Nbger Nordosten: Rennweg, Schoppershof, Weigelshof

  • Das Gelb sieht zumindest auf den Fotos garnicht mal so schlimm aus, hat was von den typischen 20er bis 50er Farben. Grellweiss oder Kotzgrün fände ich deutlich schlimmer. Schade auch um die Dachlandschaft bei der Welserstraße, neben den billigst Gauben hat man wohl auch die billigsten Ziegel genommen - zumindest sehen die so aus.

    Bei der Heerwagenstraße bin ich erleichtert dass es keine große Verhässlichung, bei den Fenstern sogar eine leichte Verbesserung wurde. Groß Hoffnung auf eine Sanierung der Sockelzone habe ich aber nicht, das habe ich nachträglich noch nie gesehen. Unverständlich.

  • Ergänzend noch ein paar Bilder zur rückwärtigen Ansicht der Heerwagenstraße 31. Die Balkone sind für die Bewohner sicherlich sehr schön und auch recht großzügig, aber Altbaufeeling mag hier für mich nicht mehr so recht aufkommen. Stahlorgie + der Kühlschrank-Effekt, durch die Dämmung, wirkt im schmalen Innenhof zusätzlich noch einmal stärker und der Durchgang unterscheidet sich auch in keiner Weise mehr von modernen Bauten.





  • Zwischenstand der revitalisierten und barrierefrei ausgebauten Straßenbahnhaltestelle am Stadtpark/ Berliner Platz:


    Das Wartehäuschen, das im Endzustand komplett eingegrünt sein soll, beginnt auf dem Dach zu blühen.

    Auf jeden Fall eine coole Sache, aber mE doch sicherlich eher ein kostspieliger und wartungsintensiver "Gag" denn ein Gamechanger in Sachen Klimaschutz. Nur ein paar Meter weiter im Viertel Rennweg/ Schoppershof fallen mir etliche seit Jahren unbestückte Baumscheiben ein (Bismarckstraße, Messehaus Ecke Schoppershofstraße, Geuderstraße etc). Das hat zwar nur bedingt etwas mit der spezifischen Planung dieser Haltestelle zu tun, aber dennoch auffällig.


    Die grünen Straßenbahntrassen nehmen ebenfalls Gestalt an.


    Netterweise hat man der Haltestelle auch 4 neue recht schicke Bänke und

    2 neue Bäume spendiert. Ich hätte schwören können, dass hinter diesen Bänken kürzlich auch neue Bäume gepflanzt wurden, aber diese sind aktuell nicht mehr ersichtlich und wurden evtl umgepflanzt/ mussten aus baulichen Gründen noch einmal entfernt werden? Es kann aber natürlich auch sein, dass ich das irgendwie verwechselt habe.


    (Bei Bedarf gern in den Thread zu Maxfeld verschieben?! Mein letzter Post zur Haltestelle war ebenfalls in diesem Thread, daher wollte ich einheitlich bleiben.)


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  • Danke Demian das schaut rund um die künftige Endhaltestelle doch schon ganz nett aus. Ich freu mich über dieses Projekt sehr, es heilt ein wenig die Enttäuschung über das damals von mir absolut unsinnig empfundene Einstellen der Linie durch die Pirckheimerstraße. Ich fragte mich wirklich wieso man im Jahr 2010 (oder wann genau das war) öffentliche Nahverkehrsangebote gegen den Wunsch der Anwohner einstellt? Das ist als würde man einfach mal eine Autobahn sperren, weil parallel dazu doch der Zug fährt...

  • Ich freu mich über dieses Projekt sehr, es heilt ein wenig die Enttäuschung über das damals von mir absolut unsinnig empfundene Einstellen der Linie durch die Pirckheimerstraße. Ich fragte mich wirklich wieso man im Jahr 2010 (oder wann genau das war) öffentliche Nahverkehrsangebote gegen den Wunsch der Anwohner einstellt? Das ist als würde man einfach mal eine Autobahn sperren, weil parallel dazu doch der Zug fährt...

    Wie in allen anderen deutschen Städten mit U-Bahn war auch in Nürnberg geplant, die Straßenbahn durch die U-Bahn zu ersetzen und als gewünschten Nebeneffekt mehr Platz für den Autoverkehr zu Verfügung zu stellen. 2001 gab es einen Vorschlag von ProBahn, die U3 weiter nördlich zu bauen, das Neubaugebiet am ehemaligen Nordbahnhof anzuschließen und so die Straßenbahn zu erhalten. Das Klinikum Nord hätte durch eine reaktivierte Straßenbahn in der Kirchenstraße angebunden werden können, allerdings nur tangential.
    Die Stilllegung war einerseits wohl an die Fördergelder gebunden (die mit einer Einstellung der Straßenbahn berechnet wurden), aber es hat bei der VAG und der Stadt sicher auch am Willen gefehlt, hier einen teuren Parallelverkehr anzubieten.

