Kleinere Projekte Rennweg, Schoppershof, Gärten b. Wöhrd

  • Kleinere Projekte Rennweg, Schoppershof, Gärten b. Wöhrd

    In Erlenstegen planen Att Architekten zwei sehr modern gehaltene Stadthäuser.


    Das kleinere der Projekte entsteht in der Esperantostr. 18, das größere in der Wilhelm-Raabe-Straße 2.


    Hier mal 2 Ansichten des letzteren der 2 Projekte (Bildquelle: Stadthaus Projekt GmbH):


    Vorderansicht Thumenberger Weg:


    Rückansicht:


    Meine persönliche Meinung: Alles andere als hübsch, Fokussierung ausschliesslich auf Maximierung der Nutzfläche und ausserdem viel zu modern für die Umgebungsbebauung in Erlenstegen. Die Flachdächer passen da einfach nicht rein.


    Ich frag mich sowieso, wer dazu bereit ist, für ein solches Reihenhaus 700k Euro aufwärts zu zahlen. Aber gut, der Investor wird schon irgendwelche Interessenten finden...

  • Danke, gute Entdeckung!
    Dieser Reihenhausbau entsteht derzeit überall. Die Käuferschicht fühl sich sicherlich ausreichend durch Lage und Ausstattung angezogen. Was mit Wiedererkennungswert entsteht da allerdings nicht und für das Architekturbüro wird das somit auch keine eindrucksvolle Referenz. Allerdings ist auch die Lage nicht gerade prominent Ich glaube die Architekten sind heutzutage Opfer der Bauherren - wobei: War das einmal anders? Mühe geben sollen sie sich!!!!


    "Spielwarenkontor Auge" in der Fichtestraße.
    Das gleiche Architekturbüro plant einen Umbau in der Fichtestraße im Stadtteil Veilhof, ebenfalls Oststadt. Ein seit vielen jahren leerstehendes Fabrikgebäude wird zu Wohnraum umgebaut. Link. zum Projekt. Das besondere daran ist, dass das Frabikgebäude mit enormen Deckenhöhen aufwarten kann, 4 Meter sind das sicherlich! Ich glaube, das kann ganz gut werden.
    Im März habe ich davon schonmal Bilder gemacht, da seinerzeit ein Gerüst aufgestellt war, um die Bausubstanz an der Fassade genauer zu untersuchen.





    Der Linke, kleinere Bau wird verschwinden:


    Heute sah es dort noch so aus. Der Abriss des Anbaus wird in Kürze beginnen:



    Direkt ein paar Meter weiter wird auch die Fichtetraße 42 gerade entkernt. Seit einigen Wochen ist der Umbau aber winterschläfrig.
    Der Bau ist ziemlich repräsentativ für die Bebauung des ganzen Viertels: Überwiegend aus der Zeit um 1905 und im Weltkrieg weitgehend verschont geblieben. Ich hoffe, dass dieses Haus auch von außen vom Dämm- und Modernisierungswahn verschont bleibt, und sich die Modernisierung auf die Austattung im Innern beschränkt.


  • Am "Spielwarenkontor Auge" in der Fichtestraße sind die Abrissarbeiten für den zweigeschossigen Anbau im Gange. Der Kern des alten, stehenbleibenden Industriebaus ist aus der Vorkrioegszeit. In einer Luftaufnahme aus den 30'ern ist der Bau auch zu sehen, allerdings mit steilem Ziegeldach.
    Fotos von heute:






    Direkt gegenüber ist eine der in Nürnberg sehr seltenen, kompletten Gründerzeit/Jugendstilhäuserzeilen.

  • Danke für die Photos,
    da war ja unter der Verkleidung ein ansehnlicher Backstein Industriebau.
    Da hätte man mal anständige Lofts draus machen können.

  • Es verschwindet ja nur der zweigeschossige Anbau. Wenn man sich den ansieht kann man auch nachvollziehen, weswegen der weichen soll. Zu Hoch für die wenige Geschossfläche.
    Der Viergeschosser daneben soll bleiben und was die Architekten damit vorhaben, klingt sehr ambitioniert: Link. Man spricht vonn Erhaltung der charakteristischen Industriearchitektur.


    Schön wäre es nur wenn sie es hinbrächten, das Gebäude nicht weiss zu verputzen, sondern wenn man auch mal etwas Material sehen würde, wie eben den Backstein oder eine interessante Verkleidung. Ich glaube auch nicht, dass man das Haus in Styropor verpacken muss. Die Wände sind dick und die Fensterflächen riesig. Da muss man sich etwas anderes einfallen lassen.

  • oh verdammt .. ja .. da wären wunderbare Lofts drin.


