Mainzer Landstraße zwischen Taunusanlage und Platz der Republik

  • ^ Das ist eine sehr gute Nachricht für die Ecke. Der Entwurf sieht einerseits solide aus - brav mit gut erkennbarem Haupteingang in der Mitte, alles symmetrisch -, andererseits versprüht die organisch wirkende, dreidimensionale Fassade Zeitgeist. Schön finde ich auch ihre edle Einrahmung mit geriffeltem Stein. Die "viereckigen Waben" dürften aus TextilfaserBeton o.ä. bestehen, dem man gut solche außergewöhnliche Formen geben kann.


    Das Grundstück liegt übrigens gegenüber dem Alkmene-Haus (Karte). Den jetzigen Zustand sieht man schön mit Google Street View.


    Die Nachricht zur Mainzer Landstraße 27 könnte bedeuten, dass wir den aufregenden Entwurf von Faller & Krück ad acta legen dürfen. Siehe entsprechende Beiträge zum François-Mitterand-Platz von 2010 und von letztem Jahr. Das Rendering sah nach einem Bürogebäude aus, nicht nach Hotel. Schade.

  • Der Entwurf ist eine gelungene Abwechslung und Aufwertung im mittlerweile etwas angestaubten 80-er Jahre Einerlei aus Glas und Beton in diesem Teil der Mainzer Landstraße. Trotz seiner symetrischen und strengen Gliederung strahlt der Entwurf eine Lebendigkeit und Kreativität aus. Beim Anblick kam mir sofort der Gedanke, dass dort eigentlich das Unternehmen mit dem angebissenen Apfel-Logo einziehen müsste. Irgendwie hat es was von einem Ibuilding ;-)

  • Projekt "CONA"

    Jetzt hat Groß & Partner das Projekt auf seiner Website. Projektname ist "CONA". Geplant sind acht Geschosse. Die Fassade scheint einen hohen Glasanteil zu haben, die Lisenen sind aus Aluminium. Auffällig ist das verglaste und zum FBC weisende Foyer im Erdgeschoss. Jedes Geschoss verfügt eine Terrasse, nach oben werden diese immer größer. Foyer und Terrassen und wurden von dem italienischen Designer Davide Rizzo gestaltet. Die weiteren Daten:


    • Projektentwickler Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH
    • Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten
    • Grundstücksgröße 2.880 m²
    • Bruttogrundfläche 8.200 m²
    • sieben Vollgeschosse, ein Staffelgeschoss



    Foyer:



    Rückseite - anders als etwa bei der oben in #24 gezeigten Studie für Wentz Concept wollte - oder durfte - man nicht weiter in die Tiefe bauen. Die maximale Gebäudetiefe beträgt 21,60 Meter (Quelle), etwa die gleiche Tiefe wie der früher von der Société Générale genutzte Bestand.



    Das gekachelte Eckhaus zum Zimmerweg ist noch da, zu dieser Seite ist ein recht auffälliger Dachpavillon geplant:



    Dachterrasse:



    Bilder: Groß & Partner / KSP Jürgen Engel Architekten / Cadman

  • Ich trauere immer noch dem Hochhäuschen hinterher, das an dieser Stelle rechtlich möglich gewesen wäre. Wie auch immer. Der Entwurf sticht sicherlich hervor, auch wenn ich die Hauptfassade zur Mainzer Landstraße hin gewöhnungsbedürftig und wenig zeitlos finde. Die geknickten Konturen hingegen bringen Schwung in die Sache, auch der herausgeschobene Glaskörper auf dem Dach hat was. Den dekonstruktivistisch angehauchten Eingang hat man in Frankfurt so noch nicht gesehen. Mit dem Neubau schräg gegenüber an der Nummer 36 und einem möglichen Hotel direkt gegenüber (Nr. 27-31) mit hoffentlich ebenso besonderer Architektur wie das Vorgängervorhaben dort entwickelt sich dieser Abschnitt der Mainzer Landstraße in die richtige Richtung.


    Detail: Die Funktion der Rampe, die im zweiten Bild im Vordergrund zu sehen ist, erschließt sich mir nicht ganz. Sie scheint auf ein Plateau ohne Zugang ins Gebäude zu führen. Nicht prickelnd finde ich die rund ums Gebäude abgestellten Autos. Eine Tiefgarage scheint es nicht zu geben.

