Sonstige Bauprojekte südlich des Mains

  • ^ Das ist Teil einer Schutzvorrichtung zwischen dem Fahrdraht der Straßenbahn und der Unterseite der Brückenkonstruktion. Zwischen Fahrdraht und Stromabnehmer der Straßenbahn kann es zu Funkenbildung kommen (durch Vogelkot, Kondenswasser z.B.) Die Schutzvorrichtung schützt die Brückenkonstruktion vor dem Funkenschlag. Das gab vorher auch schon, auf dem Bild der alten Brücke sieht man so etwas wie die Spitze eines breiten Skis hervortreten; und gibt es an allen Straßenbahnunterführung, wie z.B. Stresemannallee.


    dscn15526yu30.jpg


    Sollte mal der Fahrdraht abgehen oder lose zur Seite rutschen, dann würde der Stromabnehmer nach oben gedrückt und unter dem Schutzschild entlanggleiten, ohne sich in der Brückenkonstruktion zu verfangen. Bei den benachbarten Bahngleisen brauchts das vermutlich deshalb nicht, weil sie tiefer liegen, die Durchfahrhöhe größer ist und der Stromabnehmer die Brücke nicht erreichen würde.

  • Neuentwicklung Mörfelder Landstraße 10-18 geplant

    Die städtebaulich unbefriedigende Situation an der Nordseite der Mörfelder Landstraße zwischen Wendelsplatz und der Einmündung des Grethenwegs dürfte vielen schon aufgefallen sein. Im Westen steht seit sehr langer Zeit nichts weiter als ein vernachlässigt wirkender Garagenhof, östlich folgt eine Shell-Tankstelle. Daran schließt sich ein mit neun Geschossen deutlich zu hohes Bürogebäude aus dem Jahr 1969 an. Lediglich das gründerzeitliche Eckhaus zur Darmstädter Landstraße ist in angemessenem Zustand.


    moerfelder_10-18_air.jpg
    Bild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)


    Abhilfe ist in Sicht, denn das Frankfurter Büro Stefan Forster Architekten hat eine Planung für diesen Bereich erstellt. Projektentwicklerin dürfte die Mainterra Immobilien GmbH sein, die das Projekt auf ihrer Website erwähnt. Die Nutzung wird mit Wohnen und Gewerbe angegeben, die Bruttogeschossfläche mit circa 12.000 Quadratmetern. Entfallen muss die Mörfelder Landstraße 10 bis 18. Dort stehen noch der Garagenhof und die Tankstelle samt Nebengebäuden.


    moerfelder_10-18_sfa_1.jpg



    moerfelder_10-18_sfa_2.jpg
    Bilder: Stefan Forster Architekten


    Das Bürohaus Mörfelder Landstraße 6-8 (Foto) bleibt uns erst einmal erhalten. Es gehört zum Portfolio der Josef Buchmann Immobilienverwaltung und wurde lange Zeit von städtischen Behörden genutzt. Diese sind inzwischen überwiegend oder vollständig ausgezogen (die Stadt plante die "Abmietung" des Bürohauses bis 2021). Nun werden die Flächen für Coworking vermarktet. Nicht wirklich besser, aber anders als öffentliche Verwaltung im Falle einer geplanten Neuentwicklung auch kein langfristiges Hindernis.

  • ^ Ja, es wäre gut, wenn dieser unästhetisch wirkende Straßenzug eine Aufwertung erhalten würde. Was auf den obigen Visualisierungen der Planungen von Stefan Forster Architekten zu sehen ist, kommt diesem Anspruch nahe. Insbesondere die Gliederung mit den zurückgesetzten Gebäudeteilen und die Fassadengestaltung mit Klinker erzeugen einen wohlgefallenden Eindruck. In diesem Zusammenhang interessant finde ich den rechten Gebäudeteil, der anscheinend höhenmäßig und farblich eine vermittelnde Rolle beim Übergang zum benachbarten Hochhaus spielen soll. Die grünen Sonnenschirme deuten an, dass auch gastronomische Betriebe vorgesehen sind, das wird den Ort zusätzlich aufwerten. Die entfallenden Parkplätze im Garagenhof werden sicherlich durch neue ersetzt, ganz links ist vermutlich eine Tiefgarageneinfahrt zu erkennen.


    Tolles Projekt, erhält meinen Zuspruch!

  • Besser als der Ist-Zustand ist ja leider alles, und ebenfalls leider in vielen Gegenden der Stadt wäre das tatsächlich eine enorme Aufwertung. Vis-a-vis des noch vorhandenen Altbaubestandes finde ich diese ewig lange mehrfache Wiederholung des immer gleichen Fassadenrasters mit Flachdach und wuchtigen Vorsprüngen aus dem Blockrand dann doch nicht wirklich passend. Da hat Forster schon besser passendes abgeliefert.

  • Wenngleich man sich hier in dieser Straße durchaus ein Staffelgeschoss wünschen kann, so ist der Entwurf doch Grundsätzlich auf einem guten Niveau.

    Hausnummer 6-8 birgt enormes Potential. Die Höhe für sich gesehen ist nicht mal das Problem. dürfte ich, so würde ich die Kubatur aber etwas angehen. Ob das jemals geschehen wird. Wir werdens sehen...

  • Dem Entwickler zufolge gibt es eine positiv beschiedene Bauvoranfrage. Zu weiteren Details will man sich derzeit nicht äußern, weil noch umfangreiche Abstimmungen nötig sind, bevor der Bauantrag gestellt wird.

  • Entschuldigung, die Kubaturen sind das eine Thema (und die passen schon), das andere sind die Farben... Und ich wundere mich tatsächlich heftigst, was mit Herrn Forster geschehen ist (medizinisch oder mental), solche eine Ruhrpott-60er-Farbkombination an den Start zu bringen. No!!!


    Bitte lieber Stefan, meine es nicht Ernst,... nimm Dir den Cozy-Farbkreis und zeig uns was Besseres. Oder magst Du diese Ecke nicht wegen des fast ewig anmutenden Staus, weil man die Verkehrssteuerung nicht in den Griff bekommen will?

    Denk daran, dass dieser Neubau den Nachbarn inspirieren sollte.

  • Umbau und Sanierung ehemalige Mineralölfabrik P. P. Heinz (Sachsenhausen)

    Neues zum in #742 vorgestellten Umbauprojekt heute in der FAZ-RMZ, leider hinter Bezahlmauer. Die FR berichtet aber auch.

    • Umbaubeginn im Oktober 2022, Dauer eineinhalb Jahre
    • Kosten für Umbau und Sanierung 4,5 Millionen Euro
    • Planungsauftrag wurde an das Büro Karl Dudler vergeben (nicht an "Stararchitekt Max Dudler" wie die FR schreibt)
    • Anbau eines Wohnhauses im Süden, wohl an die auf dem Luftbild unten erkennbare Brandmauer
    • Dach und Fenster werden erneuert, sonst äußerlich sonst wenig Änderungen
    • innen in den oberen Geschossen Einbau eines Konzert- und Theatersaals mit Empore, Bühne und Zuschauerraum mit 165 Plätzen
    • im Erdgeschoss ganzjährig geöffnete Gastronomie mit 35 Plätzen
    • der bereits genutzte Gewölbekeller wird um 30 Plätze vergrößert, künftig 130 Plätze, Verlegung der Bühne und zweiter Eingang
    • innen sollen Ziegelwände und möglichst viele historische Details erhalten werden, darunter Eisenträger und historische Lampen
    • Erhalt auch der Lichtschächte, die vom Dach aus das Obergeschoss beleuchten (einer ist wohl auf diesem FR-Foto zu sehen)


    fabrik_mittlerer_hasenpfad_luftbild_stadtvermessungsamt.jpg
    Bild: © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (Orthofotos 2020)