Dom-Römer-Areal: Bau-Thread

  • Ich finde die Kombination der reduzierten Fassade mit dem dunkelen Farbton beim Markt 30 lässt das Gebäude sogar eher etwas zurück treten.
    Und durch den Kontrast zu seinen verzierten Nachbarn wirkt es für diese schon fast wie ein Booster.
    Der „Würzgarten“ (Markt 28) erstrahlt nebenan nahezu mit seiner prachtvollen Dekorschlacht in Babyblau und Weiß.



    Hier noch mal flott, die vorher von Epizentrum bereits angeteaste, östlich davon gelgene, Reihe im Zusammenspiel (von links nach rechts):
    Markt 14 „Neues Paradies“ | Markt 12 „Vorderer Schildknecht“ | Markt 10 „Schönau“ | Markt 8 „Großer Rebstock“



    Zum Vergleich nochmal die Visualisierung der Nordflanke des Krönungswegs auf domroemer.de zum Vergleich.


    Und hier nochmal ein wenig mehr vom Markt 8...

    Bilder von mir.


    Auf Grund der beengten Verhältnisse an der Stelle, lässt sich von außerhalb der Baustelle leider nicht viel mehr einfangen.

  • Sicherlich ist Markt 30 keine Schönheit, aber das Haus steht zumindest nicht an prominenter Stelle. Während ich Seligeneck mitten im gelungenen Komplex Hühnermarkt als die größte Bausünde erachte. Ein uninsprierter Klotz, der sich entsetzlich hässlich hervorhebt. LEIDER.

  • Nach "Modernisten haben ein Geschoss gestohlen" und Fenster so vereinfacht, dass sie gleich komplett fehlen, nun also der Wettbewerb "wer findet das längste Haar in der Suppe?" Begründung braucht es nicht, beim Gefinde und Gemeine stört das bloß. Uninspiriert sind schließlich die anderen.


    Vielen Dank für die aktuellen Fotos, sweet_meat!

  • Das "Gefinde und Gemeine " kann ich auch näher ausführen.
    Der Komplex Hühnermarkt legt sehr viel Wert auf seine Gesamtwirkung. Deshalb ja auch auf 3 von 4 Seiten Rekonstruktion. Eine Seite komplett nicht. Aber: Schildknecht wurde zumindest interpretiert und Paradies mit Schieferverkleidung dem Umfeld angepasst, die historische Altstadt gelungen interpretiert. Aber Seligeneck ist ein Klotz, der ausser einem Sandstein Erdgeschoss nichts mit der Altstadt gemein hat. Dieses Haus hätte auch zwischen Rotunde und TR stehen können, in seiner uninspirierten modernen Langeweile. Dagegen ist Markt 30 ein historisierendes Juwel.

  • Das konsequent weitergedacht, passt es doch: Der Vorgänger war ebenso beliebig und wertlos (der Vorvorgänger schon kein großer Wurf). Das Gebäude im Heimatstil war zum Zeitpunkt seiner Zerstörung keine zehn Jahre alt.

  • Ja. In der Tat. Die Vorgänger waren auch keine Perlen der Baukunst. Aber muss das bedeuten, dass der Nachfolger auch optisch störend in der Gegend rumsteht. Mit diesen modernen riesigen Dachfenster? Hätte man da nicht ein wenig historisieren, beziehungsweise anpassen können?

  • Schöne Fotos, vielen Dank!


    Gebt Markt 30 doch bitte eine Chance. Ich tue es auch.


    Es ist noch nicht mal die Schutzfolie von den Fenstern runter und niemand kennt den aktuellen Zustand der Nordseite mit dem alten Sandsteinportal. Dennoch würden einige Foristen es am liebsten jetzt schon abreißen.


    Und ich muss TristanX beipflichten und möchte es gerne wiederholen: Das Gebäude versucht mit der schlichten Südseite wirklich, dem Würzgarten den Vortritt zu lassen. Und ich mag dieses Schwedenrot - mir gefallen sogar die Fenster!


    Das Haus hat Giebeldach und Auskragungen. Das EG wird mit Sandstein verkleidet. Alles Merkmale der Frankfurter Altstadt. Ich sehe keinen Grund sich zu empören. Die Ensemblewirkung ist großartig. Und wer weiß... vielleicht gefallen sogar die beiden westlichen Nachbarn?


    Zum Glück hat sich Markt 7 bisher gut verstecken können. Sonst wäre hier sicher der Teufel los.


    Schönes Wochenende (und lasst mich bitte am Leben).

