IntercityHotel und Bus-Terminal am Hauptbahnhof (realisiert)

  • Auf der Webcam konnte man in den letzten Wochen verfolgen, wie auf dem Dach des Rohbaus eine Stahlkonstruktion zur Unterbringung der Technik entstand. Sie deutet die Form eines Mansardwalmdaches an, sodass das Gebäude von weitem schon jetzt eher wie ein Haus denn eine Kiste ausschaut. Zur Veranschaulichung:



    Bild: epizentrum

  • Ich finde das Hotel dort eh spannend, weil es den Blick fängt und es nicht mehr so ausschaut, als wäre die Stadt dort zu Ende, weil der Blick vorher ins Unendliche lief.


    Epizentrum hat Recht. Das Dach lässt alles gefälliger erscheinen. Gut, dass mal wieder jemand vormacht, wie ein Technikgeschoss auch aussehen kann, wenn man sich ein paar mehr Gedanken dazu macht.

  • Womit die Dachschräge belegt wird, sieht seltsam aus. Es sind horizontal gewellte Dachplatten in einer schmuddelbeigen Farbe. Möglicherweise bestehen sie aus verschiedenen Faserstoffen, die in einem Mehrkomponenten-Verfahren getränkt, gepresst und dann getrocknet sind. Habe ich an Wohn- bzw. Bürogebäuden noch nicht gesehen, eher an Scheunen und landwirtschaftlichen Gebäuden. Sicher aber wird es eine Unterdeckung unter der eigentlichen Dachhaut sein. Ein Schnappschuss von eben: (Klick öffnet verrauschtes 1:1-Detail)



    Bild: epizentrum


    Gleichzeitig verschafft ein Eisele-Mobilkran große Klimateile auf das Dach, siehe Webcam. Danach dürfte die südlich angrenzende Fläche frei sein, um endlich den Busbahnhof zu vervollständigen. Zeit wird es...

  • ^ Fein. Wie thomasfra übrigens mit Adleraugen (und Zoomobjektiv :-)) erkannt hat, handelt es sich bei der Dachschrägendeckung mitnichten um Platten. Es sind schmale Lamellen, was für eine Belüftung der Technik ja sinnvoll ist. Die etwas seltsame Nicht-Farbgebung bleibt demnach erhalten.

  • Dieses "Gebäude" ist unter allen denkbaren Aspekten mißraten [z.B. Anordnung der Fenster; Proportionierung der Fenster in Bezug auf die übrigen Fassadenteile; Dachabschluss; Profilierung der Fassade (sieht aus wie aufgeklatschter Billig-Deko-Gips); Farbton der Fassade (Typ: 'Urgroßmutters Sonntagsschuhe aus den 1940er Jahren')].
    Der einzige Lickblick hier: Immerhin wurde der Blockrand einigermassen eingehalten.


    Kleine Erinnerung:
    An dieser Stelle war vor 30 Jahren mal Europas höchstes Bürohaus geplant. https://www.bing.com/images/se…969847942&selectedIndex=0


    Kinners, wie sich die Zeiten ändern ... .

  • Immerhin hat das Gebäude ein Dach, ein glänzendes dazu, und generell eine ordentliche Gliederung. Und es fasst das jahrzehntelang lose Ende der Hauptbahnhof-Südseite:



    Bild: epizentrum

  • Aus der Sicht auf epizentrum's Bild finde ich es eigentlich auch ganz ansehnlich geworden, anstelle des Blicks in eine "Leere".


    Die Idee mit dem angedeuteten Dach & Dachschräge ist lobenswert und gibt dem Gebäude doch einen versöhnlichen Abschluss nach oben hin. Kommt leider nicht so zur Geltung wenn man unmittelbar davor steht.


    Aus der Sicht von thomasfra's erstem Bild wäre etwas mehr Abwechslung an Fensterplatzierungen sowie Fassade schon wünschenswert gewesen.

  • Technik, die (ein) wenig begeistert:



    Bild: epizentrum


    Was ich mir wirklich gewünscht hätte, wäre mehr Kontrast der Fassade und - trotz des hohen Vorfertigungsgrades - eine horizontale Gliederung der Flächen. Das wird sogar noch nachträglich mit farblichen Akzenten möglich sein.

  • Da Ornamentik und Erker und ähnliches nunmal streng verboten sind, müssen sich die Architekten zur Bekämpfung der Langeweile mit versetzten Fensterreihen behelfen, komplett mit Fake-Dach, um den extremen Kostendruck auch für die Nachwelt zu dokumentieren, wenn es denn nur länger als die üblichen 30 Jahre existieren würde....


    ....unschwer zu erkennen, dass ich das Gebäude nicht schön finde. Immerhin ist der Hauptbahnhof jetzt "eingefasster", aber das ist auch das einzig gute an diesem Bau.

  • Langsam wird ein Schuh draus. Die Sockelfassade wird nach und nach großflächig verglast, der spätere Busparkplatz ist freigeräumt:



    Die Seite zur Karlsruher Straße:



    Bilder: epizentrum

  • Die Betreiberin des IntercityHotels, die als Deutsche Hospitality auftretende Steigenberger Hotels AG, vermeldete letzte Woche die vom Q1 2019 auf den 1. Dezember 2018 vorgezogene bevorstehende Eröffnung des Hotels.

  • ^ ... und pünktlich zur Eröffnung verkündet CA Immo die Fertigstellung des Bauprojektes, liefert eine Zusammenfassung der Fakten und einen Termin für die "sukzessive" Aufnahme der Haltestellen des Busbahnhofs: Ab Januar 2019. Die Gehwege rundherum werden - "sukzessive" - ebenfalls erneuert. Die Fakten:


    • Mit 414 Zimmern nunmehr größtes Haus der Marke IntercityHotel
    • Dazu sechs Konferenzräume, eine Bar und ein Restaurant
    • Architekten: Schneider + Schumacher, Frankfurt. Innendesign: Matteo Thun, Mailand
    • Fertigstellung drei Monate vor dem Plantermin nach 29 Monaten Bauzeit
    • Baumanagement: omniCon, Frankfurt


    Eine mit 3/2018 datierte Visualisierung vor blauem Himmel und mit rotem Flitzer aus der Firmenflotte findet sich dort ebenfalls - soweit ich erkennen kann, wanderten im Vergleich zur letzten Visualisierung nur die Schriftzüge des Hotels von der Traufe als Fahnen an die Fassade:



    Bild: CA Immo (Quelle)

  • Kleine Ergänzung: Wie mir CA Immo sagt, gibt es derzeit keine konkreten Pläne, das Hochhaus anstelle des temporärens Parkhauses anzugehen. Man will erst mal die übrigen Projekte im Stadtgebiet folgen und bei passender Marktlage das Hochhaus am Bahnhof weiter verfolgen.