Ostend-Boom geht weiter / links und rechts der Hanauer

  • Hanauer Landstr. 195 (aus F.-Hopp-Str.)

    Nicht nur wie von Beggi hier berichtet höher als erwartet wird das Gebäude Hanuaer 195 sondern mit Betonfertigelementen auch bis hin zur Ferdinand-Hopp-Str. durchgebaut. Links im Bild der Mobilkran der die Betonstreben stellt, rechts erkenntlich wie der Gebäudeverlauf sein wird (leider etwas gegen das Licht fotografiert).


  • Hanauer Landstr. 195 + Eastside Lofts

    Die Hanauer Landstr. 195, Endhöhe an der Frontseite



    die Fassade ist an den Eastside Lofts fast fertig gestellt, der Dachbereich nimmt Formen an




    was mit der Wasserschutzpolizei / Zollamt an der Lindleystraße passiert konnte ich nicht erkennen, ein Teil ist eingerüstet, der andere hat einen Bauzaun erhalten



    und dann war da noch der Blick auf den Fluss - mal eben abtauchen :)



    Bilder: thomasfra

  • Neubebauung Sudfass-Areal

    Der von Ahligator in #676 erwähnte Wettbewerb ist entschieden. Nach Abriss der Sudfass-Gebäude werden zwei Neubauten mit unterschiedlichen Fassaden und Höhen nach einem Entwurf von Stefan Forster Architekten errichtet. Das Gebäude im Osten erhält acht Geschosse und eine helle Klinkerfassade, hier sollen der FAZ vom Ostersamstag zufolge 30 Eigentumswohnungen entstehen. Im Westen ist ein zehngeschossiges, rund 30 Meter hohes Boarding-House mit circa 60 Apartments vorgesehen. Dieser Bau soll eine Fassade aus dunklen Klinkern erhalten. Am nahen Kopf der Flößerbrücke ist eine große Freitreppe zum Tiefkai geplant.


    Der Abbruch der Sudfass-Gebäude soll noch in diesem Jahr beginnen. Baustart soll dann im kommenden Jahr sein. Um eine Höhe von 30 Metern an dieser Stelle zu ermöglichen muss der Bebauungsplan geändert werden.



    Bild: Stefan Forster Architekten


    Weitere Teilnehmer des Wettbewerbs waren Marie-Theres Deutsch Architekten, bb22 und Drexler Guinand Jauslin Architekten. Die Entwürfe sind vom 16. bis 30. April 2013 in einer Ausstellung im Planungsdezernat zu sehen.

  • ^ Solide Entwürfe, die zur Umgebung passen. Klinker schadet nie. Schön, die Forster-typischen Vor- und Rücksprünge und die klaren Abschlüsse. Die große Freitreppe wird man vom anderen Ufer als schöne Geste wahrnehmen. Die Höhe von 30 Metern für die "Oskar-Residenz" irritiert mich im Zusammenhang mit dem Rendering. Letzteres zeigt 10 Geschosse + vielleicht ein halbes Geschoss mehr für den Abschluss. Diese knapp 2,9 Bruttometer je Etage würden nach Abzug der Bauteile auf klaustrophobische lichte Deckenhöhen hinauslaufen, die man von den 1950er-Jahren kennt. EDIT nach Lektüre des FAZ-Artikels: 32 Meter bei 10 Geschossen hören sich schon etwas weniger beengt an.

  • Das Fassadenmaterial (Klinker) ist für mich die einzig gute Nachricht. Der Rest ist für mich als Ergebnis eines Wettbewerbs doch sehr enttäuschend. An so exponierter Lage hätte ich mir etwas kreativeres gewünscht.
    Kann man die anderen Wettbewerbsvorschläge online einsehen.

  • Eine zufrieden stellende Lösung, die aber Wünsche offen lässt. Gefällig sind die strukturierten Fassaden, die sich beruhigend aufs Auge auswirken. Ich würde mir allerdings wünschen, dass das dunkle Boarding House und das helle Gebäude mit den ETWs an umgekehrter Stelle stehen würden. Der dunkelgraue Klinker wird zusammen mit dem gegenüberliegenden Gebäude ein ziemlich düsteres Eingangsportal Richtung EZB bilden. Klinker mag zwar ein typisches Ostend-Merkmal sein, aber sollte auch nicht gleich erschlagen.


    Es sieht auch so aus als ob ein Café oder Bar im Erdgeschoß Platz finden könnten. Das wäre nach Jahren der (schikanösen) Sudfass-Verwahrlosung ein echter Fortschritt. :daumen:

  • Positiv hervorzuheben ist mMn jedenfalls, dass die Bebauung im Vergleich zur jetzigen Situation (deutlich) weiter an die Brücke/Kreuzung heranrückt, was einem bei dieser Visualisierung erst auf dem zweiten Blick auffällt.
    Eine solche Einfassung der Kreuzung dürfte allerdings wohl nicht jedermanns Geschmack sein (v.a. wegen der Einschränkung der Sicht auf den Main).

  • ^ Also ich weiß nicht so recht. Der zweite, helle Bau ist durchaus ansprechend und passt auch zu den netten Nachbarbauten. Aber der Kopfbau kann mich nicht so recht begeistern. Vielleicht liegt es an den liegenden Fensterformaten, dass er mich ein bisschen an einen 70er-Jahre-Bunker erinnert - da kann auch die Klinkerfassade nicht viel retten.
    Eine stärkere Betonung der Horizontalen wäre aus meiner Sicht besser gewesen, vielleicht durch eine durchgehende Lisene, die die großen Fenster noch einmal teilt oder durch zwei oder drei Staffelgeschosse, die die Turmspitze etwas auflockern.
    Der Standort ist so präsent, dass hier aber auch ruhig noch etwas mutiger geplant werden könnte, immerhin war er ja sogar mal als Standort für einen Museumsbau im Gespräch. Es ist eigentlich ziemlich verwunderlich: hier hätten die Architekten mal die Chance, eine echte Landmark zu setzten, die das Mainufer sogar bereichern würde und heraus kommt ein vergleichsweise biederer Kasten, der sich aber an anderer Stelle hervorragend einfügen würde.