    Die schönsten, besten Lofts gibt es aber halt in Fürth .. ich sag nur Letra Haus. :D

  • B23 - Bayreuther Straße 23

    Ich habe mich schon lange gefragt, ob, und vor allem wann diese Ecksituation (google street view)Bayreuther Straße Ecke Veillodterstraße verschwinden wird. Die jetzige Bebauung scheint sehr alt, aber schon augenscheinlich wenig herausragend wie ich finde. Ist-Zustand:



    Details:







    In Kürze werden die Gebäude abgerissen und durch Appartmenthäuser in Blockrandbebauung und einem Binnengebäude im Innenhof ersetzt:



    Binnengebäude:


    Quelle: SL-WOHNBAU, http://www.bayreuther23.de/ Stand 03.06.2012

    Die Vermarktung hat heute begonnen, witziger Weise direkt in den Abrisshäusern an der bayreuther Straße (U-Bahnhof Rennweg).


    Ich finde damit wird die Gegend angemessen verdichtet und aufgewertet. Um die zwei Altbauten ist es mir persönlich an dieser Stelle nicht schade. Ob die Häuser eine historische Bedeutung haben weiss ich allerdings nicht.

  • Ich finde den Entwurf durchaus geglückt. Eine gute Nachricht für diese bislang wenig attraktive Ecke an einer doch recht wichtigen Ausfallsstraße.
    Den Bestand halte ich für Grunderzeitler mit Nachrkiegsnotdach. Also nichts wirklich aufregendes...


    d.

  • Die Blockbebauung hat lustige Grundrisse. Kaum ein Winkel misst 90 Grad.


    Die Fassadengestaltung empfinde ich als sehr durchschnittlich. Aber diesbezüglich fügt sich der Entwurf sehr gut in die umgebende Bebauung ein.

  • Die Fassadengestaltung empfinde ich als sehr durchschnittlich. Aber diesbezüglich fügt sich der Entwurf sehr gut in die umgebende Bebauung ein.


    Also schaut euch doch bitte die Fassade nochmal an. Ich halte sie für ziemlich dürftig. Die angrenzenden Gebäude haben immerhin auch noch eine vertikale Gliederung durch Balkonzonen, bzw. Vor- und Rückspünge und bilden eine Traufe aus.


    Auch wenn mich diese Aussage eine gewisse Überwindung kostet halte ich hier die 60er Jahre Bebauung qualitativ besser als der neue Entwurf.


    Hier wird eine Fassade zur Straße zu Tode reduziert.

  • ......Die angrenzenden Gebäude haben immerhin auch noch eine vertikale Gliederung durch Balkonzonen, bzw. Vor- und Rückspünge und bilden eine Traufe aus.......
    Hier wird eine Fassade zur Straße zu Tode reduziert.


    Da stimme ich schon zu. Diese riesige weisse Fläche ist in der Tat sehr dürftig. Und sie hat nichts Nürnbergisches. Ein paar vertikale Elemente, schon eine andere Farbe, würden dem Bau gut stehen.
    Nun ist es aber so, dass der Neubau in keineswegs anspruchsvollem Umfeld entsteht. Und ich denke dass die Investoren hier mehr in die inneren Werte der Immobilie investieren.


    Aber bedauerlicher finde ich die uninspirierte Erdgeschosszone. Gerade an dieser Stelle würde mich das Konzept da mal interessieren. Ein Supermarkt? Zwei kleine Cafe's? Oder wieder der bisherigen Elektronik-An-und-Verkauf? In der ganzen Stadt stehen so viele kleine Tante-Emma-Ladenflächen leer und die Stadt hat da kein Konzept.

  • Der Stuckaltbau in der Mathildenstraße (Beitrag), der mit Styropor gedämmt wurde, hat nun sein Gerüst fallen lassen. Es ist zwar wieder etwas Zierrat angebracht worden, aber m.E. wirkt das eher unmotiviert. Das haus hat ganz schön an Ausstrahlung eingebüßt. Sehr schade:


  • Sehr sehr schade! Allerdings muss man auch die Energiekosten der Altbauten im Blick haben. Durch die Dämmung wird einiges an Energie gespart. Wirklich nur sehr schade, was hier mit den Häusern geschieht. Nun besitzt das Gebäude den Charme eines Südstadt Nachkriegsgebäudes :-(

  • ....Allerdings muss man auch die Energiekosten der Altbauten im Blick haben. Durch die Dämmung wird einiges an Energie gespart.....


    Der Gewinn hält sich bei einem derartigen Altbau in Grenzen, schließlich gibt es genug Hausbesitzer, die sich für die Erhaltung ihre Fassade entscheiden anstatt eine Dämmung drauf zu setzen. Mit einer modernen Heizungsanlage, dichten Fenstern und Türen sowie einem gedämmten Dach lässt sich viel mehr sparen. In Fachkreisen spricht man von ca. 10 % Energieeinsparung, die sich bei einem Altbau vor 1945 erzielen lässt im Vergleich zu bis zu 30 % durch die Heizungsanlage oder 25 % durch Fenster usw...


