"The Square³" - Sportforum Alt-Hohenschönhausen

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    Hammer...450 MEURO?? :eek:


    Wenn's so kommt wär's klasse. Auch auf dieser kleinen Visualisierung eine schönes Ensemble aus stimmiger und moderner Hochhausarchitektur. Nur mal wieder schade, dass das nicht am Alex entsteht.
    Hier nochmal die Grafiken:







    (C) Moritz-Gruppe GmbH | LAVA


    Das Projekt nennt sich übrigens "The Square³". Fix ist jedoch nichts da noch internationale Investoren gesucht werden. Das B-Planverfahren läuft zwar bereits, doch der Baubeginn ist noch unklar.
    Es soll eine Mischung aus Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, Gastronomie und Hotellerie sowie ein auf Sport ausgerichtetes Shoppingzentrum, soziale Einrichtungen wie Kitas, Pflegeheime, Bildungsträger oder Einrichtungen zur Förderung des Leistungs- und Breitensports (darunter des Gesundheitssports) entstehen.


    Mehr dazu in der Mopo (Artikel kann noch via Google-Suche gelesen werden).

  • Das Sportforum ist ja ein recht großes Gelände (http://binged.it/RyhCxZ), wo soll der Neubaukomplex denn entstehen? Am sinnvollsten wäre wohl die Kreuzung Weißenseer und Konrad-Wolf. Der Name ist natürlich wieder erste Sahne.



    P.S.: Im Morgenpost-Artikel steht, dass es sich um diese Ecke handelt. <_<
    Da steht interessanterweise auch: Ein internationales Sport- und Kongresszentrum solle nicht wieder entstehen... und "Das Zentrum war sowieso ein Flop."
    Warum sollte das neue Projekt ein besserer Erfolg werden?

  • ja das ist direkt an der Kreuzung Konrad-Wolf-Str./Weißenseer Weg wo jetzt dieses Sporthotel und Kongresszentrum steht. Auf der Grafik ganz links soll die Hand und Volleyballhalle sein.

  • Die Berliner Zeitung hat nun ein paar Stunden später auch einen Artikel zum "The Square": Link


    Das Projekt soll 450.000.000 Euronen kosten, ein Komplex für Handel, Gewerbe, Arztpraxen, Gastronomie, Hotellerie, Büro, Wohnen und Kultur. Und der 118m Turm (wen wunderts?) soll ein Hotel werden. Nach Investoren muss allerdings noch geworben werden. 2014/15, so hofft man, soll der Rohbau fertig sein.

  • ^ Erstaunlich, wie weit sich die Berliner Zeitung aus dem Fenster lehnt - sie schreibt zwar stets "soll", verkündet die Pläne ansonsten aber ohne jegliche Anzweiflung.


    Standort und Entwurf finde ich gar nicht mal nicht schlecht, auch wenn diese hübsch gemachten Visualisierungen bei künstlicher Abendstimmung immer etwas märchenhaftes haben. Leicht geknickte, prismenähnliche Baukörper, eine stattliche Höhe, viel Glas, das alles grünlich von innen illuminiert - da hat der Computergrafiker schon was nettes hingezaubert.


    Nur fehlt mir der Glaube... ob sich da eine "reicher Onkel" in London oder Shanghai findet oder überhaupt... wenn da 2015 ein 118 m hoher Rohbau steht, würde ich mich schon sehr wundern. Ich vermute mal eher, das Sportforum wird in drei Jahren genauso aussehen wie heute.

  • Wie bereits erwähnt ist es wirklich schade, dass so ein Komplex nicht am Alex entsteht. Der Entwurf gefällt mir sehr gut! Sollte es damit tatsächlich ernst werden, bleibt noch die Frage offen, ob die Gebäude nach X Überarbeitungen immernoch so aussehen werden, oder ob dann nur noch so eine Fassadengestaltung à la Upper Westside übrigbleibt.

  • Das Projekt wäre echt der Hammer! Ich habe bis vor einem Jahr in der Nähe gewohnt und kann mir leider nicht vorstellen, dass es so realisiert wird. Das Gelände gammelt seit Jahren vor sich hin. Im Westen ist ein alter Busabstellhof oder etwas in der Art, wo es ab und zu Flomärkte gibt, südlich davon steht das Hohenschönhauser Tor, ein Büro-/ Ärzte-/ Ladenzentrum, dass immer mit Leerstand zu tun hat. Die Straßenbahnanbindung ist gut, das dürfte aber auch der einzige Standortvorteil sein...

  • hmm...450 Mio wollen erstmal erwirtschaftet werden... und das sehe ich in der Gegend nicht. Mit ein bisschen Shopping und ein paar Hotelhochhäusern ist es nicht getan - es fehlt dort schlicht an Klientel. Eingekreist von Friedhof, Kleingärten und leeren Sportforumflächen wird doch kaum jemand bewusst dort verweilen. Verkehrsanbindung gibt es außer Straßenbahn auch nichts.

  • Das besagte westlich davon gelegene Grundstück mit ca. 20.000 (Busparkplatz/ Flohmarkt) wurde dieses Jahr auch verkauft. Da hier eine direkte Anbindung an den Volkspark Prenzlauer Berg existiert, wird hier ein Wohnungsbau sicher funktionieren.
    Beim Square-Projekt, mit seinem hohen gewerblichen Anteil, sehe ich auch einige Umsetzungsschwierigkeiten.

  • Zu dem hier vorgebrachten Argument, das es inder Ecke keinen Bedarf gibt: Ich vermute mal, dass der Bedarf dorthin gebaut werden soll, also dass die gleichzeitige Errichtung von Wohnungen, Geschäften und Hotel sich gegenseitig rechtfertigt. Für sich allein wäre ein EKZ dort nicht ohne Risiko...


    Wenn bis 2014/15 der Rohbau stehen soll, kann man wohl auf eine baldige Entscheidung hoffen?

  • Die Morgenpost berichtet auch darüber:
    http://mobil.morgenpost.de/bez…ner-Osten.html?cid=berlin


    (edit: sry wurde ja bereits gepostet, aber das ist die Mobil-Variante und damit auf jeden Fall lesbar)


    Daraus ein paar interessante Stichpunkte, die hier noch nicht zur Sprache gekommen sind:


      Unternehmenschef Dirk Moritz kann sich sogar vorstellen noch höher als 118m zu bauen wenn der Bedarf nach Wohnungen weiter steigt


      zum nächsten Festival of Lights soll es auf dem Gelände (?) sogar eine Mammut-Shillouette in Form einer künstlerischen Computersimulation geben


      die 3 Gebäude sollen ein Siegerpodest darstellen: Gold, Silber, Bronze




    Dass der Wohnungsbedarf weiter ansteigen wird, ist bei Berlin als zukünftiges politisches, wirtschaftliches und gesellschaftliches Zentrum Europas ausgemacht.
    Die Lage mag zwar ÖPNV-mäßig nicht so günstig liegen hat dafür aber, siehe Mopo-Artikel, das größte europäische Sportleistungszentrum als Rückenwind.
    Außerdem sinkt die Leerstandsquote bei den Gewerbeimmobilien in Berlin kontinuierlich (von 7,1% auf 6,3% verglichen 1.-3. Quartal '11/'12)
    obendrein sehen Experten der letzten BBSR-Studie des Bundesbauministeriums, die Lage für Wohn- und (entgegen dem bundesweiten Trend) Gewerbeimmobilien in Berlin besonders optimistisch


    Das dürfte wohl auch an der sehr robusten Verfasstheit der regionalen Wirtschaft liegen (ähnlich wie bei der Finanzkrise 08/09):
    bundesweit höchster Zuwachs der Beschäftigtenzahl
    für 2012 wird für Berlin ein doppelt so großes Wirtschaftswachstum prognostiziert wie für Dtl. insgesamt


    Von daher sollte hier auch gegenüber diesem Projekt durchaus Optimismus angebracht sein. Ich bin mir sicher, dass wir es in Zukunft noch mit einer Vielzahl von weiteren spektakulären Neubau-Projekten zu tun haben - das ist erst der Anfang. Was in Berlin in ungewöhnlichen Investionsumgebungen möglich ist hat doch das Estrel gezeigt.
    Mit ausreichend visionärer Gestaltungskraft, etwas Feingespür und Kapital kann man in Berlin denk ich verdammt viel erreichen.

  • Ich glaube irgendwie nicht an dieses Projekt. Das ist viel zu groß für eine Gegend wie diese. Wer soll denn dahin? Ich war in meinem Leben ein einziges Mal in Hohenschönhausen und dann niewieder. Die Investition sollte man lieber in den inneren Ring verschieben, wo viele Leute von verschiedenen Himmelsrichtungen Zugang haben.

  • ^^ Wer dort hin soll? Na z.B. die Leute, die in der Umgebung wohnen, mal abgesehen von den Leuten, die der Idee der Projektentwickler nach dort hingezogen werden sollen. Es mag für manchen überraschend sein, aber der Ostteil der Stadt ist recht weit ausgedehnt und endet nicht hinter Friedrichshain. In der Umgebung des Projekts leben ca 200.000 Menschen. Subzentren außerhalb des Innenrings gibt es in Berlin übrigens haufenweise, und es gibnt ja offenbar auch den Bedarf dafür. Warum sollte man immer in die Innenstadt fahren, um Dienstleistungen zu kaufen? Aus anderen Städten weiß man ja, dass die starke Zentralisierung aller Funktionen und Dienstleistungen eine Ghettoisierung am Stadtrand eher fördert. Insofern könnten solche Projekte helfen, die Plattenviertel am Ostrand interessanter und freundlicher zu machen.

