IntercityHotel und Bus-Terminal am Hauptbahnhof (realisiert)

  • Hab noch mal nachgehört.
    Eine Hamburger Lösung soll es nicht geben. Dafür ist kein Geld da. Busse brauchen auch nicht vor eventuellem Regen geschützt werden. Also arbeitet man an einer Streifenlösung für Fahrbahn und eventuell einem schmalen Dach ähnlich wie bei den Tageslicht-U-Bahnhöfen.
    Es wird also lediglich ein koordinierter und übersichtlicher Bushalteplatz geschaffen. Versorgung der Reisenden kann über die bestehende Infrastruktur in den Straßen und im Bahnhof abgewickelt werden. Ein mobiler Versorgungswagen ist eher denkbar.


    Den Busbahnhof will man nach hinten setzen, damit die attraktiveren Grundstücke zum Bahnhof hin für Bebauung frei bleiben. Parkplätze sollen langfristig in den Untergeschossen untergebracht werden - vorerst im Parkhaus in Metallständerbauweise. Eine Unterkellerung der Busfläche für ein Parkhaus wird wohl aus Zeitgründen nicht erwogen.


    Die rangierenden Busse will man vom Verkehr der Mannheimer Straße entlang des Bahnhofs weghaben, deshalb die Planung mit der Pforzheimer Straße.

  • Der Busbahnhof ist offenbar als Provisorium angedacht, da man sich bei den Beteiligten wohl nicht sicher ist, wie sich der Busverkehr in den nächsten zehn Jahren entwickelt, aber wenigstens eingesehen hat, dass der bestehende Zustand untragbar ist.

  • Nochmal eine Infografik der Stadt Frankfurt, die sich mit der von Adama gezeigten Skizze deckt.
    So sollen die Busparkplätze angeordnet werden.



    Stadt Frankfurt/Facebook

  • Ich finde das Konzept jetzt nicht so verkehrt. Offenbar wollte man eine kurzfristige Verbesserung der Situation erzielen und trotzdem die eventuell "große" Lösung in der Zukunft nicht behindern.


    Von den beiden kleineren Baufeldern erhofft man sich wohl bessere Vermarktungsmöglichkeiten als für das Gesamt-Areal (wie sich ja an dem Stiillstand in den letzten Jahrzehnten gezeigt hat).


    Die Anordnung des Busbahnhofs im südlichen Bereich des Geländes macht insofern Sinn, dass man im Erdgeschossbereich des Baufeldes 1, sollte es irgendwann einmal bebaut werden, dort immer noch entsprechende Infrastruktur einrichten könnte (Verkaufsschalter, Wartebereich, sanitäre Anlagen, Kiosk etc.). Es könnte dann als repräsentativer Eingang zum Busbahnhof dienen (im Hauptbahnhof befindet sich der Eingang ja schließlich auch "vorne" und die Gleise "hinten").


    Und dem Busbahnhof irgendwann noch ein Dach aufzusetzen, dürfte auch kein Problem sein, das könnte im Zweifel sogar während des laufenden Betriebs passieren.


    Also erstmal :daumen: dass sich überhaupt etwas tut und man sich offenbar auch Gedanken gemacht hat.

  • Sehe ich genau so. Wie schon erwähnt, kann die Situation nur besser werden. Derzeit ist die Ecke einfach nur schmuddelig und total chaotisch. Ich laufe da jeden Tag vorbei und bin jedesmal froh dran vorbei zu sein. Von daher ist jedes Provisorium (wenn es nicht auf ewig bleibt) besser als der Status quo.

  • Gut das sich endlich etwas tut aber das täglich hunderte Reisebusse im Getümmel eines engen Busbahnhofs rückwärts ausparken müssen birgt Gefahren.

  • Rückwärts Ausparken ist für Busse kein großes Problem. Einparken wäre etwas kniffliger, müssen Busfahrer aber können.


    Auf dem Gelände des Busbahnhofs gelten auch "interne" Gesetze. Busfahrer nehmen zusätzliche Rücksicht auf andere.

  • Es geht los...

    Lt. Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau (Link hier) geht es Ende Juli mit dem ersten Spatenstich für das Parkhaus und den Busbahnhof los. Sonst keine wesentlichen Neuigkeiten in der Pressemeldung, außer, dass eigentlich noch der Bauantrag geprüft wird...

