Bereich Hauptbahnhof / Marienvorstadt

  • An dieser Stelle stand das "Dr.-Karl-Theodor-Marx-Haus", das nicht unumstritten einfach abgerissen wurde. Ich habe seit 2016 auch immer wieder berichtet:


    https://www.deutsches-architek…thread.php?t=10443&page=8


    Die sich gemeinnützig gebende WIN-GmbH hat bislang noch keine Visualisierung veröffentlicht. Man hat lediglich wissen lassen, dass man als Spolie aus dem Altbau den Sandsteinquader mit der Inschrift geborgen habe, um ihn in geeigneter Weise am Neubau wieder anzubringen.
    Wie gesagt, da sich die Win GmbH mit der Eigenschaft "gemeinnützig" schmückt erwarte ich hier keinen hochwertig wirkenden Bau. Kann mir nicht vorstellen, dass er die unwirtliche und zunehmend an historischer Substanz arme Gegend bereichern wird.


    Siehe da, die Website bestätigt meine Einschätzung: Es wird eine weiße Schaumstoffkiste:


    http://www.wingmbh.de/index.php

  • Neubau Bahnhofstraße 41-45?


    Offensichtlich hat Herr Schmelzer wieder zugeschlagen und sich einen 50er-Jahre Klotz in der Bahnhofstraße gesichert. Hier laufen Vorarbeiten für eine Neuplanung mit dem Büro GP Wirth Architekten aus Nürnberg (u.a. Sebald Kontore, Link: http://www.gpwirth-architekten.de/startseite/).


    Das Vorprojekt wird diese Woche im Baukunstbeirat vorgestellt.
    https://www.nuernberg.de/inter…6/sitzung_04_07_2019.html


    Ich bin gespannt ob und was da kommt! Der Bestand ist nicht preisverdächtig und es wäre nicht Schade drum...
    https://goo.gl/maps/GdhL3rW8UoEfYdio8


    d.

  • Weg mit dem alten Gerümpel! Diese 50er-Jahre-Kisten waren mir schon immer ein Dorn im Auge. Über Schmelzer kann man sagen, was man will: Wo er baut, baut er schon mit Qualität und Anspruch. Wenn an dieser Stelle ein größerer, ansehnlicher Neubau hinkommt, dann wird die östliche Bahnhofstraße durchaus etwas darstellen: ein paar Gründerzeithäuser, der m.E. gelungene Sontowski-Bau, dann die (hoffentlich schönen) neuen Schmelzer-Bauten - und gegenüber die Marienzeile.


    Im Vergleich zur trostlosen Hotelmeile zwischen Busbahnhof und Marientunnel wird das schon ein Zugewinn!

  • Leider ist diese Ecke eine der verbautesten der ganzen Stadt. Dabei ließe sich durchaus was verbessern.


    Ab dem Marientunnel bis Dürrenhof...

    • ...bitte Bäume entlang der Bahnhofsstraße pflanzen
    • ...Fahrradstriefen anlegen
    • ...die nördliche Fahrbahn dafür auf eine Spur reduzieren
    • ...das stadteinwärtige Straßenbahngleis als Rasengleis anlegen
    • ...Anliegerstraßen begrünen und umbauen etc.


    Abgesehen von der schrecklichen Marienstraße 27 bitte die beiden Altbauten Nr. 37 und 39 gründlich sanieren und ggf. das Erdgeschoss durch Arkadengänge für Fußgänger (analog zum Neubau Nr. 35) umbauen...


    Ziemlich furchtbar ist auch der Bau des a&o-Hostel im Abschnitt zwischen dem Allersberger- und dem Marientunnel...


    d.

  • Ziemlich furchtbar ist auch der Bau des a&o-Hostel im Abschnitt zwischen dem Allersberger- und dem Marientunnel...


