Löwitz-Quartier + erweitertes Areal westlich des Hauptbahnhofes

  • [...] Wie schon ein paar mal geschrieben, wird die Region Leipzig auch nicht mit 1,5 °C sondern mit 2,0-2,5 °C im erhöhten Durchschnitt arbeiten müssen. Was es nicht einfacher macht und man stetig aber zügig lernen muss.


    Kleine Ergänzung: Leipzig steht tatsächlich bereits bei ca 2.5°C Erwärmung sowohl im Sommer als auch im Jahresdurchschnitt (mit 'nur' 1.4°C globaler, menschengemachter Erwärmung). Deswegen ist es umso wichtiger klug und schnell in den Baumbestand zu investieren, nicht nur bei Neubau.

    Wie es bei Altbestand geht, kann man sich einmal mehr in Paris anschauen: annehidalgo.bsky.social

  • Mal was ganz anderes: wird denn da zur Zeit tatsächlich an einem oder mehreren Neubauten gebaut oder ist außer dem Schulstandort dort Ruhe? Ich war lange nicht mehr dort...


    Vielen Dank im voraus für Antworten.

  • Kleine Ergänzung: Leipzig steht tatsächlich bereits bei ca 2.5°C Erwärmung sowohl im Sommer als auch im Jahresdurchschnitt (mit 'nur' 1.4°C globaler, menschengemachter Erwärmung).

    Nur als Hinweis: Wissenschaftler haben sicher ein Problem, wenn +1,5° C als Klimaziel propagiert wird. Google könnte helfen, genau zu formulieren: + 2,5° Grad (eigentlich 2,5° K). Wer möchte schon eine neue Kaltzeit haben.

  • Nur als Hinweis: Wissenschaftler haben sicher ein Problem, wenn +1,5° C als Klimaziel propagiert wird. Google könnte helfen, genau zu formulieren: + 2,5° Grad (eigentlich 2,5° K). Wer möchte schon eine neue Kaltzeit haben.

    Um dich selbst mal zu zitieren: "Deine Einlassungen machen mich immer wieder ratlos."

    Btw, es heißt 2.5K (statt 2.5°K). Und nein, ºC ist (genauso) korrekt. Um zumindest mal die Basics richtig zu stellen...

  • Ein paar Impressionen vom kleinen Park an der Parthe ... ich bin hin- und her gerissen. Allemal besser als kein Park und mir gefällt auch das Kleinteilige, das Abschüssige; jedoch bin ich etwas enttäuscht, dass sich hier ums Verrecken keine gemeinsame Lösung mit der Landestalsperrenverwaltung (oder wem auch immer) finden ließ, die Parthe gleich richtig einzubinden, das Flussbett zu entsiegeln und ökologisch wertvoll zu gestalten. Hier besteht enormes Aufwertungspotential. So wie es jetzt ist, wirkt die Parthe wie ein Fremdkörper, wie ein Abwasserkloake-Kanal.



    Und die Kreuzung Roscher-/Berliner Straße. Die beiden Obelisken stehen derart weit auseinander, sie verlieren sich und kommen kaum zur Geltung. Schade.



    Dann sprang mir noch dieser Neubau in der Berliner Straße vor die Linse. Holzbauweise, löblich. Balkone zur Straße gefallen mir persönlich gar nicht, aber warten wir auf´s Gesamtergebnis.


  • Die beiden Obelisken stehen derart weit auseinander, sie verlieren sich und kommen kaum zur Geltung.

    Das stimmt, liegt aber daran, dass der Verkehrswegebau nach wie vor enorme Breiten in Anspruch nimmt. Die Obelisken wurden sandgestrahlt und sind noch nicht beschmiert (anders als die benachbarte historische Brücke).


    Der Entwurf für das Wohnhaus wurde zuletzt hier eingebunden. Es wurde auch in der Gestaltungskommission besprochen, welche den klassischen Gestaltungsansatz kritisierte und dazu riet, sich "von den gründerzeitlichen Anleihen zu befreien", hier zitiert.

  • Der Entwurf für das Wohnhaus wurde zuletzt hier eingebunden. Es wurde auch in der Gestaltungskommission besprochen, welche den klassischen Gestaltungsansatz kritisierte und dazu riet, sich "von den gründerzeitlichen Anleihen zu befreien", hier zitiert.

    Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Die Städte werden immer beliebiger. Als ich kürzlich in Berlin Adlershof war, hat mich das stark an die Neubauten hier in Leipzig erinnert. Es unterscheidet sich in nichts mehr. Will man das wirklich? Will das eine Gestaltungskommission wirklich?

  • Baufeld 5


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    ©hamburg team


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    ©leipzig zwei


    Für dieses Projekt mit 130 Mietwohnungen (davon 70 geför­derte) und 49 Eigen­tums­woh­nungen gibt es jetzt eine erste Visualisierung:


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    ©hamburg team / bloom images


    Die jeweils in System­bau­weise mit vorge­fer­tigten Elementen errichteten Gebäude sollen in 20 Monaten Bauzeit ab Ende 2025 entstehen.

  • Dagegen baut die LWB ja noch richtig anspruchsvoll.

