Nbger Zentrum: Sebalder und Lorenzer Altstadt

  • Der Vollständigkeit halber: Der Musikverein hat heute auf Instagram und Facebook auch Fotos vom aktuellen Zustand des zukünftigen Keller Soft Spot (den ich aber trotzdem nicht verorten kann) gepostet. Es war ja von Anfang an die Rede, dass der recht roh gehalten wird... insofern schon was anderes als die Säulenhalle vorher, was ich aber bei besserer Akustik und unversperrter Sicht auf die Bands vorne durchaus verschmerzen würde ;)


  • Über die Tagesordnung der letzten Sitzung des Baukunstbeirats bin ich auf den Architekten gestoßen, der den oben vorgestellten Neubau der Kita auf dem Fürther Tor plant und dessen Entwurf (mit nicht bekanntem Ergebnis) im Baukunstbeirat diskutiert wurde. Markus Gentner Architekten haben ein Konzept entwickelt, das auftragsgemäß keine Rekonstruktion vorsieht, sondern eine moderne Adaption. Auf der Homepage heißt es dazu: "Die Kleinteiligkeit der Umgebung spiegelt sich wider in der Faltung und Verschneidung der Dachlandschaft. Der Neubau ist dadurch sowohl als Solitär als auch als Teil der städtischen Textur lesbar."


    Hier dazu eine Modell-Darstellung. Wenn die Materialien gut gewählt sind (etwas anderes als Sandstein und Holz sollte auf der denkmalgeschützten Stadtmauer nicht in Frage kommen), könnte das sehr gut werden.


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  • Wenn die Materialien gut gewählt sind (etwas anderes als Sandstein und Holz sollte auf der denkmalgeschützten Stadtmauer nicht in Frage kommen), könnte das sehr gut werden.

    Sehe ich exakt genau so. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen, ich hätte hier kein Problem mit modernen Geometrien bei Fenstern, Fassaden und der Dachhaut. Wenn man mit Sandstein baut kann man eigentlich nichts falsch machen.


    Auf historisierende Sprossenfenster usw. hoffe ich hier garnicht erst und halte es eigentlich auch nicht für nötig. Nur Hauptsache Sandstein, damit die Stadtmauer an der Stelle wieder komplettiert wirkt, und nicht durch eine weiße WDVS-Schuhschachtel oder einen Glas-Blechkasten unterbrochen wirkt. Dann wäre gestalterisch nichts gekonnt.


    Das Projekt wurde unter TOP 9 der letzten BKB-Sitzung am 28.07.behandelt. Leider bislang ohne veröffentlichtes Protokoll, denn aus diesem würden womöglich weitere Details ersichtlich werden.

  • Zwei erfreuliche Aufwertungen von in Stadtraum sehr sichtbaren Gebäuden hab ich hier mal kurz festgehalten.


    Einmal das schon vor längerem aufgewertete Eckgebäude Weißgerbergasse 38. Hier ist das Dach und die Fassade samt Fenster neu gemacht. Kein Highlight aber solide und behutsam gemacht - in typsicher 50er-Jahre Manier recht unauffällig daher kommend. Aufgrund des gottseidank noch nicht abgestorbenen Grüns hier etwas verdeckt, in google 3 D aber bereits in diesem Zustand sichtbar:

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    Vorher sah es hier so aus:

    https://goo.gl/maps/BM8m5VUp8dWMBDpJ7



    Dann der Altbau in der Oberen Wörthstraße 2, ein prächtiger Sandsteinbau der, wie einige Gebäude in dieser Ecke der Altstadt, den Krieg verhältnismäßig gut überstanden hatte. Hier sind Fassaden- und Fensterarbeiten im Gange:

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    Hier sind die neuen Fenster gut zu erkennen:

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    Bislang sah der Bau so aus:
    https://goo.gl/maps/VgkLvPHZ4yJYhmiL7


    d.

