1.000 neue Wohnungen in der Nordstadt

  • 1.000 neue Wohnungen in der Nordstadt

    Ich weiß nicht, ob's schon thematisiert wurde: Durch den Umzug des Pressehauses Hamburger Straße und die Fläche an der Taubenstraße (und offensichtlich in der Ludwigstraße) ist viel Platz für Planungen im nördlichen Ring:


    BZ vom 9.1.2013
    1000 neue Wohnungen für den Nördlichen Ring
    Braunschweig Rund 1000 neue Wohnungen für eines neues Quartier. Die Stadt hat die Planungen für das Nördliche Ringgebiet gestartet. Baubeginn soll Ende 2014 sein.


    http://www.braunschweiger-zeit…lichen-ring-id854084.html


    Bauherr/Investor teilweise Staake, teilweise noch offen
    s.a.
    http://www.braunschweiger-zeit…-innenstadt-id762325.html

  • Die Investitonen sind längst überfällig in der Nordstadt.
    Es hatte sich ja zum Armenviertel der Stadt entwickelt und soll nun wie auch das westliche Ringgebiet völlig aufgewertet werden. Vllt ist dort sogar ein öffentlicher Platz im Gespräch, der dieses Quartier zu einem teils geschlossenen Stadtbereich entwickelt.

  • Interressant finde ich ja vor allen Dingen diesen Teil:


    Zitat

    Noch offen, wer Bauherr
    der Wohnungen wird


    Das Pressehaus-Gelände wird ein Privatinvestor bebauen. Ob die städtische Wohnbaugesellschaft auf den anderen Flächen als Bauherrin auftritt, sei noch offen. Leuer: „Wir haben verschiedene Interessenten.“


    Innenstadtnah, wertig und bezahlbar – das sind die Prädikate, die Leuer dem neuen Quartier aufstempeln möchte. „Entscheidend für das Preisgefüge ist, wie viele Wohnungen wie schnell auf den Markt kommen, wie das Verhältnis von Eigentums- zu Mietwohnungen ist, wie viel sozialen Wohnungsbau es geben wird. Das sind Überlegungen, die uns beschäftigen“, so der Stadtbaurat.


    Das ist ja ein Punkt, der die Qualität des Gebietes bestimmt. „Wir haben verschiedene Interessenten.“ klingt schon sehr danach, dass der Anteil privater Bauherren eher klein bleiben wird. Leider, denn das war im Wettbewerb von 2009 noch ganz anders gedacht.

  • Hallo Dvorak, du erwähntest einen Wettbewerb. Gibt es hierzu noch weitergehende Informationen?


    Es hatte sich ja zum Armenviertel der Stadt entwickelt und soll nun wie auch das westliche Ringgebiet völlig aufgewertet werden. Vllt ist dort sogar ein öffentlicher Platz im Gespräch, der dieses Quartier zu einem teils geschlossenen Stadtbereich entwickelt.


    Ich würde nicht so weit gehen, von einem "Armenviertel" zu sprechen, doch das zentrale Problem des nordstädtischen Bereichs ist die bestehende Mischnutzung, bei der Wohnflächen derzeit eine eher untergeordnete Rolle spielen und den Stadtteil somit wenig „wohnlich“ erscheinen lassen.


    Die geplanten Wohnbauten könnten daher eine enorme Belebung bewirken. Wichtig ist dabei m. E. vor allem die städtebauliche Rahmenplanung. Es reicht nicht aus, auf die genannten Flächen einfach nur x-beliebige Wohnriegel zu stellen. Den Hinweis bezüglich öffentlicher Plätze finde ich daher sehr wichtig. Das Projekt St. Leonhards-Garten könnte man hier als ein gutes Beispiel anführen.


