BASF baut Bürohaus anstelle Engelhorn-Hochhaus (2020)

  • Also mir fehlt bei allen 3 Entwürfen leider auch die Höhe und die Extravaganz...
    Bei einem Weltkonzern wie der BASF hatte ich an 100-120 Meter gedacht.. (Roche baut in Basel 178 Meter) Aber nicht nur die Höhe, finde die Architektur von alle drei Vorschlägen auch irgendwie langweilig und austauschbar, nichts besonderes..


    Von den 3 gezeigten Entwürfen hätte ich noch am ehesten den 3. Platzierten (zumindest aus der zweiten Perspektive) favorisiert...

  • Klar haette man sicher gerne mehr Hoehe gesehen, aber es muss ja auch immer Sinn machen, d.h. diese "zusaetzliche" Flaeche auch sinnvoll nutzbar sein.
    Der Siegerentwurf ist ja eigentlich schon recht schlank (was die Tiefe angeht), insofern haette ein hoeherer Bau wohl auch mehr Nutzflaeche gebracht.
    Da BASF aber sicher keinen Fremdmieter im Gebaeude haben will, gab es offensichtlich keinen Grund hoeher zu bauen.
    Ausserdem sind mir 88m halbwegs vernuenftiger Architektur weitaus lieber als das, was Roche Basel da zumutet.
    Den Bau fand ich schon auf den Visualisierungen schlecht und das was ich jetzt auf den Fotos sehe, macht es nur noch schlimmer.


    Finde uebrigens den dritten Platz auch nicht schlecht, erinnert mich ganz entfernt an De Rotterdam.
    Beim zweiten fallen mir direkt die Kranhaeuser in Koeln ein.
    Haette mit allen dreien leben koennen, als Karlsruher :D

  • Zitat

    Haette mit allen dreien leben koennen, als Karlsruher


    Das hängt natürlich immer von der Erwartungshaltung ab. Als Karlsruher erwartet man da ja nicht mehr soviel ;) ...aber von der BASF hatte ich da schon etwas mehr erwartet...


    ja der RocheBau gefällt mir auch nicht wirklich :)

  • Bzgl. der 88 Meter im Vergleich zum Vorgänger: Das Engelhorn-Hochhaus war im Hauptbaukörper praktisch identisch hoch. Nur hatte das noch den 4-geschossigen Turm in der Mitte oben drauf.

  • Das Hochhaus ist nun ganz verschwunden und nun kann man auch den fast fertigen Neubau dahinter gut sehen.



    Bild von mir... und ich hatte geparkt... nicht gefahren.. :)

  • Sehe ich anders. Das alte Hochhaus war schon als es gebaut worden ist eine reine Egoprothese. Von der Flächennutzung war es alles andere als optimal.


    Brachflächen wird es zu 100% keine geben. Da es auf dem Werksgelände sowieso eng zu geht und jeder erdenkliche Platz genutzt wird. Und zum Thema Arbeitsplatzabbau: Es ist im Interesse der Arbeitnehmer, der Aktionäre und der Stadt Ludwigshafen als Gewerbesteuerempfängerin, dass die BASF kein Geld für Architektenträume verpulvert.

  • Stimmt, da hast du recht, die Stadt Lu braucht jeden Cent um neue Asylhotels zu bauen, gerade diesen Monat wieder 30 Millionen dafür neu an Krediten aufgenommen, sicher werden die Bauwerke die damit errichtet werden dann als Architektonisch besonders wertvoll eingestuft werden. Da kommt jeder Euro an zusätzlicher Gewerbesteuer recht!


    und klar ein Weltunternehmen wie die BASF braucht weder einen repräsentativen Firmen Sitz noch die Stadt Lu ein Ersatz für Ihr abgerissenes Wahrzeichen.


    was wir aber auf jeden Fall brauchen sind Kleingeister ohne Visionen.:lach::lach::lach:



    Sehe ich anders. Das alte Hochhaus war schon als es gebaut worden ist eine reine Egoprothese. Von der Flächennutzung war es alles andere als optimal.


