Autos, Radler, Fußgänger etc. (Aufteilung des Straßenraums)

  • Die Verdistraße kenn ich noch ziemlich gut. Wüsste jetzt nicht was da großartig dafür spricht ausgerechnet diese Straße zu nem Boulevard zu machen. So schlimm fand ich die Straße jetzt gar nicht. Halt etwas stark befahren, aber irgendwo muss der Verkehr ja hin. Bin da jetzt aber auch nicht so sehr im Bilde wie sich die Situation seit Verlängerung der A99 zur A96 geändert hat, aber wenn dann dürfte wohl eher die Pippinger Straße entlastet worden sein (ist die immer noch so zugestaut wie bis vor dem Lückenschluss?)
    Die Von-Kahr-Straße zu Verlängern könnte zumindest auf den ersten Blick aber durchaus eine Alternative sein.

  • Isek , fuer Nr. 3 deiner Vorschlaege (Verlagerung der Pippinger Str.) gibt es doch eine Planung der Stadt.
    Die Von-Kahr Str. 2 spurig bis zur Autobahn zu verlaengern, faende ich auch sinnvoll, aber bei dieser Stadtregierung utopisch.

  • http://www.sueddeutsche.de/,ra14l1/muenchen/554/477051/text/



    • Hirmer Parkhaus wird 2016 abgerissen. Architekturwettbewerb fuer die Ueberplanung startet demnaechst.
    • Erweiterung der Fußgängerzone in die Sparkassenstraße und in die Dienerstraße
    • Taxistaende vor Dallmayr und am Marienplatz sollen verschwinden und etwas weiter weg verlegt werden.



    ....Schade, dass der Architekturwettbewerb jetzt schon stattfinden soll und nicht in einer Post-Ude Zeit.

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    Ja, schade. Wir dürfen neue Boxen und eine weitere Kommerzialisierung und Entfremdung erwarten. Die Fußgängerzone ist sowas von global austauschbar und hat mit München nicht mehr das geringste gemein, daher verirrt sich sowieso seltenst ein Münchner hierher. Toursitenhorden, grölende Junggesellenabschiede sowie pupertierend kreischende Migrantengruppen umrandet von 5x H&M, 3x Zara und anderen "Ich-brauch-dich-eigentlich-nicht" Konsumtempel.

  • Verglichen mit den Einkaufsstraßen anderer Großstädten hat die Gegend Marienplatz/Kaufinger/Neuhauser Straße einen außergewöhnlich niedrigen Anteil internationaler Ketten. Und wem diese Straßen zu billig und austauschbar sind, der findet nur wenige Schritte weiter in der Theatinerastrasse, in der Residenzstrasse und in den Fünf Höfen mehr Abwechslung. Trotzdem gibt es auch unter den Münchnern einige, die gerne bei H&M, Zara etc. shoppen, das sind nicht nur Touristen. Ich finde, dass die Münchner Innenstadt ziemlich gut durchmischt ist, auch wenn das uns Münchnern gelegentlich nicht so bewusst ist.
    Es ist meiner Meinung nach sehr gut, dass man die Gegend rund um das Hirmer Parkhaus und das Postgebäude neu entwickeln möchte. Hoffentlich wird es ähnlich hochwertig wie die Fünf Höfe.


    Hier gibt es übrigens einen Thread für das Gesamtareal: http://www.deutsches-architekt…rum/showthread.php?t=8418

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    Ich nannte eben "austauschbar", da es eben zu anderen Großstädten deutschland- bzw. europaweit kaum Unterschiede gibt. Mag sein, dass München dann im Vergleich zu Stuttgart oder FFM noch "gut" weggekommen ist. Aber als die "gute Wohnstube Münchens" wie der Marienplatz oft bezeichnet wird kann ich nicht nachvollziehen.

  • Findst? Nur weil man das "Fußgängerzone" genannt hat und es das jetzt paar Jahrzehnte gibt muss man das Rad nicht neu erfinden. In einer Millionenstadt gibt es halt auch ein haufen Leute in der Innenstadt, wen das stört und der sich deswegen nicht mehr als etwas "Besonderes" fühlt muss halt an den Starnberger See zügeln :D Darüber hinaus sind Fußgängerzonen ja eigentlich der Normalfall der europäischen Stadt. Abgesehen von Fuhrwerken gab es ja nur "Fußgänger" in den Städten. Gewisse Bereiche von der Automobilisierung auszunehmen war ein Versuch wenigstens ein Teil dieser Urbanität in's 20. Jahrhundert zu retten, man wollte nicht zusehen wie sich die Städte zu "Gewerbegebieten" auflösen. Eine Entwicklung wie sie in den USA nahezu ungebremst stattgefunden hat, was sogar zu sog. "Malls" geführt hat - ein paradoxer Versuch diese "Fußgängerzonen-Innenstadt-Situation" mit Ladenzeilen und Gassen zu simulieren: "Mall" heißt wörtlich "Promenade"! Der Trend wird eher zu weiterer "Verkehrsberuhigung" gehen.

  • Der Trend wird eher zu weiterer "Verkehrsberuhigung" gehen.


    Das wird doch auch im Artikel erwähnt, mit dem Ziel eine Entzerrung zu erreichen.


    Ich muß dem Autor Recht geben, dass man in der Kaufinger Straße nicht gefahrlos stehen bleiben kann. An manchen Tagen wird man wirklich regelrecht durchgeschoben.
    Aber die Einleitung des Artikels ist irreführend, man bekommt den Eindruck, der Autor wäre für die Abschaffung der Fußgängerzone (oder Umwandlung in einen Luxusboulevard). Dem ist aber nicht so.

  • Ja. Meine Spezis aus dem direkten münchner Umland gehen, auch Wochentags, gerne zum "Shoppen in die Stadt", sprich in die Fußgängerzone im Zentrum. Diese Fußgängerzone ist so bisl das urbane Zentrum für ganz München und Umland weil andernorts diese Zentren der "Nahversorgung", wie man das heute nennt, verschwunden sind. Eine Lösung würde also lauten neue Stadtteilzentren zu etablieren, was nicht zuletzt im Sinne der Bewohner wäre. Gleiches gilt für manche "Schlafstädte" im Umland. Da fände ich auch "Nachverdichtung" sinnvoll.

  • Schritt für Schritt soll nun bald ein Teil der Sendlinger Straße autofrei werden: http://www.merkur-online.de/lo…ssgaengerzone-666846.html


    Außerdem plant die Stadt mit Hilfe einer Werbekampagne den Radleranteil bis 2015 auf 17 Prozent zu steigern. Allerdings könnten dafür zusätzlich direkte Investitionen in die Radweginfrastruktur nötig sein: http://www.merkur-online.de/lo…essen-weichen-666848.html

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    Endlich ein wirklich sinnvoller Schritt zur Verkehrsberuhigung. Kein Mensch muss mit dem Auto innerhalb des Altstadtringes rutschieren. Das ist einfach asozial und wird sowieso nur von Reichen genutzt - am besten gleich mitten im Geschäft parken.

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    Würde sagen, es gibt Dringlicheres als "Begegnungszonen" und niedrige Bordsteine! Das Tal ist so wie es sich jetzt darstellt gewiss kein "Unort".

  • Die Umgestaltung des Harras nimmt nun endlich konkrete Formen an. Die große Insel in der Mitte des Platzes, die bislang als (extrem hässlicher) zentraler Halte und Umsetigeplatz für U-Bahn und Busse diente, ist bereits gesperrt und wird seit Mitte Januar umgebaut.
    Ende 2012 will man mit der kompletten Umgestaltung fertig sein; wenn man sich die Lage vor Ort ansieht, kann man nur zu dem Schluß kommen, dass egal, wie der Umbau dann in der Realität aussieht, auf jeden Fall eine Verbesserung erzielt werden wird.


    http://www.wochenanzeiger-muen…ristesse+ad%C3_30359.html