    Einmal editiert, zuletzt von Chris76 () aus folgendem Grund: Schreibfehler

  • Ich finde auch, man sollte Markt 30 eine Chance geben. Es verdeckt sich würdevoll vor dem Haus Würzgarten, als wöllte es den Rekonstruktionen den Vortritt lassen. Zudem ist es durch die harmonische Farbe eine gute Überleitung zu den Neuentwürfen.


    Was Markt 7 angeht, schwahnt mir schreckliches. Vielleicht hat man nach Fertigstellung des gesamten Projektes Einsehen und baut es nochmals um. Ich vermute so oder so, wird es innerhalb des Projektes zu Nachbesserungen kommen als auch bei angrenzenden Häusern/Ojekten zu Veränderungen kommen, Bsp. Haus des Kunstvereins, Nottreppenhaus Schirn, usw.

  • Altes Kaufhaus und Goldenes Haupt (Markt 36)

    Mit Adolf Loos' Michaelerhaus kann man Markt 30 nicht unbedingt vergleichen; auch, dass es sich vor dem Haus Würzgarten versteckt, kann ich nicht bestätigen: Für beides sticht das Haus viel zu sehr mit seiner knallig roten Farbe in der ansonsten dezent bemalten Nordseite des Krönungswegs heraus.
    Der braune Kratzputz, der ursprünglich vorhergesehen war, hätte sich optisch besser in die westlichen Nachbargebäude eingefügt und zumindest in seiner Farbe eine Reminiszenz an den Vorgänger, das echte Alte (Fachwerk-)Kaufhaus, dargestellt. Aber wir werden sehen, ob es nicht doch ein Ensemble mit dem Neuen Roten Haus bildet, ähnlich wie Markt 40 mit den postmodernen Gebäuden am Samstagsberg oder Markt 38 mit der Sandstein-Fassade der Schirn-Rotunde. :daumen:
    Ist die hellblaue Bemalung von Markt 36 eigentlich dafür gedacht, ein Ensemble mit der Glasfassade der Schirn-Kunsthalle zu bilden? :confused:

  • M7 (Weißer Bock), M30 (Altes Kaufhaus)

    Man muss nicht alles schön finden, gebe zu Markt 7 aber zu bedenken, dass es eine Sonderstellung einnimmt: Es liegt als Neubau neben der unvergleichlich prachtvollen Goldenen Waage und hat dabei eine einfache, undankbare Funktion, nämlich die eines "Treppenhaus-Behälters" zur Erschließung seines Nachbarn. Helmut Riemann hat meiner Meinung nach die richtige Entscheidung getroffen, als er die Fassade von einer Buntsandsteinfläche ausgehend gestaltet hat. Das Haus rahmt zusammen mit dem Stadthaus die Goldene Waage zurückhaltend ruhig ein und greift gleichzeitig auf Altstadt-Merkmale zurück: Überhänge, Reihung stehender Fenster, Spitzdach, hochgezogenes Sockelgeschoss. Mit den ungeteilten, bodentiefen Fenstern und den starken Abstraktionen wie der des Giebels und der Gesimse bricht er freilich sehr deutlich mit der Historie, um die Gegenwart sprechen zu lassen.


    Markt 30 ist ebenfalls nicht jedermanns Sache, das ist klar. Zur Südfassade ist im Prinzip oben alles gesagt - mal vom noch schlichteren Eingang abgesehen, der noch nicht verkleidet ist. Eine Besonderheit wird das Haus nach Norden hin. Das Erdgeschoss ist komplett mit der größten Spolie des Areals verkleidet: 5 Meter breit und aus lebendig rotem Sandstein.

  • ^ Ich bin zwar im Wesentlichen bei Euch, aber nachdem ich den Entwurf noch absolut furchtbar fand, muss ich nun sagen, dass ich mittlerweile meinen Frieden mit dem Gebäude gemacht habe. Definitiv nicht mein Lieblingsgebäude des Projekts, aber je öfter ich daran vorbeilaufe, umso besser gefällt es mir. Mal abwarten, wenn die Folien abgenommen wurden. Das Gebäude dsaneben finde ich etwas belanglos.



    Bild von mir.