    Ich bin immer nervös und besorgt, wenn ich in Nürnberg einen eingerüsteten Altbau sehe. Hinterher sind die Häuser optisch oft schlimmer als vorher. Eine Wiederbestuckung oder anderweitige Verschönerung (was auch eine Wertsteigerung wäre und eine Bereicherung für das Straßenbild ist) hab ich in meinen 9 Jahren hier noch nicht gesehn. Hierzu braucht es wohl erst ein Leuchtturmprojekt wie den Pellerhof - damit meine ich die Reko der Straßenfassade, nicht des Innenhofs!


  • Zum Projekt B23: Nun ist es aber so, dass der Neubau in keineswegs anspruchsvollem Umfeld entsteht. Und ich denke dass die Investoren hier mehr in die inneren Werte der Immobilie investieren.


    Inneren Werte bei diesen Grundrissen? Hier will ein Bautärger anscheinend noch schnell vom aktuellen Immo-Boom profitieren. Das ganze macht nicht den Eindruck, als hätte man sich Zeit für eine gute Lösung genommen. Wobei ich die Fassade noch am interssantesten finde.

  • Spielwarenkontor Auge Fichtestraße

    Mittlerweile gibt es eine Visualisierung des Projektes Fichtestraße:



    Quelle: ATT Architekten, Website:http://www.att-architekten.de/index.php?id=36 ; Stand 22.07.2012


    Derzeitiger Zustand (ca. 2 Wochen alt):



    In den Bestandsbau werden Loggien Richtung Westen eingebaut. Die Decken werden abgehängt auf dann immerhin noch 2,80 m. Etwas Mau für ein loft, aber so lässt sich das halt kostengünstig bewerkstelligen. In dem Altbau befinden sich noch einige schöne Industriebaumerkmale, wie ein schmiedeeisernes Geländer im Treppenhaus, oder eben auch massiv gemauerte Decken. Der graue Anbau links überrascht mich mit einem zur Fichtestraße nach Westen ausgerichteten Treppenhaus (versetzte Fenster). Eigentlich gefällt mir der Anbau recht gut, er passt super zu dem alten Industriebau. Ich wünschte mir nur nicht eine so monotone Fassengestaltung. Einfarbiger Anstrich, wo doch die gegenüberliegende Straßenseite ein echter Hingucker ist (Beitrag No 7, letztes Foto Link)!

  • Beim Projekt "Spielwarenkontor Auge" in der Fichtestraße ist eine Fensterprobe eingesetzt worden. Möglicherweise wird das auch die Musterwohnung. Finde ich sehr stilvoll, sieht gut aus. Auch die Farbwahl ist mit dunklem grau in einer voraussichtlich weissen Fassade gut ausgesucht:



    Ich wünschte mir am Ende nur eine Fassade, die nicht nur schnöde-weiss ist ohen weitere Konturierung. An sonsten sind keine Fortschritte in der Fichtestraße zu erkennen.


    edit: Ups, ich sehe gerade, dass in den älteren Aufnahmen des Objektes auch schon diese Fenster drin waren. Asche auf mein Haupt.

  • Eine weitere private Sanierung in der Schoppershofstraße.




    Ein Jugendstilbau mit reichem Dekor zur Straßenseite, der im Fassadenwettbewerb 1983 mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Damals wurde die Fassade sensibel aufgefrischt, und man hörte so langsam auf mit dem massenhaftem Schleifen der Stuckfassaden. Ich hoffe das Gebäude wird nicht das gleiche Schicksal erleiden wie das in der Mathildenstraße aus Beitrag No. 17 dieses Strangs. Im Straßenbild der unteren Schoppershofstraße ist das noch eines der schönsten Gebäude da der Schmuck scheinbar noch komplett vorhanden ist.


    Auf der Rückseite erkennt man die Herausforderung: Es sind zwei kleine Wohnungen pro Etage mit mittig liegendem Treppenhaus zur Westseite hin. Balkone fehlen. Die Zusammenlegung der Wohnungen einer Etage dürfte schwierig sein. Die im Erdgeschoss liegende Gewerbeeinheit wird durch den seitlichen Hauseingang zum Treppenhaus durchtrennt, so dass ein extra liegender Raum entsteht. Besser wäre ein Hauszugang direkt hinten.



    Mein Vorschlag für das Gebäude wäre Errichtung eines Hauptzugangs im Innenhof, Einrichtung einer großen Erdgeschosswohnung mit Garten zur Straße vorne und Ausbau des Dachgeschosses zu einem Penthouse. Anbau von Ständerbalkonen mit Südwestausrichtung, Einbau von Dreifachisolierglasfenstern und moderner Heizungsanlage, Erhaltung der straßenseitigen Fassade.