    Das Hostel steht nun fast 10 Jahre und war der erste Neubau an der Straße. Aber er hat auch den Grundstein gelegt für die entstandende Tristesse der bahnhofstraße. Zwar sind die Hotels an der südlichen Straßenkante gestalterisch etwas aufwändiger gemacht, aber die Straße ist insgesamt verunglückt, eine rein zweckmäßige Anlage ohne jegliche städtebauliche Qualität.



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    Dieser eigentlich klotzige, wenig elegante Bau aber gefällt mir mittlerweile sogar. Vermutlich weil er "Kunst am Bau" vorzuweisen hat, das hat sonst keiner der Nachkriegsgebäude in der Bahnhofstraße.

  • Weil das Gebäude Marienstraße 27 nur "Konstruktion" ist, aber noch keine "Architektur". Es ist nicht schön anzusehen: Der Überstand im Erdgeschoss ist wenig elegant, ihm fehlen tragende Säulen. Aber gut, das ist nicht so dramatisch. Die Anordnung der Fenster ist mehr störend: Einheitlich bis ins dritte Obergeschoss, danach sind es jeweils Doppelfenster, die die jeweiligen Fensterachsen bilden. Damit ist architektonisch ein Attikageschoss entstanden, dass das Gebäude nach oben hin abschließt. Aber nein, darüber ist ja noch ein Stockwerk, wahrscheinlich mal aufgestockt. Voll verglast mit starker horizontaler Gliederung macht es die Architektur des Hauses, die eh schon recht bescheiden ist, komplett kaputt. Dazu noch diese Gitterrost als Dachüberstand, und darauf noch ein Technikgeschoss; nein, da passt auch garnichts zusammen. Der Bau ist völlig verbastelt.
    Da passt dieser Spruch "Kannste so machen, ist aber scheiße."

  • Marienstraße 27 sieht nach einer Billigbauvorlage der Entwurf-Ramschkiste aus. Aber in Nürnberg wird eh nichts anderes gebaut. Ganz unten am Boden ist der Entwurf sicherlich nicht, aber sicherlich im unteren Segment angesiedelt.

  • Die Marienzeile, ursprünglich angetreten als halb-ambitioniertes Projekt mit angedeuteter dunkler Klinker-Fassade lässt jetzt ihre Hüllen fallen. Leider. Denn mit Gerüst davor sah es besser aus. Das Nürnberger Stadtbild und speziell das in der Marienvorstadt und entlang der Bahnhofstraße wird erweitert um eine neue Variante des Mausgrau.


    Mausgrauenhaft. :Nieder:


  • Na dem Bayerischen Gesundheitsministerium scheints ganz gut zu gefallen. Das zieht nämlich nächstes Jahr mit über 2.400 Quadratmetern Mietfläche dort ein.


    Nachzulesen heute auf nordbayern.de:https://www.nordbayern.de/regi…e-1.9385315?searched=true


    Und die KPMG steht ja auch schon länger als Mieter fest.


    Ich persönlich finde es jetzt auch allemal besser als die Brachfläche zuvor. Und wenn dann der Schmelzer gegenüber noch die alten Häuser abreissen lässt...wirds vielleicht sogar noch ganz ansehnlich.

  • @Goho: Es hätte natürlich noch schlimmer kommen können. Aber leider ist es zumindest ein deutliches Zurückfallen hinter die durchaus vielversprechenden Entwürfe.


    Zuerst schwarze Backsteinoptik:
    https://www.deutsches-architek…php?p=445213&postcount=65


    Dann zumindest noch Backsteinsockel und oben drüber edel wirkende anthrazitfarbene Abstufungen bei Fassadenfarbe und Fenstern:
    https://www.deutsches-architek…hp?p=588986&postcount=132


    Jetzt ein aufdringliches hellgrau und noch aufdringlichere gelbe Fensterrahmen, die an dieser vielbefahrenen Kreuzung in wenigen Jahren absolut schmuddelig aussehen werden.


    Dass es dem Gesundheitsministerium dort gut "gefällt", halte ich auch nicht für ausgemacht. Die haben eben händeringend einen Standort in der Nähe zum Bahnhof und zum Hauptstandort im Gewerbemuseum gesucht. Aus meiner Sicht hat das Ministerium die Chance verpasst, ins Tafelhof-Palais einzuziehen. Das wäre in Bezug auf den Bahnhof optimal gelegen gewesen. Das Tafelhof-Palais ist auch meine letzte Hoffnung, dass in Nürnberg in prominenter Lage ein ansehnlicher, repräsentativer Bau entsteht. Hoffentlich kommt da am Ende nicht auch noch eine Billig-Fassadenvariante statt der bisher geplanten angeschrägten Steine.

  • Leider haben Visu's mit der Realität immer weniger zu tun. So auch hier, das fade Grau des Verputzes in den Obergeschossen ist doch in Echt weit trister als es die schön griselige Darstellung zeigt. Dieser Baublock heisst "Wilhelm", ist fast fertig und bleibt ja doch hinter der Visu arg weit zurück. Vielleicht kommt ja zumindest in der Erdgeschosszone noch eine Verklinkerung dran, zu hoffen wäre es ja, v.a. wenn dort ein Ministerium einziehen soll. Ich bin auch enttäuscht.
    Im Übrigen interessiert mich der Anschluss der Baugruppe an das westlich gelegene Marientunnelportal. Das wurde nämlich arg geschliffen um Platz zu haben für den neubau. Da es unter Denkmalschutz steht sollte der Portalrand wiederhergestellt werden wenn alles fertig ist. Schauen wir mal, sowas fällt nämlich leider oft hinten runter, wenn den Bauherren beim Bau die Puste ausgeht.

  • Hier noch die Web-cam.

    https://marienzeile.webcam-profi.de

    Wenn ich das richtig sehe sind die Fensterrahmen und die horizontalen Profile eloxiert und nicht schlicht gelb einbrennlackiert. In der Visio waren die alunatur eloxiert.

    Von Aurelis habe ich nicht das architektonische Highlight erwartet. Auch gibt der Nürnberger Markt anscheinend gestalterisch nicht mehr her. Von KSP J.Engel Architekten hätte ich insbesondere an der Tunnelecke mehr erwartet. Das die Gestaltung zu wünschen übrig lässt sieht man auch daran wie schwer es Aurelis mit der Vermarktung hat.

  • Sieht aus wie ein Bau aus den 70ern. Könnte auch als Erweiterung des Plärrer-Hochhauses durchgehen. Wobei wir da sogar schon in den 50er wären.

  • Zwischenmeldungen aus der Marienvorstadt / Umfeld des Hauptbahnhofs


    Nicht nur der langersehnte Durchstich des Ost-Tunnels am Hauptbahnhof ist endlich fertig. Die Jahreskartusche am Tunnelausgang rechts zeigt "2018". (Übrigens, diese Tradition, Brücken- und Tunnelbauwerke an der Fassade zu datieren finde ich sehr schön!):



    Direkt daneben beginnt das nagelneue fahhradparkhaus am teilweise ebenfalls fertigen Nelson-Mandela-Platz:



    Von Weitem habe ich diese Konstruktion ja schonmherfach gesehen, da ich jeden Morgen über den Celtisplatz zur Arbeit fahre. Aber am östlichen Ende des Nelson-Mandela-Platzes war ich noch nicht, und ich war ziemlich baff. Dieses Fahrradparkhaus wirkt erstmal viel zu groß und alles andre als elegant, finde ich. Mit ca. 150 Meter länger (hab es nicht nachgemessen) erscheint es mir auch irgendwie überdimensioniert, und die lange, nutzlose Fassade am überbreiten Gehweg dürfte auch nicht ideal sein. Aber gut, das ist nicht mein letztes Urteil, erstmal abwarten bis es fertig ist.


    Und zuletzt noch das rasch hochgezogene Wohnhaus "Hinterm Bahnhof", wo die WBG ein Wohnhaus für in Schieflage geratene Menschen errichtet. Unauffällig fügt sich der Neubau in die Straßenkante ein: