Allgemeine Meldungen St. Johannis - Nordstadt

  • Neubau: Kleinreuther Weg 62


    Da war ich aber baff: Das alte Häuschen an der Straßenecke Cranachstraße / Kleinreuther Weg ist nun abgeräumt. Allerdings dachte ich, naiv wie ich bin, dass hierdurch eine attraktive Freifläche entstehen könnte. Falsch gedacht: Es entsteht hier ein neues "3-Familien-Haus", die Grube ist bereits ausgehoben:



    Bauherr ist hier allerdings nicht Schultheiß, welche die grausamen Wohnsilos dahinter verantworten müssen, sondern vermutlich die Erbengemeinschaft des alten Häuschens, in dem wohl zuletzt eine alte Dame wohnte. Ausführendes Architektenbüro ist Getto + Schmitt aus Nürnberg. Leider bietet die Website keine weiteren Infos zu dem Projekt. Mal sehen was die hier hochziehen, ich schätze bis zu 4-stöckig wird es werden. Wer würde denn hier schon in eine ebenerdige Wohnung ziehen wollen? Die Traufkanten der umliegenden Gebäude sind alle ca. 12 Meter hoch und bieten 4 - 5 Vollgeschosse. Ich erwarte also etwas im Erdgeschoss bunkerartiges für Hauswirtschaftsräume, Carports etc, und darüber drei Wohngeschosse.

  • Bauherr ist hier allerdings nicht Schultheiß, welche die grausamen Wohnsilos dahinter verantworten müssen, sondern vermutlich die Erbengemeinschaft des alten Häuschens, in dem wohl zuletzt eine alte Dame wohnte. Ausführendes Architektenbüro ist Getto + Schmitt aus Nürnberg. Leider bietet die Website keine weiteren Infos zu dem Projekt. Mal sehen was die hier hochziehen, ich schätze bis zu 4-stöckig wird es werden. Wer würde denn hier schon in eine ebenerdige Wohnung ziehen wollen? Die Traufkanten der umliegenden Gebäude sind alle ca 12 meter hoch und bieten 4 - 5 Vollgeschosse. ich erwarte also etwas im Erdgeschoss bunkerartiges für Hauswirtschaftsräume, Carports etc, und darüber drei Wohngeschosse.


    Hatte mit Nachbarn von gegenüber drüber geredet. Die wussten immerhin, dass es ein dreistöckiges Haus werden soll. Eine Sauerei für die, die dahinter in die unteren Geschosse eingezogen sind, im Bewusstsein, eine Grünfläche zu bekommen, wie es auf der Bautafel damals stand.


    Weiter innen, am Anfang des Kleinreuther Weges, also an dem verkehrsberuhigten Platz, wo die man kürzlich noch das kleine gelbe Bauernhaus abgerissen hat, wurde angeblich jetzt der Kran abgebaut und die Bauarbeiten eingestellt. Da besteht wohl ein Problem mit Wasserleitungen vs. Tiefgarage, das man zuvor nicht erkannt hat. Wie lange da jetzt Stillstand herrscht, weiß noch keiner.

  • Ah, interessante Info, daran bin ich auch vorbei gefahren, die Umstände haben sich mir aber nicht ganz erschlossen. Mir scheint das Baugeschehen hier doch arg überstürzt und unkoordiniert abzulaufen, nach dem Motto 'jeder wie er mag'. Und du hast natürlich Recht, mit den Entwicklungen an dieser Straßenkreuzung kann man nicht glücklich sein, hier entstehen ganz üble Wohnlagen. Die bereits fertigen Schultheiß-Wohnungen werden weiter abgewertet und der Wohnraum im Neubau dürfte auch ziemlich düster werden. Denn die Menschen müssen sich doch fühlen wie im Glaskasten eines Masochismuskünstlers und dürften ganztags die Rollläden unten haben. Was ist eigentlich mit Abstandsflächen zu den Nachbargebäuden usw.?


    Schade, vor 4 Jahren noch war die Straße richtig wohnlich: Bäume, die kleinen Häuschen und das italienische Restaurant mit dem schönen Biergarten, jetzt aber wird es slummig.

  • Abriss und Neubau Kirchenweg 25

    In Johannis ist unterdessen eine weitere Styroporkiste fertig geworden:



    Die Figur mit dem zurückgesetzten Risaliten finde ich eigentlich gar nicht mal so ungeschickt, das durchbricht angenehm die ansonsten öde Fassade. Aber die Materialität aus weiß getünchter Styropordämmung mit den einfachen Plastikfenstern ist nicht so überzeugend und wirkt nicht hochwertig. Wenigstens das Sockelgeschoss hätte man netter machen können so wie in der Rollnerstraße 21-23. Aus brandschutzmäßigen Erwägungen würde ich sowieso fordern, die Erdgeschosszonen massiv auzuführen bzw. entsprechend zu verkleiden.


    Für diesen Neubau, der eine Wohnung je Stockwerk beherbergt, wurde ein altes, zweigeschossiges Haus abgerissen. Foto von 2015:


  • Neubau Lobsingerstraße 5

    Und ein paar Meter weiter in der Lobsingerstraße 5 ist eine Baulücke mit einer weiteren Styroporkiste geschlossen worden, direkt neben einem denkmalgeschützten Sandsteinhaus im hiesigen Nürnberger Stil:



    Die weiße Sockelzone ist natürlich wieder ein grober Schnitzer, der nicht lange zufriedenstellen aussehen wird.


    Bei dem Haus handelt es sich um ein Microapartmenthaus mit soweit ich mich entsinne 46 Wohneinheiten, das zunächst mit Flüchtlingen belegt wird. Langfristig ist an eine Nutzung als Studentenwohnheim gedacht.

  • Bielingplatz


    Im Zuge der Fertigstellung der U-Bahnstation "Nordklinikum" wird auch der Bielingplatz vor dem beeindruckenden Bielingschulhaus, der heutigen Peter-Vischer-Schule umgestaltet. Ziel ist es u.a. den Charakter des Platzes vom reinen Parkplatz weg zu einer attraktiven städtischen Platzanlage zu verändern. Im Zuge dessen wurden zwar nicht alle, aber doch einige Parkplätze entfernt und der Öffentlichkeit zurück gegeben. Zugleich wurde Straßenführung durch Verengung und Kreuzungen mit Zebrastreifen beruhigt.


    Eine wichtige, hier bereits erwähnte Weiterentwicklung des Platzes bildet ein hier bereits vor über einem Jahr vorgestellten und im BKB diskutiertes Projekt, durch das ein neues Eckhaus entstehen wird. Dadurch wird eine bislang unbebaute und verwilderte Fläche urban:



    Die aufgestellten Bautafeln zeigen ein im Vergleich zu damals unveränderten Entwurf der Vorderseite:



    Der in L-Form angelegte Komplex bildet einen Hof, in dem hoffentlich wieder hohe Bäume wachsen werden:



    Interessant wird es auch an der Westseite des Platzes, direkt vor dem östlichen Aufgang von der U-Bahn-Station. Aktuell steht dort noch die Baustellenbaracke des U-Bahn-Projektes und womöglich auch des Platzumbaus, aber die wird es bald nicht mehr benötigen. Ebenfalls ist das Gelände weder begrünt noch sonst irgendwie genutzt. Es ist also damit zu rechnen, dass auch hier bald ein Neubau entstehen könnte, die Adresse und die Lage ist ja ideal:



    Dabei wäre es natürlich unbedingt wünschenswert, wenn man sich an der Gestaltung des Altbaus (links im Bild) gegenüber orientiert, der aktuell gemeinsam mit dem Bielingschulhaus die Platzkante gestalterisch attraktiv beherrscht.
    Es dürfte hier nicht lange dauern bis wieder Bagger und Kräne anrücken.

  • Ziel ist es u.a. den Charakter des Platzes vom reinen Parkplatz weg zu einer attraktiven städtischen Platzanlage zu verändern. Im Zuge dessen wurden zwar nicht alle, aber doch einige Parkplätze entfernt und der Öffentlichkeit zurück gegeben.


    Zitat auf das Wesentliche gekürzt.


