Ostend-Boom geht weiter / links und rechts der Hanauer

  • Raab-Karcher-Areal

    Oben in Beitrag #889 wurde vom Verkauf des Raab-Karcher-Areals an den Frankfurter Projektentwickler Lang & Cie. berichtet. Und schon wird die Neubebauung geplant, wie ein Rendering zeigt, das das Frankfurter Visualisierungsbüro studioA vor einigen Tagen bei Facebook eingestellt hat.



    Bild: studioA / KSP Jürgen Engel Architekten


    Der Angabe zufolge ist es ein Entwurf von KSP Jürgen Engel Architekten. Das Gebäude soll offenbar an die Hanauer Landstraße 172 angebaut werden, das ist das Eckhaus zur Lindleystraße (früher mit Indien-Haus-Filiale im Erdgeschoss). Dieser Teil des sehr großen Raab-Karcher-Areals ist derzeit unbebaut, so dass es hier schnell losgehen könnte.


    Das Gelände bei Street View und auf einem LQ-Foto, vor ein paar Wochen entstanden.

  • Der Frankfurter Projektentwickler Lang & Cie. möchte im zweiten Halbjahr mit dem Bau eines Bürohauses und eines Hotels auf dem ehemaligen Raab-Karcher-Areal beginnen. Quelle ist die FAZ-Printausgabe vom Donnerstag. Ob dabei (auch) der Entwurf aus dem Vorbeitrag realisiert werden soll, ist mir nicht bekannt.

  • Mayfarth-Quartier

    Im Mayfarth-Quartier (Infobeitrag, Karte) wird bereits "Anfang 2016" die Fitness-Kette fit7evelen ein 1.500 qm großes Studio eröffnen, und zwar in das Eckgebäude mit der Adresse Hanauer Landstraße 120, in das auch ein Ibis-Budget-Hotel ziehen wird (Beitrag mit Visualisierung). Die entsprechende Pressemitteilung enthält die größtenteils bekannten Eckdaten auch des Gesamt-Projektes: Das Areal ist ca. 6.500 qm groß. Es entstehen etwa 7.000 qm Büro- und Gewerbeflächen, das Hotel sowie 74 Wohnungen und 227 Parkplätze. Überraschend ist für mich der zügige Projektfortschritt. Immerhin wird hier fast ein ganzer Block bebaut, und im März 2014 standen auf dem Areal noch die Bestandsbauten und Barracken.


    Wie bekannt, expandierte fit7eleven erst kürzlich im Rhein-Main-Gebiet. Neuzugang im Dezember war die Zeil 105 (gegenüber MyZeil).

  • Sonnemannstraße 57 / Ostbahnhof / Danziger Platz

    Gerade gesehen, dass es an der Sonnemannstraße 57 los geht. Die Wohnungen werden entrümpelt. Dann könnte der Abriss noch vor Ostern kommen. Immer noch sehr schade, dass man dieses alte Gebnäude nicht erhält - dennoch besser als der Status Quo allemal.
    Vorher vs. nachher


    Am Passagiertunnel im Ostbahnhof ist seit der Jahreswende nüscht mehr passiert. Wenn ich mir am Treppenaufgang zum Bahnsteig die Risse und die Lücke (2. Bild) anschaue dürfte es vermutlich daran liegen, dass da noch etwas saniert werden muss.


    Ich kann mich erinnern, dass mal eine neue Unterführung von der Südlichen Zufuhrstraße (heute Happ-Straße) zur Habsburgeralle in Höhe des Fernmeldeamtes geplant war. Diese sollte eine direkte Verbindung herstellen und die Grusonstraße entlasten. Obwohl ich die Tage intensiv gesucht habe, konnte ich leider nichts mehr finden; bin mir aber sicher, dass das eine min. 10-15 Jahre alte Planung ist.

  • Mayfarth-Quartier

    Im Mayfarth-Quartier geht es in großen Schritten voran, heute wird der *fünfte* Kran aufgebaut, der in der südwestlichen Ecke des Baufelds steht:






    Ein Blick aus erhöhter Position zeigt, dass bereits das erste Untergeschoss in der nordöstlichen Ecke fertiggestellt wurde.





    Wie immer, alle Bilder durch Klick vergrößerbar, Bilder von mir.

    Einmal editiert, zuletzt von redxiv () aus folgendem Grund: (Nicht der vierte Kran, der fünfte war es, danke für den Hinweis :) )

  • Curvum + Quartier EAST

    Nach fast 3 Monaten (letzter Beitrag) sind im Curvum jetzt fast alle Fenster eingesetzt und wartet auf seine Fassade



    Der 1.Bauabschnitt (44EAST) vom Quartier EAST ist im Rohbau abgeschlossen, beim 2. (40EAST) fehlt noch ein Vollgeschoss und ein Staffelgeschoss



    außerdem hat man die Werbetafel an der Ecke Windeckstraße/Sonnemannstraße ausgetauscht (vorher), der 3.Bauabschnitt an der Sonnemannstraße fehlt jetzt



    Bilder: thomasfra

  • Neues Potential

    Der Mindestabstand zur Gefahrguthalle der VLS-Group an der Lindleystraße wurde nochmals reduziert. Dadurch ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten für neue Bauvorhaben. Die heutige Pressemitteilung der Stadt:


    [INDENT]Die dynamische Entwicklung des Ostends geht weiter. Der Achtungsabstand zu der Gefahrguthalle im Frankfurter Ostend ist verringert worden, so dass der Weg frei ist für die weitere Entwicklung des aufstrebenden, kreativen Stadtteils.


