Allgemeine Meldungen Südstadt

  • Die Zahlen habe ich nicht genau im Kopf. Im Nürnberger Stadtgebiet gibts irgendwas um die 80.000 Straßenbäume, aber etwa 250.000 Stellplätze. Irgendwie in dieser Größenordnung. Wie sähe das Verhältnis aus bei einer "Vereinbarkeit" von beidem?

  • Ach ja? Erst neulich wurde Bürgermeister Vogel in den NN zitiert mit dem Satz, für Bäume müsste man halt auch Parkplätze „opfern“. Das sagt schon alles.


    Ich habe mich darauf auf deine Aussage bezogen, dass es angeblich nicht möglich ist für eine grüne und fahrradfreundliche Stadt auch für Autofahrer freundlich zu sein. Das ist durchaus möglich und wird in anderen Ländern, z. B. Australien auch gelebt. Natürlich muss man das entsprechend in der Stadtplanung berücksichtigen. Platz kann man nicht herbeizaubern und dadurch, dass Nürnberg nur Wert auf Autofahrer gelegt hat in den letzten Jahren, wurde kein weiterer Platz freigehalten. Zum anderen werden Straßen auch nicht breit genug geplant und gebaut. In Nürnberg spricht Vogel daher auch vom Opfern von Parkplätzen. Grundsätzlich ist es mit vorausschauender Stadtplanung aber kein Problem beide Verkehrsarten miteinander zu vereinen.

  • Schweiggerstraße 7-9

    Vor Ort ist wirklich nichts erkennbar was da passiert. Die Rückgebäude sind schon alle abgerissen.



    Die ehemalige Apotheke ist auch ausgezogen, was dort nun passiert ist aber nur schwer zu erraten. Der weitläufige Hof wird womöglich mit einem Neubau zugebaut werden, kann mir schwer vorstellen dass man hier einen begrünten Hof schafft.


    Das Vorderhaus ist nun auch weg.



    Und es ist noch nicht erkennbar, wer dort was bauen wird. Jedesmal wenn ich dort unterwegs bin wird mir überdeutlich, was für ein schwieriges Umfeld, was für eine ungemütliche Lage das dort ist. Superschmale Bürgersteiger, keinerlei Grün und tosender Autoverkehr mit Straßenbahnkreuzung und Haltestellen direkt vor der Türe. Schöne Lage ist was anderes. Immerhin ist das Baufeld riesig und es bestehen zahlreiche Möglichkeiten, die Wohnungen entsprechend auszurichten. Denn ich gehe fest davon aus dass dort Wohnungen entstehen werden. Wohl soetwas wie das hier.

  • Am Marientunnel und Regensburger Straße

    In den letzten Monaten sind am Südausgang des Marientunnels zwei neue Gebäude entstanden. Der Neubau Scheuerlstraße 8 hat nun eine vergleichsweise lange Bauzeit hinter sich gebracht, erste Visualisierungen davon fand ich bereits 2015, nun ist der Mikroappartmentkomplex endlich fertig. Der Neubau ersetzte einen Autohof, auf dem Gebrauchtwagen angeboten wurden:



    Stadtbildprägend wird das dominante Fassadengemälde an der Brandwand sein, das womöglich aber auch bald hinter dem Baum verschwinden wird. Dass dieses schmale grundstück einst zugebaut wird ist wohl unwahrscheinlich.


    Wenige Meter die Regensburger Straße aufwärts ist ebenfalls eine Brache verschwunden, die ein spitz zulaufendes Grundstück zwischen Köhnstraße und Regensburger Straße bildet. Entstanden ist ein Neubau, den ich persönlich aber nicht so gelungen finde:



    Der Block ist monolithisch, sehr stark horizontal gegliedert, was nicht mein Geschmacksempfinden entspricht, da es einen Tunnelblick erzeugt. Die Horizontale Fassadengliederung ist in meinen Augen untrennbar mit der Individualmotorisierung verbunden, die diese Wahrnehmung stark unterstützt. Urban geht anders. Zwar ist die Fassade in mehrere Abschnitte gegliedert, aber es gab auch Vorschläge, die dem BKB vorgelegen haben, die eine deutlich zerklüftetere und damit aufgelockerte, interessantere Kulisse ergeben hätten. Aber das Ergebnis ist mir dann doch zu sehr 70'er. Die Kolonaden im Erdgeschoss sind aber richtig!


    Den unansehnlichen Gebrauchtwagenpark dahinter, Regensburger Straße stadtauswärts, gibt es immernoch.

  • Neubau MFH Frankenstr.

    Kürzlich entdeckt:



    Quelle: http://www.gloeckner.de/portfo…frankenstrasse-nuernberg/


    Hier im Google Maps:



    Quelle: maps.google.com


    An der Ecke Gibitzenhofstraße/Frankenstraße weicht wohl demnächst ein Autohändler und eine weitere Baulücke wird mit diesem massiven Wohnblock geschlossen. Nichts herausragendes, aber immerhin eine nette Rundung und eine deutliche Aufwertung gegenüber dem Istzustand.

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    Toller Fund, ich warte schon lange darauf dass dort etwas passiert. Ich habe schon vor Monaten ein Foto von der Stelle gemacht als dort Bauzäune hingestellt wurden. Das ehemalige Autohaus oder was das ist sieht schon lange so aus als warte es nur auf die Planierraupe, und die beiden Brandwandgiebel rufen danach angebaut zu werden:


  • Die NN-Online berichtete gestern über ein Bauprojekt, von dem ich aus der Ferne gar nichts mitbekommen hatte: den Moschee-Neubau der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde in Gibitzenhof Nähe Rangierbahnhof in der Conradtystraße.


    https://www.nordbayern.de/regi…ge-moschee-2020-1.9333602


    Ich verlinke hier einfach mal den Artikel und möchte dazu zweierlei sagen:
    1. Der Bau gefällt mir.
    2. Ich finde es gut, dass hier endlich mal eine Moschee entsteht, die auch als solche erkennbar ist. Die Muslime, immerhin zehntausende in Nürnberg lebende, weiterhin nur in irgendwelchen Hinterhof-Lagerhallen beten zu lassen und sich selbst gegen bloße Andeutungen von Minaretten zu wehren, wäre einer modernen Stadtgesellschaft nicht würdig.

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    Ja, das sehe ich auch so, eine Religionsgemeinschaft sollte sich nicht in irgendwelchen Hinterhofräumen treffen müssen, sondern sich den Versammlungsraum bauen, das Gotteshaus, das sie wollen und zu ihrer Gemeinschaft passt. Der Artikel liest sich ja durchaus versöhnlich.
    Bestimmt fahre ich da auch mal dran vorbei.

  • Wie die NN-Online schreiben soll jetzt der alte "Schocken" bzw. Kaufhof am Aufseßplatz komplett abgerissen und durch ein Wohnungsbauprojekt mit Einzelhandels-Einlage ersetzt werden.
    https://www.nordbayern.de/regi…nungsbauprojekt-1.9393677


    Wirtschaftlich ist das sicher konsequent. Die Leute bestellen online, und solche Riesen-Kaufhaus-Kästen haben sich deshalb weitgehend überlebt. Außerdem braucht die wachsende Stadt Wohnraum.


    Warten wir mal ab, auf welchem Niveau sich das ganze gestalterisch bewegen wird. Dem alten Klotz weine ich keine Träne nach. Ich hoffe aber, dass das Neubauprojekt sich nicht (wie so oft) am untersten Rand des Gewinnmaximierungs-Ästhetik-Kontinuums bewegen wird...

  • Dein Wort in Gottes Ohr! Architektonisch kann die Ecke eine Aufwertung und Belebung gebrauchen. Aber wenn man es genau nimmt bietet die Meldung keine echten Neuigkeiten. Die Pläne sind im Groben ja unverändert geblieben. Mit dem Verkauf hat Edeka das Risiko weitgehend abgegeben an Ten-Brinke. Die wiederum sind da aber wohl robuster aufgestellt, meine ich. Die velen Wohnungen am Tempo-Haus sind in Paketen an Großkunden verkauft worden, z.B. an den Bund als Bedienstetenwohnungen. So landen sie garnicht direkt auf dem schwierigen Miet- und Eigentumsmarkt.

  • Als ich die Überschrift der Nachricht las (ala "Edeka gibt auf"), hatte ich kurz die Hoffnung, dass an dieser Stelle doch noch etwas zum Wohle der Stadt passiert. Das was kommen soll, setzt aber leider die aus meiner Sicht total falsche Bebauung mit Wohnungen fort. Zu befürchten ist, dann sogar in gesteigerter Form :Nieder:




    An dieser zentralen Stelle muss(!!!) etwas öffentliches, gemeinschaftliches, zugängliches, nicht-durch-kommerzialisiertes hin. Gewünscht und gefreut hätte ich mich, wenn hier im Rahmen der Kulturhauptstadtbewerbung etwas passiert wäre. Bspw. Atelierflächen, pop-up Galerien, eine Gemäldegalerie Alter Meister, Skulpturenhaus, ein Theatersaal, ein Club, eine Halle für Skaten / Parcours / Streetball / ???, Bandproberäume mit Bühne, Begegnungszonen, Nachhilferäume, Kinderbibliothek, oder was auch immer....



    Aber einige Geschäfte + viele Wohnungen ist so mit das Langweiligste und ein weiterer Schritt zum Abstieg der (Süd-)Stadt...

  • Der Ex-Kaufhof in der Südstadt wurde mitlerweile an Ten Brinke verkauft. Das Thema spielt auch im Wahlkampf eine Rolle, da man nun den Eindruck habe, dass der neue Eigentümer auf die Tube drückt, die Fertigstellung sei für 2023 geplant. Vorgesehen sind: Parkplätze, ein Vollsortimenter, ein Discounter, bis zu 130 Wohnungen, eventuell ein Hotel. Zwischenzeitlich war auch von einer städtischen Ausstellungs- und Versammlungsfläche im Erdgeschoss die Rede. Das dürfte schon eher mit der von Planer vorgeschlagenen Nutzung korrespondieren, in den letzten Social Media Posts ist davon allerdings keine Rede mehr (?). Die Fassade soll zudem begrünt werden, und man mache sich Gedanken über die Verkehrsführung in der Bauzeit. Diese Gegend ist ja durchaus nicht arm an Baustellen...