  • Uh, im Ernst, Sprossenfenster? Juhuu, endlich, wie oft stand ich schon vor diesem Haus und habe mir gedacht, was für ein Prachtstück das doch ist und sein würde, mit den richtigen Fenstern. Die Wohnungen darin dürften absolute Luxuslage sein, dazu mit historischem Flair, wow. In der Altstadt sind ja Wohnungen in Gründerzeitqualität absolute Mangelware. Danke für die Fotos!

  • Update zu Projekten in der Nürnberger Altstadt, aufgenommen am 24.09.2022


    Beim Neubau an der Ecke Färberstraße/Breite Gasse geht es auf die Zielgerade

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    Hier auch nochmal der inzwischen eröffnete Neubau von Wöhrl am Ludwigsplatz. Sicher kein Hingucker, aber schon eine Aufwertung für den Platz

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    Die Rückseite zur Adlerstraße ist auch kein Höhepunkt, aber in Summe doch passendbild4h5iz9.jpg

    Im Schmalzgässchen, hinter dem Pfarramt der Frauenkirche, wurde der Parkplatz umgestaltet, mir Parkdecks aufgerüstet und teilweise begrünt

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    Wurde hier schon gezeigt, aber weil es so schön ist: Die frisch sanierte Irrerstraße 13

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    Ebenfalls hier schon gezeigt, aber hier nun schon etwas eingewachsen: Der Hof des ehemaligen Klosters an der Burgstraße 6a

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    Gut gelungen ist das Zusammenspiel von alten und neuen Gebäuden in der prominenten Ansicht Flucht Schöner Brunnen/Sebalduskirche

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    Das Hauptgebäude der Sparkasse am Lorenzer Platz wird gerade entkernt und komplett saniert

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    Der Dachstuhl fehlt weitestgehend, die Eingriffe sind massiv

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    Im Ergebnis wird sich die Außenansicht nicht massiv verändern, aber doch durch viele Details (wie Fenster un Gauben) unterscheiden - wie ich finde zum Besseren...

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    An der Ecke runter vom "Oberen" zum "Unteren Bergauer Platz" wurden die 50er-Jahre Wiederaufbauten saniert

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    Auch der neue Pocketpark hinter dem "Unteren Bergauer Platz 12" ist inzwischen eingewachsen

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    Der Bau "Unterer Bergauer Platz 12" ist, wie auch sein Nachbar die Nr. 10, auf Vorgkriesresten aufgebaut

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    Zu guter Letzt noch ein Blick auf die Bauarbeiten an dem Stadtmauerbereich Marientorgraben/Marientormauer/Katharinengasse

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    An dieser Stelle soll ein im Krieg abgegangener Turm wieder aufgebaut werden

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    Ausgebaute Sandtsteinblöcke liegen nummeriert bereit um später wieder eingebaut zu werden

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    d.

  • Danke für die Bilder. Die Bauprojekte (zumindest was man schon erkennen kann) können mich aber allesamt nach wie vor nicht vollends überzeugen. Die Adlerstraßenseite vom Wöhrl ist nur deswegen so passend weil der Rest dort auch aus Tristesse besteht. Ganz schlimm auch die massiven Balkone an den Wiederaufbauten, insgesamt beim Bergauer Platz eine verpasste Chance mehr draus zu machen.

  • Am Haus zum savoyischen Kreuz wurde ein Gerüst aufgestellt, ich hoffe die Sanierung beginnt. Ich hoffe auch auf eine denkmalgerechte Sanierung und auf eine Rekonstruktion des Giebels und der Dachlandschaft.

  • Hui! Das wär ja mal was! Daumen sind gedrückt. Soweit ich weiß, entzündet sich die Diskussion auf die Art und Weise des Wiederaufbaus, also ob eine 1:1-Rekonstruktion oder ob zwar denkmalgerecht, aber im Vergleich zum Originalzustand eben doch reduziert. Ich hoffe natürlich ebenfalls auf eine originalgetreue Wiederherstellung. Gerade direkt neben der Sebalduskirche wäre das schon angezeigt. M.W. haben die Altstadtfreunde detaillierte Fassadenpläne erstanden, so dass das Argument, man wisse ja nicht genau, wie es ursprünglich aussah, nicht funktioniert.

