Löwitz-Quartier + erweitertes Areal westlich des Hauptbahnhofes

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Holiday Inn plant

    Kurze Korrektur: "Holiday Inn" ist eine Marke des Hotelkonzerns IHG. Das heißt, Holiday Inn kann nichts planen. Wer hier plant, ist ein Hotelbetreiber, der als Franchisenehmer der IHG zwei Hotels der Marken "Candlewood Suites" und "Holiday Inn - The Niu" unter einem Dach betreiben will.

  • Tja, mehr als Bildinterpretation kann ich auch nicht anbieten. Ich würde stark davon ausgehen, dass das Konzept jenem beim Radisson nebenan ähnelt. Vorn an der Straße der Hotelriegel und quer dazu, zum Fluss hin, die beiden Gebäudeflügel für Longstay-Bewohner. Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt genehmigungsfähig wäre, zur Straße hin so einen "Ehrenhof" zu bauen, mit einer Mauer wie bei einer Botschaft. ^.^ Die Mauer ergibt sich aus der Abschüssigkeit des Geländes zum Fluss hin, auch das ist beim Radisson ähnlich. Immerhin etwas Ortskenntnis scheint also vorhanden zu sein.

    Aber die Visualisierung ist erkennbar rudimentär, die gephotoshopte Umgebung hat mit Leipzig so wenig zu tun wie der austauschbare Entwurf. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei um eine hastig erstellte Baumassenstudie handelt. Gerade als einfassende Bebauung zum kleinen Stadtplatz Berliner/Erich-Weinert-Straße, der demnächst ja aufgewertet werden soll, wäre ein Betonburgen-Fehltritt besonders schmerzhaft.

    Berliner Str. 44 - Google Maps

    Abgeholzt und beräumt wurde das Grundstück schon vor ein paar Monaten, ich hatte berichtet.

  • Die Löwitz-Post berichtet, dass das zentrale Baufeld 5 als erstes Wohnbaufeld verkauft wurde (für 179 Wohnungen, davon 70 mietpreisgedämpft). Errichtet werden sollen die Gebäude in Systembauweise, was nichts schlechtes sein muss. Viele Neubauten sehen ja auch ohne Modulbauweise nach Wohnschließfächern aus. Man möchte noch dieses Jahr mit dem Bau beginnen, ein Antrag ist noch nicht eingereicht.

    https://loewitz.de/de/aktuelles/baufeld-5-verkauft

    400 m² Gewerbefläche sind laut LVZ auch geplant, leider auch eine Tiefgarage mit 62 Stellplätzen. Allerdings wird das Quartier dennoch relativ autobefreit.

    Dieses Jahr könnte auch von anderen Stellen des Quartiers einiges zu berichten sein:

    Die Straße Am alten Zollamt (oberhalb der Kurt-Schumacher-Straße) bekommt ihr historisches Pflaster zurück. Im LVZ-Artikel ist bereits ein Foto davon und auch ein Blick auf betonierte Bänke zu sehen.

    Arrival soll auch schon dieses Jahr in den Bau gehen. Neu war mir, dass Klinker, die teilweise aus Recyclingmaterial hergestellt wurden, verbaut werden sollen. Aber wohl (leider) keine gebrauchten Klinker, sondern Neuware.

    Auch die Kreuzung zur Berliner Straße könnte bereits Ende diesen Jahres entstehen.

    Zum Hochhaus gibt es nichts Neues. Die angekündigte Ausstellung hat ja auch nie stattgefunden. Gut möglich, dass dort am Ende doch noch ein ganz anderer Entwurf verwirklicht wird.

    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…YD6SUQSWXA.html

  • Die LIZ teilt mit, daß ab 1. April die fehlende Straßenanbindung Nord des Löwitz-Quartiers auf 56 Metern Länge gebaut wird. Die Straße bekommt beiderseits Gehwege und Markierungen für Radfahrstreifen und heißt Preußenseite.

    Die Fahrbahndecke der Berliner Straße wird zeitgleich im Kreuzungsbereich saniert, die temporäre Anlage zur festen Ampel umgebaut. Für die Arbeiten wird die Kreuzung Berliner/Roscherstraße bis Mitte Juli voll gesperrt. Ein denkmalgeschützter Obelisk wird versetzt, "...sodass beide künftig als Entree ins Quartier dienen."

