Ex-Bayernkaserne / Heidemannstraße (ca. 6.000 WE) [in Planung]

  • Zuletzt kam die Forderung auf, dem Zweitplatzierten den Vorzug zu geben. Stadtteilpolitiker fürchten, aufgrund der strengen Blockrandbebauung könne ein "ödes Quartier" entstehen. Mich würde es nicht wundern, wenn demnächst jemand öffentlich lamentiert, die Hochhäuser seien zu hoch und daraus dann abermals faule Kompromisse zu Lasten der Architektur und Stadtentwicklung geschlossen werden.


    Wenn einmal ein 1.Platz vergeben worden ist, dann muss das endgültig sein. Diverse Politiker im BA meinen aber wohl, ein unter strengen Vorgaben ausgerichteter Wettbewerb könne nach Lust und Laune als ungültig erklärt werden, in diesem Fall mit der Begründung, man sei nicht früh genug informiert worden.


    Lächerlich, da bei einem so großen Projekt frühzeitig alle Mitglieder Informationen einholen müssen, wenn sie mitreden wollen. Verschlafen hat höchstens der BA. Eigenverschulden sollte jetzt nicht Anderen vorgeworfen werden.


    Quelle der Info: Printausgabe SZ, letzte Woche.

  • Oh mei Oh mei, das wärs ja wieder wenn sich da, noch was ändern würde oder gar die Hochhäuser wegfallen. Das wäre für mich und auch für das Quartier das schlimmste, was passieren könnte. Genau diese 2 Hochhäuser geben doch den tollen Abschluss zu dem restlichen Gebiet. Lachhaft finde ich ja schon das man sogar erwägt oder erzwingen will den 2.Platz zubevorzugen, das wäre dann echt die Krönung. Ich hoffe und denke das sich, da nicht mehr viel ändern wird an dem 1.Platz. Er wird noch besser überarbeitet und dann freue ich mich auf dieses Projekt und vor allem auf die 2 etwas höheren Gebäude, die müssten ja an die 70-80m hoch sein, wenn es 24 Etagen sind, oder????

  • Ach, der Entwurf wird doch sicher nicht so wie geplant gebaut werden. Ich finde zB das alleinstehende Eingangshochhaus an der nördlichen Ecke zwischen der vielbefahrenen Heidemannstr. und der Zugangsstr. zum neuen Wohngebiet schlecht geplant.
    Das wäre besser, wenn es eine kleine lärmschützende Blockrandbebauung geben würde, sie sich um nördlichen Park hin öffnet.

  • Wird denn eigentlich die Architektur sämtlicher Gebäude in den Händen eines Architekten liegen? Das erscheint mir eines der größten Probleme in München zu sein, dass Großprojekte wie Freiham, Arnulfpark, Hirschgarten etc. keinerlei architektonische Vielfalt vor allem bei der Fassade haben. Dadurch sieht alles schnell furchtbar monoton aus (gut zu sehen bei den aktuellen Planungen auf der Ostseite der Friedenheimer). Besser finde ich Ansätze wie in der Hafencity, in der die grobe Bauleitplanung vorgegeben ist, dann aber jedes einzelne Gebäude von unterschiedlichen Architekten gestaltet wird. Auch nicht unbedingt alles toll, aber dafür findet sich dann eher ein schönes Gebäude neben einem mittelmäßigem.

  • Das erscheint mir eines der größten Probleme in München zu sein, dass Großprojekte wie Freiham, Arnulfpark, Hirschgarten etc. keinerlei architektonische Vielfalt vor allem bei der Fassade haben.


    Bei keinem dieser Projekte wurde die Gestaltung aller Gebäude von nur einem Architekturbüro durchgeführt. Für das letzte zu bebauende Areal des Hirschgarten-Areals wurde gerade erst der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs bekanntgegeben.
    Den Arnulfpark finde ich hinsichtlich der Fassadengestaltung auch überhaupt nicht langweilig, sondern durchaus abwechslungsreich. Für die Qualität gilt aber leider das gleiche. Ziemlich uniform kommen dagegen die Gebäude am Hirschgarten oder auch in der Messestadt daher, auch wenn nicht alle vom gleichen Architekten stammen.


    Beim Dulder-Entwurf für das Bayernkasernenareal vermute ich eine Mischung aus eigenen Entwürfen (z.B. für die beiden markanten Hochhäuser) und Baumassen, für deren Gestaltung dann Dritte beauftragt werden.

  • Den Arnulfpark finde ich hinsichtlich der Fassadengestaltung auch überhaupt nicht langweilig, sondern durchaus abwechslungsreich. Für die Qualität gilt aber leider das gleiche.


    Ja, besonders gut haben es die Bewohner von dem Gebäude Marlene-Dietrich-Str. 43/45 (der zweite Block östlich der Helmholtz-Str.) getroffen, speziell die parkseitigen Wohnunen.


    Ist ja noch nicht wirklich alt. Aber das Gebäude war erst einige Monate wegen Dachsanierung eingerüstet (das Über-Dach ist auf den googlemaps-Satelittenbildern zu sehen, auch auf dem Block westlich daneben), und kaum war dieses Gerüst abgebaut, wurde die Parkseite (Südseite) wieder eingerüstet, um die Fassade zu sanieren - was sich auch schon seit Monaten hinzieht ...

  • Wobei die Meldung nicht die eigentliche Bayern Kaserne betrifft sondern den Streifen östlich der Bayern Kaserne bis zur Maria-Probst-Straße. Die Bemühungen das Gebiet der Bayern Kaserne rasch zu räumen, scheitert gerade an den massiven Flüchtlingsströmen. Für mich ist der geplante Zeitraum vermutlich nicht annähernd zu halten. Obendrein wird gerade sehr viel in die Bestandsbauten investiert (Sanitäre Anlagen, Brandschutz..). Sehr interessantes buntes Treiben dort - kann nur jedem empfehlen die Bayernkaserne einmal besuchen. Mit einem Baustellenfahrzeug bin ich auch problemlos am Sicherheitsdienst vorbeigefahren.

  • Ein Preisgericht der Stadt hat letzte Woche das Ergebnis der Überarbeitungsphase der Wettbewerbsergebnisse vom letzten Jahr präsentiert und damit die Masterplanung an die Teams von Max Dudler, Hilmer & Sattler und Albrecht und Adelheid Schönborn vergeben:



    Quelle: http://www.muenchen.de/rathaus…lige-Bayernkaserne.html#/


    Begründung zum 1. Rang:



    Quelle und Ansichten der überarbeiteten Wettbewerbsbeiträge: http://www.muenchen.de/rathaus…lige-Bayernkaserne.html#/


    Beitrag in muenchenarchitektur.com: http://www.muenchenarchitektur…erplan-fuer-bayernkaserne

  • Manche Politiker bringen Steuererhöhungen oder neue Schulden zur Finanzierung der 500.000 Asylbewerber jährlich in die Diskussion. Und hier wird die Entwicklung von dringend benötigten Wohnraum über viele Jahre verzögert. Ob die Unterstützung der aktuellen Politik durch die schweigende Masse nicht irgenwann mal umschlägt?

  • Ich denke es macht wenig Sinn diese beiden Themen so gegeneinander zu stellen.


    Die Ausgangslage ist ja wohl etwas unterschiedlich, das sollte man nicht unbedingt auf eine Stufe stellen.
    Das wäre das gleiche meines Erachtens, wenn du nach einer Flutkatastrophe Ersthilfeunterstützung kritisieren würdest


    Auf der einen Seite, Leute die oftmals traumatisiert ohne Unterstützung buchstäblich auch der Strasse sitzen würden ohne was zu essen und einer Gesundheitsversorgung.
    Für die anderen geht es darum eine bessere Wohnung zu finden.
    Das mag im Einzelfall existenziell sein, aber insgesamt geht es dabei um eine Verbesserung der Wohnsituation aber sicherlich nicht ums Überleben.
    Existienziell ist das in den wenigsten Fällen.
    Das soll nicht zynisch klingen oder diese berechtigten Bedürfnisse herabstufen, aber man sollte das Thema Flüchtlinge doch in einen größeren Zusammenhang sehen.


    Und letztendlich wird die Gesellschaft insgesamt profitieren, davon bin ich überzeugt. Wer all den Stress auf sich nimmt, wochen- und monatelang hierher zu kommen, der hat bestimmt eine gewaltige Energie und Willen es zu etwas zu bringen, davon gehe ich mal aus, klar Ausnahmen gibt es immer aber es geht um die überwiegende Mehrheit.
    Wegen ein paar hundert Euro Sozialhilfe, - wie es die CSU suggeriert - bricht man nicht alle Brücken hinter sich ab, verlässt seine Familie und bringt sich in Todesgefahr bei einer Flucht. Klar für einen CSU'ler entspricht das dem Selbstbild, was man alles tun würde um nach Bayern zu kommen, allerdings entspricht das nun mal nicht der Realität


    Eine schnelle und vernünftige Eingliederung, und Arbeitserlaubnis würde sicherlich mehr bringen als das ewige Gezeter und schüren von Ressentiments (ich meine jetzt nicht Dich)


    Denn egal wie man dazu steht, es werden immer mehr Flüchtlinge kommen, ob uns das passt oder nicht. Es geht darum, die Sachlage effizient und vernünftig zu handeln um das Beste draus zu machen.


    Ich denke auch, dass viel mehr dezentrale Unterbringung gefördert werden sollte. Es gibt Pilotprojekte in den private Anbieter Menschen aufnehmen und die Gemeinde zahlt nahezu marktgerechte Mieten, das kommt ihr immer noch günstiger als teuren neuen Wohnraum zu schaffen. Integration und Flexibilität würde so ein Modell auch erhöhen.

  • Ich denke auch, es ist fahrlässig, diese beiden Themen gegeneinander ins Feld zu führen. Immerhin wird das Areal zwischengenutzt und wartet nicht in jahrelangem Leerstand darauf, dass endlich die Abrissbagger anrücken, wie an so vielen anderen Stellen in der Stadt.


    Bitte kommt in den nächsten Posts wieder zurück zu Stadtentwicklungsthemen und vermeidet das Wegdriften in eine politische "Flüchtlingsunterbringungsdiskussion". Herzlichen Dank. It's being highly appreciated!

  • Die Bayernkaserne soll bis Ende des Jahres geräumt werden: http://www.abendzeitung-muench…99-8309-444aaf9b2306.html


    Dann könnte es eventuell doch recht zeitnah nach Plan mit den Bauarbeiten losgehen. Mir scheint, die Zeit zwischen Projektvorstellung und Baubeginn hat sich in letzter Zeit verkürzt? Siehe Aidenbachstraße und Paul-Gerhard-Allee im Vergleich zur Funkkaserne und der Kaserne in Bogenhausen. Oder kommt mir das nur so vor?

  • Klasse, das sind grundsätzlich gute News :daumen: Ich denke, momentan drücken vor allem die privaten Investoren enorm aufs Tempo, weil durch die niedrigen Zinsen und Renditen der Anlagedruck in Immobilien so stark ist, dass Immobilienfonds fast nicht mehr standhalten können - siehe dieser aktuelle Medienbeitrag dazu: http://www.deal-magazin.com/ne…b-um-knappe-Anlageobjekte


    Langsam wäre es auch an der Zeit für eine städtebauliche Vision für die gesamte Umgebung des Nordrings inkl. Riesenfeld, Euro-Industriepark und Freimann.


    Hier noch einmal der Bayernkaserne-Siegerentwurf eingebunden:





    Quelle: http://www.h-s-a.de/index.php#/projekte/entwurf/alle/0/299/5


    Der Wohnturm wird, wenn ich das richtig gesehen habe, ca. 20 Stockwerke hoch, stimmt das? Wäre an diesem Standort ideal für einen sensationellen Stadt- und Alpenblick in den Südwohnungen :)

  • Zitat

    Der Wohnturm wird, wenn ich das richtig gesehen habe, ca. 20 Stockwerke hoch, stimmt das?


    Dürfte stimmen. Den gibt´s aber zweimal, einmal am Nord- und einmal am Südende der Diagonale.

  • Zitat

    Langsam wäre es auch an der Zeit für eine städtebauliche Vision für die gesamte Umgebung des Nordrings inkl. Riesenfeld, Euro-Industriepark und Freimann.


    Zumindest das östlich benachbarte Areal soll ja zeitgleich entwickelt und mit nochmal ~1000 (?) Wohnungen bebaut werden.