  • Symbolischer Spatenstich für Parkhaus und Fernbusbahnhof

    Heute ist der Spatenstich. Die Pressemitteilung lässt noch auf sich warten, Presseberichte ohnehin. Beides werde ich nachreichen. Einstweilen kann ein Pressetext hier nachgelesen werden. Wie sich daraus ergibt, wurde der Zeitplan erheblich gestreckt. Das liegt offenbar auch daran, dass Serviceeinrichtungen (Aufenthaltsbereiche und Versorgungseinrichtungen wie Ticketverkauf, Café, WC, Reisebedarf) im Erdgeschoss und Untergeschoss eines Gebäudes auf Baufeld 1 vorgesehen sind, mit dessen Bau erst im kommenden Jahr begonnen wird. Das ist die aktuelle Zeitplanung:


    • Frühjahr 2016: die ersten vier Busbahnsteige und das temporäre Parkhaus mit 350 Stellplätzen für Pkw sowie weiteren 300 für Fahrräder werden fertig gestellt
    • Frühsommer 2016: Baubeginn für das Gebäude an der Ecke Mannheimer und Karlsruher Straße (Baufeld 1)
    • Frühjahr 2017: Fertigstellung Tiefgarage auf Baufeld 1 und Inbetriebnahme sechs weiterer Fernbusbahnsteige
    • Sommer 2018: Fertigstellung Gebäude auf Baufeld 1 sowie Fernbusbahnhof im Endausbau mit 14 überdachten Fernbusbahnsteigen und Serviceeinrichtungen


    Bereits verfügbar sind Grafiken - die folgende Visualisierung zeigt außer dem Parkhaus rechts bereits das erst 2018 fertig werdende Gebäude auf Baufeld 1 (hier wohl als Hotel dargestellt):



    Lageplan Fernbusbahnhof und Parkhaus (detaillierter als die Version von Anfang des Jahres):



    Grafiken: CA Immo

  • Ich frage mich, wie man dann vorgehen wird, wenn der hoffentlich einmal realisiert werdende Bau eines Hochhaus' an der Stelle des jetzt provisorisch gebauten Parkhauses ansteht. Das Areal bietet dann ja keinen Platz mehr für eine andere Parkfläche, während der Turm-Bau mit späterer Tiefgarage in Gange ist, oder?

  • Danke für die aktuellen Informationen. Die Streckung des Zeitplans erschliesst sich mir nicht. Nur 4 Bussteige im Frühjahr 2016? Und endgültige Fertigstellung des Busbahnhofs erst im Jahr 2018?
    Als ob man die Serviceflächen unbedingt zur Fertigstellung des Bahnhofs brauchen würde.
    Das wird die unerträgliche Situation am Hauptbahnhof nicht entspannen. Für weitere beinahe 3! Jahre.


    Ich verstehe es nicht.

  • Ich nehme an, dass die vier ab Frühjahr 2016 zur Verfügung stehenden Haltestellen zur Pforzheimer Straße hin entstehen werden. Die Flächen nordwestlich davon werden wohl für die Baustelleneinrichtung und -logistik benötigt. Es entstehen zwei größere Bauten, wenn auch zeitlich versetzt, und sonst ist dafür kein Platz vorhanden.

  • Man kann das auch pessimistischer formulieren: Die vier Bussteige mit Fahrbahn werden wohl ohne tiefere Bodeneingriffe realisiert - wenn das siebenstellig wird, war's teuer. Das Parkhaus zu bauen ist im Interesse der Bauherren, da es ebenfalls schnell und günstig realisiert werden kann und dann kontinuierlich Geld bringt.
    Der Bodenstatus auf Baufeld 1 wird interessant - vielleicht sogar teuer, nach zig Jahren als Parkplatz. Was stand da eigentlich vorher?


    PetraPak : Wahrend der Turm mit TG gebaut wird, wird wohl schon die TG des Hotelbaus zur Verfügung stehen. Und während das Hotel gebaut wird, gibt es das temporäre Parkhaus.


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    Mod: Auf dem Areal stand zuletzt eine teils kriegszerstörte Blockrandbebauung. Dies war der Sitz des Kosmetikherstellers Dr. Albersheim mit der Marke "Khasana", daher der hier schon oft erwähnte Name "Khasana-Areal".

  • Hier noch einige weitere Informationen:


    - Der Fernbusbahnhof, den das Frankfurter Architekten-Büro Schneider und Schumacher entwirft, wird überdacht
    - Parkhauskapazität: 350 PKW und 300 Fahrradstellplätze + Fahrradwerkstatt.
    - Parkgebühren: 1, 50 Euro pro Stunde und ein "symbolischer" Betrag von 0,50 Euro für Fahrräder (PK: was das symbolisch auch immer heissen mag)
    - Nach einer Nutzungszeit von 3-5 Jahren entsteht dann ein bis zu 100m Hochhaus und die Parkplätze wandern in eine Tiefgarage unter dem neuen Turm
    -Kosten für den Fernbahnhof und das Parkhaus: 8,5 Millionen Euro. Wird komplett von CA Immo getragen
    -Fernbusse zahlen pro Einfahrt in den Fernbahnhof eine Gebühr von 6-7 Euro
    (PK: Die Kosten wird man so wohl schnell wieder drin haben wenn man mal drüberrechnet)


    Mehr bei der Rundschau

  • Ein paar ergänzende Informationen aus der heutigen FAZ-Printausgabe (inzwischen online ist ein Kommentar von Rainer Schulze):


    • der "richtige" Baubeginn ist im Oktober
    • das Parkhaus wird von der Deutsche Industrie- und Parkhausbau GmbH, Bad Honnef, gebaut
    • für das Gebäude auf Baufeld 1 wird eine Mischnutzung angestrebt, Büros sollen auch dabei sein


    Und eine offizielle =29526997"]Pressemitteilung der Stadt ist nun doch noch erschienen:

  • Das fünfgeschossige Systemparkhaus wird mit einem Metallnetz verkleidet. Von der Website der beauftragten Architekten eine weitere Ansicht (den freien Blick auf die Westseite wird natürlich das mittlerweile im Rohbau fertige Toyoko Inn verhindern):


    Bild: schneider+schumacher

  • Die Asphaltdecke ist nun über die ganze Terminalfläche aufgebrochen:



    In sauber ausgeschnittenen Gräben laufen Bodenuntersuchungen:



    Neben einem Berg von Backsteinen...



    ... kommen der ein ...



    .. und der andere Sandstein zum Vorschein. Dieses schön profilierte Exemplar entstammt sicher einer Fassade:



    Bilder: epizentrum

  • Gebäude auf Baufeld 1 wird Hotel der Steigenberger Group

    Auf Baufeld 1 im Nordosten des Areals wird der Grundstückseigentümer CA Immo ein achtgeschossiges Hotel mit rund 400 Zimmern für die Steigenberger Group errichten. Das auf der Visualisierung aus Beitrag #110 am linken Bildrand dargestellte Gebäude wird demnach tatsächlich ein Hotel. Auszüge aus einer Pressemitteilung von heute:


    [INDENT]Kurz nach dem Baustart zur Errichtung eines neuen Parkhauses und eines Fernbusbahnhofs am Frankfurter Hauptbahnhof wurde nun auch der Bau eines Hotels am Standort fixiert. Direkt am Südausgang des Fernbahnhofs und in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt entwickelt CA Immo das siebte Haus der Steigenberger Hotel Group in Frankfurt. Der Baustart soll im zweiten Halbjahr 2016 erfolgen, die Eröffnung ist für Ende 2018 geplant.


    Das neue achtgeschossige Hotel wird rund 400 Zimmer für Privat- und Geschäftsreisende sowie 82 unterirdische Parkplätze bieten. Eine Bar sowie sechs Konferenzräume runden das Angebot des Hauses ab; zusätzlich wird ein Restaurant das Gebäude in das Umfeld öffnen und zur Belebung des öffentlichen Raums beitragen. [...]


    In der ersten Phase errichtet CA Immo als Bauherr und Investor bis Frühjahr 2016 ein temporäres Parkhaus, in dem die heutigen rund 350 Stellplätze des Parkplatzes sowie eine Fahrradstation untergebracht werden. Parallel zum Bau des Parkhauses werden die ersten vier der insgesamt 14 Fernbusbahnsteige gebaut. Insgesamt investiert CA Immo rund 8 Millionen Euro in den Bau des Parkhauses und des Fernbusbahnhofs.


    In der zweiten Phase plant CA Immo ab Frühsommer 2016 die Errichtung des Hotels für die Steigenberger Group auf einem Baufeld Ecke Mannheimer Straße und Karlsruher Straße. Bereits nach Fertigstellung der Tiefgarage des Gebäudes können dann voraussichtlich ab Frühjahr 2017 sechs weitere Fernbusbahnsteige in Betrieb genommen werden.


    Mit Fertigstellung des Hotels Ende 2018 wird auch der Fernbusbahnhof seinen Endausbau mit 14 überdachten Fernbusbahnsteigen sowie entsprechenden Aufenthaltsbereichen und Versorgungseinrichtungen (Ticketverkauf, Café, Reisebedarf, WC etc.) im Erdgeschoss und Untergeschoss des Gebäudes erreichen. [/INDENT]

  • Mit der Planung der Hotelgebäudes wurde das Frankfurter Büro Schneider + Schumacher beauftragt. Die Architekten planen bereits den Bus-Terminal und das Parkhaus. Zur Gestaltung des Hotels ist laut heutiger FNP noch keine Entscheidung gefallen. Es sollen verschiedene Fassaden-Varianten entwickelt und mit Stadtplanungsamt und Bauaufsicht abgestimmt werden. Das Gebäude werde eine zeitlose Formensprache haben und sich an der Umgebung orientieren, schreibt die FAZ heute unter Bezugnahme auf einen Unternehmenssprecher von CA Immo. Einen Architektenwettbewerb werde es nicht geben, weil es sich nicht um eine städtebaulich exponierte Lage handle.


    Zur Marke des Hotels hat sich Steigenberger noch nicht geäußert. Die FNP schreibt von vier Sternen, die das Haus haben werde. Der Pachtvertrag mit CA Immo hat eine Laufzeit von zwanzig Jahren.