Stadtquartier an der Reuterbrücke

  • Stadtquartier an der Reuterbrücke

    Leider finde ich bei der IZ nur einen Artikelteaser, aber die Meldung ist hochinteressant!
    Auf dem Gelände des ehem. Opel-Autohausgeländes an der Reuterbrücke soll ein Wohnquartier entstehen. Die Garbe Wohnbau hat das knapp 19.000 qm große Grundstück zu diesem Zweck erworben. Verkäufer der Liegenschaft ist ein britischer Finanzinvestor.


    Quelle


    Hier gibt es das Gelände in Vogelperspektive


    Ich bin mal gespannt was das wird. Garbe zeichnet z.B. für das durchaus gelungene Goltsteinforum in Köln verantwortlich. Allerdings ist das Umfeld des Geländes nicht ganz einfach - zwischen extrem stark befahrener Reuterbrücke und extrem stark befahrener Bahnlinie. Allerdings liegt das Gelände auch extrem günstig in der Nähe von UNO, WCCB und Daxen sowie zur Innenstadt.

  • Opel-Reuterbrücke: danke für den Link. Laut dieser Quelle ist Geschosswohnungsbau geplant. Weitere Details stehen noch nicht fest.


    Der Investor scheint sich sicher zu sein, trotz der Störfaktoren Bahnstrecke und Reuterbrücke das Areal erfolgreich vermarkten zu können. Für mich ein Zeichen, dass die Lärmproblematik zu hoch gehangen wird. Wenn die Lage insgesamt so attraktiv ist, dass sie dies rechtfertigt, gibt es Mittel diese Problematik aufzulösen.


    Stadtplanerisch ist dieses Projekt ein wichtiger Baustein, um die trennende Wirkung der Bahnstrecke aufzuheben. Entlang der Bahn nach Süden gibt es weitere Vorhaben, z.B. die Bebauung des Miesen-Geländes, die hierzu einen wichtigen Beitrag leisten werden.



    Interessant finde ich auch diese Ausschreibung. Es handelt sich um das früher von Bundesbehörden genutzte Hochhaus am Platanenweg. Die Eigentümerin plant seit längerem das Gebäude zu sanieren und zu erweitern (Projektmappe zum Bebauungsplanverfahren). Jetzt scheint das Projekt endlich Entscheidungsreife zu erlangen.

  • Stadtquartier an der Reuterbrücke

    Im August 2012 erwarb die Garbe Bonn GmbH ein rund 17.800 m² großes Grundstück (Franz-Lohe-Straße 1) an der Reuterbrücke, auf dem zuvor ein Autohaus stand. Die amtliche Karte findet sich hier. Ein Luftbild ist hier zu finden!


    Die Garbe Bonn GmbH beabsichtigt an dieser Stelle die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers mit einem Mix aus Miet- und Eigentumswohnungen. Mit moderner Architektur, zukunftsorientierten, flexiblen Grundrissen, hoher Energieeffizienz und Barrierefreiheit sollen gleichermaßen Familien, Singles, Paare, Studenten sowie Senioren angesprochen werden.


    Denkbar sind für die Teilflächen, die zur Reuterstraße orientiert sind, auch ein Hotel, ein Boardinghouse und/oder eine Büro- bzw. Dienstleistungsnutzung.


    Grundlage für das Projekt soll ein begrenzter städtebaulicher Wettbewerb sein, an dem sieben Architekten und Stadtplaner teilnehmen.


    Einbezogen werden soll dazu auch die nördlich angrenzende im städtischen Eigentum stehende Fläche bis zur Reuterbrücke.


    Quelle
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    Ich habe für das Projekt mal einen eigenen Thread angelegt. Ich denke, dass allein die Größe des Projekts einen eigenen Diskussionsstrang rechtfertigt. Rec, vielleicht könnte man diesen sowie diesen Beitrag hier integrieren?

  • Der Wettbewerb auf dem ehemaligen Areals des Opelhändlers an der Reuterbrücke ist entschieden wie der GA berichtete.
    Gewonnen hat das Büro LWR aus Hamburg, auf den zweiten Platz kam das Büro KSP aus Köln und auf den dritten Platz das Bonner Büro Oezen Reimer.
    Leider habe ich bisher noch keine Pläne und Ergebnisse des Siegerentwurfs gefunden. Einzig eine Ausführliche Fassung des 3. Platzes ist auf der Seite von Oezen Reimer zu finden.


    http://www.oezen-reimer.de/wp-…%C3%BCckenperspektive.jpg


    http://www.oezen-reimer.de/wp-…/03/4.-Lageplan-500er.jpg


    http://www.oezen-reimer.de/wp-…/14.-Innenperspektive.jpg


    Hallo kpn24, aus rechtlichen Gründen bitte kein Hotlinking. Vielen Dank. rec

  • Ich war heute im Stadthaus und habe die Entwürfe fotografiert. Die Qualität ist nicht gut, aber für einen Eindruck vielleicht ganz interessant.


    1. Preis: LWR aus Hamburg







    [IMG


    2. Preis: KSP Köln



    3. Preis: Siehe oben


    JSWD Köln


    SOP Architekten Düsseldorf


  • ^
    Danke für die Bilder Joams. Ich finde die Planung macht einen guten Eindruck. :daumen: Aber es wär doch auch interessant, wenn man an dieser Stelle oder auf dem Miesengelände mal die Möglichkeit eines Wohnhochhauses in Betracht ziehen würde.

  • Der prämierte Siegerentwurf des Hamburger Büros LRW Architekten und Stadtplaner (Bilder s.o.) ist Grundlage für den Vorhaben und Erschließungsplan als Bestandteil des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes.


    Ich zitiere die Projektsbeschreibung aus der Verwaltungsvorlage:


    Quelle
    Hier gibt es den Übersichtsplan

  • Wiedermal Gegenwind zu den Neubauplänen

    [quote='Joams','http://www.deutsches-architekturforum.de/thread/?postID=385792#post385792']Der prämierte Siegerentwurf des Hamburger Büros LRW Architekten und Stadtplaner (Bilder s.o.) ist Grundlage für den Vorhaben und Erschließungsplan als Bestandteil des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes.


    Jedoch - Anwohnerproteste gegen die Neubaupläne zur Bebauung des Geländes auf einer Veranstaltung zur Vorstellung der Planung durch Stadt und Investor.


    http://www.general-anzeiger-bo…ungen-article1169415.html



    Bei der Vorstellung der Planung zeigten sich die meisten Anwohner ablehnend gegenüber der geplanten Bebauung des Geländes. Dabei bildet die 6-geschossige Riegelbebauung parallel der DB Bahntrasse doch einen willkommenen Lärmschutz auch für die Bestandsbebauung im Umfeld der Neubaumaßnahme.
    Hauptargumente sind jedoch scheinbar das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen. Dabei wäre doch eine Erschließung des neuen Quartiers auch direkt über den Abzweig von der Reuterstraße ohne eine Durchquerung des Ortteiles Kessenich möglich.
    In Köln würde sich kaum jemand gegen eine positive Verdichtung eines Stadtviertels aufregen!

    Finde, das an dem meiner Ansicht gelungenen, schlüssigen Wettbewerbsentwurf von LWR Architekten Hamburg, nicht wieder kleinkariert herumgebastelt, sondern dieser in Gänze ausgeführt werden sollte!

  • Die Beteiligten haben sich an einen Tisch gesetzt. So soll die so genannte Opel-Wiese an der Reuterbrücke als Grünfläche festgeschrieben und 230 Tiefgaragenstellplätze gebaut werden (was der Anzahl der Wohnungen entspricht).


    Viele Bürger lehnen das Projekt weiter ab, auch und gerade wegen des zu erwartenden zusätzlichen Verkehrs. Die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung will der Investor den Bürgern zur Verfügung zu stellen.


    Quelle

  • Die Kessenicher Wutbürger haben sich (leider mit ihrer egoistischen Jammerei) durchgesetzt:
    Das Bauunternehmen GARBE geht auf die Kritik ein und ändert seine Pläne. Nach denen ist man jetzt bei maximal fünf Stockwerken plus Dachwohnungen. Ferner sollen wohl statt zwei größere vier kleinere Gebäude an der August-Bier-Straße entstehen.


    Quelle

  • Es darf doch nicht wahr sein!


    Der Entwurf war insgesamt in der Formensprache harmonisch und auch in der Höhe ausgewogen, mit den zwei siebengeschossigen Punkthäusern besaß er zudem markante Eckpunkte und wäre nicht als 4-geschossiger Siedlungsbrei wahrgenommen worden, da er ebenfalls zur Altbebauung hin, auf ein dem Bestand angepasstes Maß abgetreppt war.


    Vielleicht reduziert man den Kessenischern zuliebe auch das Bonncenter und die übrige mehr als 4 geschossige Bebauung im ex-Regierungsviertel!?

    Ok, - es geht um den Verkehr im Ortskern – aber - es gibt doch – und idealer geht es nicht, für das neue Quartier die direkte Zufahrt zur Reuterbrücke, mit der Unterfahrung auch in beide Richtungen. Kein Bewohner des neuen Quartiers muss durch Kessenich, es sei denn, er will die 5 Fußwegminuten unbedingt zum neuen Rewe fahren, wo er eh keinen Parkplatz findet wird.


    Zur Urbanität und gehört ein gewisses Maß an Dichte! Eigentlich müsste sich die zumindest die Kessenicher Geschäftswelt und Gastronomie gegen die Bestrebungen der Bürgerinitiative gestellt haben!


    In Köln, oder erst recht in Hamburg, wäre das Durchsetzung solcher Bestrebungen kaum denkbar! Schade, dass der Investor so schnell eingekniggt ist!

  • Rob hat bereits alles, was mir auf der Zunge lag, gesagt.
    Diese architektonischen Schwachgeister machen doch alles kaputt. Die typische Bonner Dorfsmentalität, die die Bewahrung eines Wald- und Wiesencharakters erstrebt und sich aller Urbanität verwehrt geht mir richtig gegen den Strich. Also manchmal möchte man wirklich wegziehen, so schön Bonn und Umkreis landschaftlich auch sind. Und damit meine ich nicht das Meßdorfer Feld, für das ich mir auch eine Fortschreitung der Bebauung wünsche.