    Der aktuelle Blick:

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  • Im Löwitz Quartier befindet sich die Zisterne für den zweiten Eis-Energiespeicher im Bau (Bilder vom Bau des ersten siehe hier) :

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    ©555Farang

    Laut Löwitz- Webseite sollen die Eisspeicher die neu entstehenden Gebäude mithilfe von Wärmepumpen mit Wärme und Kälte versorgen: „Im Sommer wird die in den Gebäuden anfallende Wärme in die Eisspeicher abgeleitet und führt so zu einer Kühlung der Häuser. Im Winter wird die im Eispeicher aufgenommene Wärme hingegen zum Beheizen der Gebäude verwendet.“

    Der Eisspeicher befindet sich ebenfalls unterhalb von einem der geplanten kleinen Stadtplätze im Quartier.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    […] Die Straße Am alten Zollamt (oberhalb der Kurt-Schumacher-Straße) bekommt ihr historisches Pflaster zurück. […]

    Das sieht schon mal ziemlich schick aus:

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    Aufenthaltsqualitäts- upgrade für die Hbf Westseite:

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    Fehlt nur noch die Sanierung der ehemaligen Zollschuppen und ein bisschen Gastronomie, um die neue Promenade mit Leben zu befüllen:

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    ©555Farang

  • Erstaunlich, was einige Bänke und Bäume ausmachen. Es hätte durch aus mehr grün sein dürfen. Auch die Pflasterung gefällt mir sehr. Wenngleich man einen Streifen für Rollstuhlfahrer oder nicht mehr allzu gangfeste Menschen durchaus hätte integrieren können. Ich freue mich sehr auf´s Ergebnis nach Sanierung des alten Zollschuppens.

  • Die neue Freifläche zeigt auf jeden Fall das Potential einer leicht erhöhten Sicht über dem Straßenniveau. Vor allem in einem dichten Innenstadtraum. Schade, dass die Ansicht in Richtung Hotel Westin mit den DDR-Blöcken nicht interessanter ist.

    Mehr Grün hätte es sein können. Auch im Spiel mit dem zukünftig sanierten und offenen Lokschuppen. Die neuen Zerr-Eichen auf der Fläche und Platanen auf Straße werden nicht unerhebliche Schattenspender sein. Aber Gräserflächen hätten es ruhig noch sein können.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Ok, es passiert also etwas und das Projekt in der Kurt-Schumacher-Straße ist nicht versandet (wie man es von anderen Themen ja durchaus kennt).

    Eine Bautafel wurde aufgestellt. Der Altbau wird aufgestockt und zwar in einer angepassten Formensprache. Sehr gut!

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    Es geht um das mittige Haus unten im Bild, ehemals "The Hostel". Ob es dem aufwändig neubestuckten Eckhaus rechts davon hilft, die noch freie Ladeneinheit zu vermieten, wenn auf dessen Freifläche eine Bautaufel eine Obdachlosenunterkunft ankündigt, steht auf einem anderen Blatt. Evt. ginge das auch dezenter und weniger stigmatisierend.

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    (eigene Fotos)

  • Laut heutiger LVZ wird am Mittwoch die Kreuzung Berliner Str./Roscherstr. und Ende des Monats die komplette Erschließungsstr. für das Löwitzquartier für den Verkehr freigegeben.

  • Wie im gesamten Stadtgebiet zu sehen, scheint auch hier das angeblich vertraglich abgesicherte Gießen der "Jungbäume" nicht gut zu funtionieren. Aus der 10,11,16 kann man schön sehen, wie zahlreiche Bäume schon weniger als ein Jahr nach Anpflanzung wieder eingangengen sind, wenn man dort auf dem Areal herumläuft, bestätigt sich der Eindruck. Wer offenen Auges durch die Stadt geht, wird das auch an vielen anderen Stellen von Grünau bis Paunsdorf und von Lößnig bis Wahren sehen...

    Vielleicht sollte die Stadt ihren Aktionismus mal beenden, immer mehr und mehr zu pflanzen, wenn man nicht mal den Bestand ordentlich gießen / pflegen / beschneiden kann (egal ob Neupflanzungen oder älterer Bestand)! Oft sind die Baumscheiben zu klein oder die Erde betonhart, d.h. sobald es mal regnet, läuft der Großteil des Wassers ab.

    In anderen Ländern der Welt gibt es beste Lösungen, wie Regenwasser auch gezielt in die Baumscheiben läuft - und nicht wie in Leipzig oft nur dran vorbei.

