Bereich Hauptbahnhof / Marienvorstadt

  • Bereich Hauptbahnhof / Marienvorstadt

    Dieser Strang soll für die Bahnhofstraße da sein. Zwischen dem Hauptbahnhof im Westen und dem S-Bahnhof Dürrenhof im Osten gelegen verläuft die fast 1 km lange Straße parallel zu den Bahngleisen, die nur ca. 100 Meter davon entfernt liegen. Diese südlich liegenden Grundstücke und Flächen sind sicherlich nicht für jede Nutzung geeignet. Im Norden reihen sich vor allem Hotels, Gewerbe und Hochschulgebäude aneinander.


    Warum ein eigener Strang? Weil diese Straße für Nürnberg doch eine zentrale Bedeutung hat und nicht wenige der anrainenden Gebäude stehen leer. Da wird sich (hoffentlich) in den kommenden 10 Jahren noch sehr viel tun! Zur Einstimmung ersteinmal was jeder kennt: Der Hauptbahnhof. Einer der größten Durchgangsbahnhöfe Europas und gottseidank sogar recht schön:



    Direkt daneben gehts aber schon los. Das Postverteileramt, ein gewaltiger Komplex mit Gebäuden aus drei Epochen. Ganz rechts steht der Bau von 1936. Meines Erachtens nicht mal das hässlichste und - leer stehend.
    Dazwischen ebenso leer ein Mittelbau aus der Nachkriegszeit.



    Und ganz links, im Osten ein markanter Rundbau aus der Vorkriegszeit, ebenso leer. Das Gebäude schließt direkt mit dem Allersberger Tunnel ab, einer der drei Tunnel entlang der Bahnhofstraße zur Südstadt. Was wirdmit diesen Gebäuden passieren?





    Daneben der vor ca. 10 Jahren beendete Komplex des Zentralen Omnibus Bahnhofs. Ein angenehmer, zweckmäßig-moderner Bau für die Innenstadt. Vorbildfähig:


  • Hotelprojekte Bahnhofstraße

    Grundsätzlich muss man sich also vergegenwärtigen, dass es sich hier um Hauptschlagadern des Innenstadtverkehrs Nürnbergs handelt. Hotelbauten sind hier also ganz richtig aufgehoben.
    Direkt gegenüber gleich am Bahnhof liegt das "B.A. Hotel", noch leerstehend (Das "Meridien" daneben läuft ja anscheinend ganz gut). Hier wurde im Thread "Hotelprojekte" bereits angemerkt, dass das Gebäude revitalisiert werden soll. Allerdings weiss wer die Rahmenbedingungen? Ich hoffe die Fassade bleibt!



    Auf einer Brache gegenüber des Rundbaus der Post und des ZOB stand bis etwa 2008 bereits ein pompöses Bauplakat, das einen Hotelneubau ankündigte. Es verschwand einfach wieder. Etwas anderes kann hier nicht hin denke ich, aber die Preisfrage ist: Wie wird es aussehen?



    Hoffentlich nicht wie das erst vor wenigen Jahren gebaute, weiter östlich kurz vor dem dem Marientunnel gelegene "Motel One"!! Architektonisch kein Brüller, ich hätte mir ein abwechslungsreicheres Gebäude gewünscht, das sich dem Straßenverlauf mit einer Biegung anpasst und vielleicht richtung Tunnel oder Richtung Westen von einem Turmartigen Aufbau abgeschlossen wird. Der jetzige Klotz erscheint mir zu anspruchslos für die Nürnberger Innenstadt! Aber nun steht er ja erstmal da....



    Der Marientunnel:


  • Östlicher Abschnitt Marientunnel - Dürrenhoftunnel [1]

    Am Südausgang des Marientunnels ergibt sich eine komplizierte städtebauliche Situation, eine Straßenkreuzung (Bing) aus 5 Straßen, umgeben von verschiedenster Bebauung. Niemand hält sich hier auf, man heizt hier mit Auto, Fahrrad oder Straßenbahn vorbei, zum Ziel. Eine gänzlich unattraktive Stelle. Markant ist sicherlich die scharfe Ecke in Beton:



    Direkt daneben stehen noch einige Gebäude aus der Vorkriegszeit:



    Und gegenüber sogar noch Gründerzeit. Die Deckenhöhen lassen erkennen, dass es hier mal Top Adressen waren. Früher hatten die Häuser wohl großzügige Vorgärten und Gartenzäune. Heute - ganz Bahnhofsviertel - schön wenn überhaupt jemand Rechtschaffendes darin ist. Wie für Nürnberg typisch in der Nachkriegszeit zweckmäßig und wenig sensibel aufgestockt. Intakte Häuser waren hier eine Rarität in der Trümmerwüste! Ich schätze in nicht allzu ferner Zukunft werden die Häuser auch verschwinden.



    Zurück zur Bahnhofstraße. Ab hier wird es noch trister. Das Bahngelände zeigt sich auf diesen ca. 500 Metern komplett mit einer 5 Meter hohen Mauer abgeschottet.