  • Ganz ausgeschlossen ist ja eine Rückkehr der Straßenbahn in der Pirckheimerstr. nicht. Die Strecke ist ja weiterhin als Betriebsstrecke da und nach 25 Jahren läuft eine mögliche Rückzahlung von Fördermittel auch wieder aus. Zudem ändern sich ja derzeit möglicherweise die Zuschussrichtlinien für den ÖPNV so dass die Reaktivierung vielleicht auch früher schon möglich ist. Im langfristigen ÖPNV-Plan ist sie jedenfalls enthalten.

    In der neuesten Version des Nahverkehrsplan 2025 steht dazu folgendes:
    Der Stadtrat hat die Verwaltung mit der Prüfung beauftragt, mit welchem Konzept eine Reaktivierung der Straßenbahnstrecke in der Pirckheimerstraße zulässig wäre. Dafür ist ein Nachweis erforderlich, dass sich ein Linienbetrieb der Straßenbahn über die Pirckheimerstraße nicht nachteilig auf die Bewertung der U-Bahnlinie U3 auswirkt, da sonst Fördergelder zurückgefordert werden können. Um dies zu erreichen, sind neue Linienkonzepte erforderlich, die möglichst nur auf einem kurzen Abschnitt einen Parallelverkehr zur U-Bahn bedeuten (siehe hierzu auch den Punkt „Neubau einer Straßenbahnlinie „GSO-Campuslinie“ im Maßnahmenpaket 2). Aufgrund begrenzter personeller Kapazitäten konnten die Arbeiten zu diesem Projekt bislang noch nicht begonnen werden.

  • Hallo,

    nachdem ich lange ein stiller Mitleser war, anbei ein paar Fotos zu aktuellen Entwicklungen.


    Heerwagenstraße 31:

    Hier wurde inzwischen auch der Sockel fertiggestellt und ist überputzt worden:

    20250601-202919.jpg


    Schoppershofstraße 57:

    Bis jetzt nur Abdeckung des Daches:

    20250601-201803.jpg


    Schoppershofstraße 18:

    Beginn der Sanierung - vertrauenserweckend sehen die Absicherungsmaßnahmen nicht aus:

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    Grüße!

    Einmal editiert, zuletzt von Schopper () aus folgendem Grund: Verlinkung Bilder aktualisiert

  • Fensterkrankheit auf dem Rückzug ?

    Im Rennwegviertel kommen immer mehr stilvoll passende 3-Fügel-Fenster in die Altbauten. So wie hier am Einzeldenkmal Heerwagenstraße 5, wo nun endlich diese seltsam asymmetrisch, lochhaften Fenster ausgetauscht werden:




    Und vor einigen Monaten bereits hier am Eckhaus Bismarckstraße 8 dasselbe. Frappierend ist auch der enorm positive Effekt auf das an sonsten völlig schmucklose, wuchtige Haus:




    Gerne mehr davon, viel mehr!

  • Update Schoppershofstraße 18:


    Fassadendämmung kommt. Der Bauleiter/ Zuständige hat es mir eben bestätigt. 👎





  • Auch wieder billigste weiße Einscheibenfenster..


    Die vor wenigen Jahren "wachgeküsste" Heerwagenstraße 34 zeigt, wie es auch anders hätte gehen können.

    Man hat stilvolle geteilte Fenster eingesetzt, 2 Gesimse hinzugefügt und den Vorgarten inklusive Einfassung schön angelegt. Die Holztüre tut ihr übriges. Das Haus macht nun einen sehr guten Eindruck obwohl es immer noch vergleichsweise schlicht ist.


    Screenshot-20250705-141937-Maps.jpg


    https://maps.app.goo.gl/veyk7EqWPRBMyLw19


    Der damalige Beitrag Nothors zur Heerwagenstraße 34:


    2 Mal editiert, zuletzt von Demian ()

  • Kleines Update Schoppershofstraße 18:



    Die gerundeten Fenster werden offenbar auch nicht erhalten. Hoffentlich erhält man zumindest das Sandstein EG und den Giebel. Bei ersterem bin ich mir da nicht mal so sicher. Puh, das wird ausschauen.. Sehr traurig, wenn man bedenkt wie prächtig das Gebäude einst ausgesehen hat.



