IHK am Hauptmarkt

  • Der Kran wurde aufgestellt. Nun geht es endlich los mit der Erstellung der Bodenplatte und dem Kellergeschoss. Da wo der Kran jetzt steht wird wohl mal das Atrium sein, das man in den Visualisierungen erkennen kann. Spektakulär wird wohl die Demontage des Krans, wenn der Bau rundherum fertig ist und man die Teile über das Dach herausheben muss.



    Aus planerischer Sicht herausfordernd ist sicherlich die Anbindung der Gebäudestrukur an die Nachbarhäuser mit den passenden Durchgängen und Geschosshöhen, die wohl nicht einheitlich sein dürften.



    Das Haus Winklerstraße 36 wurde aufwändig gesichert und harrt nun der Dinge, solange gebaut wird.



    Ich bin mir sehr sicher, dass die IHK ein großes Interesse daran haben wird, dieses Gebäude wieder zu einem Schmuckstück werden zu lassen. Denn der dann neu entstandene IHK-Palast lässt dieses Haus wie eine Ruine aussehen.


  • Wieso schreibst Du eigentlich immer Winklerstraße 36? Ist das nicht eher die Nummer 24? Zumindest war in den Medien immer die Rede davon.


    Ich habe die IHK vor einiger Zeit mal angeschrieben und nach dem Wiederaufbauprojekt gefragt. Daraufhin sagte man mir, daß es für das Objekt Winklerstraße 24 keine konkrete Planung gäbe. Ob sie das Haus wieder aufbauen, ist also fraglich.

  • Sorry, ich bin kein Zahlenmensch und merke mir Hausnummern schwer. Du hast natürlich recht, es ist die Hausnummer 24.
    Das mit der nicht konkreten Lösung stimmt wohl, zumal der Neubau im Fokus steht. Heisst aber gleichzeitig auch dass man auf eine gute Lösung hoffen kann. Ich würde mir den Wiederaufbau der Fassade zur Winklerstraße wünschen.

  • Grundsteinlegung IHK-Neubau



    Wie die Lokalmedien berichten, wurde nun (endlich) der Grundstein gelegt. Durch die "Überraschungen" bei der Baugrundvorbereitung - die Nürnbergs Stadtgeschichte durch archeologische Entdeckungen modifizieren - seien die prognostizierten Kosten von knapp 40 auf ca. 50 Millionen Euro angestiegen.



    Ende 2018 möchte man fertig sein und eingezogen sein.



    http://www.nordbayern.de/regio…r-neue-zentrale-1.5542875



    d.

  • Inzwischen hat der IHK-Neubau Endhöhe erreicht. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren, und umfassen jetzt auch die Altbautrakte der Anlage:



    An der Kriegsruine in der Winklerstraße sind noch keine Aktivitäten zu sehen.

  • Am Freitag wurde Richtfest gefeiert! Vor dem Wintereinbruch kommen noch die Fenster und das Glasdach hinzu, und später wird die Sandsteinfassade ergänzt. Vielleicht konnen wir den Komplex im Frühjahr bereits ohne Gerüste sehen, ich bin schon sehr neugierig!

  • Liebe Kollegen,


    am Wochenende war ich zu Besuch in Nürnberg. Bei einem Altstadtrundgang entdeckte ich im Fenster des Torsos vom "Haus zum Savoyischen Kreuz" das folgende großformatige Bild, das mir zumindest beim letzten Besuch in Nürnberg nicht aufgefallen war.



    Hängt das da schon länger?


    Ist vorsichtiger Optimismus angezeigt, dass die IHK das Bild nicht zu dem Zweck aufgehängt hat, um zu zeigen, was sie demnächst abzureißen gedenkt? Es wäre phantastisch, wenn hier zumindest die Schaufassade rekonstruiert werden könnte! Von mir aus könnte die IHK dahinter gerne moderne Sitzungssäle anbauen, das wär mir wurscht, solange diese visuelle Wunde im Stadtbild direkt neben der Sebalduskirche geschlossen werden könnte.

  • Ja, das Bild ist schon länger dort. Mir sind aber keine Pläne bekannt, wonach eine Reko oder so konkret geplant ist. Zudem ist ja die gesamte Baustelle von einem Zaun bzw. einer Wandtafel umgeben, auf der historische Ansichten zu sehen sind. Das könnte man ja dazu zählen.


    Ich kann mir aber auch nur schwer vorstellen, dass die IHK nach der Fertigstellung ihres neuen repräsentativen Sitzes in bester Altstadtlage gegenüber dem Nürnberger Rathaus im selben Baublock diesen kriegsversehrten Rumpf haben möchte. Auch glaube ich es nicht dass es für irgend jemanden attraktiv sein könnte den zu kaufen, direkt Wand an Wand zur übermächtigen IHK. Insofern hoffe ich wie du auf eine Reko der prächtigen Renaissancefassade durch die IHK selbst. Vertritt die Kammer denn nicht auch traditionelle Handwerksbetriebe wie Steinmetze, Stukkateur- und Fensterbauerbetriebe etc.? Was sich dann dahinter befindet wäre wirklich egal, Platz kann so eine Verbandszentrale nie genug haben. Sich einen Neubau hinstellen kann ja auch jeder, aber nur die Besten wagen sich an einen historischen Bau heran und richten den gescheit wieder auf.