  • ^

    Die Altstadtfreunde haben diese detaillierten Pläne nicht erst beschaffen müssen, sie waren einfach mal im Stadtarchiv und haben dort in die Bücher geguckt. Dort scheint das Denkmalamt nämlich selten vorbei zu schauen.


    Ich meine aber, dass das Gerüst schon seit einer Weile da steht, und auch sonst sieht da wenig nach Baustelleneinrichtung aus, mir scheint das eher ein Gerüst zu sein, das gegen herabstürzende Teile aufgestellt wurde. Wem gehört das Haus denn nun eigentlich? Diese ominöse Firma aus Hilpoltstein hat es ja nur als Spekulationsobjekt gehalten, und vor einiger Zeit hat es den Besitzer gewechselt. Ich habe mir aber nicht gemerkt, wer das Haus nun hat, die IHK ist es glaube ich nicht.

  • Sanierung Laufertorturm


    Es scheint endlich loszugehen, der Laufertorturm ist nun eingerüstet und verhüllt. Die Restaurierungsarbeiten an den Sandsteinen gehen wohl bald los:


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  • Eindrücke aus der Altstadt, fotografiert von mir am 05.11.22


    Neubau Breite Gasse/Färberstraße:


    Fernsicht von Osten aus kommend

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    Am Ludwigsplatz wird das Pflaster erneuert. Durch die Bauarbeiten am Whörl-Neubau ist dies notwendig geworden. Und siehe da: Man nutzt die Chance auf eine echte Aufwertung durch Ersatz der 70er-Jahre Betonpflaster durch gesägten Granit

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    Spannend wird auch sein, ob nur die beeinträchtigten Bereiche so erneuert werden, oder ganze Platz so neu gepflastert wird.

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    Hier im direkten Vergleich: Alt und Neu

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    Wie solch eine fertige Pflasterung nach ein wenig Nutzung aussieht, kann hier betrachtet werden. Wie ich finde kann sich das sehen lassen. An vielen Stellen der Altstadt hält zur Zeit das gestockte und gesägte Pflaster neben dem klassischen Kopfsteinpflaster Einzug

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    So auch hier am Bauabschnitt 1 der Umfelderneuerung entlang des nördlichen Pegnitzufers am Maxplatz/Nägeleinsplatz

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    Auf dem Grundstück der Neuapostolischen Kirche sind derweil alte Keller ausgegraben worden, hier wird der 2. Bauabschnitt (siehe Foto oben) der Umfeldumgestaltung einmal enden

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    d.

  • Bauprojekt in der Agnesgasse 9


    Eine Weltkriegslücke in der recht versteckten, aber zentralen Agnesgasse, soll bebaut werden. Das Bauprojekt war Gegenstand der Sitzung des Baukunstbeirats am 15.09. (https://www.nuernberg.de/inter…b_sitzung_15_09_2022.html)


    Der Entwickler hat folgende Infos auf seiner Homepage parat:

    https://www.fbk-development.de/projekte/


    Nochmal ein Link zur Lage:

    https://goo.gl/maps/kiWpWQXRv2UrHFbZ9


    d.

  • Wow, danke für den Fund! Das schaut gar nicht schlecht aus. Jetzt könnte ich spontan drüber schimpfen, dass das Erdgeschoss so verschlossen gestaltet ist, aber das ist bei den mittelalterlichen Nachbarhäusern genau so.


    Mit diesen glatten Sandsteinfassaden in der Altstadt kann ich gut leben. Wenn es eben keine Rekonstruktion sein soll, dann gerne so. Die Sebalder Kontore und die neue IHK stellen das Vorbild.

  • Die Neupflasterung der Luitpoldtstraße ist im ersten Bauabschnitt (der die südliche Straßenhälfte umfasst) nun abgeschlossen. Bis Mitte nächsten Jahres soll der zweite Bauabschnitt (bestehend aus der nördlichen Straßenhälfte und der Einmündung in die Königstraße) folgen.

    Neben dem Fußboden wurde auch die Beleuchtung gemäß der Satzung zur Gestaltung des öffentlichen Raums verändert.


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    Fotos von mir, aufgenommen am 27.11.2022


    d.