    Brachflächen wird es zu 100% keine geben. Da es auf dem Werksgelände sowieso eng zu geht und jeder erdenkliche Platz genutzt wird. Und zum Thema Arbeitsplatzabbau: Es ist im Interesse der Arbeitnehmer, der Aktionäre und der Stadt Ludwigshafen als Gewerbesteuerempfängerin, dass die BASF kein Geld für Architektenträume verpulvert.

  • Sehe ich anders. Das alte Hochhaus war schon als es gebaut worden ist eine reine Egoprothese. Von der Flächennutzung war es alles andere als optimal.


    Ein Hochhaus ist bzgl. Flächennutzung stets optimal. Oder meinst du etwa etwas die Geschossflächen? Es war ein Skelettbau mit Vorhangfassade, dementsprechend sind Umplanungen der Geschossflächen im Inneren, bis zu einem gewissen Grad freilich, baulich natürlich möglich. "Das Stahlbetonskelett mit gläsernen Mosaikvorhangfassaden ruht auf Piloten. Zwei hintereinander stehende, sich deckende, rechteckige Scheiben enthalten die Büroräume und sind durch einen verglasten Kern miteinander verbunden. Durch diese Anordnung wird die Verkehrsfläche auf ein Minimum reduziert." (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich-Engelhorn-Hochhaus), das klingt sogar eigentlich nach einer ziemlich (zeitlos) genialen Geschossflächenplanung.


    Dazu stand es unter Denkmalschutz.


    Offenbar hat man sich von der Aussicht auf einen neuen Skyscraper blenden lassen, ob man wohl dem Abriß trotz Denkmalschutz auch politisch zugestimmt hätte, wenn man gewusst hätte, dass damit "Arbeitsplatzabbau und Brachfläche durch die Hintertür" (Regent) verbunden wären und kein neuer Skyscraper kommt?

  • Zitat

    Ein Hochhaus ist bzgl. Flächennutzung stets optimal. Oder meinst du etwa etwas die Geschossflächen?


    Ich formulier es mal direkter: Die Büros im alten Hochhaus waren k*cke geschnitten. Muss man vor Ort gesehen haben. Das ist natürlich nicht die Schuld des Typ Hochhaus an sich.


    Zitat

    Dazu stand es unter Denkmalschutz.


    Höhö, deswegen macht man ja einen Wettbewerb für das neue Hochhaus, damit die Stadt den Abriss des alten genehmigt.

  • Die Büros im alten Hochhaus waren k*cke geschnitten.


    Ist immer relativ. Ich hab bei der BASF einiges an Büros gesehen und das Hochhaus (damals stands noch) war jetzt nicht besonders negativ - oder positiv - herausragend.
    Das härteste waren für mich damals die "Büros" der im Lu-Teco untergebrachten BASF-Mitarbeiter. Dagegen wären praktisch sogar Cubicles positiv gewesen.


    Stimmt, da hast du recht, die Stadt Lu braucht jeden Cent um neue Asylhotels zu bauen


    Eher für Stadtboulevards mit städtebaulich fragwürdigem Wert und nicht vermarktbaren Neubauflächen außen rum...


    Übrigens: Schon mal in der Wattstraße 107 gewesen? Ich schon. Auch in der besagten Halle.

  • Glaube mir kato2k8 ich bin auch kein Fan von dem Projekt Stadtstraße, ich habe allerdings Lu zwischenzeitlich komplett aufgegeben, die Stadt ist nicht mehr zu retten, weder Architektonisch noch von Ihrer Bevölkerungsstruktur... und nein, ich mag auch nicht in der Wattestraße leben auch wenn ich sie besagtes Areal nur vom vorbei Fahren mit dem Rad kenne. Eine Menschenwürdige Unterbringung im Jahr 2015 sieht sicher anders aus. Aber da wir hier ja nicht über die völlig verfehlte Einwanderungs- und Asyl Politik der Gutmenschen und ihrer Glaubenskrieger von der Lügenpresse sondern über Architektur sprechen wollen kann ich es daher leider nur zutiefst bedauern das die BASF Ihre Highrise Pläne erst mal auf Eis gelegt hat. Übrigens habe ich in diesem Gebäude mal gearbeitet und fahnde es wirklich toll, auch wenn es etwas beengt war, die Frühstück und Mittagspause im Bistro unter dem Himmel mit dieser furiosen Aussicht hat dann aber für sehr viel entschädigt. Nur das man den Worten von Frau Sukale nicht trauen kann hätte ja jeder schon nach Ihren ultra arroganten Auftritten als Deutsche Bahn Mitarbeiterin sich schon an 3 Fingern abzählen gekonnt....

  • Na klar ist Ludwigshafen als "europäische, gewachsene Stadt" nicht mehr zu retten. Wie auch andere, die komplett durch Industrie und Auto-Nachkriegsmoderne geprägt wurden, vgl. Wolfsburg. Die einzige Chance, die solche Städte haben, ist damit offensiv umzugehen. Wenn schon Straßen und Betonklötze das Bild prägen, dann wenigstens gescheit. Dann wenigstens die stylische Autostadt Wolfsburg usw., dann wenigstens ein modernes Hochhaus als Wahrzeichen. Das schlechteste, was Ludwigshafen machen könnte, ist nun zum farblosen Gewerbegebiet-Village zu werden. Den Abriß hätte man sich nie aufschwatzen lassen dürfen, die Aufhebung des Denkmalschutz nie genehmigen dürfen. Wieviele Leitbauten hat denn Ludwigshafen sonst noch? BASF ist zudem so untrennbar mit Ludwigshafen verbunden wie VW mit Wolfsburg. Nun vergleicht mal das Verhältnis der beiden Unternehmen zu diesen beiden Städten. VW baut Landmarken, umgekehrt benennt Wolfsburg sich schon einmal aus Sympathie zu Golfsburg um. In Ludwigshafen wird einfach nur kalt gerechnet und dann ein stadtbildprägender Skyscraper auch mal nachträglich wieder sang und klanglos zur Disposition gestellt. Und man sollte meinen, dass ein Nettogewinn von über 5 Milliarden € alleine 2014 ausreichend ist, um aus der Portokasse auch so einen neuen Skyscraper zu finanzieren. Wenn man eine Stadt so prägt, ja vereinnahmt - und ein Chemiewerk hat ja mitnichten nur positive Auswirkungen - dann hat man auch eine gewisse Verantwortung, diesen Standort langfristig zu gestalten (und auch attraktiv zu halten, man will ja schließlich auch Personal vor Ort gewinnen und halten, die Bemühungen dafür sollten nicht am Werkstor enden).

  • Einen Ersatz für das Engelhorn-Hochhaus wird es wohl auf absehbare Zeit nicht geben: https://www.rheinpfalz.de/loka…-fuer-engelhorn-hochhaus/


    Ich frage mich, warum sich die Stadtspitze so hat hinters Licht führen lassen und mit der BASF keinen öffentlich-rechtlichen Vertrag geschlossen hat: Die Stadt verpflichtet sich zur Erteilung der Abrissgenehmigung für das denkmalgeschützte Gebäude und im Gegenzug verpflichtet sich die BASF zu einem Neubau...


    Weiter ist mir ein Rätsel, wie man sich hinsichtlich des Flächenbedarfs so verschätzen konnte. Sind außerhalb der Werksgeländes gegenwärtig eigentlich noch Flächen angemietet oder hat man alles mit dem Neubau neben der Brachfläche abgefangen?

  • Bei der BASF geht es nur um Kohle und das man den Aktionären möglichst hohe Gewinne ausschütten kann. Den Herrn Bock, der für diese Entscheidung verantwortlich ist interessiert das reichlich wenig ob Ludwigshafen ein Wahrzeichen hat oder nicht, den interessiert nur sein Bonus!!! Davon abgesehen ist der Ostwestfale, mehr muss man dazu nicht wissen um die Kleingeistigkeit die hinter alldem steckt richtig einzuordnen. Erfreulicher weise sind wir den aber bald los! Der Rest dieser Leute da im Vorstand sind meines wissen größtenteils auch keine Ludwigshafener, die haben keinen Bezug zu der Stadt die machen ihren Job, kassieren ihre völlig überzogenen Gehälter plus Boni und sind wie die Ex Vorstand, Frau Sukale die ja vollmundig versprochen hatte wir werden Ludwigshafen nicht enttäuschen nach dem Abriss des Engelhorn Hochhauses, dann auf nimmer wiedersehen verschwunden. Kein Mensch in diesem Vorstand hat also wirklich ein Interesse was für die Optik der Stadt zu tun.


