Sonstige Bauprojekte südlich des Mains

  • Damit ist gemeint: Die Kombination MEAG / JSWD Architekten hätte mehr auf die Beine stellen können als ein Revival der unbeholfenen Zeil-Karstadt-Fassade im Bremerhaven-Mitte Look. Die Münchener Rück ist einer der grössten Rückversicherer des Planeten mit einem Vermögen von 30 Mrd. Euro. Schon klar, es handelt sich nicht um einen gemeinnützigen Wohltätigkeitsverein, dennoch Renditeziele erreichen geht auch auf schönere Art und Weise und die zuständigen Personen könnten in Frankfurt massig Beispiele für gelungenere Büro-Konvertierungen vorfinden, die keinesfalls den Kostenrahmen gesprengt haben. Auch im Portfolio von JSWD sehe ich deutlich wertigere Wohn-Ausführungen, wie z.B. das Wohnquartier Bahnstraße, Köln-Rodenkirchen. Würde dieses Gebäude im Lyoner Viertel entstehen, wäre ich mit der Planung einverstanden, aber nicht im Brückenviertel.

  • Die gesamte überdimensionierte Bürohaus-Zeile ist natürlich Mist und gehört abgerissen. Aber - wie schon von Schmittchen festgestellt (und auch im Übrigen stimme ich ihm zu) - wurden die Fehler in der Vergangenheit gemacht und können heute (noch) nicht beseitigt werden, dafür ist die Bausubstanz zu gut.


    Ich rechne aber ebenfalls nicht, dass wir nach dem Umbau dort eine Schönheit zu Gesicht bekommen werden. Insofern gebe ich GoldenAge recht. Allerdings besteht trotzdem noch eine Resthoffnung ... noch gibt es keine aussagekräftigen Visualisierungen.


    Was ich aber viel schlimmer als diese Ungetümer finde - und das wird einige vielleicht überraschen -, ist die provinziell-vorstädtische gelbe Reihenhauszeile schräg ggü (ggü der Deutschordenskirche). Die hätte es unter Einschluss des Gesichtspunktes der wirtschaftlichen Vertretbarkeit wirklich verdient abgerissen zu werden (in jedem Falle eher als das besagte Bürohaus).

  • Ich möchte nicht unbedingt die Walter-Kolb-Straße verteidigen, aber @GoldenAge liegt falsch mit seiner Behauptung, sie sei durch ein sehr gut erhaltenes Gründerzeitviertel geschlagen worden. Tatsache ist, dass sie teils durch ein ausgedehntes Trümmerfeld gelegt wurde, das sich in Ost-West-Richtung vom Fritschengässchen bis zur Oppenheimer Straße erstreckte, sowie andernteils durch ein eher desolates, überwiegend gewerblich genutztes Viertel gelegt wurde, das sich in dem Bereich zwischen Schul- und Schifferstraße erstreckte. Es sind insgesamt vielleicht 3 gründzeitliche Häuser abgerissen worden.


    Tatsache ist ferner, dass die Walter-Kolb-Straße eine Ersatzplanung für den südmainischen West-Ost-Verkehr war, der nach den zunächst verfolgten Plänen - nach Pariser Art - auf einer vierspurigen Uferstraße geführt werden sollte, teilweise über den (oder das?) Tiefkai. 4-spurig hat sie es nur von der Schwanheimer Brücke bis zur Kläranlage und im Osten vom Schlachthof/Deutschherrnufer zum Kaiserlei geschafft, in den 80er Jahren immerhin noch 2-spurig vom Roten Hamm durch's Mainfeld bis zum Theodor-Stern-Kai.

  • Aus meiner Sicht macht es überhaupt keinen Sinn anhand dieser Handskizze Aussagen über die Architektur zu treffen. Abwarten was veröffentlicht wird.

  • @ tunnelklick:
    Wenn es denn wenigstens nur bei der Walter-Kolb-Strasse geblieben wäre, die Beton-Kuben an der Perlenschnur fabrizierte. Die benachbarte, ebenfalls stark befahrene Elisabethenstrasse bzw. Darmstädter Landstrasse ist eine nicht viel gelungenere Schneise des Schreckens, die dann im dunkelgrauen „Canon“-Hochhaus an der Ecke zur Textorstrasse seinen Höhepunkt findet. Wie es viel besser hätte laufen sollen, zeigt sich an der Dreieichstrasse, die ebenso in der Darmstädter Landstrasse mündet, wo deutlich behutsamer mit dem Bestand umgegangen wurde.