     

    Fichtestraße 50:

    Hier scheint sich eine hochwertige Restaurierung der untypischen und hochwertigen Stuckfassade anzubahnen, nachdem diese zuletzt deutliche Schäden aufwies. Die Gauben sind schon mal aus Kupfer.


    https://maps.app.goo.gl/3cVPwYNH2Ga1Wn768






    Sulzbacher Straße 84:



    Dieses Haus fällt mir schon länger als renovierungsbedürftig auf. Es ist sicherlich keine große Baukunst, aber der interessante Putz, die Fensterformate + Faschen und der kleine Dachvorsprung über dem EG sind zumindest recht ok und stören nicht. Die rundum verlaufenden Buchstaben sind auch erhaltenswert. Interessant auch, dass sich unter dem Putz noch Sandstein zeigt. Sicherlich wird das Haus bald gedämmt werden und damit jegliche Filigranität verlieren und einfach nur noch unansehnlich sein ( besonders in Anbetracht der viel befahrenen Straße).


  • Heerwagenstraße 5


    Vorzustand:


    https://maps.app.goo.gl/FeT8cL7a8EeeA1dx8


    Das schöne Haus wird, nachdem es einen ganzen Satz neuer denkmalgerechter Fenster bekommen hat, auf der Giebel- und Hofseite gedämmt. Dies geschieht, obwohl das Gebäude ein Einzeldenkmal ist und die Giebelseite eine gefällige Gestaltung aufweist.
    Der Denkmalschutz ist in Anbetracht des "Klimas" mittlerweile offenbar vollkommen hinfällig. Aus meiner Sicht ein absoluter Skandal.


    20250707-114618.jpg


    20250716-211238.jpg

  • Bei der Schoppershofstraße 16 ist das Schlimmste zu erwarten. Das Erdgeschoss kann man doch gleich auch noch überkleben, dabei die Segmentbogenfenster begradigen, alles auf den billigsten Nenner vereinheitlichen und sich dann wundern wenn die Gegend zunehmend vermüllt und verwahrlost. Der Zustand des öffentlichen Raumes hängt schon ziemlich konkret mit der Qualität der Gebäude und Architektur drumherum zusammen. Oder anders gesagt: Wer pflegt schon hässliches? Wer putzt zerbrochene Fenster, oder fegt einen kaputten Gehweg, wer sortiert schon den Müll wenn alles aussieht wie Müll? Solche Sanierungen sollten untersagt werden, denn sie ziehen die ganze Gegend runter und vermiesen den Leuten die Lust auf Klimaschutz, wozu soll ein Schutz gut sein wenn man dazu das zu schützende kaputt machen muss?


    Zur Heerwagenstraße 5: Das ist schon ein ziemlicher Hammer, v.a. wenn es immer heisst das Denkmäler durch ihre Langlebigkeit - die sich folgerichtig aus ihrer grundsätzlichen Unveränderlichkeit ergibt- besonders nachhaltig sind. Wo wir doch nun hier sehen wie kurzlebig soetwas sein kann. Und es kostet dann richtig Geld. Der Besitzer eines Denkmals sollte doch auf so eine Idee erst garnicht kommen. Und der Denkmalschutz kann soetwas eigentlich nicht durchgehen lassen. Was kommt als nächstes, Oldtimer, die auf Elektromotor umgerüstet werden müssen? Hoffentlich wird es anschließend wenigstens gescheit farbig gestaltet.

  • Erfreuliche Kleinigkeit in der Schoppershofstraße 39:
    Hier wurde peu a peu ein kompletter Satz neuer passender Fenster eingesetzt. Kein Flickwerk und keine unschön anzusehenden Rollläden mehr.
    Das wertet das eher schlichte und doch schöne Haus sehr auf und ist ein Statement. Zuletzt gab es ja etliche eher unerfreuliche Entwicklungen im Viertel, beispielsweise die Schoppershofstraße 43 wenige Häuser weiter (oder Schoppershofstraße 18 etc.).

    Vorzustand:

    https://maps.app.goo.gl/QmxPSwhpaZbacgLG8?g_st=ac

    20250731-172637.jpg


    20250804-170635.jpg

    2 Mal editiert, zuletzt von Demian ()

  • Fenster machen so extrem viel aus: Und der Unterschied zwischen sprossenlosen Fenstern mit Außenrollos davor, was auf mich immer nach Scherbenviertel aussieht, in denen sich die Leute nachts vor den Randalieren auf den gefährlichen Straßen abschotten müssen, und diesen stilvollen Augen des Hauses, die auch für die Bewohner ergonomische Vorteile bringen, ist enorm. Ohnehin ist dieses Haus in seiner Schlichtheit immernoch elegant, wohl proportioniert, vor allem die Eckturmhaube und das hohe Erdgeschoss mit der eingezogenen Ecke macht vieles her.

  • Werderstraße 15

    In kleinen Schritten wertet man einen Stadtteil auf. Seien es qualitätvolle Fenster, die einen gestalterisch positiven Effekt bewirken, oder wie hier das Anlegen von echtem Grün, noch ein bisschen besser als Kübelgrün. An dem schmucken Haus wurden Rankhilfen aus Draht für Fassadengrün installiert. Mal sehen wie sich das entwickelt, dort komme ich häufig entlang: