Ostend-Boom geht weiter / links und rechts der Hanauer

  • #385
    1. und 3. Stock haben allerdings wegen der senkrechten Wellen das Nachsehen und bekommen auf Kosten des Designs keine oder keine nennenswerten Balkonflächen. Vielleicht würden sich entsprechende Rücksprünge zu deren Gunsten im Gesamtbild gar nicht mal so schlecht machen?

  • Nach dem unüberhörbaren Beifall muß ich mich als konservativer Schreiber zu Wort melden: Der Neubau sieht in der Visualisierung unpassend und grausam aus! Es erinnert mich stark an den Bau in Berlin neben der ehm. Münze (Nähe Nikolai-Viertel), der eher dem Gesicht einer ALF (Außerirdische Lebensform) angelehnt ist als eines der Umgebung angemessenen Stils.


    Eine Verbindung zwischen Alt- und Neubau hat der Architekt im Übrigen gar nicht erst vorgesehen.

  • Dem muss ich heftig widersprechen. Man kann über die Architektur unterschiedlicher Meinung sein. Ich persönlich finde sie dem Viertel entsprechend sehr passend, auch weil diese Fromensprache in Frankfurt noch nicht übermäßig vertreten ist. Unabhängig davon aber, kann man nicht behaupten, der Architekt hätte keine Verbindung zwischen Alt- und Neubau geschaffen. Die Traufhöhe ist einheitlich, es gibt ein (modernes) Steildach. Die Geschosshöhen orientieren sich am Altbau (!), ebenso die ANordnung und Größe der Fensterflächen und selbst die Gebäudegröße selbst entspricht in etwa dem Altbau. Viel mehr kann man nicht erwarten. Ein klassische Formensprache mag man sich in anderen Teilen Frankfurts öfter wünschen (Westend), aber das Ostend ist sicher der richtige Ort für moderne Architektur. Hier wären all zu klassische Fromen m.E. sogar negativ für den Standort.

  • Ich bin ja auch als eher konservatives Mitglied dieses Forums bekannt, aber auch ich find den Entwurf ziemlich gelungen. Farblich sicherlich gewöhnungsbedürftig, aber von der Kubatur passt er hervorragend zu dem Altbau. Der Osthafenteil des Ostends ist von der Bebauung sowieso sehr durchmischt in einer ganz eigenen Qualität, und dazu passt der Entwurf eigentlich wie die Faust aufs Auge. Zudem eine unheimliche Verbesserung gegenüber dem vorherigen Entwurf (siehe ein paar Beiträge weiter oben).

  • Osthafenplatz: Projekt "Main: Eastside Lofts"

    Diese Faktoren die garcia in #390 als Verbindungen zwischen Alt- und Neubau aufzählt, sind für mich die optisch negativsten Elemente. Stünde dieser Entwurf nicht direkt neben diesem eher traditionellen Stil links davon, könnte er meinetwegen gerne irgendwo im Osten unter Gleichgesinnten gebaut werden. Hier wirkt er aber im negativen Sinne "innovativ".

    So ein moderner Entwurf, dessen Optik die Funktion so deutlich anders überlagert, müsste dann auch in den genannten Punkten absolut eigenständig sein. Die, in ihrer Gesamtheit sehr gewöhnungsbedürftige Fassade mit diesen wellenartigen Wölbungen und Rücksprüngen ist durch die Anlehnung des Gebäudeformats an den historisch beeinflussten Nebenbau für diesen schon eine Art von Verhöhnung, gerade durch den unmittelbar angrenzenden Standort. Das Gesamtbild beider Gebäude wirkt deshalb befremdlich und künstlerisch unästhetisch.

  • Projekt "Dock 2.0" Lindleystraße 8-11 (Osthafen)

    Bin gespannt wann es hier los geht, Schmittchen hat schon im Juni 08 darüber berichtet. Fotos von heute. Und hier gibts auch noch Infos.


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-01-02


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-01-02


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-01-02

    Und als Anhängsel der erste komplett fertig gestellte Bereich der Sonnenmannstr. zwischen Oskar-von-Miller-Str. und Rückertstr.


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-01-02

  • Die offizielle Bauankündigung des EZB Turms wird hoffentlich frischen Schwung an die Oskar-von-Miller Str bringen. Aufgrund des Abzugs des Arbeitsamtes steht dieser Gebäudekomplex seit geraumer Zeit leer und macht einen schäbigen Eindruck. Gegenüber haust die "Trotzburg" Sudfass, die sich bisher jedem Vermittlungsversuch widersetzt hat. So entsteht ein fieses Einfallstor zur EZB.


    Paradox ist die Situation schon. Die fast benachbarte Frankfurt School of Finance & Management an der Sonnemannstraße 9-11 platzt laut eigenen Angaben aus allen Nähten. Da wäre doch eine Nutzung des freistehenden Gebäudes naheliegend, besonders da die Kosten überschaubar sein dürften?
    Auch das Sudfass wird hoffentlich bald einer Einigung zustimmen. Der Aufwertungsdruck ist jedenfalls dringend gegeben.



  • ^


    Ich habe kürzlich gelesen (hier im Forum oder im Regionalteil einer der Frankfurter Zeitungen - ich weiß es einfach nicht mehr), dass das Sudfass-Areal zzgl. Nachbargrundstück(e) für einen Neubau der Hochschule zu klein ist. Ob sich allerdings das ehemalige Arbeitsamt eignet, sowohl von der Größe her als auch von der Raumaufteilung?


    Lass die EZB erstmal mit dem Bau begonnen haben, dann wird noch genügend Bewegung in die Sache kommen. Ich glaube kaum, dass Leerstand und Schmuddelecken mittelfristig in der Umgebung der Zentralbank Bestand haben werden.

