Ostend-Boom geht weiter / links und rechts der Hanauer

  • muss prachtvoll gewesen sein. Auf der Speisekarte das Café am Ostbahnhof (im Fenster ausgehängt)am U-Bahnausgang Ostbahnhofstraße sieht man ein weiteres schönes Bild. Und man bedenke,dass bis in die 1990er Jahre hinein hier noch ein Fernverkehrsanschluss war!


    Ich denke Frankfurt KÖNNTE sowohl nach Westen als auch nach Osten wachsen.Dann müsste man aber von der Ein-Zentren-Mentalität weg und endlich mehr Wohnungen bauen!! In der Innenstadt, nicht auf dem Riedberg... ;) kein Platz in der Innenstadt? Och, dann bauen wir doch ein paar 300m-Wohnhochhäuser ;-)

  • @ 3rd wave


    Was ist den ab der östlichen Zeil alles geplant. Ich kenne nur das Projekt für die alte Feuerwache. Das ganze Areal ist doch heute bebaut und man müsste die ganzen Häuser abreissen, die heute noch bewohnt sind. Die Ecke ist mit unglaublich hässlichen Bauten zugepflastert. Schlimmstes Eck ist für mich die Kreuzung Hanauer/Allerheiligen Str, dort wo auch das Kolpinghaus steht und der pit stop ist. Da müsste man meiner Meinung nach alles platt machen und nochmals von vorne anfangen.


    @ Schmittchen


    Vielen Dank für die Info zur Brücke. Meiner Meinung nach müsste aber trotzdem ein Durchbruch von der Henschelstrasse in Richtung Honselldreieck neu entstehen, sonst müssten die Autofahrer ja in Zukunft im Zickzackkurs durchs Ostend fahren, um auf die andere Seite zu kommen. Das würde dann ja kaum Entlastung bringen.

  • Nein Aeppler, den Durchbruch wird es eben nicht geben. Auch war die Henschelstraße nie im Gespräch. Die alte Planung "Stadtring Ost" sieht eine Verlängerung der Habsburgerallee ab Ecke Röderbergweg, eine Querung der Gleise östlich des Ostbahnhofs und eine Weiterführung parallel zu den Gleisen über die Deutschherrnbrücke vor.




    Wegen sehr hoher zusätzlicher Verkehrsbelastung besonders der Habsburgerallee soll diese Planung nicht verwirklicht werden. Was statt dessen im einzelnen im Gespräch ist, kannst du im Internet nachlesen, wenn du im Parlamentsinformationssystem nach dem Magistratsvortrag M 204 vom 25.10.2004 suchst. Ziemlich klarer Favorit ist im Moment wohl der "Planfall 2b":


  • Das Bildungszentrum Ostend. Die Fensterputzer waren heute bereits zugange, lange kann es bis zur Fertigstellung also nicht mehr dauern. Die südöstliche Ecke:



    Die Ostseite. Im Vordergrund wird ein neuer Platz angelegt, der Paul-Arnsberg-Platz heißen wird. Der bisher auf der Ostendstraße abgehaltene Wochenmarkt soll dann auf den neuen Platz verlegt werden.



    Die Nordseite des neuen Blocks, Blick in den Martin-Elsässer-Weg:



    Nochmals der neue Platz, Blick nach Nordosten:



    Bilder: Schmittchen

  • Danke auch von mir für die Mega-Tour.


    Über das Bildungszentrum kann man leider nicht viel sagen: reinster Funktionalismus!!!!


    Von der hellen Putzfarbe wird in einigen Jahren leider nicht mehr viel zu sehen sein.

  • Bildungszentrum Ost

    wirklich nichts besonderes. ich mach mir weniger um den putz sorgen als um die weißen flächen die wohl bald mit graffiti verziert sein werden ...(hoffentlich nicht)


    aber wie schön doch die Altbauten rechts am Platz sind :lach: gibt ein paar ganz schöne im Ostend in Ecken die eigentlich als vergammelt gelten

  • Wenn die Gruson begrünt wird dann kann doch eigentlich nur noch die Ostring-Variante durchgezogen werden, damit die Habsburger Allee an die Hanauer angeschlossen bleibt? Sach ich jetzt mal so....

  • Von wegen! Nicht nur der "Stadtring Ost" wurde aufgegeben, vielmehr soll künftig auch der direkte Weg von der Hanauer zur Habsburger Allee bewusst unmöglich gemacht werden. Jedenfalls forderten das die Grünen, offenbar als Preis für die Zustimmung u. a. zum Bau der neuen Mainbrücke. Ob das bereits so beschlossen wurde, weiß ich im Moment nicht, hier Auszüge aus deren Antrag vom 2.12.2004:


    [INDENT]Da die Stadtverordnetenversammlung bereits beschlossen hat, dass im südlichen Teil die Holzmannstraße vom Main bis zur Hanauer Landstraße öffentliche Grünverbindung wird, soll in Fortsetzung davon die Grusonstraße vom Autoverkehr entwidmet und ebenso als Grünverbindung umgestaltet werden. Mit diesen beiden Maßnahmen wird eine durchgängige Grünverbindung zum Ostpark geschaffen und durch die Herausnahme des PKW-Verkehrs aus der Grusonstraße auch verhindert, dass eine Fahrverbindung von der neuen Mainbrücke Ost über den Ostbahnhof zum Alleenring hergestellt wird. (...)


    Damit gewährleistet ist, dass durch die neue Mainbrücke Ost keine „großräumigen Verkehrsbeziehungen“ entstehen und der Durchgangsverkehr von den angrenzenden Wohnvierteln ferngehalten wird, soll es zukünftig für den Autoverkehr nicht mehr möglich sein, über Hanauer Landstraße, Grusonstraße, Danziger Platz und Henschelstraße den Alleenring zu erreichen. Dafür soll die Grusonstraße vom Autoverkehr entwidmet und Teil einer Grünverbindung werden, die vom Main zum Ostpark führt.[/INDENT]

  • Zitat von Schmittchen

    Ob das bereits so beschlossen wurde, weiß ich im Moment nicht.


    Das ist so (mit leichten Änderungen) im Januar mit den Stimmen des Viererbündnisses beschlossen worden. Der früher einmal geplante Stadtring-Ost würde laut Gutachten zum aktuellen Gesamtverkehrsplan nur negative Folgen bringen.

  • Investoren in Sicht?

    Interessante Beobachtung heute Mittag am Ostbahnhof gemacht: Ein Treffen von ca. 20 Männern in schwarzen Anzügen und schicken Krawatten, man hört Wörter wie "Europäische Zentralbank" , "neuer Bahnhof", "das wird hier was" direkt vor dem "Loch", d.h. den Eingang zum Bahnhof. Vor der Szenerie ein paar Audi A8 und ein eleganter silberner Rolls-Royce. Ob das eventuelle (Heuschrecken? lol ) Investoren für das Projekt am Ostbahnhof/Danziger Platz sind? Die meisten der Männer hatten arabisches Aussehen, die übrigens schienen aus Deutschland zu sein, es wurde deutsch gesprochen. Alle Autos hatten Frankfurter Kennzeichen.

  • Na, hoffentlich keine Gucci-Terroristen, die Anschlagsziele sondierten! Eine doch sehr witzige Vorstellung, diese Szenerie vor dem über alle Maßen verwahrlosten Ostbahnhof. Und danke für die packende Schilderung.

  • Zentrum für die Biotechnologie- und Pharmaindustrie am Osthafen

    Aus der heutigen Onlineausgabe der FNP:
    [INDENT]"Am Oberhafen im Osten der Stadt entsteht Frankfurts neues Zentrum für die Biotechnologie- und Pharmaindustrie. Erstes Projekt des Forschungs- und Entwicklungsparks ist die neue Zentrale des weltweit tätigen Biopharma-Konzerns Aeterna Zentaris an der Ecke Daimler-/Weissmüllerstraße. Bereits drei Monate nach der Grundsteinlegung wurde gestern Richtfest gefeiert. (...) Auf einer Bruttogeschossfläche von 4600 Quadratmeter werden Forschungslabors und Büros untergebracht.


    Insgesamt will die MGVV eine 60 000 Quadratmeter große Gewerbebrache am Oberhafen schrittweise wiederbeleben und neu gestalten. (...) Insgesamt ist Platz für mehr als 100 000 Quadratmeter Büro-, Forschungs- und Laborflächen und etwa 3000 Beschäftigte.


    (...)


    Der klare, viergeschossige Neubau ist gekennzeichnet durch dunkles Metall, weißen Putz und fein gegliederte Glasbänder. Die Büros werden durch ein offenes, mehrgeschossiges Treppenhaus von den Laboren getrennt. (...)"[/INDENT]
    Quelle: Frankfurter Neue Presse
    Gesamter Artikel