    An Platte musste ich auch denken - nach dem Gymnasium leider der zweite Totalausfall im neuen Quartier. Selbst bei der vorgegebenen Dichte hätte man mit minimal anspruchsvoller Fassadengestaltung, vielleicht ein paar Erkern und etwas Staffelung beim Dachabschluss so einiges rausreißen können, siehe Arrival. Das die Stadt scheinbar gar nicht auf die Qualität der Gebäude achtet bei dem, was eigentlich ein Vorzeigeviertel sein könnte und sollte, ist enttäuschend für unsere schöne Stadt und eine Total-Kapitulation vor Investoreninteressen.

  • Wie genau kann der Einfluss "der Stadt", also in dem Falle entweder der Stadtverwaltung oder des Stadtrates, auf die Fassadengestaltung einzelner Gebäude über den Bebauungsplan hinaus aussehen? Das Gestaltungsform gibt es, klagt aber aktuell kaum über Langeweile:

    https://www.leipzig.de/bauen-u…projekte/gestaltungsforum



    Mehr zur Berliner Straße 54:

    https://www.be54-leipzig.de

    https://www.octagon-architekturkollektiv.net/arbeiten/ber/

    https://hksachsen-gmbh.de/holzbauprojekte/wohnprojekt-be54/

  • Also ich muss gestehen, mir gefällt der Entwurf!


    - klar abgetrennter Sockel mit Klinker

    - die Fassade hat eine Symmetrie

    - Farbe der Balkone und Geländer harmoniert wunderbau mit der Farbe der Fassade

    - ein schönes Kranzgesims


    Was bitte soll hier noch besser werden pkdex ?


    Klar, ich würde da auch lieber Bauten im Heimatstil, Jugendstil oder Historismus sehen, aber leider sind Investoren heutzutage zu Geizig dafür...

  • etwas Staffelung beim Dachabschluss

    Diese ist ja teilweise gegeben, wie man im Übersichtsbild sieht.


    System­bau­weise mit vorge­fer­tigten Elementen

    Diese lässt vermutlich keine Erker zu.


    Wie genau kann der Einfluss "der Stadt", [...] über den Bebauungsplan hinaus aussehen?

    Da liegt ja schon der Fehler, dass B-Pläne meistens zu wenige Vorgaben zur Gestaltung machen.


    Meine Meinung zur Visualisierung: neutrale Fassaden, die weder wehtun, noch erfreuen. Aufgrund der wenig stadtbildprägenden Lage verkraftbar. Die Schauseiten zu den beiden Quartiersplätzen hätten repräsentativer aussehen sollen, während ich die straßenseitigen Fassaden so ok finde.

  • Es bereichert das Stadtbild? Keineswegs. Ich sage es mal hart: Aus meiner Sicht ähnelt es eher einem kleinen Paunsdorfer Plattenstadtteil - eine Ansammlung reiner Zweckbauten, die absolut nichts besonderes an sich haben. Das kann und muss man sicher auch machen, insbesondere wegen des Kostendrucks und der Wohnraumnachfrage - aber in solch einer Lage?

    Ich hatte schon beim Entwurf so eine Vorstellung, wie es wirkt: Platten-Vibes lassen grüßen.
    Im Grunde wäre es so schlecht nicht, wenn es irgendwo an der Peripherie gebaut werden würde; auch im Baugebiet hinter dem Bayerischen Bahnhof wäre das für mich okay - so ganz "Straße d. 18 Oktobers - like". Aber so nah am Zentrum, unmittelbar am Hbf? Nein!

  • Die LVZ hat heute ein Update zum Löwitz Quartier:


    - der nördliche Straßenanschluss inkl. Brücke wird heute eröffnet,

    - Park und Spielplatz sollen nächsten Monat baulich fertiggestellt werden, die Stadt muss noch entscheiden, wann sie es eröffnet,

    - die Baugenehmigung für 179 Wohnungen auf Baufeld 5 wurde mittlerweile erteilt, Hochbau startet Anfang 2026 und Fertigstellung durch Systembauweise bereits Mitte 2027

    - die Baufelder 2 und 3 werden aktuell an einen Projektentwickler in Leipzig veräußert; geplant sind 180 Wohnungen und man rechnet mit einer Baugenehmigung Mitte 2026,

    - für die Baufelder 7 und 8 (Büros) gibt es eine Baugenehmigung, Baufeld 8 wurde auch bereits veräußert, allerdings hemmt die aktuelle Wirtschaftskrise den Bau von Büros.


    https://www.lvz.de/lokales/lei…html?outputType=valid_amp

  • ^ Hier auch noch ein paar Bilder von der Eröffnung der Verkehrsanbindung Berliner Straße / Preußenseite. Auf die Entwicklung des Radverkehrs im Quartier bin ich gespannt, mit Ausnahme vom Kreuzungsbereich gibt es keine separaten Fahrradspuren (als Fahrradfahrer würde ich da safe auf die Gehwege ausweichen). Löblich in jedem Fall, dass der Investor soviel Geld in die Infrastruktur investiert hat, das ist vermutlich nicht selbstverständlich.