  • ^Also ich fahre da täglich dran vorbei - dort wohnt in unmitttelbarer Umgebung niemand, auch größere Plattenbausiedlungen sind nicht in Sicht. Das Sportforum selbst ist ganz gewiss kein 'Rückenwind' für irgendwas, weil es selbst schon viel zu viel Fläche für eine verschwindend geringe Zahl von Menschen einnimmt.

  • ^^ Also das ist einfach nicht wahr, bzw. häng von deiner Definition von 'in der Nähe' ab. Ich unterstelle dir mal einfach, dass du außer dort vorbeizufahren, dich nicht wirklich in der Gegend auskennst. ;) Die Gegend nördlich der Kreuzung wirkt in der Tat verlassen, wenn man die Indira-Gandhi von Weißensee aus runter fährt, weil dort der jüdische Friedhof und der Busbahnhof sind. Im Osten und im Süden hat man dagegen Platte satt so weit das Auge reicht. Die kann man eigentlich gar nicht übersehen.

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    *zustimm*


    Und so schlecht ist das Gebiet nun auch wieder nicht angeschlossen. Für Autofahrer ist die Landsberger Allee nur einen Steinwurf entfernt. Von dort kommt man schnell in die City. Andererseits auch schnell zur A10.
    Mit der M13, M6 und M5 hat man diverse Straßenbahnlinien vor Ort die einen in die City bringen.


    Außerdem sehe ich es auch als Vorteil, wenn die Gegend drum herum nicht so dicht bebaut ist. Könnte weniger Stress mit Anwohnern geben die sich über Verschattung oder dergleichen aufregen.

  • ^Also ich fahre da täglich dran vorbei - dort wohnt in unmitttelbarer Umgebung niemand, auch größere Plattenbausiedlungen sind nicht in Sicht. Das Sportforum selbst ist ganz gewiss kein 'Rückenwind' für irgendwas, weil es selbst schon viel zu viel Fläche für eine verschwindend geringe Zahl von Menschen einnimmt.


    Das ist stimmt überhaupt nicht. Direkt südlich an das Baufeld angrenzend beginnt die Großwohnsiedlung Fennpfuhl (~32.000 Einw.), dessen gleichnamiger Stadtteil sogar die zweithöchste Wohndichte der gesamten Stadt aufweist. Südöstlich schließen sich dann weitere Platten bis fast zur Rhinstraße gehend an. Entlang der Konrad-Wolf-Str. existiert auf deren südlicher Seite entweder eine typische Altbebauung oder eine Bebauung mit Wohngebäuden aus den 1920er und 1930ern (Alt-Hohenschönhausen mit ~43.000 Einw.). Und diese beiden Stadtteile sind nur die allernächste Umgebung. Sie vier Tramlinien welche direkt am Baufeld kreuzen sind ebenso in der Lage Menschen von weiterher heranzubringen.
    Und wer weiß, was in dem Gebäude letztlich untergebracht wird. Wenn es eine starke Anziehungskraft besitzt (z.B. allein durch seine Größe) ist die Lage fast sekundär. Man braucht sich bloß mal den etwas weiter östlich IKEA-Markt anschauen, der regelrecht boomt. :)

  • Wenn solche sehr ambitionierte Projekte wie dieses plötzlich aus dem Nichts auftauchen und dann mit einem sehr straffen Zeitplan verwirklicht werden sollen ist das meiner Meinung nach ein sicheres Zeichen für eine kurz vorm Platzen stehende Immobilienblase.


    Es mag ja durchaus sein, dass hier ein Stadtteilzentrum mit Strahlkraft für seine Umgebung entstehen kann und die Verkehrsanbindung mag ebenfalls ausreichend sein. So etwas sollte aber langfristiger und nicht im Hau-Ruck-Verfahren entstehen.


    Aus dem Wohnturm wird man sicherlich auch einen sehr schönen Skylineblick haben. Nur frage ich mich, ob der Markt an hochpreisigen Wohnungen in Berlin nicht schon bald übersättigt ist. Viele dieser Wohnungen werden doch vor allem als vermeintliches sicheres Anlageobjekt gekauft und nicht um selber darin zu wohnen. Wird da auf Dauer die Rendite stimmen? Gerade für solche Objekte wie „The Square“ die etwas abseits liegen könnte es dann ganz schnell wieder bergab gehen.


    Ich wünsche dem Investor, dass er dies Projekt stemmen kann, fürchte aber sehr, dass hier eine Investitionsruine entstehen könnte, die entweder erst einmal gar nicht fertiggestellt wird oder wenn dann nur mit billigsten Mitteln.