    Auf der Westseite des Platzes war bis hin zum "Holz"-Kindergarten immer ein weiterer Parkplatz gewesen. Auf den letzten Plänen, die ich 2015 gesehen hatte, war kein Haus vorgesehen, lediglich ein Grünstreifen entlang der Front Hallerstraße wurde versprochen, also unter Einbeziehung des einzigen Baumes. Mal abwarten, was nun tatsächlich passiert


    Von Bürgerseite wurde bereits bemängelt, dass auf dem Westteil des Mittelplatzes die neu angelegte Boule-Kiesfläche völlig in der prallen Sonne liegt. Die Stadt will mit mobilen Bäumen Abhilfe schaffen. Was soll der Unsinn? Noch kann man ein paar Bäume an der Hallerstraßenseite nachpflanzen, bevor die Bagger weg sind.


    Auf dem Ostteil - nahe des "Helena" - ist auch einiges Freizeitliches geplant, aber die Parkplätze sind noch sichtbar, wenn auch bereits abgetrennt.


    Was mich von Anfang an geärgert hat, ist, dass man die seit 35 Jahren verkehrsberuhigte Straßenstück zwischen Platz und Schule nicht mit einbezogen hat, sondern als "Provisorium" erhält. Bedenken wegen einer Feuerwehranfahrtszone hätte man sicher lösen können.


    Ging der ehemalige Kindergarten an der Ecke Heimerich-/Hallerstraße, wo jetzt der neuen Eckbau hinsoll, nicht bis an das schon immer abgeschrägte Eck heran? Der war immer relativ grün, von daher kann ich mich nicht an der verwilderte Fläche erinnern, sondern als Teil des Kindergartens.

  • der Bielingplatz, aber auch der Bereich Prof-Nathan-Str. und Heimerichstr, zeigen deutlich das (aktuelle) Dilemma im U-Bahnbau auf.


    Um die Kosten zu drücken und den Weiterbau noch halbwegs finanziell rechtfertigen zu können, wird alles auf das absolute Minimum reduziert und runtergerechnet. Das Ergebnis sieht man dann hier oder auch im Bereich Schweppermannstr. / Kaulbachstr. / Reichstr. Alles was nicht direkt Baugrube war oder vor den Zugangsbauwerken liegt wird maximal provisorisch wiederhergestellt. Für tlw. seit Jahrzehnten geplante Straßenumbauten ist weiter kein Geld verfügbar.
    Für beide og. Bereiche gibt es durchaus Planungen; siehe bspw. hier:
    https://online-service2.nuernb…d=3760&agendaItemId=47265


    Weil aber kein Geld (besser gesagt nicht genug eingestellt ist), wird mit weniger Geld ein Provisorium gebaut:
    https://online-service2.nuernb…d=4584&agendaItemId=62471


    Das Ergebnis: für gut 100 Mio. € (inkl. städtischer Eigenkosten, bspw. für das U-Bahnbauamt, die in den offiziellen Kosten nicht auftauchen!) hat man ca. 1,1 km U-Bahn und zwei Bahnhöfe gebaut. Für eine ordentliche Zuwegung und Anpassung / Aufwertung des direkten Umfeldes reicht es aber nicht, weshalb dann so halbgare Provisorien wie oben beschrieben entstehen.


    Ist aber auch egal, weil die Prominenz und Politiker bei der Eröffnung sowieso nur die U-Bahnhöfe und das direkte Umfeld sehen / erleben. Dann geht es in dicken Limousinen mit verdunkelten Scheiben weiter zum nächsten Termin. Und in ein paar Jahren schaut dann alles etwas schmudelig aus...

  • Hm, also ich kann mich deiner Kritik nicht so ganz anschließen. Die Nürnberger U-Bahnhöfe sind nach meinem Empfinden die einzigen Projekte, bei denen es planmäßig noch soetwas wie "Kunst am Bau" gibt. So haben die Bahnhöfe, wie in der Galerie gut nachvollziehbar zu sehen, bis in den heutigen Tag einen eigenen Charakter. Man muss jetzt nicht alles hübsch finden, aber angesichts des minimalistischen Zeitgeschmacks im Neubau sind die Bahnhöfe durchaus aufwändig dekoriert. Wer mal die Vor-Ort-Bahnhöfe neuerer Zeit in anderen Städten gesehen hat, weiß wovon ich rede. Dort sieht alles so aus wie der Scharfreiterring vor dessen Renovierung.


    Das was du hinsichtlich der Straßenplanung kritisierst verstehe ich nicht. Es ist doch alles neu? Oder meinst du die Einfachheit und Lieblosigkeit, mit der einfach großflächig gepflastert und asphaltiert wird? Das was Steffen Setzer da so treffend kritisiert scheint mir ein Planungsmangel zu sein, der aber nicht wirklich etwas mit dem U-Bahnbau zu tun hat, sondern eher mit der jahrzehntelangen Praxis, möglichst viel versiegelte Fläche zu schaffen. Nürnberger Plätze sind halt fast überall noch Parkplätze, und kein Platz für Mensch und Freizeit, z.B. südlicher Melanchthonplatz, Nelson-Mandela-Platz, Stresemannplatz, der grausame Friedrich-Ebert-Platz, Obstmarkt, der abschreckende Plärrer, der Platz vor der Bartholomäuskirche usw. usf. Die Verknüpfung mit dem U-Bahnbau verstehe ich nicht so recht.

  • Ich meine damit bpsw. so etwas:


    https://www.google.de/maps/@49…kGdAcQ!2e0!7i13312!8i6656
    Schweppermannstraße: direkt darunter wurde die U-Bahn bergmännisch gebaut und dafür Sparten verlegt. Die Straße ist seit bald 10 Jahren so zerstückelt und jeden Winter werden die Schlaglöcher größer. Geld oder gar Planungen für eine Sanierung? Fehlanzeige


    https://www.google.de/maps/@49…14GSCQ!2e0!7i13312!8i6656
    dito Reichstr., nur dass die Tunnel etwas weiter im Süden verlaufen


    bei google Maps sehen die Straßen allerdings viel besser aus, als sie tatsächlich sind. Vielleicht auch ein Grund, dass in Nbg. eher wenig Menschen Fahrradfahren und dafür immer mehr SUV auf den Straßen fahren.



    Zur Prof.-Nathan-Str.
    Hast Du die verlinkten Stadtratsvorlage gelesen? Weil bei gut 100 Mio. € Ausgaben das Budget nicht gelangt hat, wird ca. 20 Meter vom U-Bahn-Zugang entfernt mit etwas Markierung, Sperrpfosten und Heißasphalt ein Provisorium hingestückelt. Da lt-. Vorlage keine MIttel im MIP sind, bleibt das für mindestens 5 Jahre so! und das auf dem Hauptweg von der U-Bahn zum ca. 100 Meter entfernten Haupteingang des Nordklinikums.



    So deutlich wird es zum Bielingplatz nicht formuliert. War / ist hier aber ähnlich (findet sich auch in Unterlagen des Ratsinformationssystems). Im Rahmen U-Bahnbau waren nur Mittel für die Wiederherstellung der aufgerissenen Parkplätze enthalten. Erst nach Anwohnerprotesten gegen einen 1:1 WIederherstellung wurden verschiedene Planungen gemacht. Ausgewählt wurde eine, die keine Mehrkosten verursacht. Deshalb diese Aufteilung des Platzes (mit dem Bouleplatz in der Sonne( und keine EInbeziehung / Umgestaltung der Flächen vor der Peter-Vischer-Schule.



    zu den U-Bahnhöfen hatte ich nichts geschrieben. Hier gibt es noch einen gewissen Anspruch, aber die Stilmittel sind doch arg wenig geworden und auch hier wird lang nicht mehr so viel Geld wie früher in die Hand genommen.
    - Abwärtsführende Rolltreppen? Gibt es seit 15 Jahren kaum noch
    - Gestaltung? Seit ca. 20 Jahren meist Sichtbeton, der mit etwas Farbe oder Formen aufgehübscht wird. (liegt aber auch an Brandschutzvorgaben, was fairereweise gesagt werden muss).



    zu Plätzen hatte ich auch nichts geschrieben. Weil Du darauf eingehst mit Deiner Aussage zu versiegelten Flächen und Planungsmängeln bzw. Parkplatzschaffung.auch hierzu ein Kommentar von mir: das sind keine Planungsmängel und es hat indirekt auch mit dem U-Bahnbau zu tun.
    Es ist nämlich eine einfache Kostenfrage: kleine Grünflächen sind im Unterhalt viel viel teurer als versiegelte Flächen. Also wird alles gepflastert oder noch besser asphaltiert. Straßenhecken und kleine Rasenflächen bedeuten viel manuelle Arbeiten. Versiegeltes lässt sich mit Großgeräten leicht abkehren (was der WInd noch nicht in die wenigen Gebüsche und Hecken geweht hat...

  • Kleinreuther Weg

    Der Kleinreuther Weg hat sich innerhalb der vergangenen fünf Jahre deutlich gewandelt und seine Transformation ist noch nicht abgeschlossen. Das kleine Gebäude Nr. 32 (Vorzustand) ist längst verschwunden, an seiner Stelle befindet sich nun eine ausbetonierte und mit Regenwasser vollgelaufene Grube:



    Irgendwer hat werweiß wieso einen kleinen Baum in einem Pflanztopf inmitten auf die neue Erdgeschossdecke gestellt. Vermutlich sind nicht alle glücklich mit diesem Projekt, zu dem sich leider auch vor Ort keine aussagekräftigen Infos finden lassen. Was entsteht hier, wie wird es aussehen und wann ist es fertig?


    Nicht viel besser, aber immerhin zügiger, geht es an der Ecke zur Cranachstraße voran. Dort entsteht tatsächlich genau auf dem kleinen Eckgrundstück, das wunderbar nun hätte eine Platzanlage ergeben können, ein seltsames 3-Familien-Haus:



    Es wird für die Straße ganz entscheidend sein wie das Haus aussehen wird, da es weiter in den Straßenraum hineinragt als der riesige Neubaukomplex dahinter.


    Ich hoffe dass es etwas ansehnlicher wird als die nun vom Gerüst befreiten "Mariensuiten", die in feinstem Sozialwohnungscharme daherkommen, obwohl man Luxuspreise für die Eigentumswohnungen latzen musste.



    Das langweige Weiß und die Fenster, die wie verprügelt mit blauem Auge wirken, schauen nicht sehr feudal aus. Das gewählte Farbkonzept ist leider komplett dem Zeitgeist unterworfen und passt nur schlecht in den Straßenzug, in dem gedämpfte und erdfarbene Töne dominieren. Abwarten, wie sich das weiß entwickelt wird. Es winken grüne und schwarze Algenflecken.



    Das Baufeld war ein ehemaliger Werkstattbetrieb und liegt rückwärtig L-förmig zwischen Kleinreuther Weg und Cranachstraße. Der neubau Cranachstraße 21 ist im gleichen Design entstanden. Immerhin, hier wirkt die niedrigere Traufhöhe und die Balkone mit den Farbglas freundlicher.



    Hier zeigt sich was gemeint ist wenn die Stadt die massive Nachverdichtung der Innenstadtbereiche forciert, und sogar in den Büros der Bauverwaltung nach Brachen und unbebauten Grundstücken gesucht wird, um Bauträger/Investoren mit Grundstückseigentümern zusammenzubringen, um die Schaffung von Wohnraum voran zu bringen. Die Stadt übernimmt hier gleichsam Maklertätigkeiten für die Bauträgerschaft. Einer der Nürnberger Bauträger hat es in diesem Zusammenhang bisweilen geschmacklos übertrieben.

  • Kleinreuther Weg

    Die vollgelaufene Baugrube in am Kleinreuther Weg 32 ist immernoch da. Ein Trauerspiel, was hier an diesem vielversprechenden urbanen Ort passiert. Erst wird offensichtlich völlig überhastet der gut erhaltene Bestand abgeräumt, um dann dieses Trümmerfeld zu hinterlassen, das sich mit Wasser und Unrat füllt. Gebäudeabrisse sind immer noch zu billig und passieren viel zu schnell.



    Und an der Ecke zur Cranachstraße ist das seltsame Mehrfamilienhaus nun auch fast fertig. Es ist ein merkwürdiges Turmhaus entstanden, das zudem auch eien andere Baulinie verfolgt als der von Schultheiss kürzlich errichtete Bestand:




    Dabei wurde der Bau mitten auf dem Gehweg errichtet und hat Straßenseitig keinen Gehweg. Schaut irgendwie nach einem Schwarzbau aus, aber ich vermute dass hier bald eine Straßenverengnung den Gehweg ein paar Meter in die Straße verschiebt:



    Dabei wirkt der schmucklose Bau mit seinen Schießschartenfenstern etwas aus der Zeit gefallen, und passt irgendwie nicht mehr in den heutigen Zeitgeschmack. Die Bauzeit von gefühlten 6 Monaten verstärken den Eindruck des hastigen Baus zusätzlich. Aus meiner Sicht der gestalterische Tiefpunkt des Kleinreuther Wegs, der seinen Charakter damit in den letzten 5 Jahren völlig verändert hat.

  • Ich finde den Bau dieses Gebäudes nahezu skandalös und nur der Geldgier eines Einzelnen zu verdanken. Das Gebäude steht zu weit vorne, ist hässlich und unpassend. Eine Grüngestaltung der Ecke hätte dem jetzt verdichteten Bereich gutgetan. Das Ganze ist ein optischer Schlag ins Gesicht und hätte torpediert werden müssen. Baurechtliche Gründe hätten sich finden lassen.
    Auf einem der Bilder hier -> http://dernuernberger.blogspot…-im-kleinreuther-weg.html ist der Vorzustand zu sehen, und der Schultheiss-Plan, das kleine Gründstück gehört(e) leider einem anderen. Selbst das alte Haus an der Ecke aufzumöbeln und mit einem Kiosk o.ä. zu versehen wäre eine bessere Lösung gewesen

  • Dieses Ding ist so unterirdisch, da fällt einem wirklich nichts mehr ein.
    Echt tragisch, das alte Häuschen hat dem Neubau dahinter einiges an Schwere genommen, eine Renovierung und Nutzung als Shop/Cafe oder sonstwas hätte der ja ungewollt entstandenen Platzsituation gut getan.
    Aber das ist nun ein echter Schlag in die Magengrube...



    d.

  • Architektonisch ist Nürnberg auf dem Weg zurück Richtung 2. Weltkrieg. Mehr Bunker hat man damals auch nicht gebaut......


    Es ist wirklich unfassbar, mit was für Machwerken man in Nürnberg die Straßenzüge verunstalten darf. Es tränen einem die Augen, wenn man sich die im Hipfelshof-Strang verlinkten Architekturbeispiele für moderne Wohnbebauung in Düsseldorf anschaut. Dort: Stil. In Nürnberg: Tristesse.

  • Ich verstehe auch nicht was das städtebaulich soll. Hier wurden nicht nur mickrige drei Wohnungen geschaffen, die ich eher für unattraktiv halte, denn zu allen Seiten gibt es nur geringe Abstände zu den Nachbargebäuden - wer es privat mag lässt die Rollläden runter. Die Grundfläche ist jetzt auch nicht so üppig - vielleicht 70 bis 100 qm?
    Und die Nachbarimmobilien profitieren davon auch nicht, sie bekommen den wohl hässlichsten Kasten vor das Fenster gestellt den man sich vorstellen kann. Wenn das mal nicht auch wertmindernd auf die Umgebung wirkt, vor allem auf die frisch fertiggestellten Eigentumswohnungen von Schultheiss. Dieses Beispiel ist für mich ein Schreckgespenst der Verdichtung, so geht es definitiv nicht. Was sind hier stattdessen für die Quartiersentwicklung für Möglichkeiten verschenkt worden, ein kleiner Platz mit Grünfläche hätte entstehen können zusammen mit einem kleinen Café gegenüber, denn in den Altbauten ist ja jeweils Gastronomie im Erdgeschoss.


    Da bekomme ich echt Zweifel an der Liebe zu Nürnberg in unserer Lokalpolitik und Stadtverwaltung.

  • Man könnte viel erreichen, wenn man nur wollte. Würde man zB die Schultheiss-Häuser wenige Meter nach hinten versetzten, dann könnte man im vorderen Bereich Bäume pflanzen. Das würde das gesamte Straßenbild unglaublich aufwerten mit minimalem Pflegeaufwand. Von dem Betonbunker gar nicht erst zu sprechen. Das ist an Beispiellosigkeit eines Investmentobjekts gar nicht mehr zu übertreffen. Wer sowas genehmigt, dem gehört gekündigt.

  • Jetzt ist mal wieder gut. Durchatmen und beruhigen.


    Der Neubau ist sicher nicht preisverdächtig. Ich echt, bin am Wochenende vorbei gekommen, sieht er nicht ganz so schrecklich aus wie auf den Fotos. Der oben angesprochene Platz war/ist vollkommen unrealistisch.


    zur Erinnerung kurz die Historie: Fa. Sch. hat hier mehrere Grundstücke gekauft und ein großes Ensemble geplant. Nicht verkauft habe die Eckgrundstückbesitzer. Das wurde, u.a. hier im Forum, durchaus gutgeheißen. Würde doch endlich jemand dem Gelde widerstehen und Fa. Sch. die Stirn bieten. Sch. ließ es sich nicht gefallen und plante um und um das Eckgrundstück herum. Heraus kam der "Eck-Platz". Dann wollten die Eckgrundstückbesitzer doch verkaufen, aber da wollte Sch. nicht mehr. Die Re-Retourkutsche war dann vermutlich dieses Bauwerk, um Sch. einen vor den Latz zu knallen...



    - der Ruf nach einem Platz mag berechtigt / sinnvoll sein, ist an dieser Stelle bei dieser Vorgeschichte aber nicht drin (außer ein Mäzen hätte den Grund gekauft und verschenkt)
    - So weit ist weiß, sind im Sch.Bau v.a. Mietwohnungen einer Immogesellschaft - es betrifft. also keine/kaum Privateigentümer
    - Stadtverwaltung und Lokalpolitik haben in so einer Situation wenig bis keine Möglichkeit solange die (rechtlichen) Vorgaben eingehalten werden (außer einen der beiden Auszubezahlen - das wäre aber politischer Selbstmord - man bedenke die mögliche Schlagzeile: "Stadt bezahlt 1.000.000 € für 100qm Grünfläche!!!")
    - und genau das ist gut so!


    Und zu guter Letzt:
    Wo kämen wir den hin, wenn eine Verwaltung "Ästhetik", "Schönheit", "Gefallen" oder ähnliches prüfen und entscheiden würde! Eine Verwaltung hat die Aufgabe, Gesetze anzuwenden und durchzusetzen. Wenn alle baurechtlichen Vorgaben eingehalten werden, dann ist eine Genehmigung zu erteilen und dann darf gebaut werden. Egal ob es einem persönlich gefällt oder nicht. Eine Verwaltung darf auch nicht einfach die Vorgaben ändern oder neue aufstellen, nur weil sich zwei mögliche Vertragspartner nicht einigen wollen / können.
    Es gibt in Nbg. und an der Stadtverwaltung (und noch mehr an der Lokalpolitik) sicher viel zu kritisieren. Aber bitte beachten, wer für was Verantwortung trägt. Hier sind andere "Schuld".

  • @ Planer: Deine Argumente sind natürlich korrekt. Ich habe mir ebenfalls schon gedacht, dass da wohl kaum ein Platz hinkommen würde, denn irgendwer muss den Abriss der Altbaus bezahlen, und dann auf den Gewinn durch einen Neubau verzichten, im Gegenteil, die Anlage einer Grünfläche kostet ja auch noch ein paar Groschen.


    Allerdings deine Grundeinstellung teile ich nicht so ganz. Ich bin der Meinung, das gerade die Stadtverwaltung zuständig ist für den Städtebau, Stadtplanung und damit auch Stadtgestaltung. Was bei Verkehrsprojekten üblich ist, nämlich der Ankauf von Grundstücken um darauf eine Straße, eine Haltestelle oder eine Tram-Wendeschleife zu bauen, wäre auch hier gegangen. Dazu lagen nur offensichtlich nicht die nötigen rechtlichen Rahmenbedingungen vor, oder es fehlte am Willen. Ich glaube kaum dass jemand etwas gegen einen Platz gehabt hätte. Eine Million für das Grundstück - meinetwegen incl. Abrisskosten - erscheint mir dann hier auch zu hoch gegriffen. Wieviel Marge mag denn der kleine Neubau mit den wenigen Wohneinheiten und ohne jeglichen Hof oder Garten bringen?


    Schlußendlich lässt mich deine Einschätzung, dass wir hier den steingewordenen Zwist eines unwilligen Alteigentümers mit einem umstrittenen Bauträger dauerhaft im Straßenbild haben, sehr unbefriedigt zurück. Schade für all jene, die das täglich sehen müssen und um deren Meinung sich aber niemand schert.