    Die geplanten Wohnbauten stellen eine historische Chance dar, dem nördlichen Ringgebiet, das bislang nicht mehr als ein geographischer Hilfsbegriff ist, ein echtes Gepräge zu verleihen. Als sehr inspirierend habe ich dabei die leider bislang unbeachteten Pläne empfunden, auf die Dvorak an anderer Stelle bereits hingewiesen hat (vgl.: http://www.deutsches-architekt…php?p=354949&postcount=79)


    Es ist Aufgabe des Stadtbaurats darauf hinzuwirken, dass diese Chance genutzt wird. Dabei geht es m. E. nicht nur um die Gestaltung öffentlicher Plätze, sondern auch um die städtebauliche Anbindung des Siegfriedviertels an das Ringgebiet sowie die Verbindung des Uni-Viertels mit dem Campus-Nord. Gespannt bin ich diesbezüglich insbesondere auf die Gestaltungsabsichten hinsichtlich des projektierten „Nordparks“ am ehem. Nordbahnhof. Was in der Grafik der „Braunschweiger Zeitung“ freilich untergeht, ist die Tatsache, dass das Gütergleis in diesem Bereich ja wohl bestehen bleiben wird, um das Heizkraftwerk-Mitte fürderhin anzubinden. Oder irre ich mich da?

  • Wettbewerb "Johannes-Göderitz-Preis 2009":


    1.Preis, Leonhard Pröttel & Moritz Mombour:
    http://www.tu-braunschweig-isl…preis/033082_dsc_5815.jpg
    http://www.tu-braunschweig-isl…-1preis/blatt_1_final.jpg
    http://www.tu-braunschweig-isl…-1preis/blatt_2_final.jpg
    http://www.tu-braunschweig-isl…-1preis/blatt_3_final.jpg


    2.Preis, Katharina Büsse & Almut Singer:
    http://www.tu-braunschweig-isl…preis/912357_dsc_5867.jpg
    http://www.tu-braunschweig-isl…2009-2preis/plakat-01.jpg
    http://www.tu-braunschweig-isl…2009-2preis/plakat-02.jpg


    Die anderen Preisträger waren nicht von der TU, die finde ich auf die Schnelle jetzt nicht. Der erste Preis bildet die Grundlage für das "Wohngebiet Taubenstraße".


    Die Gleise bleiben als Gütergleis und für die Regio-Stadt-Bahn erhalten, wobei ich jetzt nicht weiß inwiefern diese verändert werden (zweispurigkeit oder nur ein Gleis, definitiv aber als besonderer Gleiskörper). Im Wettbewerbsverfahren wurde noch die Möglichkeit eines weiteren Haltepunktes der RSB an der Spargelstraße von Seiten der Juroren (weiß nicht, ob das jetzt direkt von Herrn Hornung kam) angesprochen.

  • @ #5: Vielen Dank, Dvorak, für das Einstellen der beiden Wettbewerbsbeiträge. Auf den ersten Blick gefällt mir der siegreiche Vorschlag ganz gut: kleinteilig mit interessanten Wegbeziehungen und städtischen Plätzen. Hier könnte ein kleines Stadtviertel mit ganz eigenem Charakter entstehen. Durchaus das, was ich mir erhofft hatte.

  • Am liebsten würde ich planen und bauen

    genau. Kleinteilig sollte es werden. Am besten in Anlehung an St. Leonhards Garten.
    Also keine Plattenbauten und keine bunte Mischung.

  • Zitat

    Am liebsten würde ich planen und bauen


    Worauf liegt da die Betonung?


    Plattenbauten wird es nicht geben. Es wird auch nicht wie in Sankt-Leonhards-Garten.

  • „Nördliches Ringgebiet“: Aktueller Zustand I

    Ich habe das vergangene Wochenende dazu genutzt, eine fotografische Bestandsaufnahme dessen zu erstellen, was als „nördliches Ringgebiet“ bezeichnet werden könnte. Diese Benennung setze ich ganz bewusst in Anführungszeichen, da ich der Meinung bin, dass dieser Stadtteil allenfalls als „präexistent“ bezeichnet werden kann. Jedoch hege ich die Ansicht, dass durch die jüngst angekündigten Baumaßnahmen eben dieser Zustand nachhaltig verändert werden könnte, sodass es künftig durchaus sinnvoll sein dürfte von einem „nördlichen Ringgebiet“ als einem eigenständigen Teil der Stadt zu sprechen.


    Blickt man auf die Geschichte der Braunschweiger Stadtplanung zurück, lässt sich übrigens feststellen, dass die Entwicklung eines „nördlichen Ringgebiets“ im 19. Jahrhundert durchaus beabsichtigt war. Der namentlich auf Stadtbaurat Ludwig Winter zurückgehende Ortsbauplan der Stadt von 1889 sah nördlich der heutigen Nordstraße noch vier parallele Straßenzüge mit Wohnbebauung vor, die so leider nie verwirklicht wurden.


    Heute ist das, was sich künftig zum Zentrum des „nördlichen Ringgebiets“ entwickeln könnte, ein Tohuwabohu aus kleineren Gründerzeitbauten, Kleingärten, heruntergekommen anmutenden Gewerbebetrieben und kaum noch genutzten Bahnflächen (Nordbahnhof). Hinzu kommen ringsherum der Campus Nord bzw. Campus Ost der TU, die Zentrale von BS Energy (die früheren Stadtwerke), das Heizkraftwerk Mitte mit seinem 198m hohen Schornstein, die Hauptwache der Braunschweiger Feuerwehr, der frühere St. Andreas-Friedhof, alte Fabrikgebäude des Ringgleis-Gürtels sowie das Pressehaus des Braunschweiger Zeitungsverlags, der demnächst wieder in die Innenstadt ziehen wird (s. http://www.deutsches-architekt…wthread.php?t=5455&page=6). Im Osten des Areals befindet sich ein kleines Viertel mit Einfamilienhäusern („Komponistenviertel“), in dem in den vergangenen Jahren bereits Neubauten entstanden sind.


    Begrenzt wird das „nördliche Ringgebiet“ m. E. im Süden durch den Rebenring und Wendenring, im Westen durch die Oker, im Osten durch die Bahnlinie vom Bahnhof Braunschweig-Gliesmarode Richtung Gifhorn bzw. Braunschweiger Hafen / Watenbüttel. Das nördliche Ende lässt sich schwieriger bestimmen. Ich würde die Grenze im Bereich der Straßen Weinbergweg / Wodanstraße sehen, dort wo ursprünglich die – mittlerweile zu den Akten gelegte – Verlängerung der Nordtangente verlaufen sollte. Nördlich daran schließt sich das in den 1920er Jahren errichtete Siegfriedviertel an. Südlich des „nördlichen Ringgebiets“ befinden sich das historische Uni-Viertel sowie ein kleines Gründerzeitviertel um die Pestalozzistraße.


    Nachfolgend zunächst eine Ansicht des gesamten Areals. Die aktuell geplanten Neubaugebiete sind rot gekennzeichnet. Die Trasse der einst geplanten „StadtRegionalBahn“, deren Realisierung derzeit eher unwahrscheinlich ist, ist lila. Wie leicht zu erkennen, würde diese eine hervorragende Anbindung der neuen Wohnquartiere ermöglichen. Zu überlegen wäre m. E. demnach, diese Trasse unabhängig vom weiteren Schicksal der „StadtRegionalBahn“ für die Braunschweiger Stadtbahn nutzbar zu machen, die so bspw. (vorläufig) von der Hamburger Straße durch das „nördliche Ringgebiet“ über den Bienroder Weg oder die Beethovenstraße bis zur Ottenroder Straße (in der Ansicht oben rechts) geführt werden könnte. Dazu würde noch nicht einmal eine neue Linie benötigt werden. Die heutige Stadtbahnlinie 2 könnte m. E. über diese Trasse verlaufen, um dann über die Siegfriedstraße das Siegfriedviertel anzubinden und am Stadion zu enden.


    Pfeile deuten in der Abbildung auf markante Gebäude hin, die auf den weiter unten auffindbaren Bildern zu sehen sind. Für die Erschließung des Gebiets von Norden ist laut „Braunschweiger Zeitung“ eine neue Straße geplant, die in etwa dem Verlauf der früher geplanten „Nordtangente“ folgt und somit dort den Abschluss des „nördlichen Ringgebiets“ darstellen könnte. Zentrale Erschließungsstraße in Nord-Süd-Richtung dürfte der Mittelweg werden, der bislang eher ein Schattendasein fristet.



    (Karte mit OpenStreetMap.de)

  • „Nördliches Ringgebiet“: Aktueller Zustand II

    Hier nun die angekündigten Bilder.


    Zunächst das sogenannte „Wiese-Tor“ an der Kreuzung Rebenring / Hamburger Str. – benannt nach dem ehemaligen Braunschweiger Stadtbaurat Konrad Wiese. Dieser hatte vor, die Hamburger Straße zwischen den beiden Baukörpern hindurch zu verlängern. Die diesbezüglich letzte Planung sah einen Straßentunnel unter dem Gaußberg vor, durch den Hamburger Straße und Wendenstraße miteinander verbunden worden wären. Diese Planung konnte Ende der 1980er Jahren abgewendet werden. Geblieben sind die an dieser Stelle überdimensionierten Hochhäuser, die als Entree zur Innenstadt gedacht waren. Dazwischen verläuft nunmehr vor allem die Strecke der Stadtbahn. Das im Bild links befindliche Gebäude, ein Studentenwohnheim (in Braunschweig allgemein „Affenfelsen“ genannt), hätte ich noch vor zehn Jahren vermutlich auf eine Liste möglicher Abrisskandidaten gesetzt. Mittlerweile halte ich es für durchaus erhaltenswert. Eine Sanierung erscheint nichtsdestotrotz dringend geboten!



    Am Andreasfriedhof entsteht derzeit ein Neubau der Lebenshilfe, der nahezu fertiggestellt ist:



    Direkt gegenüber wird ebenfalls gewerkelt. Sieht nach einem neuen Wohnbau aus:



    Blick von der Hamburger Straße auf das derzeitige Pressehaus-Gelände, dessen Umgestaltung geplant ist. Der Bürobau links im Bild soll erhalten bleiben, das flache Druckereigebäude rechts in einen Supermarkt umgewandelt werden:



    Südlich des Pressehaus-Geländes verläuft derzeit ein von Wildwuchs umgebener Fußweg. Auch hier besteht Potenzial für eine Entwicklung. Entweder durch eine Nachverdichtung mit Wohnbauten oder, das würde ich an dieser Stelle favorisieren, eine öffentliche Grünfläche:



    Die Osthälfte des Pressehausgeländes wird als Parkplatz genutzt. Hier sollen künftig neue Wohneinheiten entstehen:



    Nördlich des derzeitigen Pressehausgeländes befindet sich u. a. das Areal der früheren Panther-Fahrradfabrik, das heute ein Hotel, ein Fitnesscenter, ein Restaurant sowie Büros umfasst.



    Die Nordseite des Pressehausgeländes. Blick nach Osten. Im Vordergrund das Ringgleis:



    Die Nordseite des Pressehausgeländes. Blick nach Westen. Gut zu erkennen sind die Schornsteine des HKW Mitte. Bei dem Gebäudekomplex rechts handelt es sich um den Schimmel-Hof. Früher wurden hier Klaviere gefertigt. Seit Schimmel in den Südwesten der Stadt umgezogen ist, dient das Areal als Gewerbehof.



    Der Schimmel-Hof von der Hamburger Straße aus:



    (Alle Bildrechte liegen bei mir.)


    Wird fortgesetzt.

  • „Nördliches Ringgebiet“: Aktueller Zustand III

    Unmittelbar östlich des Pressehausgeländes schließt sich der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Mittelweg an:



    Blick vom Mittelweg in die Nordstraße, die in Ost-West-Richtung verläuft:



    Villa am Mittelweg, in Höhe des Nordbahnhofs:



    Fast baugleich ist dieses Haus an der Ecke Geysostr./Am Nordbahnhof:



    Der gut erhaltene Nordbahnhof, Südseite:



    Die Geysostraße führt vom Nordbahnhof zum Rebenring und weiter ins Uni-Viertel:




    Blick von der Ecke Rebenring / Geysostraße auf das Naturhistorische Museum, das Haus der Wissenschaft und den Erweiterungsbau der Uni-Bibliothek (v.l.):



    Neubau in der Nordstraße, südlich des künftigen „Nordparks“:



    Der BS-Energy-Komplex und der „Bahnsteigbereich“ des Nordbahnhofs. Der letzte reguläre Personenzug ist hier bereits vor Jahrzehnten abgefahren. Auch wenn es derzeit leider nicht danach aussieht, könnte hier künftig eine Haltestelle der „StadtRegionalBahn“ bzw. der Stadtbahn entstehen.



    Gleisdurchfahrt, im Hintergrund das Areal des geplanten „Nordparks“:



    (Alle Bildrechte liegen bei mir.)


    Wird fortgesetzt.

  • „Nördliches Ringgebiet“: Aktueller Zustand IV

    Das Areal des künftigen Nordparks von der Spargelstraße aus betrachtet. Der bestehende Baumbestand kann zweifelsohne genutzt werden. Mit einigen Neuanpflanzungen, neu anzulegenden Wegen und vielleicht einem kleinen Wasserspiel könnte hier binnen kürzester Zeit eine wundervolle Naherholungsfläche entstehen:



    Ein Blick auf das Areal des künftigen Quartiers „Taubenstraße“ von Süden:



    Zwischen dem Quartier „Taubenstraße“ und dem Bültenweg ist die noch erhaltene Ringbahn zweigleisig ausgebaut und könnte somit ohne weiteren Flächenbedarf die „StadtRegionalBahn“ oder eine Stadtbahnverbindung aufnehmen:



    Dort, wo künftig neue Wohnbauten entstehen sollen, besteht derzeit ein Mix aus Kleingärten und einigen z. T. heruntergekommen anmutenden Gewerbebauten.



    Ecke Wodanstraße / Spargelstraße / Mitgaustraße. Hier soll laut städtischer Planung künftig die neue Erschließungsstraße verlaufen. Das geplante Baugebiet befindet sich links:



    Blick vom Gotenweg in Richtung Innenstadt:



    (Alle Bildrechte liegen bei mir)


    Wird fortgesetzt.

  • Danke, lieber Ted, für die vielen Bilder. Ein überraschendes Wiedersehen; denn Nordstraße und Mittelweg sind so eine Gegend, die ich bestimmt seit 20 Jahren nicht mehr betreten habe. Spannend finde ich vor allem das Projekt in der Taubenstraße.


    Auch was den Affenfelsen und sein Pendant angeht, muss ich Dir recht geben - früher fand ich es einfach nur scheußlich, und wenn Wiese seine Pläne voll hätte umsetzen können, wären die städtebaulichen Folgen ja tatsächlich fatal gewesen (Stichwort: Gausbergdurchbruch). Heute finde ich, wir haben es mit einer nicht im klassischen Sinne schönen, aber doch irgendwie beeindruckenden Torsituation zu tun, die fast schon wieder Denkmals-Charakter besitzt, weil sie einer in jeder Hinsicht toten Epoche der Städtebau-Geschichte entstammt. Was keinesfalls heißt, dass ich es irgendeinem Studenten wünschen würde, im Affenfelsen wohnen zu müssen...

  • die Bilder sind sehr schön! Vielen Dank! Das Wetter trug dazu bei.
    Es zeigt deutlich, dass es sehr schöne Gebiete gibt wie die Gründerzeitbauten in der Nordstraße und dem Neubau, aber auch Brachflächen seit vielen Jahren. Jetzt sind die Augen darauf gerichtet und hfftl geht es bald los. Das neue "Nördliche Ringgebiet" kann kommen.

  • Es gab auch schon einen ersten Bürgerworkshop zu dem Thema, der war aber nicht öffentlich. Das war eher ein Termin, bei dem die Stadt sich über die Gedanken und Wünsche der Bürger informiert hat, als selbst eine Planung vorzulegen. Es wird, nach dem studentischen vor 4 Jahren, auch einen Realisierungswettbewerb geben. Vermutlich mit einer Vorbewerbungsphase, aber ansonsten sehr offen gestaltet.


    Tenor war, dass es nicht ein "Nördliches Ringgebiet" geben wird, sondern die drei Projekte, insbesondere die Taubenstraße, viel eher genutzt werden sollen, um die Nordstadt weiter zusammenwachsen zu lassen. Es geht also eher darum, dem Gesamtbereich eine stärkere Identität zu geben, als nur den Bereich bis zur "Erschließungsstraße" zu betrachten. So soll die Infrastruktur des Siegfriedviertels (Nibelungenplatz mit Markt) gestärkt werden (das war jedenfalls öfters zu hören).


