Projektthread Treptow-Köpenick

  • Seit Frühjahr laufen bereits die Arbeiten für ein Bauprojekt welches wir hier noch nicht hatten. Auf dem Grundstück Ostendstraße 20, 21, 22 und Steffelbauerstraße 19, 21, 23 entsteht eine Wohnanlage mit 34 WE. Bauherr ist die Wohnungsbaugenossenschaft "Berliner Bär" eG. Bis April 2017 soll alles fertig sein.


    Der Entwurf sieht m.E. solide aus:



    (C) Wernecke & Jahn Architekten | Berliner Bär eG


    Weitere Infos gibt's auf willimeyerbau.de und bbu.de

  • ^ Als kleinen Ausgleich möchte ich das Interview mit Herrn Ziegler in der Mopo erwähnen. Da klingt es etwas sachlicher und nüchterner, als es die Zeitung mit den großen Buchstaben darstellt.
    Bisher handelt es sich um eine Planung und konkrete Details wie Ausbauschritte und Zuschauerkapazität sind noch Gedankenspiele.


    Größe und Ablauf des Umbaus sollen im bei einer gesonderten Veranstaltung zunächst den Mitgliedern und Fans präsentiert werden. Gebaut werden soll während des laufenden Spielbetriebs. Der Charakter der Alten Försterei soll auf alle Fälle erhalten bleiben.


    Noch eine Anmerkung: Ich selbst gehe nicht ins Stadion, registriere aber regelmäßig die Zuschauerzahlen. Dass die Alte Försterei regelmäßig ausverkauft ist, stimmt nicht. Bei Topspielen ja, ansonsten eher nicht. Sollte die derzeit sportlich gute Phase nicht anhalten, könntem die Pläne auch wieder schnell in der Schublade verschwinden. Ich hege zwar Sympathien für Union, einen Bundesliga-Aufstieg (und einen längerfristigen Verbleib darin) halte ich nicht für allzu wahrscheinlich. Solche Stadion-Träume gehören wohl zum Showgeschäft, siehe Hertha. Oft genug bleiben es Träume. Warten wir es ab. ☺


    Link zum Mopo-Artikel:


    http://m.morgenpost.de/sport/u…ur-mit-neuem-Stadion.html

  • ^Na ja, der Heimbereich hat eine Auslastung von 95%. Kommen aber Mannschaften mit nicht ganz so großem Anhang, dann sinkt natürlich die Gesamtauslastung. Selbstverständlich kann Berlin auch zwei Bundesligamannschaften vertragen. Das Einzugsgebiet ist groß genug. Die aktuelle Mitgliederzahl des Vereins liegt bei derzeit 13 000 Mitgliedern und das ist schon ein Pfund.

  • Ich kenne mich in der Sache nicht gerade gut aus, aber wie ein Gedankenspiel klingt es in dem Interview für mich keineswegs, sondern wie eine sehr konkrete Ausbauplanung, die nun lanciert wird. In der Mitgliederversammlung will man wohl die Details darstellen. Das klingt (auch ganz im Gegensatz zu den Stadionplänen von Hertha) für mich erstmal nach baldigen Baumaßnahmen.

  • Joachimstraße Köpenick (DEGEWO Häuser)

    Wie ich gerade sehe, hatte Bato hier bereits mal Bilder gepostet.


    Egal, hier sind weitere Eindrücke dieser etwas gewagt gemusterten Gebäude:







    Unmittelbar südlich angrenzend liegt der unscheinbare Maria-Jankowski-Park an der Bahnhofstraße. Hier rottet seit langem ein ehemaliger Gutshof o. ä. vor sich hin:




  • Cardinalpatz

    Die neue Wohnanlage am Cardinalpatz (zuletzt hier) wurde hingegen noch nicht im fertigen Zustand gezeigt. Inzwischen sind die Häuser bezogen. Es handelt sich um einen "kurvigen" Kopfbau direkt am Cardinalpatz mit dunkelroten Klinkerbereichen und mehrere 0815-Häuser mit grau-beigem Klinkersockel, die sich um einen begrünten Innenhof über der Tiefgarage gruppieren:








  • Uferkrone / Spree 28

    Vom Spindlersfelder Uferweg hat man einen schönen Blick auf das gegenüberliegenden neuen Wohngebiet Uferkrone (zuletzt hier, hier und hier) und die sich nordwestlich anschließenden BV (u. a. Spree 28):






  • Die DEGEWO hat vor kurzem bekannt gegeben auf dem Areal Luisenstraße 26 / Wendenschloßstraße 128 172 Mietwohnungen zu errichten.
    Dazu heißt es in der Pressemitteilung:

    Zitat

    Im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten für 172 Mietwohnungen in der Luisenstraße 26 / Wendenschloßstraße 128. Bevor es losgeht, wird der geschichtsträchtige Ort, der seit dem 19. Jahrhundert überwiegend militärisch genutzt wurde, von Altlasten befreit und komplett beräumt: insgesamt 13 Gebäude mit ehemaliger Handelsschule, Pferdeställen, Gefängnis, Büro-, Werkstatt- und Lagerflächen müssen weichen.


    Durch die Nachnutzung gewinnt der Köpenicker „Kietz“ deutlich an Attraktivität. Die vier- bis fünfgeschossigen Neubauten werden sich auf vorbildliche Weise in die Umgebung einfügen und den historischen Stadtgrundriss mit einer geschlossenen Blockrandbebauung wieder herstellen. Die Vorplanung stammt vom Berliner Büro DAHM Architekten, das als Sieger im vorangegangenen Architekturwerkstattverfahren auch den Bezirk begeisterte. Die weiterführenden Planungen hat das Büro S&P Sahlmann Potsdam GmbH ausgeführt.


    Auf dem 12.300 Quadratmeter großen Grundstück, das unmittelbar an den denkmalgeschützten Straßenbahn-Betriebshof angrenzt, entstehen bis zum Sommer 2018 attraktive und bezahlbare 45 bis 135 Quadratmeter große Mietwohnungen mit funktionalen Grundrisslösungen und einer Gesamtwohnfläche von rund 11.000 Quadratmetern. 64 Wohnungen, etwa ein Drittel der Gesamtzahl, wird degewo zu Mieten von durchschnittlich 6,50 Euro/m² nettokalt anbieten. Das ist weit unterhalb des üblichen Neubau-Mietniveaus von rund 10 Euro/m². Möglich ist dies u.a. durch den Einsatz von Wohnungsbaufördermitteln des Landes Berlin.


    Und so soll's mal aussehen:



    (C) degewo AG | DAHM Architekten


    Soweit so gut. Schade nur, dass man es nicht geschafft hat, die Verwaltungsbauten an der Wendenschloßstraße und an der Luisenstraße in das Konzept zu integrieren. Diese werden nun abgerissen.

  • Argh, ich kann es nicht glauben! Den Berliner Wohnungsbaugesellschaften sollte man jegliche Bauaktivitäten verbieten. Sie haben schon so viel kaputt gemacht und wüten immer weiter. Im ersten Augenblick dachte ich mir: Die Neubauten könnten durchaus akzeptabel werden. Doch dann die böse Überraschung: Für diese letztlich auch nur 0815-Kisten werden ohne Not zwei vielleicht nicht unbedingt denkmalwerte, aber ohne Frage erhaltenswerte Häuser platt gemacht. Wieso? Weshalb? Warum? :confused:

  • Ich bin in Köpenick aufgewachsen und würde mal meinen, dass "Durch die Nachnutzung gewinnt der Köpenicker „Kietz“ deutlich an Attraktivität." eine mutige Behauptung ist. Gerade die Gegend im hinteren, wassernahen Bereich in der Nähe vom Frauentog ist genau deshalb so beliebt, weil es noch dörflichen Charakter gibt. Dieser wird aber durch diese brutalistischen Kästen nicht weiterentwickelt, sondern brutal überformt.
    Also wenn das stimmt, dass die auf den von Bató insbesondere über den zweiten Google-Link sichtbaren Backsteingebäude abgeräumt werden, ist das keine Aufwertung für diese Wohnlage. Schlimm!

  • diese brutalistischen Kästen


    Was ist denn daran Brutalismus?


    P.S.: Mit dem Argument, er zerstöre dörfliche Strukturen, hätte der Wohnungsbau der Gründerzeit nicht stattfinden dürfen.

  • ^


    Leider der nächste Abriss für einen wirklich banalen 0815-Wohnungsbau: eine kleine gründerzeitliche Villa, die dort in der Gegend sehr selten ist / war.
    Bei Google-Street-View kann man sie noch ein bisschen erkennen.


    Es bewahrheitet sich die schon mehrfach aufgestellte Befürchtung, dass dem Bauboom in Berlin immer mehr alte - vermeintlich unbedeutende - Architektur zum Opfer gefällt. Ökonomisch logisch und richtig, für das Stadtbild fatal.

  • Was ist denn daran Brutalismus?


    Brutalistisch habe ich es deswegen genannt, weil die Neubauprojekte doch großvolumige Strukturen sind mit monotoner Durchgestaltung. Das erinnert mich sehr an die Strukturen im Allendeviertel, das schon zu DDR-Zeiten als ghettohaft verschrien war. Zumindest habe ich das damals als Kind so erlebt. Geopfert wird dafür historische Architektur, für die Berlin so geliebt wird: Der Backsteinhistorimus in seiner schroff-charmanten Art, im Stadtbild identitätsstiftend.



    P.S.: Mit dem Argument, er zerstöre dörfliche Strukturen, hätte der Wohnungsbau der Gründerzeit nicht stattfinden dürfen.


    Das Argument kommt immer. Das schlägt aber vor allem hinsichtlich der Stadtbildausbildung fehl, da man bis in die zwanziger Jahre stets versucht war, Neubauten prächtiger, repräsentativer und einzigartiger zu gestalten. Das Stadtbild erfuhr so überall in Europa eine gestalterische Bereicherung bis es einem zuviel werden konnte. Das hat mit dem Dekonstruktivismus, dem heute verbreiteten Minimalismus und der Ödnis, die sie erzeugt, rein gar nichts zu tun. In Wien z.B. findest du keine dörflichen Strukturen mehr, alles massiv überformt. Aber die Ergebnisse dieser gründerzeitlichen Überformung bilden heute eine der anerkannt schönsten Städte der Welt.


    Um Köpenick ist es da besonders schade, da es auch noch viel Charme und Identität hat, und die oben gezeigte Visu bereichert das m.E. nicht.