  • ^ Es hängt halt immer auch von den Anforderungen des Bauherren ab. Er scheint hier eine Cash Cow bauen zu wollen, nichts anderes ist ein möglichst günstig errichtetes Boarding House, das man als Zwitter zwischen Hotel und Mietshaus mietspiegelungebunden, ergo beliebig teuer, vermieten kann. Greifen ab mehr als 10 Geschossen und/oder ca. 30 Metern nicht kostenaufwendigere Brandschutzbestimmen? Das würde die eher geringe Höhe erklären. Zum Schutz der Mieter des OvM3-Baus im Schatten des Kopfgebäudes stellten sich möglicherweise auch die Ämter quer.


    Boarding House geht andererseits auch richtig gut und repräsentativ, wie wir spätestens seit dem Main Plaza von Kollhoff wissen.

  • Der Klinkerbau mit den grossen Fensterflächen hat etwas Maritimes und passt sich hervorragend in seine Umgebung ein.


    Ich finde es ist ein schlichter aber eleganter Bau. Das weisse Haus daneben gefällt mir auch gut, da es einen Bezug zu den weissen Fassaden der Obermainanlage aufnimmt. Weisse Putz und Klinkerfassaden sind ja klassisch am Wasser.


    An dieser Stelle herrscht ein hohes Verkehrsaufkommen und kann daher kein 4,5 Sterne Haus, wie das Main Plaza aufnehmen.

  • Der mit Abstand beste Entwurf hat gewonnen.
    Ich bin allerdings entsetzt über die anderen Entwürfe. Haben heutige Architekten keinen Stolz mehr?

  • Das Haus neben der Ecke sieht richtig gut aus, das würde man eher im Westend denn an dieser Stelle vermuten, einzig das Erdgeschoss müsste m. E. aus Gründen der Proportionalität etwas höher sein. Bin mal gespannt auf bessere Visualisierungen davon und ob die so plastisch wirkende Fassade auch tatsächlich gebaut wird.

  • Die Büros auf den Plätzen zwei bis vier haben exakt das geliefert was von ihnen zu erwarten war. Mit solchen Arbeiten winkt nach herrschender Doktrin der Lehrstuhl und/oder der BDA-Vorsitz.


    Als zu einem Wettbewerb gedrängter Bauherr hätte ich neben meinem Favoriten (Forster hatte dem Vernehmen nach schon vor dem Wettbewerb einen Auftrag) auch Büros dieser Art geladen, weil dann mit hoher Wahrscheinlichkeit das aus meiner Sicht richtige Büro gewinnen würde.

  • Den Trend zu Klinkerfassaden in diesem Bereich finde ich zwar im Grunde nicht schlecht, würde aber befürchten, dass der Eingang ins südliche Ostend von Westen her ein bißchen düster anmutet, wenn neben derm OvM3, der Uhlandstraße 2 (ehem. Saatchi&Saatchi) auch noch das Sudfass-Areal dunkel, fast schwarz verklinkert wird. Das finde ich sehr bedrückend, vor allem wenn die Sonne nicht scheint. OvM3 z.B. ist für meinen Geschmack einfach viel zu dunkel geraten.

  • Eastside Lofts Osthafenplatz

    Der historische Teil des Projekts "Eastside Lofts" wird mit Schiefer eingedeckt. Die Eindeckung entspricht dem Zustand vor dem Umbau (Bild von thomasfra, vor dem Umbau), die Form der Gauben hat sich geändert, und zwar zum Positiven hin. Das schiefergedeckte Dach ist auch in einem Werbefilm zum Projekt erkennbar.



  • Ex-Sudfass-Areal

    Ich muss Tunnelklick zustimmen, die Ecke wird doch etwas arg düster wirken, vor allem zur schlechten Jahreszeit.
    In diesem Zusammenhang wird der helle Neubau ziemlich aus der Reihe tanzen ... ob das ganze dann ein harmonisches Gesamtbild abgeben wird, mag ich zu bezweifeln.


    Eine Frage noch: Um was für ein Gebäude handelt es sich neben dem hellen Neubau? Ist es ein Wohnhaus? Und war es früher mal ein Bordell? Die rot-weißen Fenstereinrahmungen nähren bei mir diese Vermutung.

  • Ja klar, merlin, zumindest so etwas Ähnliches wie ein Puff. Genauer ist es Professor Mäcklers preisgekrönte Dampfumformstation, gebaut zwischen 1994 und 1996 für die Mainova (Info). Hätte man zwar an seinem Markenzeichen erkennen können, nämlich den charakteristischen Fensterläden. Aber nicht müssen, denn die hat ja auch fast jedes Bordell - irgendwie ...


    Die Befürchtung, dass die "Einfahrt" zu düster wirken könnte, habe ich nicht. Das könnte passieren, wenn es sich um eine stadträumlich beengte Situation handeln würde. Das Gegenteil ist der Fall. Hier ist ein Gebäude angebracht, das klare Kante zeigt, auch farblich. Ach ja - damit das auch mal geschrieben ist: Ich finde Stefan Forsters Entwurf richtig gut.