    Zur Erschließungsstraße nur soviel: Wie sie aussehen soll, ob sie kommt, wo sie liegt, ist alles unklar. Es wird von WVI davon ausgegangen, dass etwa 4.500 Fahrten (glaube ich) per MIV, und etwa 4.400 per Pedes, Rad, ÖV stattfinden werden. Das wäre insgesamt soviel Verkehr, wie jetzt auf der Nordstraße liegt (das ist ziemlich wenig).

  • Tenor war, dass es nicht ein "Nördliches Ringgebiet" geben wird, sondern die drei Projekte, insbesondere die Taubenstraße, viel eher genutzt werden sollen, um die Nordstadt weiter zusammenwachsen zu lassen. Es geht also eher darum, dem Gesamtbereich eine stärkere Identität zu geben, als nur den Bereich bis zur "Erschließungsstraße" zu betrachten. So soll die Infrastruktur des Siegfriedviertels (Nibelungenplatz mit Markt) gestärkt werden (das war jedenfalls öfters zu hören).


    Prinzipiell ein guter Ansatz, mittelfristig ist das m. E. jedoch Wunschdenken. Wie auf der Karte unter #11http://www.deutsches-architekt…php?p=366779&postcount=11 zu sehen, befindet sich zwischen den neuen Baugebieten und dem Siegfriedviertel noch ein breiter Streifen mit Kleingärten. Nur wenn auch dieses Gebiet entwickelt würde, könnte eine echte „Nordstadt“ entstehen, was mir durchaus wünschenswert erscheint.


    Ich sehe auch nicht, dass die künftigen Bewohner der Neubaugebiete die Infrastruktur des Siegfriedviertels im großen Stil nutzen werden, vor allem dann nicht, wenn auf dem Gelände des Pressehaus ein neuer Supermarkt entsteht. Sicherlich dürfte sich der Bereich um den Nibelungenplatz etwas beleben; ich vermute aber, dass sich auch die Bewohner des Quartiers Taubenstraße eher gen Innenstadt orientieren werden.

  • „Nördliches Ringgebiet“: Aktueller Zustand V

    Und weiter geht es mit der Bestandsaufnahme.

    Am Bienroder Weg hat sich vor einigen Jahren der Campus Nord der TU in ehemaligen Kasernenbauten angesiedelt:



    Hier einige Bilder vom Neubaugebiet Händelstraße:





    Die Beethovenstraße wird vor allem von wenig ansehnlichen Institutsgebäuden der TU geprägt. Hier z. B. die Ecke Beethovenstraße / Mendelssohnstraße mit dem Pharmaziezentrum:



    Baustelle der Prüfhalle 9 der Materialprüfanstalt für das Bauwesen. Mehr Infos: http://www.mpa.tu-bs.de/mpacms…sk=view&id=191&Itemid=248



    Blick auf die Mensa 2:



    Wohnbauten an der Franz-Liszt-Straße:



    Unbebautes Grundstück an der Franz-Liszt-Straße:



    An der Ecke Norstraße / Brucknerstraße / Bültenweg wird das Umfeld wieder etwas urbaner:



    Dort befindet sich auch die Kirche Sankt Albertus Magnus, die zu den größten modernen Sakralbauten in BS gehört und Teil eines Dominikanerklosters ist:



    (Alle Bildrechte liegen bei mir.)


    Wird fortgesetzt.

  • „Nördliches Ringgebiet“: Aktueller Zustand VI

    Zum Abschluss der Bilderfolge nun noch der Bereich Ludwigstraße.


    Zunächst das östliches Ende der Ludwigstraße; im Hintergrund der Mittelweg:



    Blick auf das Areal des geplanten Neubaugebiets:



    Die Ludwigstraße von West nach Ost. Zwei der Altbauten haben einen neuen Anstrich, ansonsten besteht in diesem Bereich aber durchaus Sanierungsbedarf:



    (Alle Bildrechte liegen bei mir.)