Block Tel-Aviv-Straße/Perlengraben

  • Block Tel-Aviv-Straße/Perlengraben

    Eine tolle Nachricht für das Gelände des alten Zollkriminalamtes. Die S.I.E. Soini Immobilienentwicklung GmbH plant den Neubau von Wohnungen als Blockrandbebauung.


    http://www.rundschau-online.de…l-,15185496,20074664.html


    Ich finde es toll, dass sich diese Gegend so verändert. Gleichzeitig soll in einem weiteren Bauabschnitt auch die Zufahrt von der Tel-Aviv-Straße zum Perlengraben weichen (entsprechend dem Masterplan). Zusammen mit dem Neubau auf dem Gelände des alten Polizeipräsidiums ergeben sich neue Raumkanten, die den Raum an dieser Stelle neu fassen und besser erlebbar machen.


    Hier noch die Visualisierungen auf der Website des erstplatzierten Architekturbüros: http://www.architektenning.de/pages/architektur_telaviv.htm Bei der Architektur bin ich noch sehr unentschieden....

  • Besser heute als morgen sollte dort endlich etwas passieren. Gerade durch das Motel One auf der anderen Strassenseite wird die Gegend eine neue Dynamik erleben. Gut, dass endlich die hässlichen Bauten abgerissen werden.

  • Da die Immobilienentwicklungsgesellschaft das Gelände bereits erworben hat, wird dort dort früher oder später auf jeden Fall etwas passieren. Nur - was genau dort letztlich gebaut wird scheint noch völlig offen. Das "mit allen Preisträger Verrhandlungen geführt" werden sollen deutet dies schon an. Hoffentlich entscheidet man sich nicht letztlich aus Kostengründen für eine 0815 - Billiglösung.
    Das auf diesem Gelände überhaupt etwas passiert ist auf jeden Fall zu begrüßen!


    Interssant ist auich, dass in dem Rundschau-Artikel beiläufig erwähnt wird, dass der Umbau des Hochhauses am Perlengraben "bereits genehmigt" sei! Da war man aber schonmal weiter...! :)

  • Hat eigentlich jemand etwas zum Ideenteil für den Bereich südlich des Perlengrabens gefunden? Dieser war Teil des Wettbewerbs, ich finde aber nur Bilder zum Gelände des alten Zollamtes?

  • Der Ideenteil des Wettbewerbs umfasste m.E. nicht den Bereich südlich des Perlengrabens, sondern den nur Bereich der aufgegebenen Verbindungsschleife Severinsbrücke - Ulrichgasse, und der ist ja auf den Bildern auch zu sehen. Meiner Meinung nach nicht städtisch genug gelöst, zu viel Abstandsgrün zum Perlengraben hin. Man befindet sich hier immerhin noch in der Altstadt, in einem ehemals hochgradig urbanen, dichten und kleinteiligen Quartier. Aber es stimmt schon, es wäre richtig und logisch gewesen, den gesamten Bereich dieser Verkehrshölle einem Wettbewerb zu unterziehen, hier wird wieder mal nur Stückwerk betrieben.

  • doch, es hat sich etwas getan...von seiten der Rhein Energie wurde vor dem Baugrundstück ein Fernwärmekanal im öffentlichem Straßenland gelegt, der ehemals auf dem privaten Baugrundstück war. Dieser musste im Vorfeld der Baumaßnahme vom Privatgrund entfernt werden. Diese Baumaßnahme wurde im Dezember 2014 abgeschlossen.

  • Die Attraktivität dieses Dreiecks zwischen Nord-Süd-Fahrt (Tel Aviv - Str.), Blaubach und Perlengraben als Wohnlage ist allerdings sehr bescheiden. Hier müsste unbedingt ein Versuch unternommen werden, das Areal besser an die umliegenden Viertel anzubinden. Aber wie will man das bewerkstelligen - wenn dieses Dreieck ringsrum von mehrspurigen Verkehrsschneisen eingeschnürt ist?

  • Schon Wahnsinn, was die Menschen bereit sind auszugeben, um dann von 2 vielbefahrenen Strassen umgeben zu sein. Bin mal gespannt, was die Mitarbeiter des Römisch Germanischen Museums dort schönes finden werden.

  • Mittlerweile ist das spitz zulaufende und bislang städtebaulich ungeordnete Gebiet zwischen der Tel-Aviv-Straße und der Straße Perlengraben komplett bebaut.
    Nachdem das 55frames mit 80 Wohnungen schon vor einiger Zeit fertiggestellt wurde,...



    ...kann nun auch das Urban Living (286 Micro Appartments) seit Ende November bezogen werden.



    Nun geben sie der Nord-Süd-Fahrt das gewünschte Profil.



    Blick aus Süd-Ost:




    An der Kreuzung Tel-Aviv-Straße/ Blaubach ist vor dem 55 frames ein kleiner Platz entstanden.



    Bilder: tieko

  • Das die Straße nun ein Profil hat im Sinne von endlich mal besser gefasst ist, ist natürlich begrüßenswert.
    Die Fassaden sind allerdings ziemlich banal. Schöner wäre schöner gewesen. Dagegen ist der Waidmarkt ja geradezu eine Offenbarung. Wenn ich das hier sehe und die aktuellen Entwicklungen auf dem Deutzer Feld, dann frage ich mich wirklich, wo in Köln im Planungsprozess eigentlich der Hund begraben liegt, wo die Instanz oder der Mechanismus fehlt, die solch enttäuschende Ergebnisse verhindern könnten...

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    Die Fassade des 55 Frames ist eigentlich nicht banal, sondern ganz gut gemacht. Immerhin hat dieses Gebäude einen Architekturwettbewerb gewonnen.


    Hier noch mal ganz:
    http://www.soini-asset.com/wp-…schnitt_16x9-1500x630.jpg


    Es beinhaltet sehr viele unterschiedliche Wohnungen; vom kleinen Appartment bis zur großzügigen Luxus Wohnung und diese Vielfältigkeit spiegelt sich in der Fassade wieder.
    Auch den hellbraunen Klinker finde ich wertig und gut gelungen.
    Die Wintergärten sind an der lauten Nord-Süd-Fahrt sehr logisch; die grünen Glasteile natürlich Geschmackssache, wirken aber Abends ganz lebhaft.
    Das Sockelgeschoß ist ist fast durchgängig verglast, am Eingang sogar über zwei Etagen; auch das ist gut und hilft die Tristesse der NSF ein wenig abzumildern.
    Warum ich oben "eigentlich" sage, hängt mit den gerahmten Sichtbetonbalkonen auf der Seite und dem Innenhof zusammen.


    https://media4.heinze.de/media…ges/12738874px603x335.jpg


    Die sind viel zu wuchtig geraten und dominieren die Fassade viel zu sehr.
    Loggien wären hier besser gewesen.
    Unterm Strich macht das Haus einen zwiespältigen Eindruck auf mich.


    Dem Urban Living merkt man an, dass kein Architekturwettbewerb zu Grunde lag. Irgendwie ist das Gebäude zu konventionell und profitgenormt für das Zentrum einer Millionenstadt.
    Es wirkt zwar nicht schlecht, wenn man ihm über die NSF entgegenfährt; insgesamt ist das aber zu wenig.
    Warum die Stadt hier keinen Wettbewerb gefordert hat, obwohl sie zuvor der Besitzer des Grundstücks war, berechtigt die Frage nach der fehlenden Instanz.
    Ärgerlich ist, dass die beiden Gebäude und das Hotel wenig aufeinander abgestimmt sind. Wirkt alles irgendwie zusammengewürfelt. Vielleicht kann man das banal nennen.
    Im Masterplan sind um den Brückenkopf herum so viele Neubauten geplant, dass man die Gegend ähnlich umsichtig behandeln müßte wie Mülheim-Süd oder das Laurenz-Quartier.
    Warum macht man das nicht :confused:


    https://docplayer.org/12174658…die-vertiefungsphase.html
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