  • Golden Age:


    Also der Eigentümer des Sudfass-Areals hatte bereits einer Einigung über den Verkauf des Grundstückes zugestimmt. Ein Vertrag war wohl bereits vorverhandelt bzw. meines Wissens bestand sogar bereits ein "Vorvertrag", bei dem die Hochtief Construction eine Ausstiegsoption gezogen hatte...(Hintergrund wohl die sich anbahnende Finanz- u. Wirtschaftskrise). Es war ein Hotel geplant, bei dem sich die Hochtief noch u. a. über die Anzahl der Geschosse bzw. der Gebäudehöhe mit der Stadt F hätte einigen müssen.


    Es sah jedoch alles ganz gut aus so vor ca. 1 - 1 1/2 Jahren, wenn ich mich recht erinnern kann, bis sozusagen "kurz vor der Angst" der Investor Hochtief (leider) abgesprungen ist.:Nieder:


    Also, hier sollte nicht der Eindruck entstehen, der Eigentümer des Sudfasses würde sich mit aller Macht gegen einen Verkauf stemmen. Im Gegenteil, er wäre wohl froh gewesen, für ca. 13-16 Mio Euro verkaufen zu können!


    Whatever, es wird sich hier mit Sicherheit "in absehbarer Zeit" auf beiden Seiten der Oskar von Miller-Strasse etwas tun, sodaß hier auch das gewünschte repräsentative "Einfallstor" zur EZB bis Ende 2013 (oder meinetwegen auch etwas später) entstehen wird. Insoweit kann ich mich jo.ker`s letztem Absatz nur anschliessen!


    Nun wird alles gut...;)

  • zu 398:


    naja, das Arbeitsamt hatte eine weit über der Marktmiete liegenden Mietzins zu zahlen. Die Voreigentümer hatten dann auch noch einen weit überdurchschnittlichen Verkaufspreis erzielt beim Verkauf an eine französische Investorengruppe, damals, kurz vor Bekanntgabe der Standortentscheidung der EZB, wenn ich mich recht erinnere .... alles etwas merkwürdig ....


    also, alles im allem wurde in dem Haus richtig viel Geld verbrannt .... und bevor da ein neuer einzieht, muß noch mal ordentlich was investiert werden..... ob die Abschreibungen schon verkraftet sind, damit ein baldiger Neuanfang möglich sein wird ....

  • Oskar-von-Miller Straße 51 (Mainbow)

    (Mein erster Beitrag in diesem Forum! Bitte um Nachsicht...)


    Finde "Mainbow" recht attraktiv (siehe auch www. mainbow.de). Der rote Klinker greift den der Großmarkthalle gegenüber (und auch vieler anderer Gebäude im Ostend) auf. Der leicht geschwungene Bogen wirkt elegant. Und im EG sind Räume für Geschäfte und ein Cafe. Die Gegend um das Großmarkthallenareal hat ja diesbezüglich bisher fast nichts anzubieten. Da muß sich noch einiges tun, damit das Viertel ein wenig lebendiger wird.

  • Die Frankfurter Rundschau berichtet heute über das Ostend. Ein paar Neuigkeiten lassen sich dem ansonsten faktenfreien, aber doch lesenswerten Artikel entnehmen (mit der wiederholten Erwähnung einer "Lindseystraße" sorgt die Zeitung sogar für einen Lacher):


    • Im April 2010 soll mit der Baugrube für das neue Audi-Zentrum auf dem Grundstück Hanauer Landstraße 144 begonnen werden (Info / Plan). Allerdings sind noch Fragen mit der Stadt zu klären. Für das Grundstück hat Audi 15 Millionen Euro bezahlt, der Bau des neuen Zentrums wird weitere 35 Millionen Euro kosten.
    • Auf dem direkt westlich angrenzenden Grundstück, zwischen Motel One und Lindleystraße, plant Ardi Goldman ab Frühjahr 2010 den Bau von Lofts. Später könnten dort Werkstätten untergebracht werden (was auch immer das bedeuten soll).
    • Nach dem Willen der städtischen Planer sollen an der Hanauer verstärkt Nord-Süd-Verbindungen geschaffen werden, auch zwischen Lindleystraße und Hanauer Landstraße.
  • Eine bedeutende städtebauliche Entwicklung wird in den nächsten Jahren unweigerlich im Frankfurter Ostend stattfinden. So ähnlich sieht das auch Planungsdezernent Edwin Schwarz (FAZ, letzter Abschnitt). Da die Vielzahl der Baustellen zu einem logistischen Problem werden könne, wird die Stadt nun eine Arbeitsgruppe einrichten. Diese soll dann mit der Koordination der Bautätigkeiten im Frankfurter Ostend beauftragt werden. :daumen:

  • B-Plan für Honselstraße liegt nun öffentlich aus


    Der Ende Dezember geänderte Bebauungsplan Nr. 799 liegt nun vom 17. März bis einschließlich 26. April im Atrium des Planungsdezernates (Kurt-Schumacher-Straße 10) öffentlich aus und soll die planungsrechtlichen Grundlagen schaffen, um das Gebiet an der Honsellstraße zu einem urban gemischten Quartier weiterzuentwickeln. Einzusehen seien auch die Begründung der räumlichen Änderung sowie umweltbezogene Stellungnahmen. Selbst kann man auch während der Auslegung Stellung zum Bebauungsplan beziehen.


    Quelle: http://www.fnp.de/fnp/region/lokales/rmn01.c.7360954.de.htm

  • Die AHGZ berichtete am 6. März, dass am Ostbahnhof, Hanauer Landstr. 177, ein B&B Hotel gebaut werden wird.


    Den Artikel/Link habe ich leider verrafft, so dass ich nur mit der Schlagzeile dienen kann, sorry!