Sonstige Bauprojekte südlich des Mains

  • Chinesisches Generalkonsulat (Stresemannallee 19-23)

    Das Konsulat ist ja schon seit Sommer letzten Jahres bezogen, in den letzten Monaten wienerte man das Ensemble aber noch ein bisschen. Zum Vergleich: Metallzaun von Februar 2011, #644 Bestandsbauten von Mai 2010. Am Haupttor hängt jetzt eine große, behauene Granittafel (freilich aus mehreren Stücken zusammengesetzt), die vielfach Beachtung findet:



    Sie ist fein gearbeitet und gleichzeitig Werbung für die chinesische Natursteinfirma, deren deutsche Vertretung hinter dem Zaun auf neutralem Boden residiert. Hier die Tafel im Detail (Kontrast verstärkt):



    Dem an sich bedrohlich wirkenden Metallzaun nehmen rot gestrichenes Klinker-Mäuerchen und Grünzeugs einiges an Schärfe:



    Die denkmalgeschützten Gebäude strahlen wieder. Bis auf weiteres weht über allem die rote Fahne:



    Bilder: epizentrum

  • In den Beiträgen #890ff wurde bereits über das Projekt „Lust auf Loft“ diskutiert. Auf den Computergrafiken der damaligen Projektseite wurde die Aufstockung eines reichlich mit Schmuckelementen und Schieferdach versehenen Altbaus um drei Etagen gezeigt.


    Gegenwärtig könnte ein bisschen Hoffnung aufkeimen, dass es doch noch zu einer Umplanung gekommen ist. Von dem schönen Schiefer-Mansardendach wurde bisher nur die Spitze abgetragen, die schmucken Sandsteingauben und die Dachbereiche dahinter stehen noch. Allerdings war letzte Wochen in einem Zeitungsartikel immer noch die Rede von einer Aufstockung um drei Etagen.



    So sah die um 1900 errichtete Altbau-Villa vor der ehemaligen Seifenfabrik gestern aus:





    Während in den meisten Dachbereichen noch abgerissen wird, scheint an einer anderen Stelle die erste Wohnung bereits im Rohbau fertig zu sein. Die sichtbare Außenwand besteht aus Grobspan-Holzplatten:


  • Vielen Dank für die Aktualisierung, Beggi. In der Tat wurde die Projekt-Website zwischenzeitlich umgestrickt. Bezüglich des straßenseitigen Altbaus ist nun keine eindeutige Abbildung mehr enthalten. Erstaunlich.

    Diese Ungeheuerlichkeit
    war auf der früheren Projekt-Präsenz zu sehen.

  • So wie es ausssieht wird nun die Aufstockung hinter dem Mansarddach hochgezogen, statt dieses zu ersetzen. Das Entsetzen wird dadurch kaum geringer werden.
    Darauf deutet hin, dass die Dachkante des neuen Aufbaus Ost mit dem Rest des Mansarddaches abschließt.


    So sehr ich Kontraste und das Zusammentreffen von Historie und Moderne liebe (beispielsweise um den Goetheplatz herum), hat das, was hier entsteht, doch den Geschmack von Himbeereis mit Ketchup und sauren Gurken.

  • Insofern ein Fortschritt, als nachfolgende Geschlechter mit mehr Geschmack diesen Blödsinn wieder zurückbauen können. Aber das war's auch schon, was man der Sache an Positivem abgewinnen kann.

  • Kritik in diesem Forum schafft es in die Zeitung

    Ein kleiner Lichtblick. Vielleicht hat die Kritik im Forum etwas bewirkt, zumindest ist dem Bauherrn diese zu Ohren gekommen (siehe Artikel in der FNP)
    Hier wird ausdrücklich auf dieses Forum hier verwiesen, der Bauherr versteht die Kritik nicht, wäre er nicht gewesen, wäre das Anwesen ggfls. abgerissen worden.

  • danke für den link.
    aber trotz der Verteidigung des Bauherrn scheint auch er nicht vollends von der Schönheit überzeugt zu sein. mich wundert es schon ein bisschen, dass es nicht ein einziges Bild von der Vorderseite des Hauses auf der Projekt website gibt.

  • Maison Suisse, Schweizer Straße, Ecke Mörfelder Landstraße

    Hier wurde das Projekt vorgestellt. Die Bauarbeiten sind bereits im Gange. Dazu ein paar Fotos vom letzten Wochenende:



    Die ehemalige Tankstelle an der Straßenecke, zuletzt von einer Autovermietung genutzt, steht noch. Sicher nicht mehr lange. (Von Herrn Bartetzko übersehen?)



    Weiter zur Bahn hin wurde schon einiges abgerissen, was auf diesem Luftbild noch sichtbar ist.



    Wie oben erkennbar, wurde bereits eine Bohrpfahlwand gebaut. Zur Zeit wird gerammt:



    Das Wohnhaus Mörfelder Landstraße 84-86 bleibt erhalten. Nach Sanierung und Anbau von Balkonen soll es so aussehen. Die Südseite derzeit:



    Schräg gegenüber sieht das wohl denkmalgeschützte Biedermeier-Haus Mörfelder Landstraße 85, zuletzt von Albireo Star fotografiert, immer noch so aus:



    Bilder: Schmittchen

  • ^^
    Update zu Schmittchens Beitrag: die ehemalige Tankstelle/Autovermietung Schweizer Straße, Ecke Mörfelder Landstraße ist heute morgen schon eingeebnet gewesen.

  • Offenbacher Landstr., Lust auf Loft

    So wie es ausssieht wird nun die Aufstockung hinter dem Mansarddach hochgezogen, statt dieses zu ersetzen. Das Entsetzen ... (Mod: Zitat gekürzt. Für den gesamten Text das blaue Quadrat anklicken.)


    Leider hat sich die Hoffnung, daß wenigstens noch ein Umdenken von Architekt und Bauherrn hin zu erträglichem Aussehen des "Stilaltbaus" bei "Lust auf Loft" an der Offenbacher stattfindet, erledigt.
    Das Mansarddach ist nun Geschichte....:mad:
    Leider hatte ich gerade keine Kamera dabei, um den nächsten Schritt zur architektonischen Verunstaltung zu dokumentieren.

  • Einfach nur erbärmlich. Man fragt sich nur, wer sich hier mehr in Grund und Boden schämen sollte. Die Architekten als Erfüllungsgehilfen oder der Investor als selbsternannter Retter des Altbaus. Ein gutes Beispiel dafür, dass sich Menschen für Geld wohl für absolut gar nichts zu schade sind. Mitleid habe ich nur mit den armen ungebildeten Seelen, die sich diesen Schrott dann auch noch als Altbau überteuert verkaufen lassen.

  • Offenbacher Landstr., Lust auf Loft

    Ich habe heute Morgen beim Vorbeifahren den Fortgang einer der erbärmlichsten Verunstaltungen der jüngeren Stadtgeschichte aus dem Fenster im Vorbeifahren festgehalten. Sorry, aber ein Aussteigen und detailliertes Dokumentieren wollte ich mir dann doch ersparen, um mir den Tag nicht noch mehr zu verderben ;-)



    Sorry für die schlechte Bildqualität - wie gesagt: aus dem Vorbeifahren. Bild ist daher von mir

  • Maison Suisse, Schweizer Straße, Ecke Mörfelder Landstraße

    Bei der zuletzt von Schmittchen erwähnten Maison Suisse geht es voran.
    Die Bauplätze sind mittlerweile geräumt.




  • Hedderichstraße 96

    Ich weiß nicht, ob wir dieses Projekt schon hatten: Hedderichstraße 96.


    Lt. Bauschild "Eigentumswohnungen" inkl. einer mit 176qm und großer Terasse mit Skyline-Blick. Dürfte was kosten...



    BTW, das Projekt Lersnerstraße 23 finde ich sehr gelungen! Auch wenn einige meckern werden, dass nicht zeitgenössisch/modern gebaut wurde, denke ich, dass man es "im Bestand" hier kaum hätte besser machen können. Ich wünsche mir mehr davon um einige Nachkriegsbausünden nachhaltig zu killen!

  • Zu #216: Nanu, wird das Grundstück an der Ecke Mörfelder Landstraße und Mittlerer Hasenpfad nun doch bebaut? Zum Projekt "Maison Suisse" schräg gegenüber gehört das jedenfalls nicht. Wie ich hier schon mal geschrieben habe, war dort vor Jahren bereits einmal Bebauung geplant. Bis zuletzt und mit Street View noch zu sehen war dort ein kleiner Park; dass dieser nur neu angelegt wird, mag ich nicht so recht glauben.

  • SV Sandhof 1963 (Holzhecke)

    Nicht gerade der Hotspot Frankfurter Architekturaufmerksamkeit; dennoch finden Bautätigkeiten auf dem Gelände des SV Sandhof 1963 e.V. an der Holzhecke 16 bzw. den Sandhöfer Wiesen (Karte) statt. Wer trotz seines Weltruhmes nichts mit dem Verein anfangen kann: Seine Senioren kickern in der Kreisliga B.


    Zur Zeit bricht man das Vereinsheim bzw. einen Teil davon an der Holzhecke ab und bereitet einen weiteren Teil des Geländes für Bautätigkeiten vor. Hier ein Paparazzi-Foto von der Sandhofstraße aus geschossen:



    Bild: epizentrum


    Über die Zukunftspläne (außer dem Aufstieg in die Bundesliga) ist mir nichts bekannt.

  • Mörfelder Landstr. 87 / Ecke Mittlerer Hasenpfad

    Leider, leider tut sich an dieser Ecke zum Mittleren Hasenpfad doch etwas.



    Schweres Gerät vor der Mörfelder Landstr. 85:



    Blick auf die Fabrik und den Henninger Turm (in seiner gegenwärtigen Gestalt):



    Gebaut wird laut Bauschild ein Wohn- und Geschäftshaus mit 12 Wohneinheiten und Tiefgarage. Auf der Website des Architekten Karl Dudler, der meines Erachtens für Qualität bürgt, ist aber noch nichts zu finden.



    Die Zufahrt zur Fabrik, rechts anschließend ein sehr schönes "finsteres" Backsteinhaus.



    Alle Bilder: Albireo Star


    Das letzte Bild in meinem Beitrag #913 ist damit leider Geschichte.
    Allem Anschein nach wird in Frankfurt mittlerweile jede, aber auch jede Baulücke geschlossen, was ich grundsätzlich positiv finde. Trotzdem sind gerade diese Lücken etwas, das das "Stadtbild" auflockert und zumindest optische Freiräume schafft.
    Ich kann nur hoffen, dass der Entwurf dieser Ecke - der Mittlere Hasenpfad steigt hier in einer leichten Rechtskurve an - gerecht wird und nicht nur wieder irgendein beliebiges Renditeobjekt - wie schräg gegenüber - "hingeklatscht" wird. Insoweit hoffe ich auf Karl Dudler.

  • Lust auf Loft - Offenbacher Landstraße

    Das Grauen geht weiter ... das schöne Mansardendach ist endgültig Geschichte. So sah es dort am vergangenen Samstag aus:



    Bild von mir

  • Wohnpark Riedhof (Sachsenhausen)

    Gegenüber des Holbeinviertels, dort hat der Bau gerade begonnen, ist ein weiteres Wohnquartier geplant. Das schreibt die FNP heute. Auf der Südseite der Gleise und nahe der S-Bahn-Station Stresemannallee sollen sechs Mehrfamilienhäuser mit 130 bis 140 Wohnungen gebaut werden, je zur Hälfte Eigentums- und Mietwohnungen. Fünf Vollgeschosse plus Staffelgeschoss sind vorgesehen. Die Entwicklung hat die Wentz & Co. GmbH übernommen, der seit ein paar Tagen ein Bauvorbescheid vorliegt.


    Ende Februar wurde das Baufeld, es ist ca. 300 Meter lang und 50 Meter tief, bereits geräumt. Bis Ende 2014 soll das neue Quartier fertig gestellt sein. Eine erste Visualisierung:



    Bild: Wentz & Co. GmbH


    Auf Grundlage der Grafik oben die ungefähre Lage des Baufelds auf dem Google-Satellitenbild:



    Bild: Google, Markierung: Schmittchen


    Der Projektnamen dürfte auf den Riedhof zurückgehen, einer achteckigen Gutshofanlage, 1815 von Salins de Monfort für Simon Moritz von Bethmann als Landsitz im Stil des Klassizismus erbaut. Die dieser Quelle (mit winzigem Foto) zufolge in Deutschland einzigartige Hofanlage mit 112 m Gesamtdurchmesser stand nahe der heutigen Kreuzung von Stresemannallee und Mörfelder Landstraße. Die Reste des im II. Weltkrieg zerstörten Riedhofs wurden in den 1960er-Jahren (Q) abgerissen und an dieser Stelle ein Hochhauskomplex mit Altenwohnungen gebaut (Street View). Geblieben ist nur ein Brunnen und dessen Umfassungsmauern (Foto).

  • Wohnpark Riedhof (Sachsenhausen)

    Auf dem Weg in mein Wahllokal habe ich am Sonntag die Gelegenheit genutzt, um drei Bilder vom Bauplatz zu schießen. Von der bestehenden Bebauung an der Tiroler Str. aus (links im Bild einer der Kräne der Holbeinviertel-Baustelle):



    Richtung Stresemannallee:



    Von der Stresemannallee aus (links fährt gerade eine S-Bahn Richtung Südbahnhof):



    Die Nähe zur S-Bahn-Trasse ist schon atemberaubend.