  • Es gibt in Verlängerung der Rampe eine weitere Tür zum Foyer, siehe Plan auf Seite 29 dieser Broschüre. Und eine Tiefgarage gibt es natürlich auch, ohne geht es nicht. Diese hier hat 50 Stellplätze. Die Parkplätze im Hof werden wohl hauptsächlich für Besucher sein. Und ein Hochhaus war hier rechtlich eben nicht möglich. Wenn auch im Hochhausentwicklungsplan berücksichtigt, wurde es meines Wissens als nicht genehmigungsfähig erachtet. Übrigens erinnern mich die vor dem Foyer angeordneten schrägen Stützen an das Westhafen-Pier von schneider+schumacher.

  • Trianon-Entrée (Mainzer Landstraße 16-24)

    Die untere Mainzer Landstraße entwickelt sich immer mehr zum Revitalisierungs-Hotspot der Stadt. Das Trianon-Entrée wird seit Dezember umgestaltet. Den Entwurf dazu liefern Hollin + Radoske Architekten aus Frankfurt (Website), und obwohl sie mit diversen Lufthansa-Lounge-Projekten und auch mit der Innenausstattung des neuen Lufthansa-Schulungszentrums in Seeheim sehenswerte und innovative Akzente gesetzt haben, scheint mir der Plan für das Trianon-Entrée seltsam uninspiriert. Die Renderings der Bautafeln:



    Der Eingang zur Mainzer Landstraße wird eine beleuchtete Einrahmung erhalten:



    Für den Textteil der Infotafel bitte hier klicken. Die Umbauten betreffen das dem eigentlichen Hochhaus vorgelagerte Gebäude:



    Das auf dem ersten Rendering zu sehende Atrium verläuft parallel zur Mainzer. Die hofseitige Glaswand:



    Bilder: epizentrum


    Bis Sommer dieses Jahres will man die Umbauarbeiten abgeschlossen haben. Drinnen hängen schon Trennplanen von der Decke bis zum Boden, draußen stehen Handwerkerwagen. Das 186 Meter hohe Trianon hat die Adresse Mainzer Landstraße 16-24 (Karte) und wurde von 1990 bis 1993 in Stahlbetonskelett-Bauweise errichtet. Die Liste der beteiligten Architekten liest sich wie ein Who is Who: Novotny Mähner Assoziierte, HPP und Albert Speer & Partner. Weitere Infos, siehe Wikipedia und dortige Verweise.

    2 Mal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Bildlink korrigiert

  • Nach meinen Informationen wird in der Empfangshalle ein neuer frei zugänglicher Coffee Shop eingerichtet werden. Das frühere italienische Restaurant wurde bereits vor längerer Zeit geschlossen.

  • Cona

    Jetzt hat Groß & Partner auch die aktive Vermarktung gestartet, u.a. mit dieser Pressemitteilung. Es bleibt aber meines Wissens dabei: Noch gibt es keinen Mieter und ohne Vorvermietung wird ein Baustart nicht terminiert. Allerdings wird sich das bestimmt finden. Die Nachfrage nach hochwertigen Flächen ist da und die Büroflächen im Cona werden - um mal subjektiv zu werden - bestimmt schicke Unikate.

  • Projekt VAU - Revitalisierung Ex-HVB-Gebäude Mainzer Landstr. 23

    Der Gebäudekomplex Mainzer Landstraße 23 wurde nach einem Entwurf von NHT Nägele Hofmann Tiedemann erbaut, Fertigstellung war im Jahr 1992. Das Hochhaus an der Ecke zur Weserstraße hat 13 Geschosse und eine Höhe von knapp 50 Metern, das Sockelgebäude hat sieben Geschosse. Die Tiefgarage ist zweigeschossig. Gewiss eine Attraktion ist das über die volle Gebäudehöhe von 13 Geschossen reichende Atrium (Foto).


    Lange wurde das kolossale, bis zur Niddastraße reichende Gebäude von der Bayrischen Hypo- und Vereinsbank genutzt. Nach Fusionen und Übernahme ist daraus letztlich die Unicredit geworden, die ihren Sitz inzwischen in der "Welle" hat. Die Bank wird erneut umziehen, denn wie wir wissen, hat sie den ersten Mietvertrag für den Taunusturm unterzeichnet. Der Gebäudekomplex Mainzer Landstraße 23 steht leer.


    Nun hat der Frankfurter Asset-Manager Argoneo Real Estate die Revitalisierung des Baukomplexes in die Wege geleitet. Beginnen wird der Umbau vermutlich erst nach Erreichen einer gewissen Vorvermietung. Mit der Planung ist das Büro KSP Jürgen Engel Architekten beauftragt, das Projekt hat den Namen "VAU" erhalten. Eine noch erweiterbare Mietfläche von beachtlichen 22.856 Quadratmetern soll entstehen. Für die Fassade ist - wie zuvor - Naturstein vorgesehen. Natürlich soll das 13 Geschosse hohe Atrium erhalten bleiben. Hier ist eine wohl recht tiefgreifende Umgestaltung unter Verwendung von hellem Naturstein geplant. Im Erdgeschoss sollen Gastronomieflächen entstehen. Weitere Informationen gibt es auf der Projekt-Website.


    Beim bevorstehenden Lichter-Filmfest wird die Mainzer Landstraße 23 übrigens als Festivalzentrum genutzt (Q) und so temporär zugänglich. Unabhängig davon künden in doppeltem Sinne v-förmige Lichtzeichen bereits seit einigen Wochen von neuen Zeiten:



    Bild: Schmittchen


    Das Areal vom Satelliten:



    Bild: Google


    Die Ecke Weser- und Niddastraße:



    Zur Liegenschaft gehört auch das klassizistische Gebäude Niddastraße 32, erbaut 1870 und denkmalgeschützt:



    Freundlicher als die Straßenseite wirkt die Hofseite:



    Der dreizehngeschossige Bauteil zum Hof:



    Bilder: Schmittchen


    Transparent und strahlend soll die Ecke zur Weserstraße nach dem Umbau erscheinen - zumindest sollen Visualisierungen diesen Eindruck erwecken. Das ist überaus verständlich, denn bisher wirkt der Baukomplex zumindest von der Mainzer Landstraße eher düster und verschlossen.



    Die Hofseite, der umgestaltete Innenhof wird als "grüne Oase" beworben:



    Atrium nach dem Umbau:



    Bilder: Argoneo Real Estate / KSP Jürgen Engel Architekten / studioA, up Architekten

  • Projekt "FortySeven & Co.", ML 47 | HDI-Haus, ML 27-31

    Das Vorhaben "FortySeven & Co." wurde von El Kremada oben in Beitrag #40 vorgestellt. Mit dem dort erwähnten Baustart im Februar ist es nichts geworden, diese Quelle nennt Juni 2013 für den Beginn der Arbeiten. Dafür gab es noch Gelegenheit für Bestandsfotos:



    Im Hof steht ein weiteres Gebäude (Foto) mit drei Geschossen, Mainzer Landstraße 47a. Mal sehen was daraus wird. Die Rückseite des Hauptgebäudes mit damals so beliebten Fliesen:



    Bilder: Schmittchen


    Zur Straße hin soll es gegen Ende 2014 so aussehen:



    Bild: TEK TO NIK Architekten / Max Baum Immobilien / Competo Capital Partners


    Noch zum HDI-Haus, Mainzer Landstraße 27-31: Es wurde angeblich verkauft, auch dazu Beitrag #40, der Erwerber soll ein Vier-Sterne-Hotel planen. Bestandsfoto vom François-Mitterrand-Platz ...



    ... und von der Mainzer Landstraße:



    Bilder: Schmittchen

  • Cona

    Ich habe einen eindeutigen Hinweis in den Vorbeiträgen nicht gefunden, daher erwähne ich nochmal ausdrücklich, was die FR heute in einem Artikel vermeldet: Das Cona erhält eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform! Das ist doch mal eine positive Nachricht. Außerdem erwähnt der Artikel, dass der Bauantrag nun eingereicht worden sei.

  • Wäre fein. Doch einen Beleg für eine öffentliche Zugänglichkeit der Plattform kann ich in Göpferts Artikel, der übrigens schon am 5. März erschienen ist, leider nicht entnehmen.

  • Habe den Artikel heute erst entdeckt und übersehen, dass er schön älter ist, sorry. Aber auch wenn zugegebenermaßen nicht explizit "öffentlich" drin steht, so werden doch Fernrohre zur Betrachtung der Skyline erwähnt, deren Sinn sich für mich eigentlich nur mit einer öffentlichen Begehbarkeit ergibt. Oder meinst Du das ist ein nettes Feature zum Zeitvertreib der Büroangestellten? Vielleicht etwas vorschnell meinerseits, aber auch, dass es überhaupt erwähnt wird im Artikel, sprach für mich für eine öffentliche Plattform.

  • HDI-Gebäude / Mainzer Landstraße 27-31

    Dann ging es auf einmal ganz schnell: Union Investment hat das Gebäude für den UniImmo: Deutschland gekauft, ab Herbst 2013 entsteht ein Holiday Inn mit 249 Zimmern. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2015 geplant.


    Hier gibt es Details.


    Interessant: Holday Inn scheint es tatsächlich ernst zu meinen mit den Expansionsplänen, im City Tower Offenbach eröffnet fast zeitgleich ebenfalls ein Holiday Inn, siehe hier.

  • Der Entwurf kommt aus dem Büro AS&P – Albert Speer & Partner. Visualisierung:



    Bild: AS&P / B.C. Horvath


    Zweifelsfrei geht aus keiner der heutigen Meldungen hervor, ob es sich um Abriss und Neubau oder nicht doch um einen Umbau handelt. Das Rendering gibt auch keine eindeutige Antwort auf diese Frage.

  • ^ Die Zweiteilung nach bisherigem Maßstab und das Staffelgeschoss auf dem längeren Teil sprechen für einen Umbau. Den Kopfbau scheint AS&P nach vorne versetzen und eine kurze Kolonnade schaffen zu wollen. Die späte Fertigstellung (I/2015) wiederum spricht für umfangreichere Arbeiten (oder größeren Vorlauf).


    Schade, dass es nicht zu der spektakulären "Glaswolke" von Faller & Krück kommen wird. Der AS&P-Entwurf wird ja mit entsprechend hochwertigem Stein ganz nett; er könnte aber auch vom ausgehenden 20. Jahrhundert stammen, mal von den versetzten Fenstern abgesehen. Schön ist der klar gekennzeichnete Haupteingang am Platz.

  • Eine weitere Schuhschachtel, ökonomisch, gut gedämmt und klobig. Die Farbgebung in schwarz-rot-gold (vielleicht war das ursprünglich der Entwurf für das Hotel am Bundesrechnungshof) und in den Frankfurter Stadtfarben; Erinnert eher an eine Arbeit aus dem Kunst-LK, als an einen professionellen Entwurf.

  • Das Büro vermeint nun wohl auch Frankfurt mit dem Schrott verwöhnen zu müssen, den sie seit Jahren im anspruchslosen China in die Gegend stellen. In der Farbgebung, dem Fensterchaos und der völlig missratenen Proportionalität ein wahrhaft kaum zu unterbietendes Sammelsurium vermeintlich modischer Strömungen, schon morgen eine Bausünde. Da ist ja selbst der unaufgeregte Bestand besser.

  • Die FAZ berichtet in ihrer morgigen Ausgabe von der Häufung der Projekte entlang des kurzen Abschnittes der Mainzer Landstraße. Das zukünftige Holiday Inn wird dort als Neubau nach Abbruch des HDI-Gebäudes beschrieben. Ich nehme an, die FAZ hat diese Information recherchiert. Umso unverständlicher wird damit der meiner Ansicht nach fehlende Gestaltungswille im AS&P-Entwurf, der aussieht wie der Bestandsbau mit kosmetischen Veränderungen. Ich muss nicht alles verstehen. Niederschmetternd übrigens auch die FAZ-Formulierung zum Entwurf: "Der Neubau wird eine Steinfassade mit roten und bronzefarbenen Blechen tragen; die schmucklose Architektur stammt vom Frankfurter Büro AS&P."

  • Bleche wohl nicht, nach einer Projektschreibung der Architekten soll mit "farbigen Glaspaneelen" akzentuiert werden. Im Übrigen wird die Fassade beschrieben mit "zum Teil mit Naturstein verkleidet und teilweise verputzt". Bestätigt wird Abriss und Neubau ("an Stelle eines leer stehenden Bürogebäudes").