Ostend-Boom geht weiter / links und rechts der Hanauer

  • Was ich mich schon länger frage: vor einigen Jahren wurde das vordere Osthafengelände neu geordnet. Wegen der zurück gegangenen Bedeutung als Umschlagplatz wurden damals neue Firmen und Institutionen angesiedelt, die häufig mit Hafenbetrieb nichts mehr zu tun hatten, z.B. das Institut für neue Medien.


    Warum wurde nicht darüber nachgedacht, diesen vorderen Teil des Hafenbeckens (nach dem Vorbild Hafencity) zum Wohngebiet umzubauen? Natürlich hätten dann die verbliebenen Hafenbetriebe erst umgesiedelt werden müssen (entweder in den hinteren Osthafen östlich des Ratswegkreisels oder in den Höchster Hafen). Trotzdem wurde dort eine Chance verspielt. Schließlich gibt es nur wenige innerstädtische Entwicklungsgebiete. Die Hanauer mit ihrer Clubszene hätte so ideal ergänzt und ausgebaut werden können. Dann hätte es auch mehr Nachfrage für die Nutzungen des inzwischen gescheiterten Stadtwerk-Projekts (Kino, Theater, Konzerte) gegeben.

  • Diese Möglichkeit läuft ja nicht weg. Langfristig wird es wohl schon so kommen.


    Einstweilen hat sich die Stadt eben für Hafennutzung entschieden, das Konzept "Hafen2000+" kannst du an dieser Stelle nachlesen. Es hängen deutlich mehr Arbeitsplätze am Osthafen als du offenbar glaubst. Und so manches brummt, Auto- und Containerumschlag etwa. Verlagern ist sicher nicht einfach möglich, nach Wegfall des Westhafens, des Offenbacher Hafens und dann auch noch des Unterhafens bliebe auf dem Stadtgebiet nur noch der Osthafen-Oberhafen und der kleine Gutleuthafen übrig (der Industriepark-Hafen in Höchst ist privat). Das dürfte derzeit schlicht zu wenig sein. Verlagern hieße dann wohl Arbeitsplätze für Frankfurt verlieren.

  • Ferdinand-Happ-Straße: Verängerung geöffnet

    Entlastung für die Hanauer Landstraße
    Lücke zur parallel verlaufenden Ferdinand-Happ-Straße ist seit heute geschlossen


    Gemeinsam mit dem Investor Max Baum freut sich Verkehrsdezernent Lutz Sikorski über die Fertigstellung der Ferdinand-Happ-Straße zwischen Güterbahnhof und Ostbahnhof und ihre Anbindung an die Hanauer Landstraße: "Diese Lücke ist nun geschlossen – wir haben das vorgezogen, weil's einfach sinnvoll ist und die vielbefahrene Hanauer Landstraße entlastet."


    Mit dem Einkaufszentrum "Schwedler-Carré" nahe der Schwedlerbrücke entsteht derzeit ein Nahversorgungszentrum. Besonders aus Richtung Innenstadt kommende Autofahrer, die zu diesem Lebensmittelmarkt fahren wollen, hätten bei einer späteren Fertigstellung des Lückenschlusses den Weg über die Launhardtstraße nehmen müssen. "Das hätte auf der 'Hanauer' große Probleme verursacht, wenn Linksabbieger auf den Straßenbahnschienen stehen und sich auf die Fahrbahn zurück stauen", so Verkehrsdezernent Lutz Sikorski. "Auch der schöne neue Ausgang der U-Bahn-Endstation Ostbahnhof zur 'Hanauer' hin lag bislang etwas verloren da." Deswegen haben sich Stadt und Projektentwickler zusammengetan, den ohnehin geplanten Weiterbau vorzuziehen und die Ferdinand-Happ-Straße im Westen – und ebenso im Osten über die Leibbrandstraße – an die Hanauer Landstraße anzubinden.


    Am heutigen Mittwoch, 14. Mai, wird das neue westliche Teilstück der Ferdinand-Happ-Straße nun für den Verkehr freigegeben. Die neuen Ampeln an der Kreuzung Honsellstraße/Hanauer Landstraße/Ferdinand-Happ-Straße ermöglichen dann einen reibungslosen Verkehrsfluss am westlichen Ende dieser "Parallele" zur Hanauer Landstraße.


    Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Presse- und Informationsamt

  • Auf der Webseite der Stadt Frankfurt ist ein Artikel über die neue BMW Niederlassung an der Hanauer.
    Einweihung der neuen Niederlassung ist an diesem Wochenende.
    Vielleicht kann ja mal ein FFM Korrespondent vorbeischauen und ein paar Bilder machen.


    Hier der Link: http://www.frankfurt.de

  • Klasse Update, Ahligator!
    Seit die Straße fertig ist, stand ich schon häufig an der neu entstandenen Kreuzung. Mir scheint aber es kommt nur recht selten vor, dass auch mal ein Auto durch die neue Ferdinand-Happ-Straße fährt. Die meisten vom Hafengebiet kommenden Lkw biegen direkt in die Hanauer Landstraße ein.


    Aber ich denke, dass die neue Straße bald von einem breiteren Verkehrspublikum angenommen wird.

  • "Fitness Company Headquarter / Vapiano / Büros"

    Es tut sich was: Seit gestern werden die letzten Büsche gerodet - ein neuer Bauzaun trennt das Gelände vom benachbarten "Plus-Markt".

  • Projekt "Dock 2.0" Lindleystraße 8-11 (Osthafen)

    Ein attraktives Projekt entsteht am Osthafen, zwischen der Lindleystraße und dem Nordbecken des Unterhafens. Nach einer Planung des Büros Meixner Schlüter Wendt (Frankfurt, auch Ordnungsamt-Neubau im Gallus) sollen vier Solitäre in Containeroptik gebaut werden. Vorgesehen sind jeweils sechs Geschosse, insgesamt beträgt die Mietfläche 20.000 m². Entwickler ist Groß & Partner. Die Kosten werden mit 58 Mio. Euro angegeben.


    Alle vier Gebäude erhalten Dachterrassen mit Aussicht auf Hafen und Skyline. Zwischen den Bauten sind etwas erhöht liegende Sonnendecks geplant. In den Erdgeschossen werden ca. 3.200 m² Mietfläche für Gastronomie oder kulturelle Nutzungen eingeplant (Quelle). Baustart soll noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung ist für 2010 vorgesehen.



    Bild: Groß & Partner

  • Ich kann mit den Adressen nie was anfangen, hier sollte es ungefähr liegen:




    Was heißt Containeroptik? Ist das Ehrlichkeit 2.0 vom Entwickler oder will man doch nicht etwa(s) Bezug auf die Umgebung nehmen? :lach:

  • Das mit der Containeroptik ist ernst gemeint. Finde ich an dieser Stelle aber auch sehr passend. Leider enstehen die Neubauten in einem hundertprozentigen Gewerbegebiet, Wohnungen werden dort also nicht entstehen... Schade

  • Zur Lage: Das Projekt wird westlich des seit ein paar Jahren fertig gestellten "Logistikzentrum Lindleystraße" entstehen. Das Baufeld dürfte "Uerdinger Werft" heißen. Dock 2.0 wird an das sogenannte Kontorhaus (Foto) von 2004 anschließen, wie auf dem Rendering in #344 gut zu sehen ist.


    Drei weitere Visualisierungen des Dock 2.0, unter anderem die dem Hafenbecken abgewandte Seite:





    Bilder: Groß & Partner

  • Schön schön aber wieso kann dort in der Ecke eigentlich nirgendwo Wohnen entstehen? Ich meine wenigstens ein wenig... im Stadtwerk z.B. war doch mal was geplant...

  • Obwohl ich da auch ganz gern wohnen würde, ist es vielleicht gar nicht so schlecht, dass dort gerade kein Wohnen entsteht, denn sonst gäbe es auch wieder nörgelnde Anwohner, wenn's bei der Dachterrassenparty in der Sansibar wieder mal etwas lauter wird und die Gäste nicht um 1.00 Uhr nach hause gehen...

  • Auf der Hafeninsel gegenüber werden Container umgeschlagen. Man kann das gut auf dem letzten Rendering sehen. Da das zur Zeit bestens läuft, wird der Hafenbetrieb mit den Containern in der nächsten Zeit nicht eingestellt sondern ausgeweitet. Es wird eine Kooperation mit dem Hanauer Hafen angestrebt, um das Schuttgut, das heute noch nebenan umgeschlagen wird, nach dort zu verlagern und das Containerterminal dann ausbauen zu können. Ein Wohngebiet kann daher nicht ausgewiesen werden. Am Hafen hängen einige tausend Arbeitsplätze, Ausweichmöglichkeiten gibt es insofern zwischen Mainz und Hanau keine.


    Man könnte den Hafen durch eine politische Entscheidung für Wohnen im Hafen stilllegen, soweit das möglich und durchsetzbar wäre. Dann hätte man ein paar tausend Arbeitsplätze verloren und erst einmal riesige Brachen. Wahrscheinlich würden sich diese durch Bauten wie am Westhafen nach und nach füllen lassen, 15 bis 20 Jahre würde das aber bestimmt dauern. Dann hätte man auch dort ein ruhiges und sauberes, chices und vermutlich ziemlich steriles Wohngebiet, einen Westhafen in groß eben. Ist das denn so erstrebenswert?


    Oder man lässt den Hafen bestehen und versucht eine - sich stetig wandelnde - Mischung aus neuer und alter Nutzung, soweit dies parallel möglich und verträglich ist. Wegen des Lärms eben zunächst ohne Wohnen. An der Lindleystraße hat der Wandel längst begonnen, dort ist seit einigen Jahren ohnehin kein Hafenbetrieb mehr. Der weitere Entwicklung kann auch mal dem freien Spiel der Kräfte überlassen werden. Die bunte Mischung, die das Gebiet südlich der Hanauer mit Recht so beliebt macht, bleibt dann noch eine ganze Weile erhalten. Für mich ist das die bessere Lösung.

  • Max Baum hat interessante Objekte vergeben: Fitcom und Teile des Schwedler-Carres wurden an ein GU vergeben...
    Bald werden sich die Krane mit dem "M" drehen ;-))

  • Für die Grube für die Europa-Hauptverwaltung der Fitness Company (oben #311) wird bereits gebaggert. Fotos vom vergangenen Sonntag:




    Nur einen Steinwurf entfernt: Baugelände für das Projekt Dock 2.0



    Bilder: Schmittchen

  • Ich hab mal eine Frage zum Ostend: es heisst einerseits, dass der Hafen expandieren möchte und dafür kein Platz ist. Daher soll vielleicht eine Kooperation mit Aschaffenburg ausgelotet werden. Andererseits werden neue Bürohäuser, die in diesem Thread beschrieben werden, gebaut. Manche davon sind glaube ich auch direkt an einem Hafenbecken. Wie passt denn das zusammen?

  • ...was das Gebäude "Fitness Company" angeht: laut vapiano.de ist die Eröffnung für Oktober 2009 vorgesehen. Damit wissen wir dann wohl auch wann FitCom & Co. fertig ist.

  • Der Hafenbetrieb an der Seite zur Lindleystraße wurde schon vor Jahren aufgegeben. Die Bebauung mit Bürohäusern an dieser Stelle steht also schon länger fest, sie ist zwischenzeitlich nur etwas ins Stocken geraten.


    So wie ich das sehe, will sich der Hafen gar nicht ausdehnen. Er soll nur nicht noch weiter zurückgedrängt werden. Dass sich die Nutzung einzelner Bereiche immer mal wieder ändert ist ja sicher nichts Besonderes. Der Containerumschlag dürfte lukrativer sein als der Umschlag von Sand und Kies, daher die geplante Verlagerung dieser Bereiche nach Hanau (nicht Aschaffenburg). Dort ist wohl noch Platz, und die frei werdende Fläche wird dann für die Ausdehnung des Containergeschäfts genutzt.