    Der damalige Stadtspitze um Frau Lohse kann man da eigentlich keinen Vorwurf machen, die sind und waren alle nur provenziale Kreisliga, gegen die Wirtschaftskapitäne da im Sold der BASF. Die waren mit so einer Situation, das nach der vollmundigen Ankündigung nichts mehr kommt völlig überfordert, nein die haben der BASF sogar noch das Filetstück am Rheinufer verkauft damit man dort die fehlenden Büros baut anstatt das Hochhaus. Dafür hat man sich dann auch noch feiern lassen für die Ansiedlung dort, statt vernünftiger weise hier Wohnungen zubauen. Der Tisch über den man gezogen wurde ist also noch wesentlich größer als du vermutest lieber Markus! Auf die Idee zu kommen und mal hochzurechenen wie viele Büros die BASF hat und wie viele sie braucht ist in den Ämtern der Stadtverwaltung keiner gekommen, diese Leute können nur Vorschrift, da ist nix mit eigenständig denken.


    Richtig ist aber auch das die BASF in Ludwigshafen momentan keinen Bedarf an neuen Büros hat. Insofern kann man die Pläne mit dem Hochhaus eigentlich komplett add acta legen, da kommt nix mehr!

  • Sind außerhalb der Werksgeländes gegenwärtig eigentlich noch Flächen angemietet oder hat man alles mit dem Neubau neben der Brachfläche abgefangen?


    Die BASF hat immer Flächen außerhalb des Werksgeländes angemietet oder angekauft für diverse Büros und Auslagerungen. Derzeit sind dies mit Büroflächen als langjährige Anmietungen oder Eigentum:

    • der Danziger Hof als Dauer-Außenstandort
    • die LU-Teco (Technologiepark hinter Bahnhof, für temporäre Sachen genutzte Flächen) in LU
    • eher neu die Pfalzgrafenstraße 1 und Rheinallee 20 in LU am Rheinufer Süd in LU
    • die Salzachstraße 17 (Ersatzanmietung Verwaltung) in MA-Neckarau
    • die Käfertaler Str. 256 (diverse Teile BASF Business Services, die 1700 Mitarbeiter vor Ort sind quer über MA/LU verteilt) in MA-Wohlgelegen
    • das Agrarzentrum Limburgerhof (wo es entgegen dem Namen durchaus bis zu 1000 Büroarbeitsplätze gibt)


    Die vereinzelten Innenstadtanmietungen außerhalb des Danziger Hofs (z.B. rund um das Rathaus), bei denen oft nur wenige Dutzend Arbeitsplätze an einem Ort vorhanden waren, sowie (von einem schnellen Blick auf die Homepage) das Europahaus und die ehemaligen Benckiser-Gebäude - dort >500 Verwaltungsarbeitsplätze - quasi neben dem Danziger Hof wurden hingegen wohl aufgegeben bzw. wurden explizit im Werk bzw. in dem Neubau konzentriert.

  • Die BASF hat heute bekanntgegeben das Sie ein neues Bürohaus auf dem Gelände des ehemaligen Friedrich Engelhorn Hochhauses bauen will. Die schlechte Nachricht für alle die sich hier ein neues Wahrzeichen für Ludwigshafen erhofft hatten, was die BASF ja vollmundig versprochen hatte um überhaupt die Abrissgenehmigung für das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Hochhaus zu bekommen:


    ES WIRD KEIN HOCHHAUS!!!


    In der Höhe soll sich das Gebäude an den umliegenden Bauten orientieren, das heißt am Besucherzentrum an Tor 2 und am Gebäude D 105.


    Da dort aber der Vorstand für einen längeren Zeitraum einziehen soll, da dessen Gebäude wohl saniert werden muss darf man wenigstens hoffen das es architektonisch einigermaßen ansprechend wird.


    Die BASF will wohl nun ausgewählte Architekturbüros mit der Ausarbeitung von Ideen und Konzepten beauftragen. Baubeginn soll 2020 und die Fertigstellung ca. 2023 sein.