    Oben lässt sich ein Bahnhofsgebäude von 1907 erkennen. Ob s noch eine Funktion erfüllt weiss ich nicht. Immerhin hat es 100 Jahre gehalten. ;-)



  • Abschnitt Marientunnel - S-Bhf Dürrenhof [1]

    Etwa ab Höhe des Amtsgerichts (ehemalige Kunsthochschule Nürnberg, einst ein prächtiges Gebäude, vom Krieg schwer getroffen und mit Notdachaufbau aber in annehmbarer Qualit wieder in Stand gesetzt) beginnen die Campusgebäude.



    Ab hier wird kräftig gebaut:


    a) Die Baustelle eines Studentenwohnheims. Hier wurde bereits darüber diskutiert. Hierfür wurde erst im April 2012 ein Altbau abgerissen. Noch ist es eine Baugrube, nur die Grundstücksbegrenzung in Sandstein lässt sich noch erkennen:




    Anbei die Visualisierung des geplanten Baus:



    Architekten: Loebermann + Bernsdorf Nürnberg; Quelle: Stadt Nürnberg, Link, Stand 25.06.2012


    b) Gegenüber entsteht ein Parkhaus in Leichtbauweise für die vielen Studenten, die wahrscheinlich alle mit dem Auto zu den Vorlesungen wollen ...... :




    c) Daneben entsteht das schon viel diskutierte, anspruchslose FH-Gebäude:
    Bauschild:



    Aktueller Baufortschritt:



    Städtebaulich abgeschlossen wird die Bahnhofstraße im Osten am S-bahnhof Dürrenhof ....



    ....durch das HDI-Hochhaus, was ich mal als durchaus gelungen bezeichnen würde. Das gegenüber gebaute FH-Gebäude unterliegt diesem Bau in jeder Hinsicht:



    An dieser Stelle passiert derzeit mit am Meisten, in der gesamten Gegend wird gebaut: Am Milchhof, im Bleiweißviertel das Study Inn und an dieser Stelle die FH. Leider ist eigentlich gar nichts davon architektonisch herausragend. Hoffentlich wird es denn wenigstens lebendig...

  • Rundbau erwacht nach 18 Jahren aus Dornröschenschlaf

    .. titeln die Nürnberger Nachrichten in ihrer Online-Ausgabe. Es geht um die Gebäude auf den Fotos 2,3 und 4 aus Beitrag Nr. 1 dieses Fadens.


    Link: http://www.nordbayern.de/nuern…rnroschenschlaf-1.2636965


    Die Bahn hat das 2000 qm große Grundstück, das unter anderem mit dem markanten Rundbau bebaut ist, freigegeben zum Verkauf. Der Rundbau stammt von 1920 und steht unter Denkmalschutz (Gott sei dank). Zu erhalten sind dabei die Fassade, das Treppenhaus und das mächtige Dach.


    Investoren wollen daraus ein Luxushotel machen oder ein Ärzte-und Bürozentrum. Die Hotel-Idee finde ich allerdings besser, sie entspricht deutlich mehr der superzentralen Lage und dem Bedarf in der Gegend. Die Crux dabei ist, dass das gebäude umfassend saniert werden muss. Das ist teuer, hinzu kommt für den Investor der beabsichtige Kaufpreis. Gesucht werden also ernsthafte Interessenten, und das könnte ggf. schwierig werden. Nun denn....


    Ich würde ja zu gerne mal da hinein!

  • In die Bahnhofstraße kommt langsam Bewegung.


    Nachdem nun auch eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des Rundbaukomplexes erfolgt ist, forciert man auch die Hotelneubauten zwischen Rundbau und Motel One. So berichtet es die NN Link: http://www.nordbayern.de/nuern…h-bebaut-werden-1.2650368.


    GBI will auf dem Grundstück, dessen Eingentümer die Aurelis ist, im Frühjahr mit den Bauarbeiten beginnen: http://www.gbi.ag/index.php?id=590


    Im Strang "Hotelprojekte" wurde darüber auch schoneinmal berichtet:
    http://www.deutsches-architekt…wthread.php?t=3570&page=5

  • Bezeichnend die Aussage, dass es noch für keines der dort geplanten Baufelder überhaupt einen Vertrag mit einem Projektentwickler gibt. Bereits vor einem Jahr wurde dort der Projektabschluss mit Foremost Hospitality breit in via Pressemitteilung in den Medien platziert. Baustart war vor einem halben Jahr geplant.


    Diesen angeblichen Fortschrittsmeldungen glaub ich kein bisschen mehr.:Nieder:

  • Projekt Reindelstrasse

    Wurde eigentlich hier schon über das Projekt Reindelstraße berichtet? Es beinhaltet Abriss und Neubau im Block zwischen Reindelstraße, Flaschenhofstraße und Neudörfer Straße. Diese Straße mündet im rechten Winkel in die Bahnhofstraße direkt am Marientunnel. Dort stehen zurzeit noch die Altbauten von Schmidt und Sigwart (google streetview link). Diese sollen aberissen und durch folgendes ersetzt werden:



    Quelle: Website des Baukunstbeirates, Sitzung vom 25.10.2012, http://www.nuernberg.de/internet/referat6/2012_10_25.html Stand 20.02.2013


    Das ausführliche Protokoll hierzu entlässt des Projekt in die Umsetzung.
    Ich finde es allerdings schade, dass man sich hier stadtbildtechnisch am bösesten Klotz in der Gegend orientiert, anstatt an den hervorragenden anderen Nachbarn östlich.

  • Die Altbauten sind zwar keine Perlen, aber ums hundertfache besser als der Neubau. Die Stadt verschandelt sich immer mehr mit diesem billigen Einheitsbrei. :nono:

  • Das einzige positive, dass ich diesem Projekt abgewinnen kann, ist, dass dort ne ganze Menge vernünftiger Wohnraum zu hoffentlich bezahlbaren Preisen geschaffen wird. Der Entwurf ist meines Erachtens eine einzige Enttäuschung.


    Und die äusserst bescheide Visualisierung hilft bei dem Versuch, an dem Entwurf doch noch etwas positives zu entdecken, leider überhaupt nicht. Da hätte man 10 Euro mehr investieren sollen.

  • Der Neubau ist von Innen sicherlich Hui, aber von außen Pfui. Diese gestaffelten Schuhschachteln lassen keinerlei Gestaltungswillen erkennen. Man vergisst auch immer, dass so eine blanke Hauswand ohne jede Textur nach wenigen jahren eine Textur durch Wind und Wetter bekommt, und dadurch wird sie dann richtig schäbig. Mir wäre der Erhalt und die Sanierung der zwei Altbauten auch lieber. Das sind immerhin noch Gebäude mit architektonischem Ausdruck.

  • Mir wäre der Erhalt und die Sanierung der zwei Altbauten auch lieber. Das sind immerhin noch Gebäude mit architektonischem Ausdruck.


    Bei dem hinteren Gebäude stimme ich bedingt zu.Aber wo ist den das besondere bei dem vorderen Gebäude (an der Bahnhofstraße)?:confused:

  • ...Aber wo ist den das besondere bei dem vorderen Gebäude (an der Bahnhofstraße)?:confused:


    Das Haus an der Ecke Bahnhofstraße meine ich garnicht, stimmt. Sondern nur die zwei Gründerzeithäuser. Sie sind keine Perlen, aber sie werden durch noch Blasseres ersetzt.

  • Heute war ich anderweitig in der Gegend und habe mal ein paar Fotos gemacht. Diese Perspektive entspricht etwa dem Blickwinkel der Visualisierung. Das Nachbarhaus von 1885 ist nur leicht angeschnitten:



    Auch der 6-Geschosser im Hintergrund mit der gammlig-silbrigen Fassade wird abgerissen. Von der Bahnhofstraße aus gesehen:



    Hauseingang:



    Hinterhof:




    Parkhaus in der Reindelstraße. Auch das wird abgerissen. Ein Parkhaus mit Erkern sieht man auch nicht oft.



    Leider ist der geplante Neubau baulich gesehen schrecklich. An sonsten sollte die tote Ecke ja eigentlich davon profitieren.

  • Durch Zufall bin ich auf dieses Projekt gestoßen: http://www.pb-schredl.de/home/?q=node/113
    (Quelle der Visualisierung:http://www.pb-schredl.de)
    (Quelle der Visualisierung:http://www.gagro.de)
    Bereits diesen Sommer soll Baubeginn sein und ein gutes Jahr später ist die Fertigstellung geplant. Mich würde interessieren, an welcher Stelle das Gebäude geplant ist, wobei eigentlich nur der Bereich neben der neuen FH bleibt, da die Flächen richtung Bahnhof ja mit Hotels bebaut werden. Auf dem zweiten Foto kann man im Hintergrund das Cortal Caonsors Gebäude auf der gegenüberliegenden Strassenseite erahnen?! Der Bau erinnert mich sehr stark an den ursprünglichen Dateventwurf in der Fürther Str.

  • Da hast du wohl Recht, es steht so ziemlich in der Mitte der Bahnhofstraße. Dort ist heute noch Bahngelände, was aber sicherlich als sog. "Innerstädtische Konversionsfläche" veräußert werden wird.


    Die Website an sich scheint ja weniger ein Architekturbüro zu sein, sondern hier gehts wohl ausschließlich um die Haustechnik. Also eine Art Sub-Unternehmen auf dem Bau. Insofern würde ich die Visualisierung nicht als final bewerten, auch wenn sie schon ziemlich ausgereift wirkt. Die Visualisierung wurde von jemand anderem erstellt. Vielleicht war das Gebäude ja einer der Diskussionpunkte in den nicht-öffentlichen Sitzungen beim Baukunstbeirat?


    Bemerkenswert ist, dass die vollverglaste 1. Etage auf dem ersten Bild, Blickrichtung von der bahnhofstraße aus, auf dem zweiten Bild das Erdgeschoss ist. Es wird also eien Art Terasse oder soewas in Richtung Bahngleise geben.