Ex-Bayernkaserne / Heidemannstraße (ca. 6.000 WE) [in Planung]

  • ^^ Warum sollte das noch 18000 Jahre dauern?


    Nee, im Ernst, bei z.B. Drygalskiallee, Freiham, PGA und Werksviertel ging es dann doch seit dem Amtsantritt von Reiter relativ zügig. Muss man ihm zugutehalten. Ich glaube, Ude hat da doch immer ziemlich gebremst, warum auch immer.

  • Der Abriss bestimmter Gebäude+Anlegung einer Straße durch das Baugebiet hätte laut münchner Tageszeitungen vom Dez. 2016 schon Anfang Januar 2017 erfolgen sollen.


    Wie gesagt, auf dem Gelände ist jetzt 1 Jahr lang 0,0 passiert.


    Also schnell ist dann doch für mich etwas anderes :)

  • Ja, mit etwas Glück kannst du die dann 2030 bestaunen. Außer der gemeine Wutbürger verhindert das Vorhaben noch. Reichen doch auch 6-8 Stockwerke weniger :)


    Diese Stadt kriegt es einfach nicht auf die Reihe! Es gab in MUC eine gute Zeit. Unter Vogel. Vor und nach der Olympiade. Das war's dann aber auch.

  • Die SZ berichtet:


    - Gesamtes Areal wird unter der Kategorie "Urbanes Gebiet" entwickelt.
    - So schreibt die Stadt vor, auf 60% der Flächen im EG Gewerbe anzusiedeln.
    - 75% der Wohnungen sollen günstig angeboten werden: "Für Normalverdiener." Was auch immer das heißen mag.
    - 34% der Wohnungen sollen dauerhaft preisreduziert (an den Mietspiegel gekoppelt) sein.
    - 48ha der insgesamt 58ha Fläche werden nur per Erbbaurecht vergeben.


    - Vorstellbar ist, für jedes Baufeld (lt. Plan sind es sehr kleine Baufelder) ein eigenes Beratungsgremium einzusetzen bzw. einen eigenen Wettbewerb durchzuführen. Dabei muss sich an einen Gestaltungsleitfaden gehalten werden, der bspw. gemeinschaftlich nutzbare Dachgärten vorschreibt.


    - Der Müll der Bewohner wird über ein Unterflur-Müllsystem entsorgt.


    Der Zuständige Leiter im Planungsamt ist Steffen Kercher, der hier ein "innovatives, urbanes Quartier für Normalverdiener realisieren will, das sich in Dichte, Vielfalt und Lebensqualität an gewachsenen Innenstädten wie der Maxvorstadt orientiert".


    Diese Punkte wurden dem BA Schwabing-Freimann am Dienstag in einer Sitzung dargelegt, die das Gremium über den aktuellen Stand des Bebauungsplanverfahrens informieren sollte.



    Quelle: SZ Print, 25.01.2018

  • Hört sich doch gut an. Am liebsten wäre mir noch, wenn in Zukunft nicht komplette Blöcke von einem Architekten entwickelt werden würde, sondern jedes einzelne Haus. Erst dadurch erhielte man die Abwechslung im Blick, die die Gründerzeitviertel so ansehnlich erscheinen lassen. Geschäfte im EG sind natürlich super.

  • Zitat

    Am liebsten wäre mir noch, wenn in Zukunft nicht komplette Blöcke von einem Architekten entwickelt werden würde, sondern jedes einzelne Haus.


    So ist es im SZ Artikel denke ich auch gemeint, meine Formulierung war nur etwas unbedarft ;).

  • "urbanes Gebiet" - sehr erfreulich, dass diese neue Planungskategorie hier angewendet wird. So kann endlich Urbanität aussserhalb der 4km um den Marienplatz entstehen. (Natürlich wäre das auch für die Parkstad Schwabing angebracht gewesen)

  • Klasse :daumen: Da wird für Münchner Verhältnisse endlich einmal Neuland beschritten, wenn es auch ein bissal nach der Eierlegenden Wollmlichsau Methode klingt - also plötzlich versucht man hier alles auf einmal :lach:

    • abwechslungsreiche Architektur
    • hohe Dichte
    • attraktive Nutzungsmischung
    • bezahlbare Wohnungen


    Fehlt nur noch, dass man bei den Planungen auch noch die Pkw-Stellplatzverordnung abschafft und stattdessen pro Wohneinheit mindestens zwei Radlparkplätze vorschreibt....:D


    Ein großes Kompliment an den BA Schwabing-Freimann, der sich hier (wieder einmal) als konstruktive Kraft bei den Planungen gezeigt hat - eine absolute Seltenheit in München, die großes Lob verdient.


    Inzwischen ist der SZ-Beitrag übrigens hier auch online verfügbar: http://www.sueddeutsche.de/mue…-mit-city-flair-1.3838886

  • Die zwischenzeitlich (wohl aus Platzgründen?) in Frage gestellte sog. "Magistrale", eine park-ähnlich begrünte Ost-West-Achse parallel zur Heidemannstraße, kann nun wohl doch realisiert werden. Das Problem soll nun dadurch gelöst werden, dass die Fußgängerwege auf beiden Seiten in "Arkaden" also unterhalb der Gebäude verlaufen werden. Ich bin gespannt, ob das bei Neubauten wirklich angenehm wirkt oder eher dunkel und finster...Zudem hat man sich wohl darauf geeinigt, dass statt breiter Feuerwehrzufahrten in die Wohnhöfe jeweils zweite Treppenhäuser eingebaut werden, vermutlich, um auch hier mehr Dichte realisieren zu können.


    http://www.sueddeutsche.de/mue…aserna-bavarese-1.4027904

  • Danke Ikarus für die Neuigkeit.


    Es ist sehr schön zu hören, dass der B-Plan nun endlich fertig ist.


    Bei der PEK ging dann auch alles recht fix (derzeit fast alles in Bau), wäre toll, wenn das bei der Bayernkaserne auch so zügig weiter gehen würde.


    Jetzt bin ich aber erstmal auf die Architekturwettbewerbe gespannt.


    Hier noch der Planteil direkt verlinkt:


    https://www.muenchen.de/rathau…c/Planteil_BPlan_1989.pdf


    und der Textteil des B-Plans:


    https://www.muenchen.de/rathau…e/Textteil_BPlan_1989.pdf


    ___


    Bzgl. der Wandhöhen hat sich meines Erachtens einiges zum Positiven geändert.


    Am Quartiersplatz sind vier HH mit je 62 - 66,5 Meter (4,5 Meter Spielraum) gesetzt,
    am nördlichen Rand ein HH mit 80 - 88 Meter,
    auf dem zusätzlich noch hinzugenommenen Areal ein HH mit 55 Meter und eines mit 46 Meter
    über das gesamte Areal verteilt, zehn Hochpunkte mit 36 - 39 Meter.
    Die restlichen Wandhöhen betragen 25 - 29,5 Meter.


    In Kombination mit den vorgeschriebenen Ladenzeilen im EG hat dieses Quartier ein riesen Potential ein neues nördliches Subzentrum zu werden.

  • Alles in Allem werden auf engstem Raum 17 Hochhäuser zwischen 39 und 88m stehen. Denke es wird dass erste, geschlossene Cluster münchen.


    Wenn auch nicht von der Höhe so prägnant in der "skyline" der city, aber dennoch eine Ansammlung von 17 hohen Gebäuden, wie sie auf so engem Raum nirgendwo in MUC stehn. Hatte noch auf nen 88m Südtower gehofft.


    So wünsche ich mir weitere Neubaugebiete.

  • ^


    Das neue ist (anders als in den 70ern mit ähnlich vielen Hochpunkten in deren damaligen Neubauvierteln), dass die Hochpunkte in den Blockrand integriert werden und nicht dutzende Meter Abstandsgrün aufweisen.


    Was in der Bayernkaserne geht, sollte auch im Bahnhofsviertel möglich sein, wo schon lange diskutiert wird, dort mit HH nachzuverdichten.

  • Eigentlich sollte man bei der Wohnungsnot davon ausgehn, daß das der neue Münchner Standard wird. Egal, ob für Nachverdichtungen oder komplett neue Gebiete.

  • Vergleichen wir das mal mit der PEK, deren Konzept im Jahr 2001 vorgestellt wurde. Heute hätten wir dort vermutlich 3.500 WE.


    Am besten wird die Bayernkaserne gleich noch mit einer Seilbahn an den FFR und die umliegenden U-Bahnstationen angebunden.