    Durch Verhandlungen unter der Federführung der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH mit der VLS-Group konnte der Achtungsabstand auf 400 Meter reduziert werden. Damit eröffnen sich neue Potentiale für die Entwicklung des Ostends. An den Gesprächen waren das Regierungspräsidium Darmstadt, das den Betrieb der Gefahrguthalle überwacht, und die Stadt Frankfurt beteiligt. Die Reduzierung des Achtungsabstandes wurde möglich, da der Chemie-Logistiker VLS-Group auf die Genehmigung zur Lagerung bestimmter gefährlicher Stoffe verzichtet.


    Stadtrat Markus Frank, der sich stets für die Interessen der Hafenanlieger eingesetzt hat, freut sich über die jüngste Entwicklung: „Dass Groß & Partner in Kooperation mit der VLS-Group eine Reduzierung des Achtungsabstandes erreicht haben, begrüße ich sehr. Von dieser Entwicklung profitiert ein großes Gebiet im Ostend, vor allem hinsichtlich neuer Bauvorhaben. Ich bin überzeugt, dass dies sowohl dem Hafen als auch unserem Wirtschaftsstandort insgesamt zugutekommt."


    Die Gefahrguthalle der VLS Group an der Lindleystraße fällt unter die sogenannte Seveso-II-Richtlinie, nach der ein Mindestabstand zwischen Industriebetrieben und Wohngebieten sowie anderen öffentlich genutzten Gebieten einzuhalten ist. Die Stadt Frankfurt muss die Richtlinie bei der Erstellung von Bebauungsplänen wie bei der Erteilung von Baugenehmigungen für Grundstücke berücksichtigen für die kein Bebauungsplan gilt. Der Achtungsabstand betrug zuletzt 640 Meter.


    Michael Stapf, Niederlassungsleiter Rhein-Main bei Groß & Partner und Verhandlungsführer, lobt die Zusammenarbeit mit der VLS-Group und hebt die Unterstützung des Regierungspräsidiums, des Stadtplanungsamts und des Wirtschaftsdezernenten Markus Frank hervor: „Die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten zeigt, dass sich die Interessen der Industrie und der Immobilienwirtschaft erfolgreich ins Gleichgewicht bringen lassen. Unser Dank gilt besonders den beteiligten Behörden.“ Für die Standortentwicklung sei die Reduzierung des zu beachtenden Abstands von Bauvorhaben eine wesentliche Vereinfachung. „Der geringere Achtungsabstand ermöglicht weitere Entwicklungen, die einen positiven Beitrag für die Zukunft und Urbanität des Ostends leisten werden“, so Stapf.


    Auf einem der letzten freien Grundstücke am Hafenbecken will Groß & Partner das Gebäude DOCK vollenden, von dem bereits ein erster Bauabschnitt an der Lindleystraße 11 realisiert wurde. Geplant sind Büro- und Geschäftshäuser mit Sonnendecks sowie großzügigen Lofts und Dachterrassen. Insgesamt sind bis zu 18.000 Quadratmeter Brutto-Grundfläche realisierbar. Die ungewöhnliche Architektur von Meixner Schlüter Wendt Architekten ist inspiriert vom gegenüberliegenden Frachthafen mit seinen bunten Containerburgen.[/INDENT]

  • Auf dem DOCK-Gelände wurde gestern ein Fassadenmuster aufgebaut. Bleiben wir gespannt, ob hier Marketing betrieben wird, oder ein Baustart bevorsteht.

  • "Quartier East"

    Überraschung! Die beiden Altbauten Sonnemannstraße 55 und 57 gegenüber dem EZB-Neubau (Foto aus #824) werden anders als zuletzt geplant doch nicht abgerissen. Das berichtet die FAZ in der Samstagsausgabe. Der Bauherr entspreche dem Wunsch des Stadtplanungsamts und integriere diese in das Bauvorhaben. "Wir haben eine gewisse Verantwortung der Stadt gegenüber" wird der Projektentwickler Konstantin Kolb zitiert. "Wir wollen architektonisch etwas Besonderes schaffen und die Bausubstanz erhalten."


    Die Zeitung illustriert den Artikel mit einem Ausschnitt aus dieser Visualisierung.

  • Super Sache, hatte gerade gestern mit einem Anwohner drüber gesprochen das es ja eigentlich schade ist, dass die alten Gebäude nicht wie geplant in das Bauvorhaben integriert werden. Hätte nie für möglich gehalten das es diesbezüglich noch eine Kehrtwende gibt. :daumen:

  • Es gibt Tage, an denen man sich als Kommunalpolitiker erfolgreich einsetzen kann, es gibt aber auch eine entsprechende Satzung an der Stelle, die das möglich macht, wenn dann die Ämter noch aufpassen...


    *freu*

  • Es handelt sich um die Sanierungssatzung "Ostendstraße" vom 13.11.1986. Der Gesetzgeber hat bei Städtebaulichen Sanierungsmaßnahmen einen"Wecker" für die Behörden eingebaut, den Sanierungsvermerk im Grundbuch. Jeder Verkaufsvorgang wird vom Grundbuchamt der Sanierungsbehörde (Stadtplanungsamt) gemeldet. Erwerbsvorgänge bedürfen der Genehmigung der Behörde, und die genehmigt nur, wenn...

  • Genau diese Satzung ist es:


    http://www.planas-frankfurt.de…Dokumente/SSM1/T-SSM1.pdf


    Dort steht:


    §15 Genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge
    (1)....


    (2)Im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung
    .....


    4. bauliche Anlagen beseitigt werden, für deren Errichtung eine bauaufsichtliche Genehmigung erforderlich wäre.


    (3) Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn Grund zu der Annahme besteht, daß das Vorhaben.... die Durchführung der Sanierung unmöglich machen oder wesentlich erschweren oder dem Sanierungszweck zuwider laufen würden.....



    Hätte es diese Satzung oder eine andere Erhaltungssatzung nicht gegeben, hätten Bauaufsicht und Stadtplanungsamt nichts machen können, denn unter Denkmalschutz stehen die zwei Gründerzeitler nicht. Das wäre dann wie so oft mangels Rechtsmitteln das Ende der Gebäude gewesen.... Da haben meine Vorgänger eine kluge Satzung erlassen...

  • Das ist die Nachricht! Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass hier nochmal eine Kehrtwende geschieht. Ausserdem freut es mich außerordentlich, dass es solche von tunnelklick und siefert beschriebenen mittel nicht nur gibt, sondern dass sie auch greifen. Mein Wochenende ist gerettet. :daumen:

  • Die Ostendsatzung ist m.W. die letzte, die noch besteht, alle anderen wurden in zwischen aufgehoben (Bockenheim, Gutleut, Gallus). Der Grund dürfte aber ganz banal darin liegen, dass die Beendigung einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme die Erhebung eines Ausgleichbetrages erzwingt, mit dem die sanierungsbedingten Bodenwertsteigerungen abgeschöpft werden sollen. Das ist extrem aufwändig, weil für jedes Grundstück ein Gutachten gemacht werden muss, dass diesen Mehrwert feststellt. Und unangenehmerweise sehen die meisten Hauseigentümer gar nicht ein, irgendwas zu zahlen. In diesen Fällen wird es für die Stadt auch noch extrem unerquicklich, in zahlreiche Widerspruchs- und Klageverfahren einzutreten.
    Die Stadt betreibt das Sanierungsverfahren aktiv schon seit über 10 Jahren nicht mehr, weil zu teuer und zu umständlich.

  • Mayfarth-Quartier

    Von der Osthafenbrücke aus fällt jetzt deutlich die Großbaustelle "Mayfarth-Quartier" auf. Wie weiter oben schon bereichtet, umfasst der Pulk mittlerweile fünf Kräne.


  • Das ist die Nachricht! Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass hier nochmal eine Kehrtwende geschieht. Ausserdem freut es mich außerordentlich, dass es solche von tunnelklick und siefert beschriebenen mittel nicht nur gibt, sondern dass sie auch greifen.


    Mein Wochenende war auch gerettet, als ich das in der FR las. Zwar war mir letzte Woche aufgefallen, daß plötzlich das Bauschild mit der Visualisierung des 3. Bauabschnitts verschwunden war, aber mit dieser Wendung hätte ich wirklich nicht gerechnet. Sehr schön, zumal die beiden Häuser direkt an die noch erhaltene Häuserzeile zwischen Rückert- und Windeckstraße anschließen und in Bauform und Fassadengestaltung ein Ensemble bilden, das sich ursprünglich nach Osten bis zum leider vor einigen Jahren im Dachbereich verhunzten Eckhaus an der Einmündung der Hanauer erstreckte - wo war da bloß die Satzung? Bis vor wenigen Monaten konnte man diese Straßenzeile noch in Ihrer ganzen ursprünglichen Schönheit auf einem der Fotos am Bauzaun der EZB betrachten. Ich würde mir nur wünschen, daß Stefan Forster noch etwas anderes einfällt, als die anfangs schon einmal veröffentlichte Ummantelung mit verklinkerten Baufragmenten. (epizentrum hat die hier #819 schon gezeigt.) Die mögen zwar dem Bauprojekt an der Windeckstraße entsprechen, passen mit Material und Flachdach jedoch überhaupt nicht zwischen die Altbauten mit ihren Putzfassaden und Mansarddächern.