  • ^ es gibt normalerweise eine Richtgröße für Baumscheiben, welche die Stadt auch anwendet. Daran liegt es nicht. Sicher ist es aber so, dass man auch in Deutschland und vor allem in der deutlich zu trockenen Region um Leipzig, einen anderen Umgang mit dem Wasserhaushalt erarbeiten muss. Aber das ist bekannt.


    Das Grünflächenamt der Stadt macht in der Regel eine gute Arbeit. Der Klimawandel ist bekannt. Für einen Stadtbaum sollten natürlich die Standortfaktoren stimmen. Das beinhaltet auch den Umgang mit dem durchschnittlichen Regenmengen der Region. Die Straßenzüge in dem neuen Quartier wurden alle mit klimaresistenten und an Trockenphasen angepassten Baumarten bepflanzt. Trauben-Eiche, Zerr-Eiche, Silber-Linde. Ehemalige Industrie- und Verkehrsflächen bringen immer Anfangsschwierigkeiten bei großflächiger Bepflanzung mit sich. Das ist auch hier der Fall.

    Und natürlich beisst sich die Katze in den Schwanz, wenn ich durch weniger Baumpflanzungen, der Stadt eine geringere Resistenz gegen den Klimawandel gebe. Als das halt leider immer wieder Bäume - vor allem Neupflanzungen und alte Bäume die den Klimawandel nicht vertragen - eingehen. Wie schon ein paar mal geschrieben, wird die Region Leipzig auch nicht mit 1,5 °C sondern mit 2,0-2,5 °C im erhöhten Durchschnitt arbeiten müssen. Was es nicht einfacher macht und man stetig aber zügig lernen muss.

  • die Normgröße in Leipzig liegt bei 6m². Für die ersten zwei Jahre ist die anpflanzende Baumschule in den Verträgen mit der Aufwuchspflege betraut (es sei denn, die Verträge sind gänzlich anders gefasst)

  • Die eingegangenen Bäume an der Preußenseite / Berliner Straße wurden alle erst vor einigen Monaten gepflanzt, und nicht mit Bewässerungssäcken ausgestattet. Das die die längeren Trockenphasen im Sommer nicht überlebt haben ist also keine Überraschung. Es ist eher überraschend, dass man diese Bäume in der Anfangszeit nicht bewässert hat, zumal neue Stadtbäume jeweils mehrere Tausend Euro kosten. Der Schaden dürfte hier also fünfstellig sein, und das komplett vermeidbar.

  • ^üblicher Weise formulieren die Öffentlichen in den Ausschreibungen und Verträgen es so, dass die ausführende Firma die Bäume pflanzt und über einen bestimmten Zeitraum (z.B. zwei Jahre) zu pflegen hat. Das beinhaltet regelhaft auch das Austauschen von nicht angewachsenen Pflanzen. Die Stadt bezahlt da keinen Cent zusätzlich, aber die ausführende Firma u.U. umso mehr. Vielleicht fehlten der Firma schlicht die Kapazitäten, jeden dritten Tag in der Hitzeperiode einen zum Wässern zu schicken? Vielleicht möchte ja jemand von Euch für die üblichen Niedriglöhne in einer Gartenbaufirma das Bäume wässern übernehmen? Es gibt die Leute schlicht nicht mehr, die das zuverlässig machen. "Zuverlässig" heißt: Bewässern genau dann, wenn es gerade heiß und trocken ist. Und nicht ausgerecht dann vier Wochen Urlaub oder Auszeit haben. Das ist nicht wirklich planbar.

    - Schade um die schönen Bäume ist es natürlich trotzdem! Denn die sind ja zuvor schon mehrere Jahre in einer Baumschule sehr gut gepflegt worden - diese Arbeit ist nun schlicht "futsch".

  • Dekoratives Anführungszeichen

    […] Vielleicht fehlten der Firma schlicht die Kapazitäten, jeden dritten Tag in der Hitzeperiode einen zum Wässern zu schicken? Vielleicht möchte ja jemand von Euch für die üblichen Niedriglöhne in einer Gartenbaufirma das Bäume wässern übernehmen? […]

    Einmal pro Woche sollte bei der Nachbefüllung der Bewässerungssäcke ausreichen. Das dürfte sich immer noch mehr lohnen, als die Bäume teuer anzupflanzen und dann einfach absterben zu lassen. Mich würde interessieren, wer die Kosten dafür trägt, die Stadt (und damit die Steuerzahler) oder der Investor des Löwitz Quartiers.