Neubau Schiersteiner Brücke

  • Einschwimmen des Brückenmittelteils Mitte Januar 2016

    Am Dienstag, den 19.01.2016 soll das am Wiesbadener Ufer lagernde mittlere Brückenteil eingeschwommen und montiert werden. Aus diesem Anlass wird es dort zu einer Schifffahrtssperre kommen. Allerdings wird es eine Ausweichstrecke über den parallelen Mombacher Stromarm geben. Bei extremen Wetterlagen wird das Einschwimmen jeweils um eine Woche (auf den folgenden Dienstag) verschoben.


    Quelle: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

  • Einschwimmen des 1 Brückenteils - Pressemeldung Hessen Mobil vom 14.01.2016
    Auf der Homepage von Hessen Mobil - dort der Link zur Schiersteiner Brücke - ist eine Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger zum Einschwimm-/ Einhebetermin am 19.01.2016 veröffentlicht. Das Einschwimmen findet ab 8.00 Uhr statt. Die Baustelle wird an diesem Tag im Uferbereich für Besucher geöffnet, so dass der Einschwimm- und Einhebevorgang vom Flussufer aus beobachtet werden kann. Details sind unter dem Pressetext bei Hessen Mobil ersichtlich. Viel Spaß!!! hoffentlich gutes Fotowetter und denkt an die langen Unterhosen...denn es weht immer ein frisches Lüftchen am Rheinufer ;-)

  • 120 Meter langes Teilstück eingehoben

    Es ist vollbracht. Das 120 Meter lange und 2000 Tonnen schwere Teilstück wurde eingeschwommen und eingehoben. Das Verschweißen wird allerdings noch einige Zeit dauern.


    Für Schaulustige wurde Beobachtungspunkt eingerichtet, allerdings zu einer Zeit, wenn der normale Berufstätige nicht kann. Im Internet sind aber viele Fotos und interessante Filme zu finden, ein kleiner Trost also.


    Berichte:


    Hessenschau


    SWR

  • Kaum ist der Montageplatz des eingeschwommenen Brückenteils geräumt, schon haben an dieser Stelle die Arbeiten an einem weiteren Zwischenstück begonnen. Es wird nach Fertigstellung im parallelen Mombacher Stromarm eingebaut und ebenfalls eingeschwommen.


  • Bau der Brücke 1960

    Zur Überbrückung der Wartezeit bis zum nächsten Einschwimmen möchte ich auf einen spannenden Beitrag aus der Abendschau im Jahr 1960 hinweisen, der über den damaligen Neubau berichtete und auch auf die technischen Details va. des Pfeilerbaus mittels Senkkästen einging. Das Video findet sich auf Facebook auf der Seite von Echte Meenzer, der auch andere sehr interessante Videos und Fotos aus Mainz hochgeladen hat: klick!

  • Spektakuläre Ereignisse gibt es bei der Schiersteiner Brücke im Augenblick nicht, aber das Bauwerk wird immer vollständiger. Auf Schiersteiner Seite ist die Stahlunterkonstruktuion fertig, die Fahrbahn fehlt aber noch vollständig.


    An anderer Stelle auf der Schiersteiner Seite wird ein großes Brückenteil zusammengeschweißt und später eingeschwommen. Die Fertigstellung zeichnet sich ab, viel fehlt nicht mehr.



    Stahlunterkonstruktion:



    Brückenteile warten auf den Einbau:


  • Fertigstellung der ersten Brückenhälfte verzögert sich

    Heutige Pressemitteilung von Hessen Mobil, leicht gekürzt:


    [INDENT]Die Fertigstellung der ersten Brückenhälfte des Ersatzneubaus der A 643 Schiersteiner Brücke und die damit einhergehende Umlegung des Verkehrs auf die neue Brückenhälfte verschieben sich voraussichtlich auf Mitte 2017. Gründe dafür sind ungünstige Witterungsbedingungen, die sich verzögernd auf spezielle Bauleistungen ausgewirkt haben. In den vergangenen Monaten gab es über mehrere Wochen hinweg wechselweise Regen und extreme Hitze, so dass vor allem die Korrosionsschutzarbeiten am Brückenüberbau nicht mehr vor dem Winter abgeschlossen werden können. Die Oberflächentemperatur des Stahls darf nicht mehr als 40 Grad Celsius betragen und die Luftfeuchtigkeit nicht über 85 Prozent liegen. Mehr als 150.000 Quadratmeter Stahlfläche werden insgesamt beschichtet.


    Diese Verzögerung wirkt sich ebenfalls auf die Betonier- und Abdichtungsarbeiten aus. Die beiden Arbeitsschritte dürfen nicht im gleichen Arbeitsabschnitt gleichzeitig laufen. Auch bei diesen Arbeiten ist die Witterung entscheidend: Es müssen durchgängig Temperaturen von über 5 Grad Celsius herrschen. Darum müssen die Arbeiten bei Bedarf im Winter unterbrochen werden und können erst bei entsprechender Witterung im Frühjahr fertiggestellt werden. Der durch den Bauunfall geschädigte westliche Teil des Herzstücks – das ist das Übergangsbauwerk von der Strombrücke auf die Vorlandbrücke in Rheinland-Pfalz – kann - wie geplant - bis Ende des Jahres fertig gestellt werden. Damit wird es möglich, voraussichtlich ab März 2017 den Verkehr im Bereich der Anschlussstelle Mainz-Mombach wieder 4-streifig – mit zwei Fahrspuren je Richtung – zu führen. Zudem kann dann auch wieder die Abfahrtsrampe Wiesbaden – Mombach unter Verkehr gehen. Für diese Verkehrsführung sind nach der Fertigstellung des Herzstücks Ende 2016 noch Anpassungsarbeiten notwendig. So muss eine große Übergangskonstruktion zwischen dem westlichen Herzstück und der bestehenden Rheinbrücke gebaut werden. Zudem sind Anpassungsarbeiten an der Asphaltschicht notwendig, um einen Ausgleich der unterschiedlichen Querneigungen zwischen dem neuen Herzstück und der alten Strombrücke herzustellen. Zuletzt werden noch die Schutzeinrichtungen und die Markierung angepasst. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich – je nach Witterung – zwei Monate.


    Ursprünglich war vorgesehen, dass die erste Brückenhälfte der neuen Schiersteiner Brücke zeitgleich mit dem westlichen Herzstück fertig gestellt wird. Der Verkehr sollte dann umgelegt werden und von der neuen Brückenhälfte über das erweiterte Herzstück auf die bestehende Vorlandbrücke fließen. Da diese Verkehrsumlegung nun aber erst im Jahre 2017 möglich ist, haben der Landesbetrieb Mobilität (LMB) und Hessen Mobil kurzfristig dieses Verkehrskonzept erarbeitet, mit dem die derzeit bestehende Engstelle im Bereich der Anschlussstelle Mombach früher beseitigt werden kann – als Übergangslösung bis zur Verkehrsumlegung auf die neue Brücke.


    Nach Fertigstellung des neuen unterstromigen Teils der Rheinbrücke wird der Verkehr auf das erweiterte Herzstück umgelegt. Das alte östliche Teil des Herzstücks wird nach dem Abbruch der alten Rheinbrücke abgerissen und neugebaut. Die Auffahrtsrampe Mombach-Wiesbaden liegt im Baufeld und muss geschlossen werden. Der Verkehr wird über die Anschlussstelle Gonsenheim geleitet.[/INDENT]




    ©LBM_RLP

  • ^ Die Verschiebung des Fertigstellungstermins der ersten Brückenhälfte um ein halbes Jahr auf Mitte 2017 wird mit den Wetter begründet. Zu viel Hiitze oder Regen hätten die Korrosionsschutzarbeiten verhindert. Beim Blick durch eine Bauwebcam fällt allerdings auf, dass noch zahlreiche Brückenteile fehlen, nicht vorhandene Teile können auch nicht korrosionsgeschützt werden. Dem Wetter die Schuld zu geben ist einfach, es kann sich nicht gegen die Anschuldigung wehren.

  • die Teile, die noch fehlen, sind auf der Rettbergsau und auf der Mainzer Seite. Diese können aber erst eingesetzt bzw. betoniert werden, wenn das fehlende Stück überm Wasser eingeschwommen und eingehoben ist. Auf der webcam sieht man die Vorspannung der jeweiligen "Uferteile" noch oben. Wenn das Mittelstückeingehoben ist, senkt/spannt sich der Rest entsprechend (war ja auch bei anderen Brückenteil auch so). Erst dann werden die Lücken betoniert. Das Einschwimmen wird sich nach dem aktuellen Wasserstand aber wahrscheinlich auch noch verzögern.

  • Sowohl auf der neuen Schiersteiner Brücke als auch auf dem einzuschwimmenden Brückenteil sind Hebe- und Befestigungsvorrichtungen zu erkennen, alles scheint bereit für das Einschwimmen des zweiten am Schiersteiner Ufer zusammengeschweißten Brückenteils zu sein.




    Sogar die Firma "sarens" ist schon mit ihren typisch blauen Schwimmpontons vor Ort, wenn der Wasserstand und die Windverhältnisse stimmen, wird es bald losgehen.


  • Wasserstand hoch genug!

    Der Wasserstand war in den vergangenen Tagen hoch genug für das Einschwimmen des letzten fehlenden Brückenteils. Es ist 120 Meter lang und wiegt so viel wie 200 Einfamilienhäuser. Im Augenblick liegt es auf Pontons in einem Altrheinarm in Parkstellung und soll morgen oder übermorgen eingehoben werden.


    Die Brückeneröffnung verschiebt sich um zwei Monate und wird im Spätsommer 2017 stattfinden.


    Die Presse berichtet zahlreich: SWR, HR (mit Video), Verkehrs-Rundschau, FR

  • Letzte Lücke geschlossen

    Nach der kleinen Schiffsreise wurde das letzte fehlende Brückenteil eingehoben. Gegenwärtig laufen die Schweißarbeiten zur Befestigung, die einige Wochen andauern werden.


    Zu den Geschehnissen zeigt der SWR ein interessantes Video.

  • Hallo,


    heute hätte das Herzstück auf Mombacher Seite betoniert werden sollen.


    Dafür wurden heute gegen 10 Uhr Zwei Betonpumpen per Autokran auf den Bestandsteile der Vorlandbrücke beim Baukran gehoben und sollten von dort den Beton einbringen. Die beiden Pumpen mit 52 und 56m langem Mast sollten von unten mit jeweils einem 38m und 43m Mast beschickt werden.


    Leider wurde das Betonieren gg. 13 Uhr abgesagt, da es die Wetterverhältnisse nicht zulassen. Die Pumpen sollen wieder per Kran von der Brücke geholt werden, in der Hoffnung, dass die Aktion bei besseren witterungsbedingungen nächste Woche nachgeholt werden kann.


    Zwei Bilder vom einem Hobbykollegen übersandt zeigen den Einhub der beiden Pumpen:




    Bildquelle: Bekannt

  • Der Bau der neuen Schiersteiner Brücke macht weiter Fortschritte, es wird ja auch Zeit, wenn sie noch dieses Jahr eröffnet werden soll. Der Fußgänger- und Radweg ist angebracht, in manchen Bereichen in Form einer Betonkonstruktion, über dem Wasser als Metallvariante. Das dazugehörige Geländer existiert ebenfalls teilweise.




    Sehr lobenswert ist die Tatsache, dass die neuen Brückenpfeiler optisch genauso verkleidet werden, wie ihre Pendants unter der alten Bücke. Ein stimmiges Bauen zum Bestand ist in der heutigen Zeit eher selten zu finden, viele Architekten meinen wie unter Zwang stehend, einen Akzent oder einen Kontrast setzen zu müssen. Obwohl die Brücke von unten meist nur von Schiffsbesatzungen betrachtet wird, wurde hier jedoch auf Stimmigkeit geachtet.



  • Hm, nun ja, schon irgendwie nett, diese Natursteinverkleidung. Aber im Grunde wäre auch ganz eine andere Gestaltung möglich gewesen, denn die alte Brücke wird abgerissen. "Stimmig" ist das also nur für einen kurzen Zeitraum der Ko-Existenz beider Brücken.

  • Naja, Fortschritte sind relativ. Wenn man sich das Tempo anschaut, dass besonders beim Erstellen der Betondecke auf den Stahlelementen an den Tag gelegt wird, ist das schon erstaunlich langsam. Da wird z.B. bei der Autobahnbrücke der A3 bei Würzburg-Heidingsfeld ein ganz anderes Tempo gefahren. Und 100 Meter Geländer und dann erstmal wieder nichts, zeugen nicht gerade davon, dass man jemals fertig werden möchte. Und die Gemächlichkeit im Zusammenhang mit dem Schiersteiner-Kreuz (Umlegung auf die neue Brücke, Aufschüttung des Fahrbahndammes, ...) ist schon "beeindruckend". Da lässt man sich seeehr viel Zeit.
    Immerhin wird am "Herzstück" irgendwas an der Oberfläche gemacht (versiegelt oder abgeschliffen). Aber auch hier sollte die Zurückschwenkung schon längst passiert sein.

  • Aber im Grunde wäre auch ganz eine andere Gestaltung möglich gewesen, denn die alte Brücke wird abgerissen. "Stimmig" ist das also nur für einen kurzen Zeitraum der Ko-Existenz beider Brücken.


    ...nach meinem Kenntnisstand bleiben die Strompfeiler der Bestandsbrücke erhalten und werden "nur" im oberen Lagerbereich abgetragen und neu aufgebaut.
    Desweiteren sollte der erwähnte Fuß-/ Radweg nicht im Fahrbahnbereich verlaufen, sondern als "eigene Brücke" im Bogen seitlich unter der Hauptbrücke über dem Wasser hängen, so das man nicht mehr mit LKWs und Autos auf Augenhöhe den Rhein überquert.