  • Markt 16 finde ich gar nicht schlimm. Die Gauben und rückwärtigen Balkone sind zwar nicht schön, aber sonst die Fassadengestaltung durchaus in Ordnung und auch nicht schlechter als das was vor dem Krieg da stand. Auskragung des 1. OG wäre vielleicht noch überlegenswert gewesen, ansonsten passt das.
    Aber diese extrem belanglose "Schlichtheit" von Markt 30 auch noch Schönreden zu wollen, erstaunt mich sehr.
    Mal abgesehen davon, dass es einen riesigen Unterschied gibt, zwischen vornehmer Zurückhaltung und kontraproduktiver kontrastierender Banalität, sind/waren die Frankfurter Altstadthäuser wie der Würzgarten abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen wie Salzhaus und Goldener Waage niemals optisch derart herausragend, dass sie für sich selbst wirken könnten, sondern haben ihre Wirkung immer erst im Ensemble mit den Nachbargebäuden hervorzubringen vermocht. Aber ausgerechnet hier musste der mit Abstand schlechteste und belangloseste Entwurf direkt neben die Rekonstruktion geklatscht werden. Vor Auslobung des Architektenwettbewerbs hieß es noch völlig zu Recht, dass die Rekonstruktionen möglichst Ensembles bilden sollen. Letztlich ist man ohne Not und eher zum Nachteil des Quartiers bei der Goldenen Waage komplett und beim Roten Haus nach Süden hin davon abgewichen (dort sogar mit deutlichen Folgen für die Statik weswegen des Rote Haus keine originalgetreue Reko wird), und beim Würzgarten hat man sogar optische den größtmöglichen Kontrast erzeugt. Dass es auch deutlich besser mit einem harmonischeren Gesamtbild möglich gewesen wäre, sieht man im absolut gelungenen Bereich Hühnermarkt (vA Dreibund-Neubauten Schildknecht und Kleiner Vogelsang).
    Der ebenfalls nicht gute Neubau Markt 7 passt immerhin von der Grundstruktur, und kann man daher noch nachträglich durch recht überschaubare Umbauten in eine altstadttaugliche Optik verwandeln (Anpassung Fenstermaße und Dach, Verwenden Sprossenfenster, Verputzen Obergeschosse, Verschieferung Giebel). Wäre auf jeden Fall auch nötig, da sonst die Goldene Waage zu allen Seiten von unpassenden und grundlos gegen die zu Recht existierende Gestaltungssatzung verstoßenden Neubauten umgeben bliebe. Markt 30 und 32 dagegen sind schon in ihrer baulichen Grundstruktur derart missraten, dass nur Abriss und Neubau hilft.
    Das fängt schon bei den Fenstern an - nicht nur die fehlende Sprossung, sondern vor Allem Formate, Anzahl und Anordnung. Dass man hier am Krönungsweg so viele Fenster wie die Statik erlaubte verwendet hat, daran erinnert bei den Neubauten gar nichts mehr. Das geht dann weiter bei nicht berücksichtigten Selbstverständlichkeinten wie Symmetrie (Markt 32), Kragsteinen, Dachüberständen, sichtbaren Schwellen der Obergeschosse und eigenständig gestalteten Giebeln aber ohne eigenem Überhang, bis zu den ziemlich banalen Erdgeschossen. Da hilft auch das barocke Erdgeschoss auf der Nordseite von Markt 30 nichts mehr, vor allem da es derart dilettantisch in den restlichen Bau integriert wurde, dass es selbst dort als Fremdkörper wirken wird.
    Es ist schon traurig, dass außer von Von Ey (Markt 10), Jordi&Keller (Markt 40) und mehrfach Dreibund, kein einziger angemessener Entwurf für Neubauten anstelle der zahlreichen gotischen Vorgänger ausgesucht wurde, was sich an der westlichen Hälfte des Markts doch sehr negativ auswirken wird. Teilweise lag es auch an einer ungünstigen Aufteilung der Architekten zu den Baulosen (zB waren Dreibund für ihr Baulos tatsächlich so ziemlich die einzigen die anständige Arbeit abgeliefert haben, während ein Kollhoff keine einzige gotische Parzelle zu beplanen hatte). Es ist aber auch nicht so dass es gar keine Alternativen gegeben hätte: Eckert Negwer Suselbeek haben für Markt 30 einen hervorragenden, mir nicht mehr bekannte Architekten einen zumindest erträglichen Entwurf abgeliefert. Für Markt 32 gab es sogar 4 sehr ansehnliche Entwürfe, u.a. von Krier+Kohl und Jordi+Keller.
    Frankfurts Altstadt hat zukünftig also einige Plätze, die die frühere Altstadtatmosphäre versprühen, bei den ebenso wichtigen Gassen hingegen sieht es nach wie vor sehr mau aus. Die Nordseite von Hinter dem Lämmchen (aber mit Bausünde Kunstverein) und die nur sehr kurze östliche Hälfte des Markts (mit Bausünden Haus am Dom, und Markt 7) sind sehr gelungen, aber HdL-Südseite und westlicher Markt fallen demgegenüber doch sehr deutlich ab. Was insbesondere im Fall des Marktes sehr traurig ist, nicht nur weil es der Krönungsweg und überhaupt einer der wichtigsten Straßenzüge war, sondern vor allem auch weil seine besonders sichtbare nördliche Bebauung (Südseite wird hoffentlich nicht lange nur von der Pergola begrenzt) vom Würzgarten (Markt 28) bis zum Goldenen Haupt (Markt 36) noch fast unverändert aus der Gotik stammte, und damit ein Paradebeispiel für die in der Frankfurter Altstadt so typischen Gassen mit großteils gotischen Fachwerkhäusern war. Renaissance, Barock und Klassizismus haben durchaus ihren fairen Anteil bei der Neubebauung, aber ausgerechnet die in Frankfurt besonders prägende Gotik ist deutlich unterrepräsentiert.

