1.000 neue Wohnungen in der Nordstadt

  • Klasse! Vielen Dank für die neuen Bilder! Es sieht ja schon recht beeindruckend aus.
    Wie wird denn das neue Gebiet verkehrstechnisch erschlossen? Es soll ja wohl ans Busnetz angeschlossen werden? Wo wird die Buslinie denn entlang fahren?

  • Wir wollen es mal nicht zu hochloben. Es ist schließlich nur ein größeres 'Baugebiet' wie es in vielen anderen deutschen Großstädten derzeit auch gebaut wird.


    Theoretisch soll später eine Straßenbahnlinie (Campus-Bahn) durch das Stadtviertel fahren, aber das wird noch Jahre dauern. Zuletzt gab es Kritik an den Kosten über die Stadtbahnverlängerungen. Die Planungszeit über 2030 hinaus ist auch einfach etwas lang.





    Eins ist gewiss, wir müssen stärker auf junge Leute in unserer Stadt Braunschweig setzen. Durch einen Ausbau des TU-Campus, Forschungseinrichtungen und qualifizierten Ausbildungsplätzen, können wir uns langfristig jung und dynmisch für die Zukunft aufstellen. Diesen Weg müssen wir für Braunschweig mehr im Blick behalten.

  • Die Stadtstraße-Nord, die das neue Wohngebiet erschließen soll, ist vorerst gestoppt. Der Planfeststellungsbeschluss der Stadt zum Neubau der Stadtstraße Nord (Sackweg bis etwa Mitgaustraße) ist in der derzeitigen Fassung nicht mit den gesetzlichen Regelungen vereinbar. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden. Unter anderem hat der BUND gegen die Planungen geklagt.


    https://regionalbraunschweig.d…el-beim-laermschutz-fest/

  • Ist es nicht seltsam? Die neuen Bürger- und Bürgerinnen, die dorthin ziehen, möchten gerne staufrei und ohne große Umwege ihr neues Viertel verlassen.



    Die Stadt muss außerdem gut funktionierende Infrastruktur bereitstellen.

  • Der Stadt und den Bauträgern war sicher gar nicht bewusst, dass ein Projekt dieser Größe auch Infrastrukturmaßnahmen bedarf !


    Danke für den Hinweis !


    Ich hoffe du hast das auch entsprechend an Herrn Leuer und sein Dezernat weitergeleitet, so dass man dort jetzt zeitnah beginnen kann das Versäumnis aufzuarbeiten !

  • Lustig ist ja, das im Bebauungsplan zur Nordstadt steht, die Erschließung sei gesichert, weil die Stadtstraße-Nord gebaut würde. Hätte das Gericht den Planfeststellungsbeschluss ganz aufgehoben, wäre auch der B-Plan hinfällig, weil die Erschließung nicht gesichert wäre. Damit wären die Gebäude Schwarzbauten und das Problem, dass die Einwohner aus ihrem Haus raus wollen erledigt.


    Mir ist schleierhaft, warum die Verwaltung trotz bekannter Alternativen unbedingt eine Straße bauen will, die rechtlich unsicher ist und damit das ganze Bauprojekt gefährdet. Man kann daran erkennen, dass der Verkehr mitlerweile sogar schon den Wohnungsbau gefährdet, wenn man nicht bald mal anfängt etwas zu verändern. Mehr Radverkehr, mehr Dichte, besserer ÖV und keine neuen Straßen für Autos muss das Ziel sein.

  • Mehr Radverkehr, mehr Dichte, besserer ÖV und keine neuen Straßen für Autos muss das Ziel sein.


    Lach, das macht die Stadt doch so schon seit 30 Jahren, ein Neubaugebiet nach dem anderen mit Sackgassen-Spielstraßen und um Hauptstraßen hat man sich keine Gedanken gemacht... Sogar den Ostpreußendamm hat man geopfert, um zwei, drei kleine Häuschen mehr zu bauen... Und siehe da, nun steht man da und weiß nicht wie man das Neubaugebiet Trakehnenstraße Ost anbinden will..:lach: Hätte man wunderbar mit dem Ostpreußendamm mit direkter Anbindung an die A36 machen können..


    Das wird sich irgendwann rächen.. Das Chaos auf dem Rebenring wird nicht das einzige bleiben.. Und darunter leidet auch der ÖPNV, wenn die Busse dort 10 bis 15 Minuten im Stau stehen.. Glückwunsch..

  • Chaos auf dem Rebenring? Wegen der Baustelle oder was? Da sehe ich nie einen Stau, egal zu welcher Uhrzeit und die Busse kommen auch immer durch.


    Den Ostpreußendamm könnte man auch heute noch verlängern, nur wollen Stadt und Investor nicht und der StBzR Melverode-Heidberg wehrt sich. Die Senefelder Straße ginge auch und wird ja auch angeschlossen.


    Ich verstehe nicht, wo Sie Chaos auf den Hauptstraßen sehen.

  • Da spiegeln sich im Beitrag ja deutlich die Scheuklappen wider...


    Ich bin seit Jahren regelmäßiger Nutzer des ÖPNV und ich hab unzählige Verspätungen von Bussen erlebt (explizit im Laufe des letzten Jahres an dieser Stelle), die bis zu 10/15 Minuten betrugen.. (besonders frustrierend wenn man in die Straßenbahn umsteigen will, und man wenige Meter vor der Straßenbahnhaltestelle entfernt 15 Minuten warten muss..) Aber gut, dass es laut deinem Beitrag nie Staus gibt und die Busse auch immer durch kommen... :D
    Unter meinen Bekannten ist die Kreuzung Rebenring/Hamburger Str../Wendenring berüchtigt, wieso wohl..


    Und man sieht immer wieder wie ganze Teile der Stadt sofort im Stau stecken, sobald irgendwo eine Autobahn gesperrt oder überfüllt ist oder eine Hauptstraße wegen Veranstaltungen oder Baustellen gesperrt wird..


    Den Ostpreußendamm könnte man auch heute noch verlängern, nur wollen Stadt und Investor nicht und der StBzR Melverode-Heidberg wehrt sich. Die Senefelder Straße ginge auch und wird ja auch angeschlossen.


    Im Bereich Breites Bleek wurde der Ostpreußendamm so verschmälert, dass nur noch die Bahntrasse dazwischen passt... Ursprünglich war dort sogar eine 4-spurige Straße geplant...
    Möglich wäre nur noch der Bau einer Straße auf der Bahntrasse, was jedoch kontraproduktiv wäre, da Straßenbahnen am effizientesten mit einem eigenen Bahnkörper sind..
    Da für das Wohngebiet Trakehnenstraße aber auch nur ein Teil gebaut werden sollte, befürchtet man durch den unvollständigen Ostpreußendamm Durchgangsverkehr aus der Leipziger Straße, die das Wohngebiet als Abkürzung zum Sachsendamm nutzen könnten...

  • Im letzten Jahr war der Rebenring halbseitig gesperrt auf Grund der Kanalarbeiten. Mir unklar, wie man das nicht in die Betrachtung mit einbeziehen kann. Ich fahre dort fast jeden Tag mit dem Bus durch und kann nicht von regelmäßigen Verspätungen <5min berichten, wenn nicht gerade der halbe Ring gesperrt ist. Da war halt eine Baustelle.


    Die Verengung der Trasse des Ostpreußendamms im Breiten Bleek vermindert nicht die Möglichkeit der Erschließung des Baugebietes Trakehnenstraße-Ost. Mir sind dazu auch alle Verkehrsgutachten bekannt und alle Positionen der BI und der Verwaltung. Eine alleinige Anbindung über den Schlesiendamm wäre möglich und würde zu keinen Verlagerungen von der Leipziger Straße zur Folge haben:


    Variante C: Erschließung über Schlesiendamm (Verlängerung)
    Romintenstraße, Rossittenstraße und Trakehnenstraße verzeichnen keine
    Veränderungen der Verkehrsbelastung gegenüber dem Prognose-Nullfall
    2025. Sie haben somit gegenüber Variante A keine Zusatzbelastungen zu
    tragen.


    Anders bei den Varianten, bei denen man über die Trakehnenstraße durchbindet (C1, C2). Das wurde aber nie gefordert, oder verfolgt.

  • Anbei ein paar neue Bilder vom Baugebiet


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    Auf dieser Wüste zwischen Spargelstraße und Freyastraße baut wohl ein privater Investor

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  • HCKBS : Tut sich auf der "Wüste zwischen Spargelstraße und Freyastraße" etwas, was nach Bautätigkeit aussieht? Das ist eigentlich kein Bauland, aber der Besitzer hatte das mal platt gemacht. Ich weiß nicht, was aus den Gesprächen mit der Verwaltung geworden ist.

  • Mit dem Gebiet südlich der Freyastraße hat sich der Stadtbezirksrat am 18.06. beschäftigt:


    [Ratsinfo-System]


    Auf eine Anfrage der SPD und der CDU hat die Verwaltung geantwortet:


    [...längliche Aufzählung aller Bauprojekte in der Nordstadt] + "Aus städtebaulicher Sicht – insbesondere auch vor dem Hintergrund der sozialen Infrastruktur - verträgt der Stadtteil daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Wohngebietsentwicklungen, sodass die Verwaltung die südlich der Freyastraße angedachten Planungen auf absehbare Zeit nicht fortsetzen wird. Eine mittel- bis langfristige Entwicklung ist damit nicht ausgeschlossen.


    Vor diesem Hintergrund nimmt die Verwaltung Stellung zu der Anfrage der SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat 331 Nordstadt vom 5. Juni 2020 wie folgt.

    Zu Frage 1:

    Gibt es seitens der Verwaltung Bestrebungen, dieses Areal zu beplanen?

    Gegenwärtig gibt es keine Bestrebungen der Verwaltung zur Überplanung des Areals.

    Zu Frage 2:

    Ist im o.g. Gebiet aktuell Wohnbebauung vorgesehen?

    Aktuell ist der rechtsverbindliche Bebauungsplan „Freyastraße-Süd“, HA 103, anzuwenden, der eine Wohnbebauung ausschließt.

    Zu Frage 3:

    Zieht es die Verwaltung in Erwägung, den aktuell im Bereich der Freyastraße aktiven Projektentwickler mit der Planung zu beauftragen?

    Nein, gegenwärtig ist keine Überplanung vorgesehen."


    Klingt für mich, als würde die "Wüste" erstmal bleiben.

  • Danke für die Infos, Torwin.

    Es sieht dort in der Tat nichts nach einem strukturiertem Abriss der Gartenhütten und bald beginnenden Bauarbeiten für Wohnungen aus. Wenn ich mich recht entsinne war der Beginn der Rodungsarbeiten vor über einem Jahr durch den Peiner Investor nicht mit der Naturschutzbehörde abgestimmt. Es wurde vermutet, dass dort Biotope von Tieren zerstört worden sind.