Baugeschehen: Kaßberg / Schloßchemnitz

  • In der Freien Presse ist auch eine Visualiserung, die nicht im Netz verfügbar ist. Als Quelle ist dort "Architekt Frank Mahnert" benannt. Der Neubau hat etwa die Höhe des Fabrikgebäudes, schließt aber bündig an die beiden Bestandsgebäude an. Ein Zugang ist dort nicht zu erkennen. Der Markt wird 1800 m² in den bestehenden Flächen der Ermafa-Passage und eben dem Erweiterungsbau umfassen, erschlossen wird das ganze sicherlich von den Parkflächen aus. Optisch erinnert mich das an den Zwischenbau am Bundesbankgebäude am Wall, also Erdgeschosszone mit überlagertem Beton-Glas-Raster ohne Dachabschluss.


    P.S.: Wenn die Freie Presse das Altgebäude nach ihren Recherchen zum Eckhaus erklärt, kann ich doch nicht daran zweifeln :-).

  • Umbau Ermafa-Passage

    Der Neubau hat etwa die Höhe des Fabrikgebäudes, schließt aber bündig an die beiden Bestandsgebäude an. Ein Zugang ist dort nicht zu erkennen. Der Markt wird 1800 m² in den bestehenden Flächen der Ermafa-Passage und eben dem Erweiterungsbau umfassen, erschlossen wird das ganze sicherlich von den Parkflächen aus.


    Vom Hof und der Ladenpassage aus gibt es natürlich einen Zugang.


    Aber die Ermafa-Passage als Ganzes braucht auch von der Hartmannstraße/Ecke Schlossteich einen Eingang. Ich hoffe, dass der derzeitige Durchgang nicht ersatzlos wegfällt. Sonst ergäben sich von da aus zum Alten Brauhaus, dem neuen Supermarkt und anderen Läden in der Passage große Umwege. Es wäre sehr schade, wenn die gewohnte gute Zugänglichkeit und Durchlässigkeit des Geländes verloren ginge.


    Das Problem ist ähnlich wie das beim Eingang Roter Turm der Galerie Roter Turm. Dort war seinerzeit auch nicht viel los, aber jetzt, nach fortgeschrittener Innenstadtentwicklung, fehlt der Eingang Richtung Wall/Stadthalle richtig.


    Optisch erinnert mich das an den Zwischenbau am Bundesbankgebäude am Wall, also Erdgeschosszone mit überlagertem Beton-Glas-Raster ohne Dachabschluss.


    Dann guck ich mir das nochmal an – Beton habe ich von der Fassade gar nicht in Erinnerung.


    Wenn der Zwischenbau von den Abmessungen her passt, nämlich an der Straßenfront und am Trauf bündig mit dem/n Nachbargebäude(n) abschließt, kann es mit so einer schlichten Gestalt gut aussehen.


    P.S.: Wenn die Freie Presse das Altgebäude nach ihren Recherchen zum Eckhaus erklärt, kann ich doch nicht daran zweifeln :-).


    Wenn ich gleich gewusst hätte, dass das so in der Freien Presse stand, hätte ich natürlich nichts dazu geschrieben, sondern wäre zum Augenoptiker gegangen, um endlich das gleiche Bild von der Welt zu haben, wie es unsere lokale Qualitätszeitung vermittelt!

  • Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung den Verkauf des Geländes Hohe Straße 31a an die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft beschließen, der Preis beträgt 380.000 Euro (Beschlussvorlage). Die leer stehende Bestandsbebauung (Luftbild) wird abgerissen, dafür soll eine "moderne, innenstadtnahe Wohnanlage" errichtet. Die Gestaltung der Anlage wird in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt im Rahmen eines Architektenwettbewerbes festgelegt. Ziel soll es sein, am Eingang des Kaßbergs eine architektonisch ansprechende und gestalterisch hochwertige Lösung zu finden, um den Charakter des Stadtteils mit seiner Bebauung städtebaulich aufzuwerten.

    Einmal editiert, zuletzt von lguenth1 () aus folgendem Grund: Falscher Straßenname angegeben

  • Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung den Verkauf des Geländes Heinrich-Schütz-Straße 84 an die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft beschließen, der Preis beträgt 380.000 Euro


    Gemeint ist laut Beschlussvorlage die Hohe Straße 31a.

  • Gemeint ist laut Beschlussvorlage die Hohe Straße 31a.


    Logisch, die Heinrich-Schütz-Straße liegt ja nicht am "Eingang des Kaßbergs". Die Lage ist allerdings nicht ganz einfach, da nach/in der Kurve der Kaßbergauffahrt bergauf viele Autos beschleunigen und für Lärmbelästigung sorgen.

  • Den Straßenverkehr wird man bei einem Neubau ganz gut in die Planungen integrieren können, etwa durch Wohn- und Schlafräume auf der Hofseite. Die Balkone sollten aber schon nach Süden und damit zur Weststraße zeigen. Der Abstand zur Straße ist aber auch so recht groß.


    Mit dem Projekt von BPE, welches ich auch recht gelungen finde, finde ich es erfreulich, dass sich in den begehrten Stadtteilen Kaßberg und Schloßchemnitz schon Geschoßwohnungsneubau lohnt. Das hätte ich eher erst dann in größerem Umfang erwartet, wenn der Sanierungsgrad der Altbauten wesentlich weiter fortgeschritten ist.

  • Die Freie Presse von heute berichtet über Neubauprojekte auf dem Kaßberg (neben dem schon erwähnten Projekt an der Schloßstraße):


    Kaßbergstraße 19:

    Quelle: kpm-bau


    Noch in diesem Monat soll der Mehrgeschosser auf dem Grundstück Kaßbergstraße 19 rohbaufertig sein. Bis Ende des Jahres sollen die elf Eigentumswohnungen, die laut den beteiligten Investoren bereits fast alle verkauft sind, bezogen werden können. Fahrstuhl und Tiefgarage sind vorgesehen. Der Investor knüpft damit an den Erfolg der beiden Neubauprojekte Kaßbergstraße 22a und 34 an.


    Henriettenstraße 25 und 27: (Luftbild)


    Ab September soll ein weiterer Mehrgeschosser mit 18 Eigentumswohnungen an der Henriettenstraße 25 und 27 in Angriff genommen werden. Das müsste dann ein Lückenschluss sein, auch wenn ich mir das aus dem Luftbild nicht ganz vorstellen kann. Auch hier ist eine Tiefgarage vorgesehen.

  • Henriettenstraße 25 und 27: (Luftbild)


    Ab September soll ein weiterer Mehrgeschosser mit 18 Eigentumswohnungen an der Henriettenstraße 25 und 27 in Angriff genommen werden. Das müsste dann ein Lückenschluss sein, auch wenn ich mir das aus dem Luftbild nicht ganz vorstellen kann. Auch hier ist eine Tiefgarage vorgesehen.


    Bing kennt diese Hausnummern nicht. Am gezeigten Ort steht der Plattenbau-Kindergarten „Pusteblume“.


    25–27 – das muss einen Block weiter westlich sein, die östliche Hälfte des Freiraums zwischen Kreuzstift und dem Eckhaus zur Andréstraße. Insofern ist es ist kein Lückenschluss, aber immerhin eine Fortsetzung der Bebauung. … wobei ich natürlich hoffe, dass tatsächlich der Block weitergebaut und nicht nur ein loses Gebäude hingestellt wird.

  • Die Bebauung betrifft den Freiraum zwischen dem Eckhaus Andréstraße und dem Eckhaus Kanzlerstraße (Dönerladen im Erdgeschoss), an welches lückenlos gebaut wird. Zu einem Lückenschluss kommt es in der Tat erst einmal nicht, da die Lücke 3 Grundstücke umfasst, von denen nur 2 bebaut werden (verbleibende Lücke zum Eckhaus Andréstraße).


  • scheinbar eine Sanierung auf der Erich-Mühsam-Str 27, hier wurde ein bereits bestehendes Gerüst vor einigen Monaten schon wieder abgebaut, seit ca. 1-2 Monaten steht wieder ein neues Gerüst und es wird auch gebaut... schauen wir mal



    Auf dem ehemaligen Gelände der abgerissenen Union-Bäckerei entsteht eine Lackierhalle, die Arbeiten haben vor ca. 3 Wochen begonnen.



    Zeitgleich beginnt die Sanierung des ersten Abschnittes am Pölzig Areal, hier soll glaube ich in den unteren beiden Geschossen ein HArley-Davidson-Geschäfte einziehen. Nach der Sanierung wir die Abrisslücke linksseitig des Gebäudes noch mehr weh tun. :(

  • Genau die gleichen Sanierungen habe ich am Samstag im Vorbeifahren auch gesehen, allerdings ohne Kamera. Ich hätte gedacht, in der Franz-Mehring-Straße lief in der Nähe zur Limbacher auch noch eine Sanierung, da kann ich mich aber auch täuschen.


    Die Erich-Mühsam-Straße 27 (Luftbild) ist ganz interessant. Die war urspünglich GGG-Eigentum und zuletzt für 60.000 Euro im Angebot. Offensichtlich wurde das Gebäude dann auch direkt verkauft, weil es in den Auktionen nicht auftauchte. Deshalb wäre es interssant, ob Du auf der Originalaufnahme auf dem Bauschild erkennen kannst, wer Bauträger ist. Jedenfalls wurden 14 leer stehende Wohnungen mit 861 m² Wohnfläche und rückseitigen Balkonen aufgeführt, das Baujahr ist 1912.


    Über die Baumaßnahme Richtung Anschlußstelle Chemnitz-Rottluff habe ich mich auch gefreut. Es wird Zeit, dass auf der dortigen Gewerbefläche endlich der Startschuss fällt. Wenn ich mir die großen, freien Gewerbeflächen dort anschaue, kann ich die aktuelle Diskussion um die von Schrag gekaufte, aber von IAV benötigte Gewerbefläche an der Jagdschänkenstraße (vier Beiträge weiter oben) auch nicht nachvollziehen.

  • Auf der Franz-Mehring-Str. wird auch ein Haus saniert, das dritte Haus wenn man von der Limbacherstr. einbiegt links.
    Bezüglich der vielen freien Gewerbeflächen auf der Kalkstraße kann ich die Diskussion um die IAV auch nicht nachvollziehen, das hab ich mich auch schön öfters gefragt. :/
    Wegen des Bauträgers werde ich morgen mal schauen :)

  • Ein privater Investor hat die Gebäude Leipziger Str. 101, 107 und 111 erworben und wird sie nach Angaben des bisherigen Eigentümers GGG sanieren.


    http://www.freiepresse.de/LOKA…nieren-artikel8059079.php


    Entstehen sollen "Energiesparwohnungen". Das Plakat an der Fassade zeigt zwar eine opulente Fassade, es ist aber wohl kaum damit zu rechnen, dass hier Restuckierungsmaßnahmen stattfinden werden.
    Die Gebäude sind zum Teil in einem kritischen Zustand. Mangels Perspektive an der stark befahrenen B95 hatte die Stadt auch schon einen Abriss erwogen
    http://www.freiepresse.de/LOKA…r-B-95-artikel7928325.php


    Das Schicksal der ebenfalls leer stehenden 103 ist noch offen.

  • Der neue Wasserspeicher an der Leipziger Straße bekommt für 400.000 Euro ein anspruchsvolles Äußeres aus Edelstahlplatten, entworfen vom Chemnitzer Architekten Peter Apfel (Freie Presse, Pressemitteilung). Ob der Speicher von einem Wasserbecken umgeben wird, steht noch nicht fest:



    Quelle: Eins Energie

  • Wer sich gefragt hat, warum die Stromrechnung so hoch ist ... es reicht inzwischen um hunderttausende in Kunst zu investieren.

  • An der Beyerstraße (ich glaube Nr 14) finden seit 2 Wochen auch erste Sanierungsmaßnahmen statt. Vor einigen Monaten wurden dort die Fenster mit Holzplatten geschützt, jetzt ist das Haus komplett eingerüstet und es finden Dach- und Entrümpelungsarbeiten statt. Bilder habe ich gerade leider keine...