    Wie dem auch sei, die Skizze muss ja noch kein Weltuntergang bedeuten. Wenn man wenigstens auf die horizontale Anordnung der Fenster verzichtet, sondern eine eher helle, streckende Optik betont, könnte der Bau weitaus weniger klotzig wirken.

  • Schweizer Platz 56

    Schon Ende letzten Jahres ist die neben der FRASPA-Filiale gelegene Textil-Reinigung umgezogen. Vor ca. 14 Tagen haben Bauarbeiten begonnen. Dem Bauschild zufolge soll der Laden im EG erweitert und das Dach zwecks Schaffung einer Wohneinheit umgebaut werden.





    Gerüchteweise war zu vernehmen, es solle dort ein Café einziehen, ein idealer Platz dafür. Dann dürften die Tage des Obststandes gezählt sein.

  • Umbau/Nutzungsänderung Walter-Kolb-Straße 13

    Die Arbeiten haben bereits begonnen. Der Eingangsbereich ist abgesperrt, am Zaun hat die Frankfurter "Gesellschaft für Projektmanagement + Sanierung" werbende Banner aufgehängt:



    Die Rückseite, diese Perspektive zeigt die Skizze in Beitrag #458:



    Alle Bilder: Schmittchen


    Bauschild, als Bauherrin tritt die DKV Deutsche Krankenversicherung auf, die Vorhabensbeschreibung endet abrupt:


  • Die benachbarte, ebenfalls stark befahrene Elisabethenstrasse bzw. Darmstädter Landstrasse ist eine nicht viel gelungenere Schneise des Schreckens


    Im Bereich Dreikönigs-/Brückenstraße sind die Gebäude im Falkplan von 1947 als vollzerstört und der Bereich zwischen Veitstraße und Brückenstraße als teilzerstört markiert, vollzerstört ist auch die Elisabethenstraße bis zur Paradiesgasse und die westliche Paradiesgasse bis zur Wallstraße. Im Bereich der Dreieichstraße war dagegen nur das Gebäude zwischen Willemerstraße und Neuer Wall vollzerstört.


    Wenn man sich dann den Bollmann-Plan von 1960 ansieht, dann erkennt man, dass damals noch die straßenseitige Bebauung der Elisabethenstraße vollständig fehlt - teils sind noch Schutthügel eingezeichnet - damit ist die Bebauung der Elisabethenstraße vor der Walter-Kolb-Straße gefallen und die Entscheidungen für die dortige Neubebauung standen früher an. Damit ist "wenn es bei der Walter-Kolb-Straße geblieben wäre" schon von der Chronologie her falsch. Die Walter Kolb-Straße ist eher als Folge der bereits auf der anderen Seite beginnenden Modernisierung Sachsenhausens anzusehen. Dabei ist das jetzt zum Umbau anstehenden Gebäude, mit dem Parkhaus gegenüber, das Jüngste der Hochhauskette.

  • K6 | H81+ | Waidmannstraße 1

    Der Stand der Dinge auf drei Baustellen in Sachsenhausen, Bilder von Anfang der Woche. Zunächst das Projekt "K6" Kranichsteiner Straße und Mörfelder Landstraße (zuletzt hier):



    Dann das an dieser Stelle vorgestellte Vorhaben "H81+" an der Hedderichstraße (zuletzt hier). An der Baustelle sind Einrichtungen der unterfränkischen Unternehmen Adam Hörnig und Trautmann zu sehen.



    Schließlich zum Wohnbauprojekt Waidmannstraße 1, hier vorgestellt und mit weiteren Ansichten zuletzt von tunnelklick im Beitrag #452 angesprochen. Dort hat die Entkernung des zuletzt von der Allianz genutzten Bürogebäudes begonnen. Den Abbruch erledigt die Gütersloher Firma Hagedorn, die ihre Gerätschaften womöglich gleich von der letzten Baustelle desselben Projektentwicklers an der Mainzer Landstraße 372 hierher schaffen kann.



    Nutzer des Bürohauses war die Allianz, wovon noch immer ein Schild im Vorgarten kündet. Nord- und Westseite mit separatem Treppen- und Aufzugsturm sowie Haupteingang:



    Bilder: Schmittchen


    So soll das Haus mit 65 Wohnungen werden, gesehen von der Einmündung der Waidmannstraße in die Stresemannallee mit Blick nach Südwesten:



    Bild: Architekten Theiss / GeRo Real Estate

  • Danke für die Bilder Schmittchen. Ich laufe fast jeden Tag an den Baustellen in Sachsenhausen vorbei, aber vielleicht grade deswegen fallen einem die Kleinen Veränderungen nicht mehr auf.


    Bei der Waidmanstraße 1 war mir vor einiger Zeit aufgefallen, dass der verrottete ehemalige Imbiss vom Gelände entfernt worden war. Ich bin gespannt wann es richtig losgeht.

  • Und als Ergänzung noch ein Bild von heute aus der Waidmannstraße 1. Die Entkernung geht voran. Das Material wird über die Röhre in einen Container geworfen und mir sind heute zum Ersten Mal Arbeiter aufgefallen. Dann mal weg mit dem Klotz...


  • Sachsenhausen, Hedderichstraße: Projekt "H81+"

    Das langgezogene Projekt liegt zwar direkt an der Bahnlinie, es bietet jedoch einen Blick auf den Henniger Turm und "ins Schweizer Leben". Die gegenwärtigen Bautätigkeiten finden im Kellerbereich statt, einige Wände stehen schon.



    Bauschild:


  • Kurzes Update aus der Waidmannstraße:


    Hier geht es inzwischen der verspiegelten Fassade an den Kragen. Ich schätze mal, dass diese aus einer Revitalisierung stammt, dem Stil nach aus den 90ern...? Oder wurde das so gebaut? Vielleicht weis ja jemand mehr....


  • Projekt Großer Hasenpfad 16 (Baustart September 2015)

    Nach dem "Fabrika Sachsenhausen" (siehe oben) ist auf dem Areal der früheren Motorölfabrik und heutigen Kulturzentrums "Die Fabrik" ein weiteres Mehrfamilienwohnhaus geplant. Dies im Südosten des Geländes, auf einem seit langer Zeit unbebauten Gelände mit der Anschrift Großer Hasenpfad 16 (Bing / Street View). Auf dem 1.133 Quadratmeter großen Areal standen laut FNP bis zum Zweiten Weltkrieg drei Häuser. Nun soll nach Plänen von Wentz & Co., Frankfurt, ein Wohngebäude mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss entstehen. 14 Wohnungen mit Größen zwischen 55 bis 170 Quadratmetern sind geplant. Im September soll mit dem Bau begonnen werden, bis zum Frühjahr 2017 soll das Projekt realisiert sein.



    Bild: Wentz & Co. / Peter Paul und Emmy Wagner-Heinz Stiftung


    Ferner ist ein Anbau an die Direktorenvilla der 1881 fertig gestellten Fabrik in Vorbereitung. Weitere vier Wohnungen sind der FNP zufolge geplant. Auch hier soll in diesem Jahr Baustart sein.

  • Umbau/Nutzungsänderung Walter-Kolb-Straße 13

    Zu diesem Umbauprojekt zuletzt Beitrag #470 mit Bestandsfotos. Heute hat die MEAG eine Pressemitteilung herausgegeben. Erstmals wird nach der bereits bekannten Hofseite die "Schauseite" gezeigt, also die geplante Fassade zur Ecke Walter-Kolb-Straße und Schifferstraße:



    Bild: MEAG / JSWD Architekten


    Was sich noch aus der Pressemitteilung ergibt:


    • Grundstücksgröße: 2.600 m²
    • Anzahl der Wohnungen: 86
    • Wohnungsgrößen: von 23 m² bis 166 m², ein bis vier Zimmer
    • Status: Nutzungsänderung und Baugenehmigung erteilt
    • Baumaßnahmen: Entkernung im Innenbereich und in großen Bereichen der Fassade bis auf den Rohbau; Schaffung neuer Erschließungskerne mit durchgehenden Aufzugsanlagen; Sanierung der bestehenden Tiefgarage mit 85 Stellplätzen
    • Erdgeschoss: Schaffung von zwei kleineren und einer größeren Ladeneinheit
    • Nutzung Erdgeschoss: Lebensmittelmarkt der Migros-Tochter tegut u. a.
    • Baustart: "in Kürze"
    • Fertigstellung: 1. Quartal 2017
  • Umbau/Nutzungsänderung Walter-Kolb-Straße 13

    Das ist zwar immer noch keine sehr aussagekräftige Zeichnung von dem Haus, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass man besser hätte abreißen und neu bauen sollen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gebäude schön wird. Egal welche Maßnahmen an der Fassade durchgeführt werden. Dazu ist einfach das Gebäude an sich in meinen Augen wenig stimmig.


    Ich lasse mich zwar gerne eines besseren belehren, bin aber nicht optimistisch.

  • Update aus Sachsenhausen

    1) K6 - Kranichsteiner-/Mörfelder Landstr.


    Letztes Update aus Mai war hier zu sehen. Zwischenzeitlich ist man hier weit fortgeschritten und arbeitet an der Fassade:


    Fassade an der Kranichsteiner:



    Gebäudeteil an der Mörfelder:



    2) Hedderichstraße - H81+


    Letztes Update gab es ebenfalls hier. Zwischenzeitlich arbeitet man bereits am EG:



    3) Ziegelhüttenweg / Niersteinerstraße


    Letztes update hier, nunmehr wurde auch die Fassade zum Ziegelhüttenweg komplett fertiggestellt und die Mieter / Eigentümer sind bereits eingezogen:




    4) Mittlerer Hasenpfad 6-8


    Hier hat sich im Vergleich zum Zustand im Januar nichts Sichtbares getan, der Kran steht immer noch und die Fassade ist zwar verhüllt aber immer noch nicht angefasst worden. Wahrscheinlich ist man hauptsächlich mit dem Inneren zugange:



    Hier soll angeblich der Anbau entstehen:



    5) Projekt Großer Hasenpfad 16


    Die Projektvorstellung war hier. Das Grundstück ist nunmehr gerodet und wartet darauf, dass es losgeht:



    6) Wohnbauprojekt Darmstädter Landstraße 27-31


    Letztes Update gab es an dieser Stelle.


    Zwischenzeitlich ist bis auf das zu erhaltende Gebäude Hausnummer 27 alles abgerissen und das gesamte Grundstück geräumt. Hier kann es also bald losgehen:



    Bilder: von mir

  • Melibocusstraße 62+70, 80-86

    Die Nassauische Heimstäte hat an der Melibocusstraße in Niederrad (Karte) einige Wohnanlagen aus der Nachkriegszeit. Stückweise modernisiert sie die Gebäude bis hinauf zum Passivstandard. Derzeit sind die Nummern 80 bis 86 dran, die direkt an der Adolf-Miersch-Straße an der S-Bahn-Station und damit an der Grenze zur Bürostadt liegen. Zum Projekt gibt es eine Infoseite sogar mit Webcam-Bild.


    Zwei Reihen weiter nördlich liegen die Häuser 64-70 sowie 56-62. An ihren westlich freiligenden Giebeln baut die Gesellschaft nun ein Passivhaus mit 25 geförderten Mietwohnungen an. Viel mehr gibt es dazu nicht zu schreiben, außer dass auch hierfür eine Webcam installiert ist, deren Bild auf der Steckbriefseite des Vorhabens zu finden ist. Die Baustelle sieht heute noch recht frisch aus. Gerade einmal der Mutterboden wurde entfernt. Diese Visualisierung des Neubaus ist ebenfalls zu finden:



    Bild: Nassauische Heimstätte, Frankfurt

  • Mod: Beitrag verschoben. Das Projekt hier schon länger bekannt. An dieser Stelle wurde es vorgestellt und das war das letzte Update.
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    In Sachsenhausen entsteht das in der Hedderichstraße, zwischen Oppenheimer Land- und Schweizer Straße das Projekt "H81". Das Rendering sieht nicht schlecht aus, weitere Infos finden sich hier. Es werden Preise zwischen 4.000 und 4.600 EUR pro Quadratmeter aufgerufen, insbesondere die direkt hinter dem Haus verlaufenden Bahngleise zum Bahnhof Frankfurt-Süd dürften echte Preisdrücker sein. Auf der Projekt-Website wird dieser Umstand wie folgt umschrieben:
    "Durch schallisolierte Fenster, eine moderne Belüftungsanlage und verglaste Balkone an der Rückseite des Hauses wird aber auch der zu der Bahnlinie gelegene Teil zu einer Wohlfühloase."


    Mehr als die Hälfte wurde bereits verkauft.


    (sorry für die schlechte Qualität, es hat auf dem Weg zum Lidl nur für ein paar Handy-Schnappschüsse gereicht...)



  • Mir fällt auf, dass es im gesamten Komplex grundsätzliche keine Tageslichtbäder gibt, das ist für Viele ein Manko und wahrscheinlich auch ein Preisdrücker, noch eher als der Bahnverkehr.