  • Baufortschritt IHK


    Inzwischen ist er bau äußerlich schon recht weit, tlw. fehlt noch die Dacheindeckung und die Fassadenverblendung. Ich denke das sollte bis zum Herbst stehen und so könnten die Gerüst dieses Jahr noch verschwinden. Bleiben wir also weiter gespannt!





    d.

  • Hi Dexter, ich bin da mind. 1 x die Woche und fiebere den ersten sichtbar montierten Fassadenteilen entgegen. Fenster sind alle drin, stimmt. Ich freu mich sehr auf das Ergebnis dieses Top-Projektes!

  • Beim IHK-Neubau geht es los mit der Verkleidung der Außenhaut. Die Fenster sind nun schon länger drin, aber am Dach beginnt man nun mit der Eindeckung.




    Ich bin gespannt wie der Anschluss der Dachhaut an der Traufkante mit der Sandsteinfassade gelöst wird.
    Am historischen Teil ist leider noch kein Anzeichen einer Rekonstruktion zu erkennen. Die mittlerweile ausgewachsenen Nachbarhäuser verstärken aber den ruinösen Eindruck, den dieser Torso hinterlässt und lassen die Hoffnungen auf eine Rekonstruktion noch steigen.


  • Wie heute im Stadtanzeiger zu lesen ist hat auch die IHK beim Bau ihrer Zentrale mit Verzögerungen zu kämpfen, die nicht nur den archäologischen Grabungen vor einigen Jahren geschuldet waren, sondern aktuell auch von mangelhaften Handwerkerleistungen. Hört hört, sogar die IHK kämpft damit dass Fenster falsch eingebaut wurden oder die Terminzusagen einzelner Gewerke nicht gehalten werden können. Die Auftragsbücher vieler Handwerksfirmen sind voll, teilweise bis Mitte 2020, liest man immer wieder. Handwerk hat also goldenen Boden, und die Handwerkskammer bald einen nagelneuen repräsentativen Sitz.


    Ob diese Situation auch in den Gewerken besteht, die sich mit Restaurierungen befassen? Steinmetze, Fensterbauer, Spengler und Schmiede, Holzbildhauer usw., die man schonmal mit der Rekonstruktion des Haus zum savoyischen Kreuz beauftragen könnte, sind doch wohl auch in der IHK organisiert, oder?

  • Da darf ich mal berichtigen: Die Handwerker haben mit der IHK nichts zu tun, die haben ihre Handwerkskammer am Rathenauplatz. In der IHK sind die Industiebetriebe, Dienstleister und der Handel organisiert

  • Da darf ich mal berichtigen: Die Handwerker haben mit der IHK nichts zu tun, die haben ihre Handwerkskammer am Rathenauplatz. In der IHK sind die Industiebetriebe, Dienstleister und der Handel organisiert


    Da steht allerdings auch seit gefühlt 2 Jahren ein Gerüst an der Fassade. Der gelegentliche Fortschritt im Schneckentempo ist kaum als Werbung fürs Handwerk zu deuten.

  • So langsam kommen die ersten Details der Fassade ans Tageslicht, wie hier die Dachfläche zur Waaggasse:



    Die Einfassung der Dachflächenfenster aus Kupfer werden recht bald zu einem schönen braun oxidieren, das wird dann noch besser aussehen.

  • Der Baufortschritt an der IHK erfolgt in nur kleinen, sichrbaren Etappen. Immerhin ist nun ein Teil der Hauptfassade des Neubaus sichtbar:



    Der historische Eckbau, ein beliebtes Fotomotiv, ist abgerüstet. Die berühmte Fassadenmalerei, der "Nürnberger Kaufmannszug", wurde sorgfältig restauriert:



    Jetzt, da sich der schmucke Neubau aus dem Gerüstkleid schält, wird zunehmend erkennbar, wie sehr eine Rekonstruktion des historischen Gebäudestumpfes in der Winklerstraße nötig ist:



    Die nackte Giebelwand des Neubaus nimmt es vorweg, da es die Unhaltbarkeit des jetzigen zustandes unterstreicht:



    Ich hoffe hier geht es bald weiter, damit der ganze Komplex wie ein Aushängeschild des Handwerks und seiner Tradition strahlen kann.

  • Es schält sich langsam aus der Verkleidung. Bald dürfte die Waaggasse wieder ihr gewohntes Straßenbild ohne Baustellenzäune, Schutt und Gerüsten zeigen. Schon jetzt zeigt sich, dass der Neubau sehr gut eingepasst ist zwischen dem Altbau am Hauptmarkt, dessen Kern laut Denkmalverzeichnis auf das 16. Jahrhundert, und dessen heutige Gestalt um 1909 entstanden ist, und dem Festsaalbau von 1956, entworfen von Baumeister Karl Kröck.



    Wenn die Baustelleneinrichtung bald entfernt sein wird, kann man das neu entstandene Ensemble im Ganzen betrachten. Ich erwarte aber ein sehr attraktives Gesamtbild.