  • Aktuelle Stadtbauprojekte


    Leipziger Straße/ Altendorfer Straße
    Dieser sanierte Eckbau wurde in diesem Jahr gerettet. Die Sanierung ist nicht hochwertig ausgefallen, aber immerhin ist das Gebäude jetzt gerettet. Man kann nur hoffen, dass dies auch noch mit den oberhalb gelegenen Häusern passiert.





    Beyerstraße 14
    Der Altbau an der Beyerstraße wird gerade saniert. Schön, dass das Gebäude gerettet wurde.




    REWE-Markt Limbacher Straße
    Wie bereits bekannt, errichtete REWE einen neuen Markt in der Limbacher Straße. Hingeklotzt wurde die typische "Supermarktarchitektur", die mich nicht vom Hocker reißt. Aber wenigstens ist die Brache beseitigt.


  • REWE-Markt Limbacher Straße
    Wie bereits bekannt, errichtete REWE einen neuen Markt in der Limbacher Straße. Hingeklotzt wurde die typische "Supermarktarchitektur", die mich nicht vom Hocker reißt. Aber wenigstens ist die Brache beseitigt.


    „Brache beseitigt“ – die ebenfalls einstöckige historische Fabrikhalle, die vorher hier stand und deren Umnutzung zu einem Supermarkt einst ernsthaft angedacht war, letztlich nur für diesen Supermarkt abgerissen werden.


    Ja, es ist typische Supermarktarchitektur – typische mindestens halbwegs anständige Supermarktarchitektur, wie sie in den letzten Jahren üblich geworden ist und die sich erheblich von der Gestaltung typischer hingeklotzten Discountern unterscheidet. Für ein negativ konnotiertes „hingeklotzt“ sehe ich hier jedenfalls keinen Grund.


    Zunächst kann man festhalten, dass ein reiner Supermarkt Gründe hat, einstöckig zu sein. Das gibt zu einem guten Teil den Gesamteindruck vor. Trotzdem sind in diesem Rahmen immer noch große Unterschiede möglich, und da wurde hier sehr viel richtig gemacht.


    Als ich letztens das erste Mal eben diesen REWE-Markt besuchte, fiel mir an der (tatsächlich ziemlich straßenbündigen!) Fassade das Fensterband in etwa 5 m Höhe über der Straße auf. Beim EDEKA Bernsdorfer Straße/Gutenbergstraße wurde ja schon die Fassadengestaltung mit angetäuschtem Fensterband gelobt – hier haben wir es „sogar“ mit echten Fenstern zu tun. Nun dachte ich, da wäre vielleicht ein Obergeschoss mit Büroräumen – als ich drinnen war, sah ich, dass diese Fenster Tageslicht in den eigentlichen Supermarkt bringen. Das bringt zusammen mit der großen Deckenhöhe eine angenehme Atmosphäre in den Innenraum. Dergleichen ist hierzulande selten und höchst lobenswert.


    Auch sehr gut ist die Integration ins Umfeld für Fußgänger. Es gibt einen direkten Treppen-Zuweg von der westlichen Limbacher Straße zum Eingang und diagonal-direkt angelegte Wege zur Kreuzung Limbacher/Beyer-/Barbarossestraße. Sowas war bei DDR-Kaufhallen recht normal, ist heute aber leider nicht selbstverständlich. Überdies bin über keinen einzigen unsinnig gesetzten Bordstein gestolpert – auch das hat Seltenheitswert.


    Wenn der Schnee weg ist, werde ich nochmal dort einkaufen und weitere Details beobachten.

  • Was heißt, die Sanierung an der Leipziger Straße sei nicht hochwertig ausgefallen? Das Gebäude hatte keine historische Fassade.
    Es hat eine energetische Sanierung stattgefunden. Das Dach ist mit Kunstschiefer eingedeckt worden. Die Wohnungen verfügen über Laminat, große Eckbadewannen und Balkon. Braucht es noch vergoldete Wasserhähne?
    Im übrigen war alles was dort bisher stattgefunden hatte, Abriss oder das erstellen von sinnlosen Planungen.
    Nicht hochwertig, kann man an der Georgstraße sehen.