  • Lämmchenhof

    Heute gab es einen weiteren Pressetermin in der Altstadt, entsprechend finden sich mehrere Berichte in den Frankfurter Publikationen, weitere werden folgen. Zu den Schwerpunkten zählte der Innenhof des "Goldenen Lämmchens", der sich kurz vor der Fertigstellung befindet. Dazu Fotos und Auszüge aus einer Pressemitteilung der Stadt:


    [INDENT]Der Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt geht planmäßig voran. Zahlreiche architektonische und handwerkliche Highlights befinden sich derzeit in den letzten Zügen. So auch die historischen Holzlaubengänge im Innenhof des "Goldenen Lämmchens", einem ehemaligen Patriziersitz und Messehof, der originalgetreu rekonstruiert wird. [...]


    Im Laufe der vergangenen Wochen hatte das Team der Zimmerei Eifert aus Grebenau die Stützpfeiler aus Eichenholz und die gedrechselten Baluster – die Einzelsäulen, aus denen die Balustrade besteht – auf die Baustelle gebracht und dort montiert. Gleich zwei Gebäude, das "Goldene Lämmchen" (Hinter dem Lämmchen 6) sowie der Neubau Braubachstraße 27 besitzen an der dem Hof zugewandten Fassade jeweils einen hölzernen Laubengang. [...]


    Das Holz der Laubengänge stammt aus Zweitverwendung und ist zwischen 200 und 300 Jahre alt. Wie Geschäftsführer Dirk Eifert berichtete, überstiegen die Maße der Pfeiler das, was heute am Markt verfügbar sei. Auch sei nur gut abgelagertes Eichenholz trocken genug, um es in den Gebäuden der Altstadt einzusetzen. Die beiden Stützpfeiler, die den Laubengang des „Goldenen Lämmchens“ tragen, hätten beispielsweise 80 Jahre lang im Keller eines Sägewerks gelegen und seien erst mit dessen Abriss entdeckt worden. Nun erhalten sie im „Lämmchenhof“ eine neue Bestimmung.[/INDENT]




    Südfassade der Braubachstraße 27:



    Laubengang im Detail:



    Lämmchenhof, östlicher Teil:



    Die Frankfurter Redaktion der Bild hat darüber hinaus ein über 17 Minuten dauerndes Video bei Facebook eingestellt. Das ist ziemlich verwackelt und auch sonst nicht gerade von hoher Qualität, da bei schlechtem Wetter wohl mit einem Mobiltelefon aufgenommen, die Motive waren aber größtenteils noch nicht zu sehen. Nach drei und nochmals nach neun Minuten Dauer geht es aus dem Hof auf die Gasse Hinter dem Lämmchen hinaus. Zu sehen sind die Nordfassaden von Markt 30, das Erdgeschoss noch hinter einer Schutzverkleidung verborgen, und Markt 32. Die anderen Fassaden zur Gasse folgen, ein kurzer Besuch im Erdgeschoss von "Klein Nürnberg" mit seinen Kreuzgewölben schließt sich an. Die letzten dreieinhalb Minuten zeigen hauptsächlich den Hühnermarkt.


    Die Ausgang der Gasse Hinter dem Lämmchen zum Hühnermarkt auf einem Pressefoto:



    Bilder: Stadt Frankfurt am Main / Heike Lyding

  • Danke für die Entdeckung, gut zu wissen. Ich schau's mir später (sollte es jemals wieder aufhören zu regnen) mal live an.


    Die Fish-Eye-Verzerrung der Webcam lässt das Ganze schon seeehr skurril wirkren.
    Ich würde daher vorschlagen erst mal auf vernünftige Bilder zu warten – bevor (sich) direkt wieder entrüstet wird
    und eine Shitstorm-Tsunami durch den Thread rollt. ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von sweet_meat () aus folgendem Grund: Vertipper

  • Von den 6 Markt-Neubauten finde ich lediglich Zu den drei Römern und seinen direkten Nachbarbau gelungen. Dann reihen sich leider 4 Bausünden aneinander, wobei Markt 32 und 30 natürlich noch negativ herausragen. Leider auch noch sehr präsent, weil es kein Gegenüber gibt, die das Debakel optisch auffängt. Und wie schon geschrieben wurde, leider ist das Rote Haus nur eine falsche Reko. Bedauerlicherweise und unnötiger Weise. Denn die Rückseite zum Tuchgaden gibt es nicht. Hätte es aber geben können und eigentlich müssen. Man hätte einfach auf diesen 0815-Anbau des Stadthauses verzichten müssen, bzw. diesen so gestalten, dass die einzigartige besondere Architektur des Hauses ihren Zweck wieder erfüllt, das "Tor" zum Tuchgaden zu sein. Dazu hätte es im Tuchgaden sogar nur Fassaden-Rekos benötigt. Dass man zugunsten eines langweilen Stadthaus-Anhängsels auf Tuchgaden verzichtet hat, wird sich mir nie erschließen.

  • Also nach Betrachtung vor Ort finde ich vor allem Markt 32 und 34 nicht schlecht gelungen. Die Holzfassade bei Markt 34 wirkt abwechslungsreich, genauso die asymmetrischen Fensterreihen von Markt 32 - sind dabei aber auch nicht zu unruhig. Auch Markt 30 (Hundehütte) wirkt besser als erwartet. Am wenigsten gefällt mir bisher Markt 36, das finde ich ein bisschen langweilig, aber da sind auch noch nicht alle Fassadenarbeiten abgeschlossen.

  • Wie bereits erwähnt wird es dem Projekt sicher nicht gerecht, die Gebäude über die verzerrte und verschwommene Webcam zu beurteilen.
    Die Wirkung vor Ort ist eine ganz Andere und ich empfehle jedem wärmstens mal auf dem DomRömer-Areal vorbei zu schauen.


    Natürlich sagen auch mir einige Häuser mehr als andere zu und sicher gäbe es an der ein oder anderen Stelle auch noch Luft nach oben,
    aber was zählt ist die Gesamtwirkung und die kann sich in der Tat sehen lassen.
    Selbst mit teils unfertigen Fassaden, ohne Fenster und bei widerlichstem Wetter macht die Zeile bereits ordentlich was her.
    Sie wird vielleicht nicht gerade dem historischen und pittoresquen Quartiersplatz aka dem Hühnermarkt Konkurrenz machen, muss sie aber ja auch gar nicht.


    Hier nun ein kleines Update des Status Quo direkt vom Ort des Geschehens,
    1 zu 1 abgeknipst ohne Fish-Eye-Verzerrung und ohne Bearbeitung oder Filter.


    Blickrichtung Dom: Markt 40 | 38 | 36 | 34 | 32 | 30 | 28 | 26


    Etwas näher ran... Markt 38 | 36 | 34 | 32 | 30


    Im Closeup... Markt 32 | 30 | 28


    Und nochmal kurz von der anderen Seite... Markt 38 | 36 | 34 | 32 | 30


    Dann hätte ich noch ein kleines Panorama (das ist aus technischen Gründen natürlich dann doch auch ein wenig verzerrt)
    hilft aber ein sicher dabei einen Überblick über die Gesamtsituation vor Ort zu bekommen. Durch Anklicken vergrößerbar...

    Bilder von mir.

    3 Mal editiert, zuletzt von sweet_meat () aus folgendem Grund: Ich sollte einfach langsamer tippen, sorry.

  • Danke für die Bilder. Bei Markt 32 schwant mir Böses für die nahe Zukunft, wenn ich sehe wie die nasse Fassade jetzt schon aussieht.

  • Ich finde das rote Haus gar nicht schlecht. Es hat etwas mittelalterlich Herbes. Mir gefällt die Farbe, die vermutlich auf das rote Haus gegenüber anspielt.


    Ich finde auch die schmucklose Fassade gut.


    Es gibt Steinhäuser aus dem Mittelalter, die so aussahen, allerdings mit kleinen Fenstern.


    Die Fenster sind noch nicht enthüllt. Es könnte also besser aussehen als jetzt.


    Das Haus "Zu den drei Römern" ist finde ich auch gut gelungen. Da mißfallen mir nur die modischen kubischen Dachgauben.


    Insgesamt hätte der Häuserzeile allerdiungs eine oder zwei weitere Rekos gut getan.