen:



  • Hotel an der Straße Powstańców Śląskich

    ^ Unter #19 wurde die Endphase einer Baustelle ca. 100 Meter südlich vom Finanzamt gezeigt, die ich zunächst mangels Beschilderung für einen Bürobau hielt. Inzwischen ist das Gebäude fertig, dort ist ein Hotel eingezogen. Auf dem zweiten Foto sieht man links (hinter dem Ende der Straßenbahn) eine zweigeschossige blinde Wand, die mE an der einstigen Prachtstraße absolut unangemessen wirkt:





  • Centrum Poludniowe

    ^ Die Baustelle auf der anderen Seite der Straße Powstańców Śląskich wurde zuletzt unter #10 gezeigt - eine längere Zeit passierte dort nichts. In den letzten Monaten wurde die Betonkonstruktion des ersten Wohnhauses errichtet, seitdem werden die Außenwände gemauert - in Prinzip ein 0815-Klotz wie manche Wohnanlagen auch in Deutschland:













    In der Nachbarschaft wird eine KiTa erweitert - im Hintergrund sieht man, aus welchen Plattenbau-Wohnblöcken die Umgebung besteht:





    Während das Projekt übersetzt Südzentrum heisst, der Neubau scheint reine Wohnfunktion zu haben - nicht mal Läden im EG.

  • Hotel Piast am Hauptbahnhof

    Unter #17 zeigte ich auf den beiden letzten Fotos den Umbau und die Renovierung des Hotels Piast - dabei wurde mW die ursprüngliche Fassadengestaltung wiederhergestellt. Die Fassaden sind sehr schön geworden:





    Näher ran:





    Ein unskaliertes Foto in großer Auflösung, damit man besser die Details sehen kann:


  • Wroclaw101

    ^ Praktisch gegenüber dem umgebauten Hotel gibt es einen mindergenutzten Platz mit eingeschossigen Verkaufspavillons aus der Ära der Ewigen Mängel an Allem - die inzwischen geräumt wurden. Dort wird das Geschäftshaus Wroclaw101 errichtet - die rautenartige Verglasung wirkt mE belebend:







    Ganz in der Nähe gibt es einen Platz, auf dem schon mal betoniert wurde - mich wundert, dass man dennoch keine Baugrube sieht, im Zentrum einer 600+ Tsd.-EW-Stadt kann ich mir nur unterkellerte Bauten vorstellen. Hoffentlich wird nicht einfach (in der Nähe der Bahngleise) bloß ein eingeschossiger Verkaufspavillon errichtet, was schon mal auch in Deutschland vorkommt?



  • Musiktheater Capitol

    Unter #23 zeigte ich das fertig umgebaute Musiktheater Capitol. Seitdem wurde auf dem Platz vor dem Theater aus stilisierten roten Buchstaben das Wort Teatr (für Theater) aufgestellt - mit Qualitäten eines Kunstwerks:









    Die Bude scheint gut zu laufen. Meine Frau und ich wollten eine Vorstellung des Musicals Nine besuchen, am Morgen waren buchstäblich alle Plätze ausverkauft. Zum Vergleich - zum Düsseldorfer Schauspielhaus habe ich mal was von 39% Auslastung gelesen.